Dienstag, August 18, 2026
Start Blog Seite 299

Behörden fahnden nach 535 Rechtsextremisten

0

Rechtsextreme (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Polizei fahndet aktuell nach 535 Rechtsextremisten mit offenen Haftbefehlen. Gegen diese Personen lagen insgesamt 714 noch nicht vollstreckte Haftbefehle vor, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

115 gesuchte Neonazis befinden sich demnach im Ausland, davon allein 20 in Polen und 13 in Österreich. 39 dieser ins Ausland verzogenen Rechtsextremen werden wegen Gewaltstraftaten gesucht.

„Die Zahl der offenen Haftbefehle gegen Rechtsextreme bewegt sich seit Jahren auf einem besorgniserregend hohen Niveau“, sagte die Linken-Innenpolitikerin Clara Bünger. „Die Behörden dürfen dem nicht weiter tatenlos zusehen, sondern müssen dem Problem eine Priorität einräumen.“


Foto: Rechtsextreme (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Neue Bundespolizei-Einheit soll Drohnen abschießen

0

Mobile Drohnen-Abwehr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach immer mehr gemeldeten illegalen Drohnenflügen in Deutschland setzt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt einen offiziellen Drohnen-Abwehrplan um.

„Drohnen und wachsende Cyberangriffe sind eine Gefahr der neuen hybriden Bedrohung, auf die wir entschlossen reagieren, wir rüsten auf gegen die digitale Bedrohung im Netz und gegen die Drohnen-Bedrohung aus der Luft“, sagte Dobrindt der „Bild am Sonntag“.

Der Bund investiert kurzfristig 100 Millionen Euro in moderne Drohnenabwehr. Zum Paket gehören Radardetektion, Störtechnik und Abfangdrohnen, um gefährliche Fluggeräte früher zu erkennen und sicher auszuschalten. Der Auftrag an die Bundespolizei lautet laut Innenministerium Aufspüren, Abfangen und Abschießen.

Die neue Drohnenabwehreinheit mit 130 zusätzlichen Polizeikräften solle schon im Dezember ihre Einsätze starten. Die Einheiten sollen dezentral rund um wichtige Flughäfen, in der Hauptstadt und bei sicherheitsrelevanten Objekten zum Einsatz kommen. Durch Hubschrauber sollen sie bundesweit einsatzfähig sein.


Foto: Mobile Drohnen-Abwehr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

CDU streitet um Russland-Aussagen von Sachsens Ministerpräsident

0

Michael Kretschmer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Dresden (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat mit scharfer Kritik auf Äußerungen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) zu einer perspektivischen Rückkehr zu Energielieferungen aus Russland reagiert.

„Es ist absurd, heute über Energielieferungen aus Russland zu sinnieren, wo dieses Russland täglich ukrainische Wohnungen und Energieinfrastruktur zerbombt“, sagte Kiesewetter dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). „Solche Aussagen sind deshalb kontraproduktiv und sicherheitspolitischer Unsinn.“

Deutschlands Interesse müsse sein, „dass die Ukraine den Krieg gewinnt, ihre Grenzen von 1991 wiederherstellt und Russland komplett zurückdrängt“, sagte Kiesewetter weiter. Russland müsse seine imperialen Ambitionen und seine Ideologie von „Russki Mir“, einer „russischen Welt“, aufgeben. „Das gelingt nicht, indem wir alte Fehler wiederholen oder Nebelkerzen streuen“, sagte der Bundestagsabgeordnete. „Die größte Gefahr Europas ist Russland“, fügte Kiesewetter hinzu. „Wenn wir nicht entschlossener, substanzieller und früher die Ukraine militärisch unterstützen, schadet das Deutschlands Sicherheit.“


Foto: Michael Kretschmer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Orbán lobt Merkel und kritisiert Merz

0

Viktor Orban und Angela Merkel im Jahr 2014 (Archiv), via dts NachrichtenagenturBudapest (dts Nachrichtenagentur) – Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wirft Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Blick auf den Ukraine-Konflikt vor, den Krieg zu verlängern. Orbán sagte in einem Podcast von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner: „Ich bin bereit, dem deutschen Kanzler zu helfen, wenn ich kann, um Frieden zu schaffen – aber er ist für den Krieg.“

Und das gelte auch für die EU. Zur Begründung verwies der ungarische Regierungschef auf die Unterstützung der Ukraine: „Sie sagen es öffentlich: Wir müssen den Krieg fortsetzen, um die Ukraine weiter zu unterstützen.“ Die Lage an der Front würde sich dadurch verbessern und damit auch die Bedingungen für Verhandlungen mit Russland. Orbán hält das jedoch für „völlig falsch“. Denn: „Die Zeit arbeitet mehr für die Russen als für uns.“

