Sonntag, November 8, 2026
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La Dolce Vinschgau – Genuss im Garberhof

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La Dolce Vinschgau - Genuss im Garberhof

Wenn wir an Südtirol denken, denken wir neben traumhaften Bergkulissen mit endlosen Wanderwegen vor allem an hervorragendes Essen oder guten Wein. Der Garberhof in Mals im Vinschgau lässt bei all dem keine Wünsche offen. Nicht nur der spektakuläre Blick auf die Ortlergruppe, die Schweizer Berge oder die blühenden Alpenwiesen des Oberen Vinschgau faszinieren die Gäste, auch das stilvolle Ambiente des Hotels umgeben vom eigenen Weinberg und den zahlreichen Marillenbäumen schafft eine Welt aus Ruhe, Lebenskraft und Genuss.

Im Garberhof darf man den Alltag hinter sich lassen und das Dolce Vita – das süße Leben – in vollen Zügen geniessen

Neu definierte Südtiroler Gerichte wie Käsefonduta aus frischem Almkäse bringen kreative Geschmackserlebnisse auf den Tisch, exklusive Weinverkostungen mit edlen Tropfen heimischer Winzer werden von Sommelier Klaus Pobitzer, Inhaber des Garberhof, persönlich geführt, der seinen Gästen auch zu späterer Stunde ein Glas hauseigenen Felix-Luis Gin aus der Lounge Bar 1981 anbietet. Wer möchte da nicht kommen, um zu bleiben?

Der Garberhof. Das Leben einfach geniessen.

Natürlich Regional – Vinschger Produkte im Garberhof

Der Garberhof ist für sein ausgezeichnetes Genuss-Konzept im Vinschgau und darüber hinaus sehr bekannt. Dabei legt das Hotel besonderen Wert auf Zutaten, die von Landwirten und lokalen Unternehmen aus der näheren Umgebung bezogen werden. Dazu gehören u.a. das Vinschger Paarlbrot oder der Olpkas. Bereits im Mittelalter wurde das traditionelle Paarlbrot aus Sauerteig, Kümmel, Brotklee und Fenchel von Mönchen in der Nähe von Mals gebacken und ist noch heute einer der absoluten Klassiker der Region. Genau wie der Olpkas – auch als Almkäse bekannt – der direkt vom heimischen Käsebauern oberhalb von Mals in traditioneller Handarbeit und mit viel Liebe und Hingabe hergestellt wird. Je nachdem wo die Kuh grast und welche Kräuter sie frisst, schmeckt auch jeder Käse anders. Wer möchte, kann sogar bei einer der vom Hotel geführten Wanderungen in den Genuss eines Olpkas Unikats kommen und sich von seinem einzigartigen Geschmack überzeugen.

La Dolce Vinschgau - Genuss im Garberhof

Der Garberhof. Authentisch und echt.

Ein Hoch auf den Genuss – von Garberhof Gin bis Marillenmarmelade

„Das Wichtigste für puren Genuss ist die Leidenschaft“ so Klaus Pobitzer, Inhaber des Garberhof. Als Hotelier und Sommelier führt er das Hotel seit vielen Jahren mit großer Passion und ist auch die treibende Kraft und Ideengeber für die eigene Produktlinie des Hauses. Dabei legt er besonderen Wert auf die Qualität der Zutaten und wählt diese auch selbst aus. Zum Sortiment des Garberhof gehören u.a. eine Auswahl an diesen Produkten, die alle im Hotel gekostet und gekauft werden können:

Gin Felix-Luis basiert auf einer Fusion des Londoner Gin-Verfahrens und der Südtiroler Obstbrennkunst und wird mit Garberhof Marillen Destillat und Bergwasser verfeinert
Prosecco Arturo aus Glera Trauben der Region Valdobbiadene sowie Senza Peso Wein aus hauseigenen Trauben des Weinbergs unterhalb der Chalets
Marmelade aus süßen gelb-orangenen Marillen und kräftig roten Erdbeeren kommen als Fruchtaufstriche direkt aus dem Pustertal
Olivenöl & Balsamicoessig werden bei Verona produziert und lässt somit auch die mediterrane Esskultur in die Südtiroler Region einziehen
Apfelsaft wird von einer Mosterei in Schluderns hergestellt und besteht zu 100% aus naturreinen, vollwertigen Vinschger Äpfeln

Der Garberhof. Guter Geschmack ist guter Genuss.

Über den Garberhof
Der Garberhof in Mals im Vinschgau (Südtirol) ist seit 1981 ein inhabergeführtes Hotel der Familie Pobitzer. Mit dem Konzept des „Silent Luxury“ lädt Sohn und Geschäftsführer Klaus Pobitzer seine Gäste zu einem ganz besonderen Aufenthalt ein. Das stilvolle und edle Wohnambiente der Suiten, Chalets und Doppelzimmer steht für komfortables Wohlfühlen und der großzügige Wellness- und Spa-Bereich mit Saunen, Pools, Bio-Naturteich und Italiens größtem orientalischen Hotel-Hamam, bietet einen idealen Ort der Ruhe und Erholung. Genuss und Verwöhnmomente stehen im Garberhof an erster Stelle und werden mit einer exzellenten Gourmet-Halbpension sowie hauseigenen Produkten im Bereich Kulinarik und Naturkosmetik fein abgerundet. Mit seiner einzigartigen Lage im malerischen Vinschgau, ist der Garberhof idealer Ausgangspunkt für verschiedenste Outdoor Aktivitäten.

