Sonntag, November 8, 2026
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Vivalyx schließt überzeichnete Seed Runde zur Finanzierung der klinischen Studie zur Revitalisierung von Spenderorganen

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Vivalyx, das innovative Organ Vitality Technologie-Startup mit Sitz in Aachen, gibt den erfolgreichen Abschluss einer überzeichneten Seed-Finanzierungsrunde von über 5 Millionen EUR bekannt. Zu den Investoren zählen führende Life Science und Deeptech Venture Capital Firmen wie Brightlands Venture Partners, TechVision Fonds, Arve Capital und der US-amerikanische Deeptech VC Goose Capital, der bereits in Technologien zur Organkonservierung investiert hat. Zusätzlich beteiligten sich namhafte private Angel-Investoren an dieser Finanzierungsrunde, darunter Thomas Ebeling, ehemaliger CEO von Novartis Pharma, Andrej Henkler, einer der führenden Business Angels für Deeptech in Europa und den USA, und Springboard Health Angels, eine der größten HealthTech Business Angel Gruppen in Zentraleuropa. Darüber hinaus haben bestehende Investoren wie Angel Invest aus Berlin ihr Investment signifikant ausgebaut.

Dr. Andreas Schumacher, CEO und Mitgründer von Vivalyx: „Diese Finanzierungsrunde markiert einen entscheidenden Meilenstein für unser Unternehmen und spiegelt das starke Vertrauen der Investorinnen und Investoren in unsere Produkte, in unsere Vision und unser in Team wider. Mit der Unterstützung unserer neuen Partner sind wir hervorragend positioniert, um unsere Mission fortzusetzen und die Welt der Organtransplantation zu revolutionieren.“

Die Finanzierungsrunde ermöglicht es Vivalyx, eine entscheidende klinische Studie zur Zulassung durchzuführen. Der Schritt ebnet den Weg für die Markteinführung der innovativen Organkonservierungslösung, die das Potenzial hat, die Lebensdauer von Spenderorganen zu verlängern und deren Vitalität zu steigern. Die Technologie von Vivalyx zielt darauf ab, die Anzahl der für Transplantationen verfügbaren Organe erheblich zu erhöhen und somit das Leben von Patientinnen und Patienten weltweit zu retten und zu verbessern – bei deutlich geringeren Kosten, signifikant reduzierter Komplexität und verschlankten Prozessen.

Zitate der Investoren, die Sie gerne für die redaktionelle Berichterstattung verwenden können:

Dr. Luc Starmans von Brightland Venture Partners:
„Der Mangel an Spenderorganen stellt eine enorme Herausforderung für Gesundheitssysteme weltweit dar. Wir freuen uns darauf, mit Vivalyx an der Entwicklung einer neuen Technologie zu arbeiten, die das Potenzial hat, diese Herausforderung anzugehen und die Anzahl verfügbarer Spenderorgane deutlich zu erhöhen.“

Bernhard Kugel vom TechVision Fund:
„Die Dringlichkeit für eine einfach zu verwendende Technologie wie die Vivalyx Technologie ist im Bereich Organtransplantation enorm und kann die Branche revolutionieren. Wir freuen uns darauf, das engagierte Team und die herausragende Technologie auf den nächsten wichtigen Schritten zur Verbesserung der Qualität von Spenderorganen zu begleiten.“

Ashok Rao von Goose Capital:
„Wir sind stets auf der Suche nach Game Changern im Transplantationsbereich. Die bahnbrechende Technologie von Vivalyx hat genau dieses Potenzial. Ich bin überzeugt, dass Vivalyx die Art und Weise, wie wir über Organtransplantationen denken und diese durchführen, maßgeblich verändern wird.“

Christian Schierholz von Arve Capital:
„Vivalyx innovative Technologie zur Konservierung und Revitalisierung von Transplantationsorganen bietet eine beispiellose Chance, das Leben von Millionen Patienten zu verbessern. Wir sind stolz, Teil dieser Reise zu sein und das Team von Vivalyx dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.“

Andrej Henkler von Leblon Capital:
„Seit Jahrzehnten hat der Markt für Organspenden keine bedeutenden Innovationen in der Technologie zur Organerhaltung erlebt. Mit seiner einzigartigen, kurz vor Marktreife stehenden Technologie bringt Vivalyx die lang ersehnte Disruption mit Multi-Milliarden-Dollar Potenzial.“

Bild:Vivalyx-CTO Benedict Doorschodt und Vivalyx-CEO Dr. Andreas Schumacher (v.l.)