Deutschland sieht Orbán in zentraler Verantwortung in Zusammenhang mit der Ukraine: „Ohne Deutschland wird die europäische Position niemals für den Frieden sein. Wenn die Deutschen nicht sofort für den Frieden sind (…), dann bedeutet das Krieg.“ Merz und seine Regierung aber wollten „mehr Stärke an der Frontlinie“ zeigen. Das berge aber „das Risiko einer Eskalation und eines Dritten Weltkriegs.“ Orbán weiter: „Wir müssen unsere Stärke am Verhandlungstisch zeigen, nicht an der Front.“

Auf Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) angesprochen, die er kürzlich in Budapest empfing, gerät Orbán hingegen ins Schwärmen, auch wenn sie beide in der Migrations-Politik und beim Green Deal der EU niemals übereingestimmt hätten. Er gab sogar preis: „Sie hat mich manchmal sogar angeschrien – und das war nicht gut – häufiger als meine Frau.“ Aber sie sei „sehr klug und grundsätzlich eine angenehme Person“, er habe „gern mit ihr zusammengearbeitet“.

Besonders lobt er die Russland-Politik der langjährigen Kanzlerin: „Da war ich fast zu 100 Prozent mit ihr einverstanden. Es gab Sitzungen im Europäischen Rat, da waren nur sie und ich es, die für Frieden und Kooperation argumentierten.“ Deshalb findet er die scharfe Kritik an der Altkanzlerin in Deutschland ungerecht: „Jetzt ist es Mode, schlecht über sie zu reden. Das ist nicht fair. Sie hat Gutes für Deutschland getan, Gutes für Europa – und natürlich auch manches Schlechte. Aber korrekt und fair zu sein, ist wichtig in der Politik. Und in der Russlandfrage hatte sie recht.“ Wäre sie während Russlands Überfall auf die Ukraine noch Kanzlerin gewesen, „hätte sie Putin sofort angerufen“ und einen Dialog in Gang gesetzt, sagte Orbán.


Foto: Viktor Orban und Angela Merkel im Jahr 2014 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Orbán hält Sorge vor Angriff Russlands für "lächerlich"

0

Viktor Orbán (Archiv), via dts NachrichtenagenturBudapest (dts Nachrichtenagentur) – Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán teilt die Sorge vor einem baldigen Angriff Russlands auf EU und Nato in keiner Weise. Orbán sagte im Podcast von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner: „Bei allem Respekt halte ich es für lächerlich zu sagen, dass Russland die EU oder die Nato angreifen wird, einfach weil es nicht stark genug ist. Wir sind viel stärker.“

Zur weiteren Begründung verwies Orbán darauf, dass die Europäische Union über 400 Millionen Menschen verfüge, Russland aber nur über etwa 140 Millionen. Und auch die militärischen Kapazitäten der 27 EU-Länder seien viel größer als die Russlands. Orbán: „Die Russen schaffen es seit mehr als drei Jahren nicht, die Ukraine vollständig zu besetzen. Wie können wir in Europa behaupten, wir seien schwächer als Russland?“

Gleichzeitig warnte Orbán vor dem Versuch, Russland eine militärische Niederlage in der Ukraine zufügen zu wollen und wiederholte ein Argument, das auch aus der russischen Propaganda bekannt ist: „Wenn eine Atommacht einen konventionellen Krieg verliert, dann bin ich absolut sicher (…), dann liegt das nukleare Risiko sofort auf dem Tisch.“


Foto: Viktor Orbán (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lottozahlen vom Samstag (15.11.2025)

0

Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 6, 9, 12, 13, 32, 39, die Superzahl ist die 9. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 7120791. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 015767 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Weil es technische Probleme gab, musste die Zusatzzahl zweimal gezogen werden. Der Ziehungsleiter hatte eingegriffen und angeordnet, dass auf eine Ersatzmaschine zurückgegriffen wird.

Im Jackpot liegen in dieser Woche acht Millionen Euro.


Foto: Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Malmendier zum Koalitionsausschuss: Fokus auf Wachstum fehlt

0

Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss am 13.11.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier stuft die Ergebnisse des Koalitionsausschusses als positiv ein, hält sie aber nicht für ausreichend.

„Als Signal an die Wirtschaft sind Industriestrompreis und Kraftwerkstrategie sicherlich hilfreich – auch wenn der Schwerpunkt auf zukunftsorientierte Unternehmen mit neuen Technologien, die langfristig in Deutschland Wachstum erzeugen können, noch fehlt“, sagte die Ökonomin Ulrike Malmendier, eine der Wirtschaftsweisen, dem „Spiegel“. Einige der neuen Pläne seien gut gedacht und könnten der deutschen Wirtschaft helfen, wenn sie tatsächlich wachstumsorientiert umgesetzt würden. „Bei dieser Schwerpunktsetzung tut sich die Regierung noch schwer.“

„Die Regierung ist mit vielen Vorschusslorbeeren gestartet, aber nun stellt sich heraus, dass die Möglichkeiten nicht so ausgeschöpft werden wie erhofft“, so die Wirtschaftswissenschaftlerin. „Merz müsste jetzt zeigen, dass er die harte Arbeit macht, die vielen Mittel tatsächlich für neue Investitionen einzusetzen.“ Und er brauche ein Leuchtturmprojekt. Ein Beispiel sei ein Durchbruch bei Industrie-KI oder eine wirtschaftspolitische EU-Initiative, die einen gemeinsamen Markt für Digital-Start-ups schafft. „Irgendetwas, das wirklich für Aufbruchsstimmung sorgt.“


Foto: Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss am 13.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Iris Berben hat früh Ausgrenzung erfahren

0

Iris Berben (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Schauspielerin Iris Berben hat zu Beginn ihrer Karriere Ausgrenzung aufgrund ihres Aussehens erlebt. „Intelligenz wurde dir von vorneherein abgesprochen, übrigens auch Witz und Humor“, sagte sie dem FAZ-Magazin.