Bildcredit©Garberhof

Weitere Informationen gibt es unter Garberhof.com

Eine Übernachtung inkl. Halbpension kostet ab 175 € pro Person je nach Verfügbarkeit, Reisezeitraum und Zimmerkategorie.

Quelle Sonja Berger Public Relations

Barmenia-Investment peers. überzeugt in Die Höhle der Löwen

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Barmenia-Investment peers. überzeugt

Das Digital Health Startup peers. überzeugt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ gleich zwei Investoren: Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl. So geht es für peers. nach dem Löwen-Deal weiter.

In Deutschland leiden jährlich knapp 18 Millionen Menschen an einer klassifizierten psychischen Diagnose. Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz liegen bei durchschnittlich neun Monaten, wodurch sich die Symptome chronifizieren und den Schweregrad der Erkrankung erhöhen können. „Alle Menschen haben Zugang zu psychologischer Unterstützung verdient. peers. erfüllt diesen Wunsch und schafft dadurch eine Revolution im deutschen Gesundheitssystem“, erklärt Sophie Schürmann, Gründerin und CEO von peers.

BNS-Investment überzeugt zwei Löwen

Gemeinsam mit Julia Maria Hautumm (CEO) und Max Kirschning (CTO) hat sie einen KI-basierten Matching-Algorithmus entwickelt, durch den User zu Gruppen zusammengefügt und wöchentlich von Psychologinnen und Pschyologen beraten werden. Damit schafft peers. einen geschützten Raum für die Teilnehmenden, der einen freien und urteilslosen Austausch und die Wahrung ihrer Privatsphäre gewährleistet. Mit diesem Konzept hat das Team in „Die Höhle der Löwen“ überzeugt. Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer unterstützen die Gründung mit 400.000 Euro für zusammen 16 Prozent der „peers“-Anteile.

Von dem Konzept ist auch die Barmenia überzeugt, die über die Barmenia Next Strategies GmbH (BNS) an peers. beteiligt ist. „Es ist uns sehr wichtig, dass über mentale Gesundheit offen gesprochen werden kann und dass psychosoziale Unterstützung nicht nur schnell, sondern auch unkompliziert zugänglich ist. Zu beidem leistet peers. einen großen Beitrag. Darum freut uns die Unterstützung der Löwen“, sagt Jan Seidel von der BNS. Auch Steffen Ingignoli, Leiter Alternative Investments bei der Barmenia, betont: „Hier wird ein großes Thema adressiert, das für die Gesellschaft insgesamt relevant ist. Durch Impact-Investments wie peers. erweitern wir unsere ESG-Strategie und wollen den Erfolg messbar machen.“

„Die Höhle der Löwen“ hat alle Erwartungen übertroffen

Für das Gründer-Team ist der Auftritt in „Die Höhle der Löwen“ ein weiterer wichtiger Schritt. „Die Teilnahme war eine unglaublich aufregende Erfahrung für uns. Es war eine Gelegenheit, unser Unternehmen einem breiten Publikum vorzustellen und potenzielle Investoren von unserer Vision zu überzeugen. Die Erfahrung hat bisher unsere Erwartungen übertroffen. Jetzt müssen wir noch abwarten, was der langfristige Erfolg durch die Ausstrahlung sein wird“, betont Sophie Schürmann.

Direkt nach dem Auftritt haben die Verhandlungen mit den Investoren bzw. ihren Investment Managern begonnen, in denen die Details des Investments nochmal genauer besprochen wurden. „Seit dem Zeitpunkt haben wir bereits sehr viel Unterstützung der jeweiligen Investoren bekommen in ganz unterschiedlichen Bereichen, wie bspw. Vertrieb, Marketing“, so Schürmann.

Kundinnen und Kunden der Barmenia mit einer Krankheitskostenvollversicherung können peers. kostenfrei nutzen

Bild V.l.: Philippe Driessen, Julia Maria Rüttgers, Sophie Schürmann präsentieren mit „peers.“ Psychosoziale Unterstützung in online Gruppenkursen. Sie erhoffen sich ein Investment von 400.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Quelle Barmenia Versicherungen

Die Zukunft is(s)t Pink

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hellotaste

hellotaste präsentiert neue Branding-Kampagne: „Die Zukunft is(s)t Pink“

hellotaste, Deutschlands führende Marke für vegane, zuckerreduzierte und bis zu 80 % kalorienreduzierte Saucen und Salatdressings, stellt ihre neue Branding-Kampagne für das Jahr 2024 vor. Unter dem Motto „Die Zukunft is(s)t Pink“, eine Anspielung auf das farbenfrohe Branding des hellotaste Ketchups, möchte das Unternehmen frische Impulse setzen und ein neues Kapitel in der Wahrnehmung zeitgemäßer Saucen und Dressings aufschlagen.

Im Fokus: Leichtigkeit, Geschmack und Gesundheit

Die zentralen Botschaften der Kampagne drehen sich um Leichtigkeit, Geschmack und Gesundheit. hellotaste betont die Leichtigkeit des Genießens und unterstreicht, dass köstliches Essen nicht zwangsläufig mit einem hohen Kaloriengehalt einhergehen muss. Zusätzlich möchte die Marke Vorurteile überwinden und darauf hinweisen, dass das Attribut „light“ nicht impliziert, dass ein Produkt weniger geschmackvoll ist. Vielmehr sollen die gesunde Ernährung und ein ausgewogener Lebensstil im Vordergrund stehen. Die visuelle Gestaltung der Kampagne bedient sich einem pinken Farbschema und Wolkenmotiven, um die Leichtigkeit und Frische der Produkte hervorzuheben. Das Hauptziel der Kampagne besteht darin, die Markenbekanntheit von hellotaste zu steigern und die Akzeptanz bei Verbraucher:innen zu fördern, insbesondere für den Besteller, den Ketchup.

Zielgerichtete Kommunikation durch Social-Media-Kampagne

Die Kampagne wird zunächst exklusiv auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Meta und TikTok präsentiert, um eine breite Reichweite zu erzielen. Der Zeitplan sieht eine organische Einführung zum 19. April 2024 vor, gefolgt von weiteren Werbemaßnahmen, die bis Mitte Mai ausgespielt werden. Bei der Umsetzung dieser Kampagne arbeitete hellotaste eng mit renommierten Agenturen zusammen, darunter Babes unter der Leitung von Anna Mehlem und Tom Cramer, sowie mit dem Fotografen Fabian Heigel und dem Videoteam von ImageYou.

hellotaste Gründerin Joella Feldhues über die Branding-Kampagne 2024:

„Bei hellotaste stehen für uns Innovation und Kreativität im Mittelpunkt, wenn es darum geht, starke Markenbotschaften zu kommunizieren. Mit unserer aufmerksamkeitsstarken Kampagne ‚Die Zukunft is(s)t Pink‘ leiten wir eine neue Ära des Genusses und der Gesundheit ein. Unsere Social-Media-Kampagne ermöglicht es uns, eine junge, moderne und ernährungsbewusste Zielgruppe zu erreichen.“

Video

Bild B.U.: Mit Leichtigkeit Gutes essen – das will hellotaste mit der neuen Kampagne vermitteln. ©hellotaste

Quelle ease PR

Forever Living Products aloe bio-cellulose mask

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Forever Living Products aloe bio-cellulose mas

Forever Living Products bringt mit der aloe bio-cellulose mask innovative Hautpflege auf den Markt

Forever Living Products, weltweit der größte Anbauer von Aloe Vera sowie Hersteller und Vertreiber von Aloe Vera Produkten im Schönheits- und Gesundheitssektor, erweitert sein Angebot für Hautpflege und startet mit dem Vertrieb der aloe bio – cellulose mask. Die Tuchmaske spendet sehr viel Feuchtigkeit und ist für alle Hauttypen geeignet. Sie basiert auf einer neuartigen Technologie und enthält, neben dem Aloe Barbadensis Blattsaft, wertvolle Inhaltsstoffe wie Glycerin, Jojobasamenöl, Rosskastanienextrakt, Grüner-Tee-Extrakt und Hyaluronsäure. Das unabhängige Dermatest-Institut® hat das SEHR GUT-Siegel verliehen.

Die innovative Einweg-Gesichtsmaske entsteht aus einem einzigartigen Verfahren: die Fermentation von Aloe Vera-Gel und Seegras. Hierdurch bildet sich ein raffiniertes Bio-Zellulose Gewebe. Diese hauchfeinen Bio-Zellulosefasern sind 1.000 Mal dünner als Haare und passen sich mühelos jeder Gesichtskontur an. Somit können ihre pflegenden Inhaltsstoffe tief in Hautfältchen eindringen und dort wirken.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns erneut gelungen ist, die Vorteile der Natur mit den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft zu kombinieren und damit unsere Kunden bei ihrem Wunsch nach natürlicher Schönheit zu unterstützen“, so Tim Schwander, Director Sales Forever Living Products DACH.

Viele hautpflegende Inhaltsstoffe

Die Maske ist in ein Serum mit einem hohen Anteil an feinster Aloe Vera getränkt. Sie enthält außerdem viele weitere feuchtigkeitsspendende und pflegende Inhaltsstoffe wie Glycerin, Jojobasamenöl, Wiesenschaumkrautsamenöl und Olivenöl-Fettsäuren. Das enthaltene Rosskastanienextrakt und Zink Gluconat beruhigen zudem die Haut und reduzieren Rötungen. Jede Maske enthält auch Natriumhyaluronat, welches die Hautbarriere stärkt und die Kollagenbildung fördert. Weitere Inhaltsstoffe wie Süßholzwurzel Extrakt, Koffein, und grüner Tee Extrakt wirken anti-oxidativ und damit gegen Hautalterung.
Für wen ist sie geeignet?

Diese Gesichtsmaske ist sowohl für junge als auch für reife Haut und alle Hauttypen geeignet. Sie ist ideal, um die Haut zu revitalisieren, die sich stumpf und müde anfühlt. Die Maske ist völlig parfümfrei, vegan und kompostierbar.

Die aloe bio-cellulose mask ist online unter www.foreverliving.com erhältlich.

Bild@ © Jason Grubb

Quelle presse 1 für Forever Living Products Germany GmbH

Vermächtnis sichern

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Unternehmensnachfolge als Steuerfalle?

Unternehmensnachfolge als Steuerfalle?

Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger kommt im Idealfall aus der eigenen Familie. So lautet die Wunschvorstellung vieler Rückzugswilliger im Mittelstand. Laut dem Nachfolge-Monitoring der KfW bevorzugen es 57 Prozent, ihr Lebenswerk in die Hände der eigenen Verwandtschaft zu legen. 43 Prozent erwägen einen Verkauf an Externe. Wunsch und Wirklichkeit klaffen hier jedoch weit auseinander. 74 Prozent der Befragten nennen das Finden geeigneter Kandidaten als größte Hürde im Nachfolgeprozess. Weitere Stolperfallen? Bürokratieaufwand (30 Prozent), rechtliche Komplexität (28 Prozent) und Finanzierungsfragen (16 Prozent). Insbesondere Letzteres gilt es jedoch nicht zu unterschätzen. Damit die Sicherung des eigenen Lebenswerks nicht zum Ritt auf der Rasierklinge wird, muss der Machtwechsel gründlich vorbereitet und professionell begleitet werden. Sonst drohen in puncto Steuern böse Überraschungen.