Quelle:Vivalyx GmbH

Plansecur: Neues Verfahren macht Zentralbanken besser

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Plansecur vergibt den „Young Innovators Award 2024“ an Andreas Schaab

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur wird dem Jungwissenschaftler Andreas Schaab den „Young Innovators Award 2024“ verleihen. Er wird für seine wissenschaftliche Arbeit „A Theory of Dynamic Inflation Targets“ ausgezeichnet, die er gemeinsam mit Christopher Clayton veröffentlicht hat. Das Paper gibt Antworten auf die Frage, wie Zentralbanken ihre Inflationsziele dynamisch an gravierende wirtschaftliche Veränderungen anpassen können und sollten. Angesichts immer neuer „Schwarzer Schwäne“, also unvorhersehbarer Ereignisse, wie der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, den Verwerfungen auf dem Energiesektor oder der zeitweiligen Unpassierbarkeit des Suezkanals mit drastischen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hat die Arbeit der Nachwuchswissenschaftler eine hohe Aktualität.

Zur Erklärung: Zentralbanken haben die Aufgabe, die Inflation zu kontrollieren und damit die Preisstabilität zu gewährleisten. So strebt beispielsweise die Europäische Zentralbank, zuständig für die 20 Länder der EU, in denen der Euro verwendet wird, mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Die Frage lautet: Sollten die Zentralbanken mehr Spielraum bekommen, um diese Zielsetzung anzupassen, und wenn ja in welchem Maße, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen maßgeblich ändern?

In dem Paper untersucht der Preisträger Andreas Schaab zusammen mit seinem Kollegen diese Frage mithilfe eines ausgeklügelten Modells für einen Mechanismus zur dynamischen Anpassung der Inflationsziele, das die beiden Wissenschaftler entwickelt haben. Dieses Modell beruht auf der berechtigten Annahme, dass die Zentralbank in der Regel mehr Informationen über den Zustand der Wirtschaft besitzt als die Regierung. Daher kann sie besser beurteilen, wie das Inflationsziel angepasst werden muss, um ihrer Verpflichtung zur Preisstabilität gerecht zu werden.

Fazit: Inflationsziele sollten nach einem Regelwerk dynamisch angepasst werden

Das Fazit der Wissenschaftler: Die Zentralbanken sollten ihre Inflationsziele an die makroökonomischen Bedingungen anpassen, aber nicht wie bislang nach freiem Ermessen, sondern einem regelbasierten Anpassungsprozess folgend. „Ebenso wie das Inflationsziel ein Regelwerk für die Zinssetzung darstellt, sollte es ein ähnliches Regelwerk für die Zielanpassung selbst geben“, regt Preisträger Andreas Schaab an.

Einige volkswirtschaftliche Veränderungen seien derart groß und nachhaltig, dass eine gelegentliche Anpassung des Inflationsziels unerlässlich sei. Doch bislang hätten die Zentralbanken dies im Grunde „aus dem Bauch heraus“ getan. Als gutes Beispiel verweist Andreas Schaab auf die Praxis der kanadischen Zentralbank, ihr Inflationsziel unabhängig von den jeweiligen konkjunkturzyklischen Bedingungen alle fünf Jahre zu überprüfen. „Ein regel­basierter und zeitversetzter Anpassungsprozess stellt sicher, dass die Zentralbank nicht dem Anreiz nachgibt, die Inflationszielanpassung zu nutzen, um ein gewünschtes Inflationsniveau herbeizuführen, das nicht mit dem ursprünglichen Ziel übereinstimmt“, betont Andreas Schaab den praktischen Nutzen seiner wissenschaftlichen Arbeit.

„Mit dem Young Innovators Award würdigt Plansecur seit vielen Jahren herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu Fragen verantwortungsvoller Finanzwirtschaft. Der Award ist eine Anerkennung für die Leistung der Preisträger und zugleich ein Anreiz für junge Talente, sich intensiv mit gesamtgesellschaftlich wichtigen ökonomischen Fragen in diesem Bereich substanziell, innovativ und in verantwortungsvoller Form auseinanderzusetzen“, erläutert Heiko Hauser, Geschäftsführer der Finanzberatungsgruppe Plansecur. Er erklärt: „Der diesjährige Young Innovator Andreas Schaab hat entscheidend mitgewirkt an einem Modell, das die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken erhöhen und zur Preisstabilität beitragen kann. Damit hat er bereits in jungen Jahren einen maßgeblichen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Finanzwirtschaft geleistet.“

„Der Young Innovators-Award schafft eine Verbindung zwischen finanzwirtschaftlicher Spitzen­forschung, der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und der gesamtgesellschaftlichen Diskussion um unsere globale wirtschaftliche Zukunft. Es ist ein großer Ansporn, Teil dieses Projektes zu sein“, sagt Prof. Michael Binder, Ph.D., an der Goethe-Universität Frankfurt und Juryvorsitzender des Young Innovators Award.

Eine beeindruckende Karriere schon in jungen Jahren

Der 1991 geborene Young Innovator Andreas Schaab hat von 2011 bis 2021 an der Harvard University studiert mit den Abschlüssen A.B. in Economics mit Nebenfach Geschichte (Magna Cum Laude) sowie Ph.D. und M.A. in Business Economics. Anschließend war er Postdoctoral Research Fellow an der Columbia Business School, Assistant Professor an der Toulouse School of Economics und Visiting Assistant Professor an der Princeton University.

Trotz seiner jungen Jahre hat er bereits mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten; zweimal war er National Champion der U.S. College Fed Challenge. Andreas Schaab hat sich zudem schon durch mehrere vielbeachtete Veröffentlichungen hervorgetan; eine davon wurde sogar als „Best Job Market Paper in Finance Theory“ ausgezeichnet. Forschungsbesuche führten ihn mehrmals zur Bundesbank und zum Internationalen Währungsfonds. Ab Juli 2024 geht er als Assistant Professor an die University of California in Berkeley.

Plansecur ist eine konzernunabhängige Unternehmensgruppe für Finanzplanung und Vermittlung, die Wert auf hohe ethische Grundsätze legt. Die Gruppe gehört mehrheitlich ihren Beratern, die am Unternehmen beteiligt sind; daher unterliegen sie keinen Absatz- oder Provisionsvorgaben. Kundenberatungen erfolgen über den Einzelberater hinaus anonymisiert in einem Expertenteam, um höchste Beratungsqualität zu gewährleisten. Plansecur hat das „Vordenker Forum“ ins Leben gerufen, das Menschen auszeichnet, die maßgeblich an der Zukunft unserer Gesellschaft mitwirken. Preisträger sind Norbert Walter (2008), Bischof Wolfgang Huber (2009), Paul Kirchhof (2011), Jean-Claude Juncker (2014), Nicola Leibinger-Kammüller (2015), Frank-Jürgen Weise (2016), der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Situation („Wirtschaftsweisen“, 2018) und Bassam Tibi (2019). Preisträger des Jahres 2022 war der Tech-Pionier Sebastian Thrun, den die Welt als „deutschen Star im Silicon Valley“ bezeichnet. Die Vordenkerin des Jahres 2024 ist Lamia Messari-Becker. Die Preisverleihung findet am 14. Mai 2024 statt.

Mit dem Young Innovators Award zeichnet Plansecur junge Wissenschaftler aus, die schon frühzeitig in ihrem Leben mit einer wissenschaftlichen Arbeit von hoher Relevanz für wirtschafts­ethisches Denken glänzen. Die Ehrung der Vordenkerin 2024 und des Young Innovator 2024 erfolgt im Rahmen der Veranstaltung „Vordenker Forum“ am 14. Mai an der Goethe-Universität Frankfurt.

Bild:Andreas Schaab, Young Innovator 2024 / ©Evgenia Eliseeva

Quelle:Plansecur

G7 vereinbaren Kohleausstieg bis 2035 – Lemke begrüßt Einigung

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Braunkohlekraftwerk (Archiv), via dts NachrichtenagenturBari (dts Nachrichtenagentur) – Die Umwelt-, Klimaschutz- und Energieministerminister der G7 haben sich am Dienstag zum Ende ihres Treffens in Ampulien erstmalig auf einen konkreten Zeithorizont für den Kohleausstieg geeinigt. Dieser soll in der ersten Hälfte der 2030er Jahre erfolgen oder auf einem Zeitpfad, der erlaubt, die 1,5-Grad-Grenze in Reichweite zu halten.

Um die Verdreifachung der weltweiten Erneuerbaren-Kapazitäten bis 2030 zu erreichen, wollen die G7 zudem die Stromspeicherkapazitäten bis 2030 versechsfachen und die Netzinfrastruktur verdoppeln. Weiter sprachen sie sich dafür aus, das Treibhausgas SF6 ab 2035 in neuen elektrischen Schaltanlagen ab 2035 nicht mehr zu verwenden. Die EU hatte eine entsprechende Regelung bereits Anfang des Jahres mit der neuen F-Gas-Verordnung erlassen. Bis 2030 wollen die G7 erklärtermaßen dazu beitragen, die durch Förderung, Transport und Nutzung fossiler Energieträger entstehenden Methanemissionen global um 75 Prozent zu senken.

Die Bundesrepublik hatte 2020 den Kohleausstieg gesetzlich auf 2038 vorgezogen. Durch den EU-Emissionshandel könnten Kohlekraftwerke in der EU allerdings bereits deutlich früher nicht mehr profitabel sein. Die Ampelkoalition hatte sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, den Ausstieg „idealerweise“ auf 2030 vorzuziehen. In den USA ist die Regulierung von Kohlekraftwerken aufgrund eines Urteils des Obersten Gerichtshofs komplizierter. Erst in der vergangenen Woche hatte die US-Umweltschutzbehörde EPA neue Vorschriften für Kohlekraftwerke erlassen, die Betreiber vor die Wahl stellen, bis 2032 den CO2-Ausstoß etwa durch CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS) um 90 Prozent zu senken, um bis 2039 ihre Kohlekraftwerke operieren zu dürfen, oder stattdessen die Kraftwerke abzuschalten.

In ihrem Abschlussdokument untermauerten die G7 außerdem ihr Ziel aus dem Vorjahr, zusätzliche Plastikverschmutzung bis zum Jahr 2040 zu beenden, durch Maßnahmen. Sie riefen zudem dazu auf, das Abkommen für den Schutz der Meere auf Hoher See (BBNJ), das die UN-Mitgliedsländer im März 2023 in New York beschlossen haben, bis zur VN-Ozeankonferenz im Juni 2025 zu ratifizieren. Erst wenn 60 Staaten das Abkommen ratifiziert haben, kann es in Kraft treten. Für die Vereinbarung zum Schutz der Natur, in der vorgesehen ist, bis 2030 30 Prozent der Fläche an Land und auf See unter Schutz zu stellen, sprachen sie sich sich für einen Monitoring- und Überprüfungsmechanismus aus. Bei der Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention in Kolumbien Ende Oktober sollen die Verhandlungen über diesen Prüfmechanismus abgeschlossen werden.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) begrüßte die Einigung. „Einmal mehr zeigen die G7, dass sie bereit sind, die drei existentiellen Krisen unserer Zeit – die Klimakrise, das Artenaussterben und die Verschmutzungskrise – entschlossen anzugehen“, sagte Lemke am Dienstag. „Die G7-Staaten tragen bei der Lösung dieser Krisen eine besondere Verantwortung, weil sie einen großen Teil des weltweiten Ressourcenverbrauchs und die damit verbundenen Schäden an Klima und Umwelt verursachen.“

Lemke erklärte, es gebe keine Zeit zu verlieren. „Daher ist es wichtig, dass die G7 Druck machen und einen Abschluss der laufenden Verhandlungen für ein global verpflichtendes Plastikabkommen bis zum Ende dieses Jahres fordern. Im Kampf gegen die globale Wasserkrise wollen wir uns in der neuen G7-Wasserkoalition künftig enger abstimmen, auch um die VN-Wasserkonferenz im nächsten Jahr vorbereiten zu können“, so die Umweltministerin. „Und wir haben uns zum Ziel gesetzt, das historische BBNJ-Abkommen zum Schutz der Hohen See bis Juni 2025 zu ratifizieren. Die G7 haben heute historische Beschlüsse gefasst, die zeigen, dass wir es ernst meinen mit der Bekämpfung der globalen Umwelt- und Klimakrisen.“


Foto: Braunkohlekraftwerk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

MyriaMeat präsentiert Weltneuheit: Echtes Schweinefleisch ohne Schlachtung

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Das deutsche Biotech Startup MyriaMeat GmbH hat im Rahmen einer Veranstaltung der SPRIND Bundesagentur für Sprunginnovationen in Berlin, als erstes Unternehmen weltweit ein im Labor gezüchtetes Schweinefilet präsentiert, das aus Schweinezellen gewachsen ist und ohne das Töten eines Tieres auskommt.

Der Clou: MyriaMeat setzt auf 100 % echtes Fleisch ohne hybride Beimengungen von Soja oder anderen Pflanzenstoffen. „Unser Fleisch ist frei von pflanzlichen Zusätzen und gentechnischen Veränderungen“, sagt Dr. Malte Tiburcy, Mitbegründer bei MyriaMeat und Forschungsleiter an der Universität Göttingen.

Entwickelt im Labor in der Life Science Factory in Göttingen, markiert dieses reine Cultivated Meat einen entscheidenden Schritt hin zu einer ethischeren und umweltfreundlicheren Zukunft der Fleischproduktion. „Unsere einzigartige iPSC-Pipeline ermöglicht es uns, aus einer einzigen, unbedenklichen Biopsie stabile Stammzellkulturen zu gewinnen. Unsere Vision ist, den Fleischkonsum im Einklang mit den Bedürfnissen einer wachsenden Weltbevölkerung und dem Umweltschutz neu zu definieren und dabei den CO2-Ausstoß der Fleischproduktion erheblich zu verringern“, sagt Geschäftsführer Florian Hüttner.

„In unserem Unternehmen geht es jetzt um die Umsetzung, nicht mehr Grundlagenforschung, und das haben wir mit unserem Prototyp bewiesen, der innerhalb nur eines Jahres in Göttingen entwickelt worden ist. Bei MyriaMeat haben wir eine Plattform nicht nur für die Produktion von hochwertigem und reinem Fleisch, sondern auch für eine Vielzahl anderer fleischhaltiger Produkte aufgebaut und sind ein idealer Partner für die Entwicklung innovativer Lebensmittel mit alternativen Proteinen“, betont Florian Hüttner.

Dank der Investitionen der Gründer und einer Förderung durch die SPRIND Bundesagentur für Sprunginnovationen, ist MyriaMeat mit der Vorführung des Schweinefilet-Prototypen ein bedeutender technologischer Meilenstein gelungen, der den Übergang von der Grundlagenforschung hin zur Anwendung markiert.

Bild:MyriaMeat Prototyp(© MyriaMeat)

Quelle:MyriaMeat GmbH

Ampel lehnt CDU-Vorstoß für Strafmündigkeit für Zwölfjährige ab

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Junge Leute beim Zocken (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorschlag der Berliner CDU, das Alter der Strafmündigkeit von 14 auf zwölf Jahre abzusenken, wird von den Ampel-Koalitionen abgelehnt. Es sei nicht absehbar, dass die Absenkung im Kampf gegen organisierte Kriminalität helfe, sagte Helge Limburg, rechtspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, der „Welt“ (Mittwochausgabe).

„Wir sollten uns auf Jugendhilfe und Prävention konzentrieren, um Kindern und Jugendlichen Auswege aus einem kriminellen Umfeld aufzuzeigen“, so Limburg. „Die immer gleichen populistischen Forderungen nach mehr und härteren Strafen führen uns nicht weiter.“

Auch die SPD lehnt das ab. Der Staat habe schon jetzt die Möglichkeit, Kinder aus kriminellen Familien zu holen, sagte ihr kriminalpolitischer Sprecher, Sebastian Fiedler, der Zeitung. „Zwölf- und 13-jährige kriminelle Kinder in Jugendhaftanstalten zu stecken, ist jedenfalls nicht klug.“ Dort träfen sie auf erwachsene Straftäter.

Für die Linke ist der CDU-Vorstoß „ein populistischer Zug, der auf Ängste in der Bevölkerung abzielt, statt auf Lösungen für gesellschaftliche Probleme“. Es mangele an Lehrkräften und Freizeitangeboten für Jugendliche. „Kinder brauchen Unterstützung und Bildung, keine Kriminalisierung“, sagte Clara Bünger, rechtspolitische Sprecherin der Linke-Gruppe im Bundestag. „Dass die CDU noch dazu eine angebliche Vererbbarkeit von Kriminalität herbeiphantasiert, ist Ausdruck des rassistischen Weltbildes dieser Partei.“

Unterstützung bekommt die CDU von der AfD. Man setze sich seit Jahren für eine Ausweitung der Maßnahmen zur „Bekämpfung schwerer Kinderkriminalität“ ein, so Stephan Brandner, stellvertretender AfD-Bundessprecher. „Wäre der AfD hier gefolgt worden, gäbe es dieses Problem also auch nicht.“ Jugendkriminalität sei auf die „illegale Migration“ nach Deutschland zurückzuführen.

Die CDU in Berlin hatte am Wochenende einen „Acht-Punkte-Plan“ gegen sogenannte „Clan-Kriminalität“ beschlossen. Die Senkung des Strafmündigkeitsalters ist neben der Vorratsdatenspeicherung und Aussteigerprogrammen eine der erhofften Maßnahmen. Man strebe eine Bundesratsinitiative an, so der Beschluss.


Foto: Junge Leute beim Zocken (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Unionsfraktion kritisiert Pläne für Bundeswehrreform

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Johann Wadephul (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Johann Wadephul (CDU), hat den „Osnabrücker Erlass“ von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zur Umstrukturierung der Führung der Bundeswehr scharf kritisiert. „Kriegstüchtig wird man nicht, indem Ministerialbeamte und Stabsoffiziere über Monate ihre Kästchen in Organigrammen verschieben und danach ihre Visitenkarten und Briefköpfe verändern müssen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben).

„Kriegstüchtig heißt, endlich materiell und personell voll ausgestattete und einsatzfähige Streitkräfte auf dem Kasernenhof stehen zu haben. Und davon ist die Bundeswehr leider noch weit entfernt“, sagte der Verteidigungspolitiker.

Nachdem der Minister jetzt viel Zeit damit verbracht habe, „dem Wasserkopf in den Streitkräften und im Ministerium eine neue Frisur zu verpassen“, ohne dass der Umfang geschrumpft wäre, solle er sich den wirklich existenziellen Fragen der Bundeswehr widmen: Personal, Material, Finanzierung und Modernisierung, mahnte Wadephul. „Daran wird ein Verteidigungsminister am Ende gemessen – nicht an neun Seiten Erlasssprache und ziselierten Organigrammen. Doch hier sieht es gelinde gesagt mau aus.“


Foto: Johann Wadephul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlins Verkehrssenatorin tritt nach Entzug von Doktortitel zurück

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Manja Schreiner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) tritt zurück. Die Uni Rostock habe ihr mitgeteilt, dass sie den im Jahr 2007 verliehenen Doktorgrad wieder entziehen werde, sagte Schreiner am Dienstag.

Sie habe beim Regierenden Bürgermeister ihren Rücktritt eingereicht, „um Schaden vom Berliner Senat abzuwenden“, wie sie sagte. Dabei habe sie an keiner Stelle Dissertation vorsätzlich getäuscht oder betrogen. Deswegen wolle sie als Privatperson Widerspruch gegen die Entscheidung der Fakultät einlegen, so Schreiner.

Die Universität Rostock teilte unterdessen mit, dass vor allem die Anzahl der wörtlichen Übernahmen, die nicht als wörtliche Textübernahmen den wissenschaftlichen Zitiergepflogenheiten entsprechend mit Anführungszeichen ausgewiesen seien, kritisiert worden seien. „Auch wenn Frau Schreiner ganz überwiegend die Originalquellen angegeben und zitiert hat, ist der Fakultätsrat der Ansicht, dass die Übernahmen fremder Textpassagen in einer Gesamtschau ihrer quantitativen Anteile und ihres qualitativen Gewichts auf die Dissertationsschrift einen solch prägenden Einfluss nehmen, dass deren Anfertigung nicht mehr dem Gebot der Eigenständigkeit entsprochen hat“, so die Universität.

Der Fakultätsrat verkenne dabei nicht, dass nicht gesetzte Anführungszeichen eine andere qualitative Bewertung zuließen als das gänzliche Verschweigen nicht nur der wörtlichen Übernahme des Textes, sondern auch und insbesondere der Originalquelle. „Insoweit weicht der vorliegende Fall von anderen populär gewordenen Fällen (etwa: Guttenberg, Schavan, Mathiopoulos) ab“, hieß es.

Anfang August 2023 hatten überregionale Medien erstmals von Unregelmäßigkeiten im Fall Schreiner berichtet. Auf 118 von 169 untersuchten Seiten seien Fundstellen von Plagiaten dokumentiert worden, hieß es auf dem Portal VroniPlag, für das ehrenamtliche Fachleute Dissertationen analysieren. Dies entspreche einem Anteil von rund 70 Prozent aller Seiten, hieß es.


Foto: Manja Schreiner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mehrheit weiter gegen Taurus-Lieferung an Ukraine

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Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Deutschen spricht sich weiter gegen eine Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern aus.

37 Prozent der Bundesbürger (gegenüber 28 Prozent im März und 35 Prozent im Februar) sind laut aktuellem „Trendbarometer“ der Sender RTL und ntv für eine solche Lieferung. Eine Mehrheit von 56 Prozent (gegenüber 66 Prozent im März und 56 Prozent im Februar) lehnt das weiterhin ab.

Mehrheitlich für eine Taurus-Lieferung sind immer noch nur die Anhänger der Grünen (63 Prozent). Von den Anhängern der beiden Koalitionspartner SPD (52 Prozent) und FDP (63 Prozent) lehnt jeweils eine Mehrheit die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern ab, während die CDU/CSU-Anhänger in dieser Frage gespalten sind. Am vehementesten abgelehnt wird eine Taurus-Lieferung weiterhin von den Anhängern des BSW (95 Prozent) und der AfD (87 Prozent).

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 26. und 29. April 2024 erhoben. Datenbasis: 1.007 Befragte.


Foto: Ukrainische Flagge auf dem Parlament in Kiew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verfassungsschutz Brandenburg besorgt über Zunahme an Reichsbürgern

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Reichsbürger bei Demo von Corona-Skeptikern am 29.08.2020, via dts NachrichtenagenturPotsdam (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des brandenburgischen Verfassungsschutzes, Jörg Müller, zeigt sich besorgt über die steigende Zahl der sogenannten Reichsbürger in Brandenburg.

Wie Müller am Dienstag im RBB24-Inforadio sagte, sei deren Zahl im vergangenen Jahr von 650 auf 1.000 gestiegen. Zwar halte er nur etwa zehn Prozent der Reichsbürger für rechtsextrem, aber die hohe Affinität zu Waffen mache sie grundsätzlich sehr gefährlich, so Müller. „Wenn jemand das System, in dem er lebt, aus grundsätzlichen Erwägungen ablehnt, ist er bereit, im Zweifelsfall sein eigenes selbsterklärtes `Reichsgebiet` zu verteidigen.“

Man müsse außerdem auch an die Kinder der Reichsbürger denken, „die der Bildung entzogen werden, die dem Pluralismus und der freien Demokratie entzogen werden“. Das gehöre auch zum Reichsbürgerkonzept, sagte Müller.


Foto: Reichsbürger bei Demo von Corona-Skeptikern am 29.08.2020, via dts Nachrichtenagentur

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Vorsichtiger Zinssenkungszyklus der EZB aufgrund starker BIP- und Inflationsdaten für die Eurozone ab Juni möglich

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IG Bau EZB Bank of England Industrie Großbritannien Lohn Stillstand
Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

Ein aktueller Marktkommentar von Tomasz Wieladek, Chief European Economist bei T. Rowe Price:

Die Wirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal um 0,3 % gewachsen, was deutlich über der Konsensprognose von 0,1 % liegt. Der Verbraucherpreisindex (HVPI) im Euroraum verharrte bei 2,4 % gegenüber dem Vormonat. Die HVPI-Kerninflation ging von 2,9 % im März auf 2,7 % im Februar zurück. Dies liegt über den Markterwartungen von 2,6 %. Die Dienstleistungsinflation ging ebenfalls zurück, aber nicht so schnell wie erwartet. Dennoch lag sie im April bei 3,7 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem sie im März zum fünften Mal in Folge um 4 % gestiegen war.

Was bedeuten diese Zahlen für die EZB? Zunächst die gute Nachricht: In ihren Prognosen geht die EZB von einer stärkeren Erholung der Arbeitsproduktivität aus als es der Marktkonsens tut. Das scheint auch zuzutreffen. Denn das Wachstum zieht eindeutig wieder an. Etwa die Hälfte des Rückgangs der Arbeitsproduktivität ist auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen, wobei das Wachstum in den Volkswirtschaften am stärksten ist, die sich stark auf den Dienstleistungssektor spezialisiert haben.

Ein höheres Produktivitätswachstum im Dienstleistungssektor bedeutet, dass die EZB mit einer Lohninflation von 3 bis 3,5 % zurechtkommt. Dies ist weitgehend der Fall. Eine Erholung der Produktivität impliziert ganz klar, dass die EZB die Zinsen senken kann, selbst wenn das Lohnwachstum nicht unter 3 % fällt.

Die Inflationsdaten sind jedoch weniger günstig. Zwar ist die Dienstleistungsinflation im Jahresvergleich zurückgegangen, jedoch nicht so stark wie erwartet. Ein Teil dieses Rückgangs ist auf Basiseffekte aufgrund der Osterfeiertage zurückzuführen. Erst Ende Mai werden dem EZB-Rat Daten vorliegen, die nicht durch die Osterfeiertage verzerrt sind. Die implizierte Dienstleistungsinflation ist daher etwas höher als erwartet.

Die EZB wird angesichts des derzeit sehr hohen Zinsniveaus und eines neutralen Zinssatzes von nicht mehr als 3 % noch im Juni mit Zinssenkungen beginnen. Diese Rahmenbedingungen lassen viel Spielraum für Zinssenkungen. Allerdings wird sich die EZB beim Tempo der Zinssenkungen nach der Juni-Sitzung eher von der tatsächlichen Dienstleistungsinflation als vom Argument der Arbeitsproduktivität leiten lassen.

Die heutigen Daten machen es viel wahrscheinlicher, dass die EZB im Juli eine Zinssenkung auslässt und dann vielleicht 2-3 weitere Zinssenkungen in diesem Jahr vornimmt. Ein Szenario mit 4-5 Zinssenkungen ist in diesem Jahr nicht unbedingt zu erwarten. Insgesamt dürften die Daten die EZB vorsichtiger stimmen, was das Tempo der Zinssenkungen nach der Juni-Sitzung angeht.

Vorsichtiger Zinssenkungszyklus der EZB aufgrund starker BIP- und Inflationsdaten für die Eurozone ab Juni möglich

Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)

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