„Ich habe bestimmte Rollen einfach nicht bekommen, weil man gesagt hat, das würde man mir nicht abnehmen. Meine Agentin hat mir schon in den Siebzigerjahren gesagt, ich solle mich schlampiger anziehen. Das war eine merkwürdige Situation, denn wir sprechen doch über die Inhalte eines Films. Daran merkst du, dass Stereotype ganz stark bedient wurden.“

Der Schönheitsdruck, unter dem viele junge Frauen heute stehen, macht die 75-Jährige betroffen: „Heute wird dir suggeriert, du gehörst nicht dazu, wenn du nicht die Wimpern, die Zähne so, die Haare und die `jaw line` hast. Ich gehe durch die Stadt und möchte diese Mädchen in den Arm nehmen und sagen: Wenn du wüsstest. Du bist schön, wie du bist, sei individuell. Das hält sehr viel länger.“


Foto: Iris Berben (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Linke kürt Eralp zur Spitzenkandidatin für Berlin-Wahl

0

Elif Eralp (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linke hat Elif Eralp zur Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl im kommenden Jahr gekürt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende wurde am Samstag beim Landesparteitag in Lichtenberg mit der Verabschiedung des Leitantrags offiziell nominiert.

Eralp legte in ihrer Antrittsrede den Fokus auf die Wohnungs- und Mietenpolitik. „Ich trete an, damit unsere Stadt wieder bezahlbar wird und damit nicht die Immobilienspekulanten über unsere Stadt entscheiden, sondern wir gemeinsam“, sagte sie. Sie warf großen Wohnkonzernen illegale Mieterhöhungen vor und kündigte an, diese Unternehmen zu vergesellschaften sowie für landeseigene Wohnungen einen Mietendeckel einzuführen.

Neben einer besseren Ausstattung der Schulen sowie bezahlbarem ÖPNV thematisierte Eralp auch den Nahostkonflikt. „Ich bin froh, dass hier in Berlin die größte palästinensische Community Europas lebt; und ich bin froh, dass es in Deutschland, in Berlin wieder jüdisches Leben gibt, und es darf nicht sein, dass Menschen, weil sie eine Kippa tragen, angegriffen werden“, sagte sie.

„Ich werde immer einstehen für den Schutz und Sichtbarkeit jüdischen Lebens“, fügte sie hinzu. Das „grausame Massaker“ der Hamas am 7. Oktober 2023 sei eine „Zäsur“ gewesen. Weiter appellierte sie daran, das Leid der einen Seite nicht gegen das der anderen Seite auszuspielen.

Die Linke hat sich von ihrem Umfragetief vor knapp einem Jahr erholt und rangiert derzeit in der Hauptstadt an zweiter Stelle hinter der regierenden CDU, die allerdings mit Verlusten im Vergleich zur Wiederholungswahl 2023 rechnen müsste. Voraussichtlich werden die Berliner am 20. September 2026 an die Wahlurnen gerufen.


Foto: Elif Eralp (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Steinmeier hebt Bedeutung deutsch-italienischer Beziehungen hervor

0

Staatskarosse mit italienischer Fahne (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Samstag den „Preis der Präsidenten für die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien“ in Schloss Bellevue verliehen. Steinmeier bekräftigte dabei die Bedeutung der über 400 Städtepartnerschaften zwischen Deutschland und Italien, die Begegnung und Austausch förderten.

In seiner Rede hob Steinmeier die historische Bedeutung der deutsch-italienischen Beziehungen der letzten 75 Jahre hervor. Er erinnerte an das „Abkommen über die Anwerbung und Vermittlung von italienischen Arbeitskräften in die Bundesrepublik Deutschland“ von 1955, das die Lebensgeschichten vieler Menschen prägte. Steinmeier sagte, dass Deutschland seinen italienischen Einwanderern Dank und Respekt schulde.

Steinmeier sprach auch über die dunklen Kapitel der gemeinsamen Geschichte und die Notwendigkeit, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Er lobte Projekte, die Brücken zwischen den Ländern bauten und die europäische Einheit stärkten. Diese Projekte förderten den Austausch zwischen jungen Menschen und trügen zur Bewahrung von Kulturgütern bei.


Foto: Staatskarosse mit italienischer Fahne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts