Samstag, August 1, 2026
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Spritpreise legen kräftig zu

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Esso-Tankstelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Tanken ist gegenüber der vergangenen Woche spürbar teurer geworden. Vor allem der Preis für Diesel-Kraftstoff ist kräftig gestiegen, wie eine aktuelle Auswertung der Kraftstoffpreise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland durch den ADAC zeigt.

Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,689 Euro und damit 1,2 Cent mehr als vor Wochenfrist. Der Dieselpreis kletterte sogar um 2,7 Cent und liegt jetzt bei durchschnittlich 1,640 Euro. Damit hat sich Diesel innerhalb von nur drei Wochen um 7,5 Cent verteuert. Super E10 hat im gleichen Zeitraum etwas mehr als drei Cent zugelegt.

Die Rahmenbedingungen, die die Entwicklung der Kraftstoffpreise beeinflussen, geben laut ADAC jedoch keinen Hinweis, warum Tanken zuletzt deutlich teurer geworden ist. So ist der Rohölpreis der Sorte Brent seit der Vorwoche zwar um rund einen US-Dollar je Barrel auf nun 65 US-Dollar gestiegen. Dafür steht jedoch auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder höher, wodurch der Import von Rohöl etwas günstiger und der Effekt höherer Rohölnotierungen gemindert wird. Blickt man etwa auf die Situation Ende Juli, so war Super E10 damals rund zwei Cent billiger, obwohl bei einem ähnlichen Euro-Dollar-Wechselkurs Brent-Öl sogar deutlich teurer war.

Einzig die kalte Witterung, der Start der Heizperiode und die gestiegene Nachfrage nach Heizöl könne erklären, warum der Dieselpreis deutlich stärker als der Benzinpreis gestiegen ist, so der ADAC. Denn Heizöl sei nahezu identisch mit Diesel, und wenn Heizöl teurer werde, dann verteuere sich Diesel in der Regel ebenfalls.

Der ADAC empfiehlt sparwilligen Autofahrern, abends zu tanken. Dann seien die Kraftstoffpreise im Schnitt bis zu 13 Cent je Liter niedriger als morgens. Fahrer von Benzin-Pkw können darüber hinaus sparen, wenn sie Super E10 statt Super E5 tanken – dies spare rund sechs Cent je Liter. Wer unsicher ist, ob das Fahrzeug Super E10 verträgt, sollte sich an den Hersteller wenden.


Foto: Esso-Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wirtschaftsweise: Schnitzer übergibt Jahresgutachten an Merz

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Monika Schnitzer und Friedrich Merz am 12.11.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Monika Schnitzer, hat am Mittwoch das Jahresgutachten der „Wirtschaftsweisen“ an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) übergeben. Am frühen Nachmittag will der Sachverständigenrat das Gutachten ausführlicher vorstellen.

„Nach zwei Jahren der Rezession dreht sich in diesem Jahr endlich wieder das Vorzeichen der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland von einem Minus auf ein Plus“, erklärte Schnitzer. „Im europäischen Vergleich bleibt das Wachstum jedoch auch in diesem Jahr zurück. Erst im nächsten Jahr wird es deutlich besser.“

Damit die Wirtschaft wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad gelange, müsse die Produktivität durch Innovationen und Investitionen gesteigert werden. Angesichts der aktuellen geo- und strukturpolitischen Herausforderungen müsse Deutschland neue Wachstums- und sicherheitspolitische Perspektiven entwickeln, sagte die Inhaberin des Lehrstuhls für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

„Das im März verabschiedete Finanzpaket bietet dafür Chancen. Wir zeigen in unserem Gutachten, dass die Wachstumswirkungen des Finanzpakets potenziell erheblich sein könnten.“ Die tatsächlichen Wachstumseffekte könnten allerdings eher gering bleiben werden, monierte Schnitzer. Denn nach aktueller Planung werde „nur ein Teil der Mittel investiv und damit wachstumswirksam verausgabt werden“. Eine Anpassung dieser Pläne sei deshalb dringend anzuraten.

Außerdem erklärte sie, dass durch eine weitere Reform der Unternehmensbesteuerung die Investitionsbedingungen verbessert werden könnten. „Mit Blick auf die Vermögensverteilung in Deutschland machen wir Vorschläge, wie der Vermögensaufbau auch der unteren Einkommensschichten besser gefördert werden kann. Gleichzeitig betonen wir, dass die Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen stärker an Leistungsfähigkeitsprinzip ausgerichtet werden sollten“, so Schnitzer. „Das bedeutet insbesondere, dass Betriebsvermögen weniger stark begünstigt werden sollten als bisher.“

Merz bedankte sich für das Gutachten. „Sie diagnostizieren in ihrem Gutachten, dass es Investitionen und Innovationen in Deutschland braucht, damit unsere Wirtschaft wieder auf einen nachhaltigeren Wachstumspfad zurückkehrt. Das ist eine Einschätzung, die wir teilen“, sagte er.

„Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft muss besser werden und dazu gehören auch die hohen Energiekosten. Die Unternehmen in Deutschland leiden unter diesen hohen Energiekosten und ich kann Ihnen versichern: Die Bundesregierung ist gerade in diesen Tagen in Berlin und in Brüssel ist sehr darum bemüht, hier noch in diesem Jahr zu Lösungen zu kommen“, so Merz.

Der Kanzler kritisierte, dass man in den letzten Jahren zu stark von der Substanz gelebt habe. „Diese Reserven unserer Volkswirtschaft sind jetzt aufgebraucht und deswegen haben wir gemeinsam ein Ziel: Wir wollen den Wirtschaftsstandort Deutschland wirklich fit machen“, sagte der CDU-Chef. Daher sollen die Investitionsbedingungen verbessert werden.


Foto: Monika Schnitzer und Friedrich Merz am 12.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Dax am Mittag weiter deutlich im Plus – KI-Euphorie bei Infineon

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits starken Start bis zum Mittag weiter deutlich im Plus geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.326 Punkten berechnet und damit 1,0 Prozent über dem Vortagsniveau. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Brenntag und Bayer, am Ende Siemens Energy, Scout 24 und Eon.

„Die heute vorgelegten Quartalszahlen der fünf Dax-Unternehmen Bayer, Infineon, Brenntag, RWE und Eon dynamisieren den Handel im Dax wieder“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Insbesondere die neu entfachte KI-Phantasie bei Infineon schiebt die Aktien des Unternehmens an die Indexspitze.“ Lediglich Eon überzeuge mit den vorgelegten Quartalszahlen nicht.

Der Analyst erklärte, dass die Marktbreite ebenfalls wieder zugenommen habe. „Das Sentiment hat sich erkennbar aufgehellt und die Investoren scheinen den Dax wieder in Richtung seiner alter Rekordniveaus treiben zu wollen. Der einzige Bremsklotz könnte derzeit aus den USA kommen, wenn sich die US-Konjunktur- und Preisdaten als zu negativ präsentieren sollten“, so Lipkow. „Das wird sich ab der kommenden Handelswoche erst herausstellen und bis dahin halten die Optimisten das Steuer in ihren Händen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war derweil etwas schwächer: Ein Euro kostete am Mittwochnachmittag 1,1570 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8643 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 64,77 US-Dollar, das waren 39 Cent oder 0,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Bundeskabinett beschließt neue Gedenkstättenkonzeption

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Kabinettssitzung am 12.11.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) vorgelegten Entwurf für ein neues Gedenkstättenkonzept beschlossen. Damit wird nach 17 Jahren die bisherige Fassung aus dem Jahr 2008 überarbeitet.

Die neue Gedenkstättenkonzeption soll die Grundlage für die Förderung und Weiterentwicklung der Gedenkstätten dienen, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus und das SED-Unrecht erinnern. Um neuen Herausforderungen zu begegnen, definiert der Bund den Erhalt der historischen Orte, die Digitalisierung und digitale Formate sowie die Vermittlung und Forschung als neue Schwerpunkte bei der Projektförderung.

„Die Bundesrepublik Deutschland trägt eine dauerhafte Verantwortung, die staatlich begangenen Verbrechen des 20. Jahrhunderts aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken“, sagte Weimer. „Gedenkstätten und Erinnerungsorte sind dabei zentrale Pfeiler unseres demokratischen Selbstverständnisses. Sie halten die Erinnerung an Unrecht, Verfolgung und das Leid der Opfer wach, sie fördern historisches Wissen und leisten einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie“, erklärte er. „Die Unterstützung der Gedenkstätten bleibt daher eine zentrale Aufgabe der Bundesregierung.“

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, begrüßte die Fortschreibung des Gedenkstättenkonzepts. „Der klare Fokus auf die Verbrechen der NS-Diktatur und der Schwerpunkt auf den singulären Zivilisationsbruch der Schoah senden dabei angesichts der aktuellen Herausforderungen und der Bedrohung jüdischen Lebens durch den wieder aufkeimenden Antisemitismus das richtige Signal“, sagte er. „Der Erhalt der historischen Orte, die Digitalisierung der Inhalte sowie der verstärkte Fokus auf Vermittlung sind allesamt Aktualisierungen des Konzepts, die der zunehmenden zeitlichen Ferne zur Schoah Rechnung tragen und einem Verblassen oder Verwischen der Erinnerung entgegenwirken können.“

Evelyn Zupke, Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur beim Deutschen Bundestag, bezeichnete die Gedenkstätten als „Teil der kritischen Infrastruktur unserer Demokratie“. So wie man Schienen, Straßen und Brücken saniere und modernisiere, müsse man auch Einrichtungen zur Geschichtsvermittlung „fit machen für die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft“, erklärte Zupke.

Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, sagte, alle Gedenkstätten müssten sich für die Zukunft wappnen. Man trete in die Phase ein, in der Zeitzeugen des Holocaust keine Stützen des Erinnerns mehr sein können- Authentischen Orte würden eine noch größere Bedeutung gewinnen. „Es besteht immenser Handlungsbedarf, dessen Herausforderungen die Konzeption beschreibt“, so Neumärker.

Kritik kam von den Grünen. „Über 17 Jahre lang wurde die Gedenkstättenkonzeption nicht novelliert“, sagte Kulturpolitikerin Marlene Schönberger (Grüne) der „Welt“ (Donnerstagausgabe). Die „plötzliche Eile“, also „ein Kabinettsbeschluss statt eines integrativen Prozesses“ mit allen Beteiligten, verwundere sie.

„In einer Zeit, in der erstmals eine Mehrheit einen Schlussstrich unter die Erinnerung an den Nationalsozialismus ziehen will, Gedenkstätten massiv unter Druck stehen und sich die Erinnerung an die deutschen Kolonialverbrechen erst im Aufbau befindet, ist das fatal“, so Schönberger. Sie fordert, dass der Kolonialismus als „dritte Säule der Erinnerungskultur“ verankert werden müsse – ohne finanzielle Abstriche bei den anderen beiden Säulen.

Zum Fehlen deutscher Kolonialverbrechen im Konzept sagte Helge Lindh (SPD), entscheidend sei, dass man das Erinnerung an NS-Unrecht, SED-Verbrechen und die kolonialen Gewalttaten nicht als Konkurrenz verstehe oder gegeneinander verrechne. Ein formaler Grund für die „Nichtberücksichtigung im Gedenkenstättenkonzept ist, dass die Orte der Verbrechen im Fall Kolonialismus insbesondere in den kolonisierten Gebieten und nicht im deutschen Einzugsbereich lagen“, sagte Lindh der „Welt“.

Die Bundesregierung erklärte, dass man der Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte große Bedeutung beimesse. Man wolle sie in einem eigenständigen Konzept unterstützen, hieß es.


Foto: Kabinettssitzung am 12.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Unicef-Bericht: Kinder aus armen Familien bleiben abgehängt

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UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2025 am 12.11.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Unicef Deutschland hat am Mittwoch seinen Bericht zur Lage von Kindern in Deutschland vorgestellt. Das Kinderhilfswerk kritisiert, dass weiterhin zu viele Kinder mit Blick auf ihre Chancen für ein gutes Aufwachsen und Zukunftsperspektiven zu stark ins Hintertreffen geraten würden.

„Das Bild ist eindeutig: Soziale Ungleichheit bleibt die größte Herausforderung, wenn es um die Chancen von Kindern geht“, sagte Georg Waldersee, Vorstandsvorsitzender von Unicef Deutschland, bei der Vorstellung des Berichts. Mehr als eine Million Kinder lebten in Armut und könnten sich häufig kein warmes Mittagessen oder kein zweites Paar Schuhe leisten.

„Armut und Perspektivlosigkeit verfestigen sich seit Jahren – und das dürfen wir nicht länger hinnehmen“, mahnte Waldersee. „Deshalb lautet unsere Warnung heute: Es bewegt sich zu wenig für Kinder in Deutschland.“

Sabine Walper, Vorstandsvorsitzende und Direktorin Deutsches Jugendinstitut, erklärte, dass man für den Bericht 28 Aspekte der Lebenslage und des Wohlergehens von Kindern in Deutschland betrachtet und dafür eine Vielzahl an Datensätzen genutzt habe. „Jedes siebte Kind ist armutsgefährdet, jedes achte ist auf Bürgergeld angewiesen“, sagte sie. Jedes elfte Kind erfahre materielle Deprivation in der Familie. Das bedeute, dass in mindestens sieben von 13 Bereichen – wie etwa beim Ersatz abgetragener Kleidung, bei einer beheizten Wohnung oder bei warmen Mahlzeiten – Entbehrungen gemacht werden müssten.

Aus dem Bericht geht hervor, dass der Abstand zwischen bestens unterstützten und besonders benachteiligten Kindern wächst. Immer mehr Kinder können beispielsweise nicht gut lesen. 41 Prozent der Achtklässler verfügen zudem lediglich über rudimentäre digitale Kompetenzen.

Hinzu komme, dass insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendlichen sich von ihrem Umfeld, also Eltern und Lehrkräften, vergleichsweise selten gut unterstützt fühlen. Jährlich verlassen laut Unicef über 62.000 die Schule ohne Abschluss. In dem Bericht heißt es weiter, dass 44 Prozent der armutsgefährdeten Kinder in überbelegten Wohnungen lebten. Mindestens 130.000 Kinder seien wohnungslos und in kommunalen Unterkünften untergebracht.

Noch immer fehle eine Gesamtstrategie gegen Kinderarmut, bemängelte der Unicef-Deutschland-Chef. Die schwierige Haushaltslage dürfe nicht als Vorwand akzeptiert werden. „Kinder müssen höchste politische Priorität haben“, sagte er.

Waldersee erinnerte daran, dass andere Länder mit geringeren finanziellen Möglichkeiten zeigten, dass es besser gehe. Er forderte gezielte Investitionen in die Teilhabe und frühe Bildung sowie eine stärkere Armutsprävention. Es brauche Investitionen in besonders benachteiligte Kinder, etwa diejenigen von Alleinerziehenden, aus Mehrkinderhaushalten und aus Flüchtlingsfamilien. Zudem pochte er auf einen Ausbau des Startchancenprogramms, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.

„Deutschland hat viele Baustellen, wir wissen das“, erklärte der Unicef-Deutschland-Chef. „Aber kein Fundament ist wichtiger als das unserer Kinder. Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt und Zukunft sichern will, der sollte, der muss jetzt handeln.“


Foto: UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2025 am 12.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

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AOK sieht Nachbesserungsbedarf bei Krankenhaus-Finanzierung

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AOK (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die AOK-Krankenkassen sehen weiterhin Nachbesserungsbedarf bei der Finanzierung von Krankenhäusern.

„Die Verschiebung der Vorhaltefinanzierung um ein Jahr sollte genutzt werden, um ein wissenschaftliches Bedarfsbemessungsinstrument zu entwickeln“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, zu den jüngsten Änderungsvorschlägen für die Krankenhausreform aus dem Bundesrat. „Nach der Einführungsphase sollte möglichst zeitnah der Umstieg auf eine bedarfsorientierte und fallzahlunabhängige Vorhaltefinanzierung auf Basis von Planfallzahlen erfolgen, damit die bedarfsnotwendigen Krankenhäuser wirtschaftlich abgesichert sind.“

Mit dieser Forderung sei die AOK nicht allein. „Wichtige Akteure wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft haben sich ebenfalls für eine fallzahlunabhängige Finanzierung der Kliniken ausgesprochen“, so Reimann. Wenn die Politik an der vorgesehenen Finanzierungs-Regelung auf Basis von Ist-Fallzahlen festhalten sollte, drohten ihrer Ansicht nach „Fehlanreize und ökonomisch motivierte Behandlungsentscheidungen“ zulasten der Patienten.


Foto: AOK (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet deutlich im Plus – Brenntag-Aktien gefragt

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch mit deutlichen Zugewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.321 Punkten berechnet und damit 1,0 Prozent über dem Schlussniveau von Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Brenntag, RWE und Commerzbank, am Ende Eon, Zalando und Scout 24.

„Heute könnte der Tag sein, an dem die US-Politik das Ende des bislang längsten Shutdowns in der US-Geschichte besiegelt“, kommentierte Thomas Altmann von QC Partners. Anleger dürften sich nach Einschätzung des Analysten dann in den kommenden Wochen auf Nachveröffentlichungen der bislang nicht ermittelten Wirtschaftsdaten freuen. „Damit würde auch ein Ende des Blindflugs für Investoren und Notenbanker eingeleitet“, so Altmann.

Mit der Aufwärtsbewegung der vergangenen beiden Tage habe sich der Dax wieder Luft zu seiner 200-Tage-Linie verschafft. „Diese verläuft aktuell bei 23.393 Punkten. Am Freitag hatte sich der Dax dieser noch bis auf 50 Punkte angenähert. Letztmalig unterschritten wurde die 200-Tage-Linie während der Zollturbulenzen im April. Ein nachhaltiges Unterschreiten könnte von vielen als negatives Signal orientiert werden und zudem Verkäufe von technisch orientierten Investoren und Modellen auslösen“, erklärte er.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1584 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8633 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 64,85 US-Dollar, das waren 31 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Union will kritische Überprüfung von Minijobs

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Bedienung in einem Café (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat sich offen gezeigt für eine kritische Betrachtung von Minijobs.

Minijobs seien ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft. „Was nicht passieren darf, ist, dass Minijobs vollwertige, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verdrängen“, sagte Hoffmann der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Mittwoch.

Er erzählte von einer Zunahme von Minijobs in seiner Heimatregion. „Da muss man jetzt, wenn man sich die Zahlen anguckt, noch mal drauf schauen“, sagte der CSU-Politiker. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung dürfe nicht verdrängt werden.


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CSU-Landesgruppe zeigt Verständnis für Kritik an Rentenpaket

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Älteres Paar (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat Verständnis für die Kritik am Rentenpakt, das unter anderem die Festschreibung des Rentenniveaus bei 48 Prozent vorsieht, und beharrt dennoch auf einer großzügigen Altersversorgung. Es geht am Ende um die Frage, welche Perspektive man über die Jahre 2031 hinaus gebe. „Das ist deswegen ein Streitthema, weil es im Koalitionsvertrag nicht eindeutig geregelt ist“, sagte Hoffmann der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv.

Beide Seiten hätten ihren Punkt, weil man schauen müsse, „dass unser Rentensystem bezahlbar bleibt“. Zugleich beharrte der CSU-Politiker auf einer großzügigen Regelung. Die Politik müsse ein Leistungsversprechen abgeben. „Ich muss doch den Leistungsträgern von heute eine andere Botschaft mitgeben, als die zu sagen: Na ja, ab 2031 habt ihr halt Pech gehabt, weil er jetzt einer Generation angehört, die es jetzt schlechter vorfindet als die Vorgängergeneration“, so Hoffmann.

Als Ausweg aus dem Konflikt mit der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion verwies er auf die geplante Rentenkommission. „Die Wahrheit ist doch, dass wir diese Sicherheit dann später nicht durch Geld geben wollen, sondern durch Reformen, die wir in dieser Legislaturperiode noch einleiten“, so Hoffmann. „Deswegen weiß ich nicht, ob wir uns jetzt in dieser Stärke an dieser Frage verhaken müssen, die im Übrigen ja auch eine nachfolgende Bundesregierung noch ändern könnte und die wir eigentlich nicht mit Geld lösen wollen, sondern mit Reformen.“


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Hoffmann offen für flexible Tagesordnung im Koalitionsausschuss

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Alexander Hoffmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat eingeräumt, dass die Tagesordnung des nächsten Koalitionsausschuss noch nicht abschließend fixiert ist. Es gebe eine Reihe von Problemen, die die Menschen beunruhigen. „Dafür ist eben auch der Koalitionsausschuss da, wo die Tagesordnung sich, ich sage mal, dynamisch entwickeln kann, weil wir routinemäßig das abarbeiten wollen, was jetzt im Moment gerade erforderlich ist“, sagte Hoffmann der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Mittwoch.

Die Fraktionsspitzen der Unions-Parteien hatten am Vortag einen Schwerpunkt bei Wirtschaftsthemen angekündigt. „Wenn Sie das Thema Wirtschaft ansprechen, dann wird sicher auch mal das Thema Automobilstandort Deutschland, Verbrenner-Autos, eine Rolle spielen müssen, weil das eine große Säule ist, auf der die deutsche Wirtschaft aufgebaut ist“, so Hoffmann.

Ein weiteres Thema seien die Kraftwerksstrategie und bezahlbare Energiepreise. „Da sind eben die Überlegungen der Bundeswirtschaftsministerin Reiche grundlegend dafür, weil wir günstigen und jederzeit zur Verfügung stehenden Strom brauchen“, so Hoffmann.


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