Rechtzeitig und planvoll

Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen zur Bewältigung der Nachfolgethematik. Firmen meistern den Generationenwechsel jedoch in aller Regel nur dann erfolgreich, wenn sie rechtzeitig mit der Arbeit an einer reibungslosen Übergabe anfangen. Das beginnt mit Fragen wie: Wann genau plane ich meinen Rücktritt aus der Unternehmensleitung? Welche Art der Nachfolge ist am besten geeignet? Gibt es geeignete Kandidaten – intern oder extern? Welche Ziele verfolge ich mit dem Machtwechsel? Sobald hier erste Antworten gefunden sind, ist es ratsam, rechtlichen Rat einzuholen, um die Vermögensnachfolge systematisch vorzubereiten. Geschieht dies nicht und verstirbt die Unternehmensleitung plötzlich, greift die gesetzliche Erbfolge, was nicht zuletzt auch aus steuerlicher Sicht den Worst Case bedeutet.

Klarsicht im Steuerdschungel

Welche Abgaben bei einer Unternehmensnachfolge konkret anfallen, kommt im Einzelfall auf die Art der Übergabe an. Wird eine Firma innerhalb der eigenen Familie unentgeltlich übertragen, spielt vor allem die Erbschaftsteuer eine Rolle. Sie wird im Todesfall erhoben und fällt für die Erben auf den Wert der Vermögensmehrung an. Je nach Verwandtschaftsgrad existieren jedoch Freibeträge. Für Kinder beläuft er sich derzeit auf 400.000 Euro, für Ehepartner auf 500.000 Euro und für Enkel auf 200.000 Euro. Andere Familienmitglieder und Nichtfamilienmitglieder profitieren von einem Freibetrag von 20.000 Euro. Soll die Firma zu Lebzeiten innerhalb der Familie übertragen werden, wird die Schenkungssteuer relevant.

Ähnlich wie bei einer Erbschaft gibt es auch hier Freibeträge. Diese setzen sich alle 10 Jahre zurück. Verkaufen Unternehmerinnen oder Unternehmer ihren Betrieb, verlangt der Fiskus Ertragsteuern – Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Dabei gibt es besonders bei Personengesellschaften einiges zu beachten. Denn betrieblich genutzte Vermögensgegenstände, die den Gesellschaftern statt dem Betrieb gehören und von ihnen zur betrieblichen Nutzung entgeltlich oder unentgeltlich überlassen werden, gelten als Sonderbetriebsvermögen. Das kann steuerliche Konsequenzen haben. So kann beispielsweise eine an die Firma vermietete Immobilie im Eigentum des Gesellschafters zur Aufdeckung und Besteuerung von stillen Reserven führen.

Im Optimalfall

Um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und die Abgabenlast so gering wie möglich zu halten, erlaubt der Gesetzgeber beim Generationenwechsel in puncto Abgabenlast einen gewissen Spielraum. Um diesen optimal auszuschöpfen, gilt es zahlreiche Faktoren zu beachten: primär die Ziele der Personen, die ihren Betrieb übertragen wollen, und die Rechtsform ihres Unternehmens. Selbst im Zuge einer unentgeltlichen, also familieninternen Übergabe müssen Aspekte wie Versorgungsleistungen, wie monatliche Rentenzahlungen oder Abschlagszahlungen, geklärt werden. Darüber hinaus möchten sich Unternehmensleiter möglicherweise auch in Zukunft ein Mitspracherecht sichern, sodass keine vollständige Vermögensübertragung erfolgen soll.

Außerdem spielen neben solchen Überlegungen auch bestimmte Fristen eine Rolle bei der Reduzierung der Steuerlast – insbesondere die Behaltensfrist und die Lohnsummenregel. Wenn ein mittelständisches Unternehmen (mit einem Vermögenswert von höchstens 26 Millionen Euro) mit einem rein operativen Vermögen an die nächste Generation verschenkt oder vererbt wird, kann dies nach den §§ 13a und 13b des Erbschaftsteuergesetzes steuerbegünstigt oder sogar steuerneutral erfolgen, sofern die Person, die die Unternehmensnachfolge antritt, das Unternehmen und die bisherige Lohnsumme fünf bzw. sieben Jahre lang fortsetzt. Ein weiterer entscheidender Punkt ist eine Sperrfrist von sieben Jahren im Zusammenhang mit der Rechtsform bei einem Verkauf.

Je nachdem, ob es sich um ein Einzelunternehmen, eine Personengesellschaft oder eine Kapitalgesellschaft handelt, hat das unterschiedliche steuerliche Konsequenzen. Im schlimmsten Fall können etwa 50 Prozent Steuern anfallen, während nach einer Umstrukturierung und unter Einhaltung der Fristen bestenfalls 1,5 Prozent an den Fiskus gehen. Daher ist eine sorgfältige und langfristige Planung von Unternehmensübergaben von entscheidender Bedeutung.

Autor:
Prof. Dr. Christoph Juhn ist Steuerberater und Gründer der Kanzlei JUHN Partner GmbH. Seine Schwerpunkte in der Beratung liegen u. a. auf Umstrukturierungen sowie Unternehmens- und Konzernsteuerrecht

Bildquelle JUHN Partner GmbH

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Revolution in der Führungskräftesuche

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pltfrm

Ein Gespräch mit den Gründern von pltfrm

In einer Zeit, in der sich die Anforderungen an Führungskräfte rapide ändern, bieten traditionelle Methoden der Personalbeschaffung oft nicht mehr die nötige Dynamik und Vielfalt. Das neu gegründete Unternehmen pltfrm strebt danach, diese Lücke mit einem innovativen Ansatz zu schließen, der auf inklusive Führung und digitales Denken setzt. In unserem exklusiven Interview sprechen die Mitbegründer von pltfrm, Mr. Rowe und Mr. Lahaise, über ihre Vision, die Rolle der Technologie in der Executive Search und wie sie die Branche nachhaltig verändern wollen.

Herr Rowe, Sie haben zusammen mit Will Lahaise pltfrm gegründet, um die Branche der Führungskräftesuche neu zu definieren. Können Sie bitte erläutern, was Sie unter „inklusiver Führung“ und „digitalem Mindset“ verstehen?

Chris Rowe: „Inklusive Führung“ umfasst Themen wie Empathie, Flexibilität und Kommunikation, ist jedoch hauptsächlich ein Indikator dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Führungskraft ein vielfältiges Team aufbaut. „Digitales Mindset“ bezieht sich auf die Fähigkeit von Personen, nicht-lineare Konzepte zu verstehen und Daten zu verarbeiten – wichtig, da viele der erfolgreichsten Unternehmen heute nicht auf der Logik und Theorie basieren, die man in einem Wirtschaftsbuch vor 30 Jahren fand.

Herr Lahaise, wie unterscheidet sich die quantitative Bewertung dieser Faktoren von den traditionellen Methoden der Kandidatenauswahl, die Sie in der Vergangenheit erlebt haben?

Will Lahaise: In meiner früheren Rolle als Global Head of Recruiting bei UBS arbeitete ich mit vielen Executive-Search-Firmen zusammen. Alle verwendeten denselben Ansatz: ein ausführliches Interview ohne datengetriebene Strenge, das am Ende des Prozesses und nur mit dem letzten Kandidaten durchgeführt wurde. Unsere Methode bietet quantitative Datenpunkte bereits in der Shortlist-Phase, was für den Kunden wertvoller und auch für die Kandidaten eine bessere Erfahrung ist.

Können Sie uns mehr über die KI-gestützte Forschung erzählen, die Sie in pltfrm integriert haben? Wie genau hilft diese Technologie, die am besten geeigneten Führungskräfte zu identifizieren?

Will Lahaise: Die KI ermöglicht es uns, die anfängliche „Longlisting“- oder „Marktscreening“-Phase des Prozesses zu beschleunigen und gibt uns einen sehr weiten Einblick in globale Talente.

Herr Rowe, Sie erwähnten, dass die ersten vier globalen Führungskräfte, die von pltfrm platziert wurden, alle weiblich waren. Inwiefern spielt Geschlechterdiversität eine Rolle in Ihrem Rekrutierungsprozess?

Chris Rowe: Geschlechterdiversität ist nur eine Dimension von Diversität. Unsere Kunden interessieren sich auch für ethnische Vielfalt und zunehmend für Neurodiversität. Wir konzentrieren uns auf Inklusion, da die inklusivsten Führungskräfte die vielfältigsten Teams aufbauen.

Das Versagen traditioneller Rekrutierung wurde als Problem erkannt. Wie strebt pltfrm danach, die Erfolgsrate bei der Besetzung von Managementpositionen zu erhöhen?
Chris Rowe: Für Unternehmen kommt es auf drei Dinge an: Geschwindigkeit, Auswahl und Einblick. Viele Executive Search Firmen sind in einem oder mehreren dieser Bereiche mangelhaft. Pltfrm führt eine echte Kandidatenbewertung gleich zu Beginn des Prozesses durch, um früher richtige Einblicke zu generieren.

Welche Herausforderungen sehen Sie, Herr Lahaise, wenn es darum geht, etablierte Unternehmen davon zu überzeugen, Ihren innovativen Ansatz anstelle von traditionellen Executive-Search-Firmen zu nutzen?

Will Lahaise: Unsere Kunden sind sehr anspruchsvoll und erkennen schnell den Unterschied, den unser Ansatz bringt, was sich in wiederholten Geschäften zeigt. Die traditionellen Suchfirmen haben viele hochkarätige Fehlbesetzungen zu verantworten, daher wird das Festhalten an der Tradition schnell zur riskantesten Option.

Wie geht pltfrm mit Kunden um, die traditionell einen konservativeren Ansatz bei der Suche nach Führungskräften verfolgen?

Chris Rowe: Konservatismus ist besonders in regulierten Branchen wie Telekommunikation oder Finanzdienstleistungen keine schlechte Sache. Will und ich haben beide über 20 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Investoren und Aufsichtsräten bei Senior-Besetzungen, daher ist der menschliche Interaktions-/Beratungsteil von pltfrm ein Kern unseres Prozesses.

Was sind die Ziele von pltfrm für die nahe Zukunft, insbesondere in Bezug auf die Expansion in andere europäische Länder?

Chris Rowe: Von unserer Basis in der Schweiz aus sind wir sehr aktiv in Deutschland und Luxemburg und eine deutsche Niederlassung wäre eine logische zukünftige Entwicklung für uns.

Wir bedanken uns bei Will Lahaise und Chris Rowe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die biologische Uhr zurückdrehen?

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Bild @ Mood Photography / MY MAYR MED Resort

MY MAYR MED Resort: Die biologische Uhr zurückdrehen?

Länger leben, später altern – das wünschen wir uns doch alle. Im MY MAYR MED Resort in Bad Birnbach steht hierfür der renommierte Anti-Aging- und Präventionsmediziner Dr. med. Roger Eisen mit seiner Expertise zur Verfügung. Er und sein Team zeigen Wege, wie körperliche Alterungsprozesse beeinflusst werden können.

Das MY MAYR MED Resort ist ein spezialisiertes Gesundheits- und Wohlfühlresort. Fundierte Anti-Aging-Strategien sind Teil des exklusiven Programms an diesem Kraftort, der die Gesundheit und Lebenskraft in den Mittelpunkt stellt. Experten kümmern sich um die Grundpfeiler eines langen, vitalen Lebens: Die richtige und bewusste Auswahl von Nahrungsmitteln, eine sinnvolle Bewegung und mentale Gesundheit. Therapeutische Maßnahmen, die den Energiehaushalt der Zellen verbessern, sind Teil der Strategie. „Besonderes Augenmerk richten wir dabei auf die Kraftwerke unserer Zellen, die Mitochondrien. Diese sind der Motor aller Lebensvorgänge“, so Dr. Eisen. Vitale Mitochondrien ermöglichen, viele Jahre länger leistungsfähig zu bleiben.

Das MY MAYR MED Resort hat es sich mit seinen MY MAYR Anti-Aging-Programmen zur Aufgabe gemacht, Wege zur Vorbeugung von gesundheitlichen Risiken, Steigerung der Vitalkräfte und Beeinflussung der körperlichen Alterungsprozesse aufzuzeigen. Die Programme dauern 6 Nächte und werden in den Varianten „Basic“ (1.864 Euro p. P.), „Plus“ (2.234 Euro pro Person) und „Premium“ (2.824 Euro p. P.) angeboten.

In dem exklusiven Resort erwartet ein kompetentes Ärzte- und Expertenteam Gäste, die ein neues Lebensgefühl entwickeln möchten. Hier kann man ankommen, auftanken und sich ausruhen. Das Gesundheitszentrum im Haus geht Hand in Hand mit exklusiver Wellness, mit Physiotherapie, Kosmetik, Spa und Fitness. Ein Gesamtkonzept, das sich voll und ganz der Gesundheit und der Entspannung widmet. www.mymayr.de

Bild @ Mood Photography / MY MAYR MED Resort

Quelle mk Salzburg

Anleihenstrategien im anspruchsvollen Umfeld: Abbau von Barmitteln und Verlängerung der Duration

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Anleihen
Foto von Gregory Peters (Quelle: PGIM Fixed Income)

Ein aktueller Marktkommentar von Gregory Peters, Co-Chief Investment Officer bei PGIM Fixed Income:

Auch wenn das makroökonomische Umfeld komplex ist, sind wir überzeugt, dass wir am Anfang eines goldenen Zeitalters für festverzinsliche Anlagen stehen. Die traditionellen Merkmale dieser Anlageklasse – Roll-down, Carry und Ertrag – rücken wieder in den Vordergrund. Anleihen nehmen eine entscheidende Rolle in der langfristigen Portfolioallokation ein, und dank höherer Zinsen können sie wieder ihrer Aufgabe als substanzieller Ertragsbringer und wichtiger Aktien-Diversifikator gerecht werden. Diese genannten Charakteristika tragen dazu bei, dass die Wertentwicklung im Einklang mit den Anlagezielen der Anleger steht oder diese sogar übertrifft. Sollte es zu unerwarteten Turbulenzen in den Wirtschaftsräumen kommen, besteht viel Spielraum für sinkende Zinsen, was die Renditen zusätzlich beflügeln würde.

USA-Basiszenario: „Weakflation“

Da sich die Zinsen in der Nähe von Mehrjahreshochs befinden und sich Konjunkturwachstum sowie Inflation endlich abschwächen, ist das Ende der Zinserhöhungszyklen der Zentralbanken wahrscheinlich nahe. Während wir davon ausgehen, dass die US-Notenbank Fed in diesem Jahr Zinssenkungen um 50 Basispunkte als „Feintuning“ vornehmen wird, könnte der langfristige neutrale Zinssatz in den Bereich von 3% steigen (statt wie zuvor prognostiziert auf 2,5%).

 

Anleihen

Die Weltwirtschaft bleibt trotz zunehmender makroökonomischer Herausforderungen robust. Unser Basisszenario für die USA ist nach wie vor eine „Weakflation“ – also eine Kombination aus schwachem Wachstum und hoher, aber sinkender Inflation. Für das laufende Jahr erwarten wir ein reales BIP-Wachstum von 1,0 bis 1,5% und einen Rückgang der Inflation auf 2,5 bis 3%.

Im Euroraum werden weltweit steigende Zinsen, hohe Energiepreise und eine hartnäckige Inflation eine anhaltende Herausforderung darstellen. Was die Konjunktur betrifft, so rechnen wir 2024 mit einer leichten Abschwächung, bevor eine gewisse Erholung einsetzt. In China hingegen werden die von uns erwarteten zusätzlichen Konjunkturpakete nun Realität, was für unsere über dem Konsens liegende BIP-Prognose spricht.

Dank der gestiegenen Streuung bei Unternehmensanleihen nehmen auch die Gelegenheiten zur Alpha-Generierung zu. Ein breites Spektrum unterschiedlicher Segmente der Obligationenmärkte scheint langfristig gut positioniert zu sein, um solide risikobereinigte Renditen zu erwirtschaften. Dies stimmt zuversichtlich, dass durch aktives Management Mehrwert geschaffen werden kann. Angesichts der nach wie vor hohen makroökonomischen Unsicherheit bevorzugen wir qualitativ hochwertige Titel und wollen fremdfinanzierte Strukturen meiden, da diese anfällig für hohe Zinsen sind.

Drei Anlagestrategien im Fokus

Barmittel abbauen: Angesichts steigender Zinsen und zunehmender makroökonomischer Unsicherheit haben viele Anleger im vergangenen Jahr eine abwartende Haltung eingenommen. Ein überraschender Schock oder eine weitere Normalisierung der Zinsen im Jahr 2024 könnten die kurzfristigen Renditen nach unten drücken. Anlagen mit kürzerer Duration könnten attraktivere Renditen und einen Puffer für weitere Volatilitätsanstiege bieten.

Duration verlängern: Nach den jüngsten geopolitischen Ereignissen sind die Renditen von ihren Höchstständen zurückgekommen. Es ist zwar noch zu früh, um konkrete Aussagen zu machen, aber wir könnten in eine längere Phase der Normalisierung eintreten, die den Anlegern ein kurzes Zeitfenster bietet, um sich langfristig höhere Zinsen zu sichern.

Qualitativ hochwertige Relative-Value-Gelegenheiten suchen: Die extreme Volatilität seit 2022 hat die Bewertungen in allen Segmenten der Anleihemärkte in die Höhe getrieben und lukrative Relative-Value-Gelegenheiten in wichtigen Spread-Sektoren wie Hochzinsanleihen und Schwellenländeranleihen geschaffen. Nachdem die Zentralbanken von ihren exzessiven Zinserhöhungen Abstand genommen haben, hat sich die Performance der Kreditsektoren verbessert – ein Trend, von dem wir allgemein erwarten, dass diversifizierte Anleihenportfolios weiterhin profitieren werden.

Letztlich könnte 2024 ähnlich verlaufen wie 2023: ein Bullenmarktjahr mit guten Renditen. Das vergangene Jahr war jedoch weit mehr als das: Spreads, Zinsen und Währungen waren starken Schwankungen unterworfen, die nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für Wertsteigerungen durch umsichtiges aktives Management boten. Da die Unsicherheit hoch ist und die Wahrscheinlichkeit starker und wiederholter Marktschwankungen zunimmt, dürften die Alpha-Möglichkeiten breit und tief gefächert sein. Das Jahr 2024 dürfte daher für Anleger anspruchsvoll, aber schlussendlich lohnend sein.

Anleihenstrategien im anspruchsvollen Umfeld: Abbau von Barmitteln und Verlängerung der Duration

Foto von Gregory Peters (Quelle: PGIM Fixed Income)

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Ohne Blau kein Grün

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Blau
Foto von Willem Visser (Quelle: T. Rowe Price)

Den am 22. April bevorstehenden Earth Day kommentiert Willem Visser, Associate Portfoliomanager, Fixed Income ESG bei T. Rowe Price:

Auf unserem Weg, bis zum Jahr 2050 netto null zu erreichen, können wir das Wasser nicht ignorieren. Nicht nur, dass 71 % der Erdoberfläche aus Wasser bestehen, es spielt auch eine entscheidende Rolle für die Gesundheit des Planeten. Wie die berühmte amerikanische Meeresbiologin Sylvia Earle sagen würde: „Ohne Blau kein Grün“.

Die Weltmeere produzieren bis zu 80 % des Sauerstoffs. Sie fangen bis zu 70 % des vom Menschen weltweit produzierten CO2 ab und absorbieren 90 % der überschüssigen Wärme. Der größte Teil des Sauerstoffs, den die Ozeane liefern, stammt vom Phytoplankton. Dabei handelt es sich um kleine, winzige, mikroskopisch kleine Pflanzen, die in den oberen Zentimetern der Ozeane leben und diesen Sauerstoff produzieren. In der Praxis bedeutet dies, dass vier von fünf unserer nächsten Atemzüge vom Phytoplankton in den Ozeanen stammen. Es liefert nicht nur unseren Sauerstoff, sondern bindet auch in erheblichem Maße unseren Kohlenstoff.

Der Lebensunterhalt von Milliarden von Menschen hängt von den Ozeanen ab. Mehr als 350 Millionen Arbeitsplätze sind durch Fischerei, Aquakultur, Meerestourismus und Forschungstätigkeiten weltweit mit den Ozeanen verbunden. Nach Angaben des WWW beläuft sich der aktuelle Wert der Ozeane auf 24 Billionen Dollar. Die Waren und Dienstleistungen aus der Meeresumwelt summieren sich auf weitere 2,5 Billionen Dollar pro Jahr. Dies entspricht dem siebtgrößten BIP der Welt.

 Investitionslücke von 175 Mrd. US-Dollar

Die „blaue Wirtschaft“ der Welt ist in Gefahr. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Verpflichtungen zur Wiederherstellung und zum Schutz der langfristigen Gesundheit unserer Ozeane. Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum 2021-2030 zum „Jahrzehnt der Ozeane“ erklärt, und die 30×30-Kampagne verpflichtet sich, bis 2030 mindestens 30 % der Ozeane zu schützen. Trotz dieser Verpflichtungen sind die Ozeane nach wie vor chronisch unterfinanziert. Das Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 14 „Leben unter Wasser“ erhält von allen SDGs den geringsten Betrag an langfristigen Finanzmitteln. Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums werden für die Erreichung von SDG 14 bis 2030 jährlich etwa 175 Mrd. USD benötigt, doch zwischen 2015 und 2019 wurden insgesamt nur knapp 10 Mrd. USD investiert.

Diese Lücke verhindert nicht nur jeden nennenswerten Fortschritt, sondern die Kosten der Untätigkeit sind auch verheerend. Wenn wir nicht in unsere Ozeane investieren, könnten sich die Kosten für den Verlust von Land, die Umsiedlung von Menschen und den Küstenschutz bis zum Jahr 2100 auf insgesamt 200 Mrd. bis 1 Billion Dollar pro Jahr belaufen. Beim derzeitigen Investitionstempo wären Netto-Null-Emissionen erst im Jahr 2069 erreichbar – fast 20 Jahre hinter dem Ziel – und die ungenutzte Netto-Null-Chance könnte bis 2030 Billionen wert sein. Um es einfach auszudrücken: Wir können es uns nicht leisten, zu wenig in unsere Ozeane zu investieren.

 Von Ambition zur Aktion

Die blaue Wirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird von politischen Entscheidungsträgern in aller Welt immer stärker beachtet. Sie spielt nicht nur eine Rolle für den Lebensunterhalt von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Debatte über den Klimawandel, und zwar im Hinblick auf die Kohlenstoffbindung, naturbasierte Lösungen und die Dekarbonisierung von Schlüsselsektoren wie der Schifffahrt.

Der Anteil des Seeverkehrs an den weltweiten Treibhausgasemissionen beträgt 2,9 % und könnte bei einer annähernden Verdreifachung des Seehandelsvolumens bis 2050 auf 10 % ansteigen.[1] Außerdem trägt die Schifffahrtsindustrie in hohem Maße zur Versauerung unserer Wasserstraßen bei. Dies ist Teil einer übermäßigen Kohlenstoffanreicherung in den Meeren, die zu einer unglaublichen Verschlechterung der Ökosysteme führen kann.

Um der Versauerung entgegenzuwirken, hat die IMO für die Schifffahrtsindustrie das Ziel einer 50%igen Dekarbonisierung bis 2050 festgelegt. Um Schifffahrts- und Schiffbauunternehmen bei der Erreichung dieses Ziels zu unterstützen, können blaue Anleihen ein wichtiges Finanzierungsinstrument für Investitionen in die Herstellung und den Kauf neuer Schiffe mit niedrigen (mindestens 60 % Emissionsreduzierung) oder emissionsfreien Schiffen sein. Denkbar sind 100%ige Elektroschiffe, Schiffe, die mit grünem Ammoniak, grünem Wasserstoff oder Methanol betrieben werden. Bei bestehenden Schiffen können sich die Investitionen auf die Verringerung der Emissionen um mindestens 20 % durch eine verbesserte Schiffskonstruktion, Kohlenstoffabscheidung oder Segel, Rotoren und Drachen beziehen.

Laut einer BBC-Studie aus dem Jahr 2023 schwimmen schätzungsweise mehr als 171 Billionen Plastikteile in den Weltmeeren. Plastik tötet Fische und Meerestiere und ist sehr schädlich für die Artenvielfalt der Meere. Letztere wird dringend benötigt, damit die Ozeane ihre Funktion als Kohlenstoffsenke und als Sauerstofflieferant aufrechterhalten können. Die Wiederverwendung von recyceltem oder wiederverwendetem Kunststoff ist entscheidend für die Beseitigung der Plastikverschmutzung. Blaue Anleihen sind ein hervorragendes Instrument zur Finanzierung von Investitionen in die Produktion und Herstellung von recycelten Kunststoffen. Diese Investitionen halten nicht nur unsere Gewässer frei von Kunststoffen, sondern sind auch mit einem geringeren Energieverbrauch verbunden. Recycelte Kunststoffe senken die Emissionen um bis zu 71 % im Vergleich zu Neuware.

Die blaue Wirtschaft ist auch ein fruchtbarer Boden für erneuerbare Offshore-Energie, sowohl auf unseren Meeren als auch auf Seen. Offshore-Windkraftanlagen profitieren in der Regel von stabileren Windströmen, und es stehen reichlich Meer und Wasser zur Verfügung, ohne dass es zu einem Wettbewerb mit anderen Akteuren wie an Land kommt. Empfindlichkeiten in Bezug auf Störungen von (Meeres-)Tieren und der biologischen Vielfalt können verwaltet und gemildert werden. Blaue Anleihen sind ein natürliches Instrument zur Finanzierung von Investitionen in Offshore-Wind- und Solarprojekte. Die 2023 ausgegebenen blauen Anleihen von Ørsted sind ein gutes Beispiel dafür, wie Seen und Meere eine Plattform für die Dekarbonisierung durch erneuerbare Energien bieten.

 Schlussfolgerung

Die Gesundheit der Ozeane und unseres Planeten sind eng miteinander verbunden. Wir müssen anfangen, effektiv über die Meereswirtschaft nachzudenken, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und uns an einige der schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels und Störungen der Ökosysteme anzupassen. Für Unternehmen, die dem Druck der blauen Wirtschaft ausgesetzt sind, bietet sich eine große Chance, innovative Lösungen wie Blue Finance zu nutzen, und diese muss ergriffen werden. Die Vorteile sind nicht nur finanzieller Art, sondern auch wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und gesundheitlicher Art für die lokale Wirtschaft, Gemeinden, Unternehmen und Haushalte und vor allem für unseren Planeten Erde.

Ohne Blau kein Grün

Foto von Willem Visser (Quelle: T. Rowe Price)

[1] https://unctad.org/publication/review-maritime-transport-2023

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Bilder @everdrop

Quelle Sonja Berger Public Relations