Mittwoch, Mai 6, 2026
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Die Literatur Cruise mit Finnlines im Herbst: Gemeinsam an Board mit dem Bestseller-Autor Arttu Tuominen

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Für Fans der Nordic-Noir-Literatur gibt es in diesem Herbst eine aufregende Minikreuzfahrt nach Helsinki. Die finnische Reederei Finnlines lädt gemeinsam in Partnerschaft mit FILI – Finnish Literature Exchange und dem Bastei Lübbe Verlag herzlich zur einer drei-tägigen Literatur Cruise ein. Begleitet wird die Reise durch Lesungen und ein Meet & Greet mit dem finnischen Bestsellerautor Arttu Tuominen und seiner deutschen Übersetzerin Anke Michler-Janhunen.

Die Themenkreuzfahrt für Krimifans des Genre Nordic-Noir

Die Reise dauert insgesamt drei Tage und führt die Gäste quer über die Ostsee bis nach Helsinki. Am 7. November geht es ab circa 22 Uhr in Travemünde los und schon wenig später erwartet die Gäste das erste Highlight: ein Meet & Greet mit dem Autor Arttu Tuoiminen an Board. Am nächsten Tag können sie Lesungen des bekannten Autors am Mittag sowie am Abend genießen. Die Gäste erwartet zudem Vollverpflegung sowie Sauna und Whirlpool zur Entspannung.

Am 9. September trifft die Fähre morgens in Helsinki am Hafen ein. Von dort aus geht es dann per Bus auf eine Stadtrundfahrt, bei der sich alles nur um Krimi-Literatur dreht. Zwischendurch warten auch noch weitere Programmpunkte an verschiedenen Orten der Stadt. Auf der Rückfahrt können die Teilnehmenden dann die faszinierenden Eindrücke Revue passieren lassen oder sich in einem Buchzirkel gemeinsam über ihre Lieblingsbücher austauschen.

Arttu Tuoiminen und seine Erfolgsgeschichte

Arttu Tuominen wurde 1981 in Finnland geboren und für sein Krimidebüt „Was wir verschweigen“ international mehrfach ausgezeichnet. Hier in Deutschland schaffte es sein Werk in die SPIEGEL-Bestsellerliste. Tuominens nächstes Buch „Was wir nie verzeihen“ wurde zudem als „Bester nordischer Krimi 2021“ nominiert, womit sich Arttu Tuominen endgültig als neue Größe in der Nordic-Noir-Literatur etablierte. Der Autor lebt mit seiner Familie in der finnischen Küstenstadt Pori, dem Schauplatz seiner Krimireihe. Neben seiner Tätigkeit als Autor arbeitet Tuoiminen auch als Ingenieur für Umwelttechnik.

Im Oktober 2024 wird sein neues Buch „Was wir ihnen antun“ erscheinen. Teilnehmende können sich bei den Lesungen an Board ebenfalls auf Passagen aus dem neuen Werk freuen.

Bild:  Literatur Cruise (c) Finnlines

Quelle:Global Communication Experts GmbH

Künstliche Intelligenz und Smartphone-App: Digitales siegt beim 22. Deutschen Gründerpreis

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StartUp: WeSort.AI aus Würzburg unterscheidet über sieben Millionen verschiedene Verpackungen.
Aufsteiger: Die digitale Hautarztpraxis dermanostic diagnostiziert per Smartphone-App
Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Sonderpreis für Paul Belthle, den jüngsten Ölmüller Deutschlands.

Biotechnologie, Elektrolyte „Made in Germany“, Künstliche Intelligenz und Digitales standen im Finale des 22. Deutschen Gründerpreises, der gestern [24.09.2024] zum 22. Mal im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin vergeben wurde. Die Gründer von WeSort.AI aus Würzburg nahmen den Preis in der Kategorie StartUp für das KI-unterstützte Hochgeschwindigkeits-Sortieren von Abfall entgegen. dermanostic aus Düsseldorf wurde als Aufsteiger für ihre Smartphone-App, eine digitale Hautarztpraxis, ausgezeichnet. Der Deutsche Gründerpreis wird jährlich von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche verliehen. Für ihr Lebenswerk wurde TV- und Filmproduzentin Regina Ziegler ausgezeichnet. Den seltenen Sonderpreis verliehen die Partner des Deutschen Gründerpreises an Deutschlands jüngsten Ölmüller Paul Belthle.

WeSort.AI aus Würzburg lassen keinen Joghurt-Becher unerkannt: Ob zerdrückt, zerkratzt oder verschmutzt, die Künstliche Intelligenz der Gewinner in der Kategorie StartUp weiß genau, was sie da vorm elektronischen Auge hat. Die Sortierung ist schnell und fast 100 Prozent genau. Menschliche Sortierer brauchen fünf Mal länger und erreichen gerade einmal die Hälfte bei der Genauigkeit. Eine Dokumentation über Mülltrennung gab den Brüdern Nathanael (30) und Johannes Laier (29) den Anstoß, ein Unternehmen zu gründen. Sie wählten bewusst ein Feld, das eine hohe Relevanz für die Gesellschaft hat und gleichzeitig großes Potenzial für Innovation bietet. Laudator Andreas Haffner, Vorstand für Personal- und Sozialwesen der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG: „Müllsortierung auf diesem Niveau – das gab es bisher noch nicht. Nicht mit einer KI, die ständig dazulernt und alles erkennt, was nicht in den Müll gehört. Die beiden Gründer arbeiten bereits mit den großen internationalen Playern der Branche zusammen. Man kann sagen: Im Müllgeschäft läuft nichts mehr ohne ihre KI.“

Gibt’s dafür nicht ‘ne App? Die digitale Hautarztpraxis dermanostic aus Düsseldorf, gegründet von Dr. Ole Martin, Dr. Alice Martin, Dr. Estefanía Lang und Patrick Lang, bietet Menschen mit Hautveränderungen eine unkomplizierte und schnelle dermatologische Behandlung. Die Vision: Jedem unabhängig von Ort und Zeit eine hochwertige dermatologische Versorgung zu ermöglichen. dermanostic garantiert eine Diagnose und Therapieempfehlung innerhalb von 24 Stunden – und das denkbar einfach. Per Smartphone-App werden drei Fotos der Hautveränderung gemacht und einige Fragen beantwortet – die sogenannte Anamnese. Wenig später übermittelt der dermanostic-Hautarzt per App die Diagnose, nicht in „Arzt-Latein“, sondern in verständlicher Sprache. Prof. Dr. Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands in seiner Laudatio: „Ihr habt eine erfolgreiche digitale Hautarztpraxis aufgebaut – mit Diagnose und Beratung per App. Euer klares Ziel: die größte digitale Hautarztpraxis Europas zu werden. 300.000 behandelte Patientinnen und Patienten sprechen eine klare Sprache. Immer mehr Krankenkassen machen mit, und die Expansion nach Europa und Dubai ist bereits in Planung.“

Bis zu drei Unternehmen sind Finalisten des Deutschen Gründerpreises in den Kategorien Aufsteiger und StartUp.

Dazu gehörten in diesem Jahr als Aufsteiger auch E-Lyte Innovations aus Kaiserslautern, die auf Forschung, Entwicklung und die enge Zusammenarbeit mit führenden Automobilherstellern und Zellproduzenten setzt und sich so als führendes Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von Elektrolyten etabliert. „fobizz“ der 101 Skills GmbH, Hamburg wird von jeder zweiten Lehrkraft in Deutschland genutzt! Mit über 400.000 Nutzern ist es die führende deutschsprachige Plattform für Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte. Als Anbieter von digitalen und KI-gestützten Tools für Lehrer:innen und Schulen setzt fobizz Maßstäbe in der digitalen Bildungslandschaft. Als StartUp bis unter die Finalisten schaffte es zudem BLUU Seafood aus Hamburg mit Fisch, der an Land gezüchtet wird! Ihre innovative Biotechnologie bietet eine nachhaltige Alternative zur industriellen Fischerei. Aus Fischzellen von atlantischem Lachs und der Regenbogenforelle werden Fischprodukte hergestellt, die sowohl in Geschmack als auch den Nährwerten konkurrieren können.

Die Preisträger und Finalisten in den Kategorien StartUp und Aufsteiger erhalten eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratung durch die Unternehmensberatung Porsche Consulting GmbH. Zudem übernehmen Kuratoriumsmitglieder des Deutschen Gründerpreises Patenschaften für die jungen Unternehmen. Sie erhalten außerdem ein Medientraining beim ZDF sowie Zugang zum Alumni-Netzwerk des Deutschen Gründerpreises.

Der Deutsche Gründerpreis für Schüler:innen war bereits am 18. Juni 2024 in Hamburg verliehen worden. Im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin wurde das Siegerteam „The Tap“ vom Silverberg-Gymnasium in Bedburg bei Köln von Bundesminister Dr. Robert Habeck gewürdigt: „Die Lust, ein Problem zu lösen, ist immer bewundernswert – vor allem, wenn es ein Problem ist, das die Welt belastet. Wenn man etwas startet, wenn man gründet, tritt man aus dem gewohnten Trott. StartUps gehen nach vorne, wollen was machen – das ist eine Aufforderung an uns alle. Das ist es, was unser Land braucht.“ Es ermutige, dass auch schon junge Menschen nicht nur tolle Ideen für eine gute Zukunft entwickelten, sondern sich auch Gedanken darüber machten, wie sie diese Ideen erfolgreich in den Markt bringen können. „Sie arbeiten damit an ihrer eigenen Zukunft, für sich selbst, aber auch für ihr Land.“ Knapp 130 Liter Trinkwasser verbraucht ein Mensch in Deutschland durchschnittlich am Tag. Auch für Dinge wie die Bewässerung von Pflanzen und die Toilettenspülung nutzen wir meist Trinkwasser. Mit ihrem Wasserhahnsystem „The Tap“ können Nutzer:innen mit einem einzigen Knopfdruck entscheiden, ob ihr benutztes Wasser in den Abfluss fließen soll, oder für eine erneute Nutzung als Brauchwasser zur Verfügung steht. Die Trennung von Trink- und Brauchwasser direkt am Wasserhahn ist eine waschechte Innovation, mit der die drei einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten wollen.

Vor wenigen Wochen erst wurde Paul Belthle aus dem schwäbischen Beuron volljährig, nächstes Jahr macht er Abitur. Und doch betreibt der jüngste Ölmüller Deutschlands bereits seit mehreren Jahren eines der erfolgreichsten und gleichsam außergewöhnlichsten Food-StartUps. Aus einem Weihnachtsgeschenk, einer Ölpresse, hat er ein erfolgreiches Geschäft entwickelt und gleich seine ganze Familie eingespannt – „Die Ölfreunde“. Die Partnervertreter von stern, Sparkassen, ZDF und Porsche würdigen dieses außergewöhnliche Engagement mit dem Sonderpreis der Partner des Deutschen Gründerpreises. „Viele junge Menschen sind wie Paul: Sie nutzen ihre Chancen, wenn man sie dabei unterstützt“, so Dr. Gregor Peter Schmitz, Vorsitzender der „stern“-Chefredaktion für die Gründerpreis-Jury: „Mit 13 Jahren war Paul Belthle vielleicht der jüngste Gründer im Land. Heute – mit gerade einmal 18 Jahren – ist er ein Beispiel dafür, dass die Generation Z die Generation Zukunft ist.“

Mit über fünf Jahrzehnten Erfahrung in der Film- und Fernsehbranche zählt Regina Ziegler zu den prägenden Figuren der deutschen Medienlandschaft. Die Film- und Fernsehproduzentin hat in dieser Zeit über 500 Produktionen realisiert und sich sowohl national als auch international einen herausragenden Ruf erarbeitet. Für ihr beeindruckendes Lebenswerk und ihren nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Filmwirtschaft wurde sie mit dem Deutschen Gründerpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. „Als junge Frau hat Regina Ziegler in den frühen 70er Jahren ihre Produktionsfirma gegründet, in einer Zeit, in der die Film- und Fernsehbranche noch eine reine Männerwelt war. Mit Ausdauer und Selbstbewusstsein hat sie ein über die Jahrzehnte hinweg erfolgreiches unabhängiges Produktionshaus aufgebaut“, so ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler für die Gründerpreis-Jury. Von Beginn an verfolgte Ziegler eine klare Vision: Sie wollte nicht nur Teil der Branche sein, sondern diese maßgeblich mitgestalten. Unerschütterliches Selbstbewusstsein und der Wille, sich auch in schwierigen Zeiten durchzusetzen, zeichneten ihren Weg aus. Schnell hatte sich Ziegler einen Namen gemacht, indem sie auf hochwertige Produktionen setzte und dabei stets Risiken einging, die andere Produzenten möglicherweise gescheut hätten.

Bild:Die strahlenden Sieger der 22. Verleihung des Deutschen Gründerpreises im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin. Foto: Franziska Krug für Deutscher Gründerpreis

Quelle:tower media GmbH

Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises für Jungunternehmer Paul Belthle (18)

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BERLIN, GERMANY - SEPTEMBER 24: Paul Belthle and Dr. Gregor Peter Schmitz during Deutscher Gründerpreis 2024 at ZDF Hauptstadtstudio on September 24, 2024 in Berlin, Germany. (Photo by Franziska Krug/Deutscher Gründerpreis via Getty Images)

Gerade volljährig geworden übernimmt der Gründer von „Die Ölfreunde“ jetzt die Geschäftsführung
Ölpresse statt Spielekonsole: Weihnachtsgeschenk war Grundstein für erfolgreiches Food-StartUp
stern, Sparkassen, ZDF und Porsche verleihen Sonderpreis für „den vielleicht jüngsten Gründer im Land: Er ist ein Beispiel dafür, dass die Generation Z die Generation Zukunft ist“

Vor wenigen Wochen erst wurde Paul Belthle aus dem schwäbischen Beuron volljährig, nächstes Jahr macht er Abitur. Und doch betreibt der jüngste Ölmüller Deutschlands bereits seit mehreren Jahren eines der erfolgreichsten und gleichsam außergewöhnlichsten Food-StartUps. Aus einem Weihnachtsgeschenk, einer Ölpresse, hat er ein erfolgreiches Geschäft entwickelt und gleich seine ganze Familie eingespannt – „Die Ölfreunde“. Für diese außergewöhnliche Leistung, in so jungen Jahren ein Unternehmen aufgebaut zu haben, das durch Innovation und Nachhaltigkeit beeindruckt, zeichneten die Partner des Deutschen Gründerpreises – stern, Sparkassen, ZDF und Porsche – „Die Ölfreunde“ und ihren Gründer gestern [24.09.2024] im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin mit dem Sonderpreis der Partner des Deutschen Gründerpreises aus.

Paul Belthle ist erst seit wenigen Wochen achtzehn und damit voll geschäftsfähig. Trotz dieses jungen Alters hat er es in den vergangenen fünf Jahren geschafft, aus einer Leidenschaft ein florierendes Unternehmen zu entwickeln. Die Geschichte von Ölmüller Paul begann Weihnachten 2018, als er von seinen Eltern anstelle etwa einer Spielkonsole eine Ölmühle geschenkt bekam. Für Teenager Paul, der schon als kleines Kind mit der Großmutter leidenschaftlich kochte, eine nur zum Teil unerwartete Gabe. Die Faszination für die Herstellung von Speiseölen war umgehend entfacht. Erste Versuche mit selbst gepresstem Rapsöl waren zunächst nur als Freizeitbeschäftigung gedacht, doch bald schon wuchs die Nachfrage aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Mit der Unterstützung seiner Familie baute er sein Unternehmen zunächst als Teil des heimischen Hotelbetriebs auf. Seine Eltern halfen nicht nur bei der Produktion, sondern unterstützten auch im Vertrieb und der Verwaltung und „Die Ölfreunde“ entwickelten sich schnell zu einem echten Familienunternehmen.

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie, in der viele ihre heimische Küche neu entdeckten, nahm die Nachfrage weiter zu. Die Firma wuchs kontinuierlich. 2023 folgte schließlich die Gründung der „omegalecker GmbH“, bei der Paul jetzt, kurz nach seinem 18. Geburtstag, alleiniger geschäftsführender Gesellschafter wurde. Heute verkaufen „Die Ölfreunde“ ihre hochwertigen, kaltgepressten Öle in Supermärkten, über einen Onlineshop und sogar über Teleshopping-Kanäle. Endlich darf Paul bei QVC auch selbst im Studio stehen. Als Minderjähriger war dies meist seinem Vater Jürgen vorbehalten.

Paul Belthle hat mit seiner innovativen und nachhaltigen Herangehensweise einen neuen Standard im Speiseölmarkt gesetzt und beweist, dass Unternehmertum auch schon in sehr jungen Jahren erfolgreich sein kann. „Die Ölfreunde“ produzieren bis zu 2.000 Liter Öl täglich und kamen im vergangenen Jahr so auf die sagenhafte Gesamtmenge von 230.000 Litern Öl in über 400.000 Flaschen. Zu den beliebtesten Produkten zählen Knoblauch-, Chili- und Kräuteröle.

Das Vertriebsnetzwerk ist breit aufgestellt: Etwa 40 Prozent der Öle werden im Lebensmitteleinzelhandel in ganz Deutschland (einschließlich Sylt!) verkauft, rund 35 Prozent über Online-Kanäle und 15 Prozent gehen über die Teleshopping-Plattformen wie QVC an die Kunden. Der heimische Hofladen sorgt für die übrigen zehn Prozent. Die Umsätze liegen im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Seit der Unternehmensgründung verfolgt Paul das Ziel, regionale Produkte zu fördern und kurze Lieferketten zu etablieren. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Paul arbeitet eng mit lokalen Landwirten zusammen und verwendet ausschließlich natürliche Zutaten ohne chemische Zusätze. „Es ist mir wichtig, regionale Produkte zu nutzen und gleichzeitig Abfall zu minimieren“, betont er. So werden Nebenprodukte wie der Presskuchen weiterverwendet und zu Mehlen und Tierfutter verarbeitet, ein zentraler Bestandteil der nachhaltigen Unternehmensphilosophie. „Die Region und ihre Landwirte sind das Herz unseres Geschäfts“, betont Paul. Nur so sei die hohe Qualität der Öle zu gewährleisten und gleichzeitig die Wirtschaft in Schwaben zu unterstützen.

Neben dem wirtschaftlichen Erfolg hat für ihn auch die kollegiale Unterstützung anderer StartUps aus dem Foodbereich große Bedeutung. Man trifft sich etwa auf der Slow Food Messe in Stuttgart oder beim Food Innovation Camp. Auch damit hat sich Paul in der deutschen Gründerszene einen Namen gemacht.

Auch wenn sein Unternehmen expandiert, bleibt Pauls Fokus klar: „Ich möchte, dass wir weiter wachsen, aber unsere Wurzeln in der Region und unsere nachhaltige Arbeitsweise beibehalten.“ Diese Einstellung und seine Fähigkeit, Schule und Geschäftsführung zu vereinen, machen ihn zu einem Vorbild für junge Gründer.

Sein Alltag als Schüler – der Gymnasiast besucht das Wirtschaftsgymnasium der Ludwig-Erhardt-Schule in Sigmaringen – und gleichzeitig Unternehmer erfordert dabei viel Disziplin. „Ich gehe morgens zur Schule und danach direkt in die Firma“, erzählt Paul. Die Unterstützung durch seine Familie spielt für dieses Arbeitspensum eine entscheidende Rolle. Nach dem Abitur 2025 soll ein duales Studium folgen. „Danach möchte ich mich dann voll und ganz meinem Unternehmen widmen.“ So plant er, in den kommenden Jahren, „Die Ölfreunde“ weiter auszubauen – weiterhin mit dem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität. „Ich sehe Potenzial, national zu expandieren, aber unser Herz bleibt in der Region“, betont er.

Die Auszeichnung mit dem Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises sieht Paul als Anerkennung für die harte Arbeit und den Erfolg, den er in jungen Jahren erreicht hat. „Es ist ein großer Ansporn für mich und mein Team, ,Die Ölfreunde‘ weiter voranzubringen“, versichert Paul.

Die Partnervertreter von stern, Sparkassen, ZDF und Porsche würdigen dieses außergewöhnliche Engagement mit dem Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises. „Paul Belthle ist das beste Beispiel dafür, dass wir uns irren, wenn wir sagen: ,Die Jugend von heute will nichts mehr.‘ Sie wollen, aber vielleicht anders. Sie machen – und vielleicht sogar besser. Viele junge Menschen sind wie Paul: Sie nutzen ihre Chancen, wenn man sie dabei unterstützt“, so Dr. Gregor Peter Schmitz, Vorsitzender der „stern“-Chefredaktion für die Gründerpreis-Jury: „Mit 13 Jahren war Paul Belthle vielleicht der jüngste Gründer im Land. Heute – mit gerade einmal 18 Jahren – ist er ein Beispiel dafür, dass die Generation Z die Generation Zukunft ist.“

Bild:Paul Belthle (links) erhielt den Sonderpreis der Partner des Deutschen Gründerpreises aus den Händen von Dr. Gregor Peter Schmitz, Vorsitzender der „stern“-Chefredaktion. | Foto: Franziska Krug für Deutscher Gründerpreis

Quelle:tower media GmbH

Filmproduzentin Regina Ziegler mit Deutschem Gründerpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

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Geheimnis hinter 50 Jahren Erfolg: „Mut zum Risiko. Durchhaltevermögen. Geht nicht, gibt’s nicht!“
Vom ersten Spielfilm bis zu 2025er Produktionen: „Jeder meiner Filme liegt mir am Herzen.“
Gründerpreis-Jury von stern, Sparkassen, ZDF, Porsche: „Regina Ziegler hat mit Ausdauer und Selbstbewusstsein ein erfolgreiches, unabhängiges Produktionshaus aufgebaut“

Mit über fünf Jahrzehnten Erfahrung in der Film- und Fernsehbranche zählt Regina Ziegler zu den prägenden Figuren der deutschen Medienlandschaft. Die Film- und Fernsehproduzentin hat in dieser Zeit über 500 Produktionen realisiert und sich sowohl national als auch international einen herausragenden Ruf erarbeitet. Für ihr beeindruckendes Lebenswerk und ihren nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Filmwirtschaft wurde sie gestern [24.09.2024] in Berlin mit dem Deutschen Gründerpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. „Als junge Frau hat Regina Ziegler in den frühen 70er Jahren ihre Produktionsfirma gegründet, in einer Zeit, in der die Film- und Fernsehbranche noch eine reine Männerwelt war. Mit Ausdauer und Selbstbewusstsein hat sie ein über die Jahrzehnte hinweg erfolgreiches unabhängiges Produktionshaus aufgebaut“, so die Gründerpreis-Jury.

Regina Ziegler (80) ist eine Pionierin! Sie ist die erste Frau, die sich traute, in Deutschland ihre eigene Filmproduktionsfirma zu gründen, als persönlich haftende Einzelunternehmerin. Mit der Regina Ziegler Filmproduktion, die sie 1973 für gerade einmal 60 Mark ins Leben rief, hat sie weit über 500 Produktionen realisiert und sich national wie international einen Namen gemacht. Seit über 50 Jahren prägt sie die deutsche Film- und Fernsehlandschaft. Für ihr Lebenswerk wurde sie nun mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet – eine besondere Ehrung, die ihr nicht nur Anerkennung, sondern auch Lust auf zukünftige Projekte gibt. „Der Preis macht mir Mut, weiterzumachen“, sagt Ziegler.

Regina Ziegler begann ihre Karriere in einer Zeit, als die Filmbranche noch fest in männlicher Hand war. Sie nahm die Herausforderung an, sich als Produzentin zu etablieren. „Ich wollte immer die Erste und die Beste sein, was mir aber nicht immer gelungen ist“, sagt sie. Dieser Antrieb hat sie über Jahrzehnte hinweg begleitet und sie zur Vorreiterin der deutschen Filmindustrie gemacht. Besonders stolz ist sie auf ihren ersten Spielfilm „Ich dachte, ich wäre tot“ (1973), den sie gemeinsam mit Regisseur Wolf Gremm realisierte. „Sehr wichtig für mich sind die ,Sommergäste‘ von Peter Stein (1975), ,Die große Flatter‘ (1978), ein dreiteiliges Melodram von Marianne Lüdcke nach dem Roman von Leonie Ossowski, ,Fabian‘ (1978), nach dem Roman von Erich Kästner, ,Kamikaze 1989‘ (1981) mit Rainer Werner Fassbinder in der Hauptrolle und ,Korczak‘ (1990) von Andrzej Wajda.“ Zu den jüngeren Produktionen, die für sie große Bedeutung haben, zählt die Kurzfilmreihe „Erotic Tales“ (1993-2003), die Fernsehserie „Weissensee“ (2010-2018), „Der Mann mit dem Fagott“ (2011), „Gladbeck“ (2018), die ZDF-Reihen „Lena Lorenz“ (seit 2014) und die „Bundschuhs“ (seit 2015), sowie die jüngste Fitzek-Verfilmung „Der Heimweg“, die im ersten Quartal 2025 bei Prime Video veröffentlicht wird. „Mir liegt jeder meiner Filme am Herzen.“

Von Beginn an verfolgte Ziegler eine klare Vision: Sie wollte nicht nur Teil der Branche sein, sondern diese maßgeblich mitgestalten. Unerschütterliches Selbstbewusstsein und der Wille, sich auch in schwierigen Zeiten durchzusetzen, zeichneten ihren Weg aus. Schnell hatte sich Ziegler einen Namen gemacht, indem sie auf hochwertige Produktionen setzte und dabei stets Risiken einging, die andere Produzenten möglicherweise gescheut hätten.

Jungen Frauen, die heute in der Film- und Fernsehbranche Fuß fassen wollen, rät Ziegler zu Selbstbewusstsein und Risikobereitschaft. Denn nur mit Mut und Durchhaltevermögen sei anhaltender Erfolg in dieser schnelllebigen Branche möglich – Eigenschaften, die Regina Ziegler selbst seit Jahrzehnten verkörpert.

Neben zahlreichen nationalen Auszeichnungen, wie dem Bundesverdienstkreuz, mehreren Grimme-Preisen, der Ehren-Lola und dem Carl Laemmle Produzentenpreis, hat Ziegler auch internationale Anerkennung erfahren, unter anderem den International EMMY Award sowie eine Oscar-Nominierung für „The Dutch Master“ (1994) von Susan Seidelman. Eine der größten Ehrungen ihrer Karriere war eine Retrospektive ihrer Werke im Museum of Modern Art in New York. „Das war eine sehr bedeutende Erfahrung für mich, die erste Produzentin überhaupt zu sein, der dort eine Retrospektive gewidmet wurde. Ich war unheimlich stolz: Wer kriegt schon 21 Filme im Museum of Modern Art in New York gezeigt. Natürlich war ich jeden Tag im Kino und habe hinterher dem New Yorker Publikum gerne alle Fragen beantwortet. Beim letzten Screening war das Kino knackevoll, weil sich alle für meine Präsenz bedanken wollten.“

Viele Filme laufen heute nur kurz im Kino, landen schnell auf einer Streaming-Plattform wie beispielsweise Netflix. Trotz des zunehmenden Einflusses von Streaming-Diensten sieht Ziegler darin keine Gefahr für das Kino. Sie betont, dass sie gerne sowohl mit „Streamern“ als auch mit ARD, ZDF und RTL zusammenarbeitet. Für die Zukunft plant Ziegler Projekte wie etwa weitere Verfilmungen der Romane von Sebastian Fitzek, einen neuen Kinofilm mit Regisseur Volker Schlöndorff und – ebenfalls fürs Kino – eine Verfilmung des Buches „Fremd“ von Michel Friedman.

In seiner Laudatio würdigte ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler die Preisträgerin als eine Unternehmerin „mit ungeheurem Mut, Risikobereitschaft und einem unerschütterlichen Selbstvertrauen.“ Regina Ziegler habe ihre Produktionsfirma in einer Zeit gegründet, in der das für Frauen eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen sei. „Während die Emanzipationsbewegung noch in den Kinderschuhen steckte, waren Sie Deutschlands erste Filmproduzentin – und blieben für viele Jahre lange die Einzige in der Branche“, so Himmler. Dabei habe Regina Ziegler in ihren Filmen immer wieder auch schwierige und unbequeme gesellschaftliche und politische Themen behandelt. Himmler: „Mit ihrem kreativen und unternehmerischen Lebenswerk hat Regina Ziegler deutsche Film- und Fernsehgeschichte geschrieben.“

Bild:Ausgezeichnet mit dem Deutschen Gründerpreis für ihr Lebenswerk: TV- und Filmproduzentin Regina Ziegler (Mitte). Ihre Tochter Tanja (rechts) und Enkelin Emma (links) gratulierten. | Foto: Franziska Krug für Deutscher Gründerpreis

Quelle:tower media GmbH

Booster fürs Immunsystem: Ensana Health Spa Hotels haben ein neues Gesundheitsprogramm entwickelt

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Fit und gesund durch die kalte Jahreszeit – Natürliche Heilmittel und traditionelle Anwendungen zur Unterstützung des Immunsystems

Mit der kalten und nassen Jahreszeit beginnt auch die Hochsaison für Erkältungen und Grippen. In diesen Monaten ist es daher besonders wichtig, das Immunsystem zu stärken, um gesund durch den Herbst sowie den anschließenden Winter zu kommen. Die Ensana Health Spa Hotels bieten dafür ab sofort das Immunity Booster Programm an. Dieses Programm wurde entwickelt, um mit Hilfe der natürlichen Heilmittel an den Standorten der Ensana-Hotels die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen und zu fördern.

Immunity Booster Programm: Stärkung der Abwehrkräfte durch natürliche Ressourcen

Das Immunity Booster Programm wird aktuell in drei bedeutenden europäischen Kurorten, darunter vier Hotels in Marienbad, Tschechien sowie zwei Häuser im ungarischen Heviz und in einem Hotel in Sarvar, ebenfalls in Ungarn, angeboten. Es hilft den Gästen dabei, ihre Immunabwehr zu aktivieren, die Energiereserven wieder aufzuladen und sich so gegen Erkältungen und Krankheiten zu schützen. Mit einer Kombination aus traditionellen Anwendungen wie Mineralbäder, Sauerstofftherapien oder Inhalationen werden die Atemwege befreit, die Zellen mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt und somit das Immunsystem gezielt verbessert. Dabei stehen vor allem die natürlichen Heilmittel wie Thermal-, Mineral- und Salzwasser sowie Heilschlamm und natürliches Kohlenstoffdioxid im Vordergrund, die seit Jahrhunderten für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften und wohltuende Wirkung bekannt sind. Ergänzend dazu können die Fitnessbereiche und Sportangebote sowie die großzügigen Wellnesseinrichtungen mit Indoor- und Outdoor-Schwimmbecken, Whirlpools, Saunen und Dampfbäder der Hotels genutzt werden. Dies fördert zudem die Durchblutung, den Stressanbau und generiert langfristig einen positiven Effekt auf den Körper.

Teilnehmende Ensana Health Spa Hotels sind beispielsweise das Centralni Lazne und das 5-Sterne-Haus Nove Lazne im tschechischen Marienbad sowie die sich in Ungarn befindenden Hotels Thermal Heviz und Thermal Aqua in Heviz und das Thermal Sarvar in Sarvar. Das Immunity Booster Programm kann bereits ab drei oder fünf Nächten gebucht werden und kostet abhängig vom ausgewählten Hotel ab 126 Euro.

Bild:Nove Lazne Bildquelle: Ensana Health Spa Hotels

Quelle:Claasen Communication GmbH

Lemke kündigt "pragmatischen Kurs" für die Grünen an

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Steffi Lemke am 25.09.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Rücktritt des Bundesvorstands der Grünen hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grünen) einen pragmatischeren Kurs der Partei angekündigt. „Es ist heute das klare Signal: Wir Grüne haben verstanden“, sagte Lemke am Mittwoch den TV-Sendern RTL und ntv im Bundestag.

„Es hat sich in unserem Land etwas geändert, darauf reagieren wir und ich bin Omid Nouripour und Ricarda Lang für diese Verantwortungsübernahme dankbar. Ich zolle ihnen großen Respekt. Das zeugt von Mut und von Verantwortung eine solche Entscheidung für sich selber zu treffen“, sagte die Grünen-Politikerin.

Auf die Frage, ob es neben personellen, auch inhaltliche Veränderungen geben werde, antwortete sie: „Das wird in den nächsten Tagen und Wochen der Fall sein, das heißt auf die Entwicklungen in unserem Land zu reagieren, mit einem pragmatischen Kurs, der aber von Werten geleitet ist“, so Lemke. „Das heißt nicht, das Programm aufzugeben, sondern auf die Entwicklungen in unserem Land pragmatisch zu reagieren.“


Foto: Steffi Lemke am 25.09.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Spahn legt Scholz und Habeck Rücktritt nahe

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Jens Spahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn, findet, mit den Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour seien die Falschen zurückgetreten. Es sei zwar bemerkenswert, dass überhaupt jemand in den Ampel-Parteien Konsequenzen aus diesem massiven Vertrauensverlust ziehe, allerdings seien es die Falschen, sagte Spahn dem TV-Sender „Welt“ am Donnerstag.

Schuld an dem Vertrauensverlust seien Olaf Scholz und Robert Habeck, die mit ihrem Chaos, ihrem Streit, ihrer ideologischen Politik so viel Vertrauen verloren hätten, dass die Grünen etwa aus drei Landtagen rausgeflogen seien, so Spahn. Die Grünen werden künftig nicht mehr im Saarland, in Thüringen und in Brandenburg im Landtag vertreten sein. Aus dem saarländischen Landtag sind die Grünen allerdings bereits 2017 und damit vor Beginn der Ampel-Koalition ausgeschieden. Bei der jüngsten Wahl zum sächsischen Landtag haben die Grünen den Einzug knapp geschafft.

„Es geht ja darum, dass überhaupt mal jemand Verantwortung übernimmt für diesen massiven Vertrauensverlust, den wir sehen, wo die Extreme, die Populisten links und rechts so viele Stimmen gewinnen können und die Ampel praktisch an Wahltagen zerschreddert wird“, sagte Spahn. Er wünsche sich, „dass der Kanzler, dass der Vizekanzler das entweder erkennen oder den Weg freimachen“.

Die ganze Ampelregierung müsse außerdem Neuwahlen ermöglichen, forderte der CDU-Politiker. Diese Regierung zerfasere geradezu, auch mit dem Rücktritt der Grünen-Spitze. Bei der FDP sei außerdem die Frage offen, wie es weitergehe. Und bei der SPD könne man nur noch Wahlen gewinnen, wenn der Kanzler versteckt werde, wie man in Brandenburg gesehen habe, so Spahn weiter. „Die Ampel ist in Auflösung, das schon seit Monaten. Und deswegen: besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende oder noch zumindest ein Jahr lang.“


Foto: Jens Spahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Ex-Agenten und Taucher bei Nord-Stream-Sabotagekommando

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Hinweisschild Nord Stream 2 (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Das Sabotage-Kommando des Sprengstoffanschlags auf die Nord-Stream-Pipelines soll laut eines Medienberichts aus mehreren ukrainischen Tauchern bestanden haben, die fast durchgängig Zivilisten sind. Die Operation soll demnach von einem Ex-Geheimdienstler angeleitet und geplant worden sein, berichtet der „Spiegel“.

Der Ukrainer habe ein Team zusammengestellt, ausgebildet und schließlich in den Einsatz geschickt, hieß es. Die Befehlsgewalt an Bord der für die Mission gecharterten Segel-Jacht soll ein Kommandosoldat gehabt haben. Zu der Crew soll noch ein Skipper und ein Helfer gehört haben.

Die knapp 300.000 Dollar teure Operation, die nach Aussagen von Insidern privat finanziert werden musste, soll angeblich dem damaligen Oberbefehlshaber der Ukraine, Walerij Saluschny, zur Autorisierung vorgelegt worden sein, behauptet der „Spiegel“. Dieser habe angeblich grünes Licht gegeben. Präsident Wolodymyr Selenskyj sei hingegen von dem Kommando nicht informiert worden, schreibt das Magazin weiter.

Dem Bericht zufolge hatte der Militärnachrichtendienst der Niederlande in einer schon im Juni 2022 verschickten Warnung der CIA und den deutschen Behörden gemeldet, ein Anschlag würde von einer Gruppe vorbereitet, die „unmittelbar“ dem ukrainischen Generalstabschef berichte. Selenskyj sollte offenbar umgegangen werden.

Saluschny bestritt später jegliche Verwicklung. Der „Washington Post“ sagte er, er habe dem höchsten US-Militär Mark Milley nach der Nord-Stream-Sabotage versichert, dass die Ukraine damit nichts zu tun habe, „überhaupt nichts“. Die Überlegungen zu der Kommandoaktion begannen laut „Spiegel“-Bericht schon Jahre vor dem russischen Angriff auf die Ukraine. Sie wurden aber nach Beginn des Krieges im Frühjahr 2022 wieder intensiviert. In einem ersten Schritt wurden Taucher gesucht, die in Tiefen von bis zu 100 Meter operieren konnten und bereit waren, große gesundheitliche Risiken auf sich zu nehmen.

Das Kalkül der Akteure war offenbar, der russischen Kriegswirtschaft schweren Schaden zuzufügen und sie dauerhaft um Milliarden-Einnahmen aus dem Gasverkauf nach Europa zu bringen. Die Gruppe betrachtete die Pipelines als legitimes militärisches Ziel. Der Generalbundesanwalt, die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt ermitteln seit zwei Jahren wegen verfassungsfeindlicher Sabotage.


Foto: Hinweisschild Nord Stream 2 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Thüringen: AfD-Politiker zog Kandidatur wegen Strategie zurück

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AfD-Fraktion im Thüringer Landtag (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Entscheidung des ursprünglichen Sonneberger AfD-Landtagskandidaten, Roland Schliewe, seine Kandidatur zugunsten des Alterspräsidenten des neu gewählten Landtags, Jürgen Treutler (AfD), zurückzuziehen, spielten strategische Erwägungen eine bedeutende Rolle. „Ich habe meine Bewerbung aufgrund von strategischen Überlegungen zurückgezogen“, sagte er der „Welt“ (Donnerstagausgaben).

Im Wahlkreis Sonneberg I hatte die AfD in Südostthüringen zunächst im Januar dieses Jahres einstimmig den Stadt- und Kreisrat Roland Schliewe als Kandidaten nominiert. Dieser soll laut der „Welt“ jedoch nur eingesetzt worden sein, um Angriffe der anderen Parteien vor der Kommunalwahl im Juni abzuwehren und eine unbeschadete Kandidatur Treutlers zu ermöglichen. Schliewe zog sich dann Mitte Juni zurück, die AfD nominierte Treutler nach.

AfD-Landeschef Björn Höcke wollte die Recherche nicht bestätigen. „Ich werde jetzt nicht aus meinem strategischen Nähkästchen plaudern“, sagte er der Zeitung. „Sie können sicher sein, dass wir als AfD Thüringen eine sehr weitreichende strategische Planung haben. Selbst wenn Jürgen Treutler seinen Wahlkreis nicht gewonnen hätte, wäre unser Abgeordneter Wolfgang Lauerwald Alterspräsident geworden.“

Am Donnerstag soll in Thüringen der neue Landtag zusammentreten. Als Alterspräsident wird Jürgen Treutler die Sitzungsleitung so lange übernehmen, bis ein neuer Landtagspräsident gewählt ist. Für dieses Amt hat die AfD als stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht. Fällt Wiebke Muhsal, die von der AfD nominiert wurde, bei der Wahl durch, hat sie einen zweiten Versuch. Scheitert sie auch dann, können neue Bewerber vorgeschlagen werden.

Ob diese Vorschläge nur von der stärksten Fraktion oder auch von anderen Fraktionen kommen dürfen, ist in der Geschäftsordnung nicht näher beschrieben. Ähnlich ist die Situation bei der Wahl des Ministerpräsidenten. Daher hat Treutler hier eine besondere Machtposition bei der Auslegung der Geschäftsordnung.

Versuche, die Geschäftsordnung noch vor der Wahl eindeutiger zu formulieren, scheiterten vor allem an der CDU. Nun versucht die Partei gemeinsam mit dem BSW durch einen Antrag zur Änderung der Geschäftsordnung obiges Szenario abzuwenden. Die geschäftsführende Präsidentin des alten Landtags, Birgit Pommer (Linke), fügte auf der Neufassung der Einladung zur Plenarsitzung den Tagesordnungspunkt noch vor dem Tagesordnungspunkt zur Wahl des Landtagspräsidenten ein.


Foto: AfD-Fraktion im Thüringer Landtag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP fordert Aus für EU-Entwaldungsverordnung

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Holzstämme (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr fordert EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf, die umstrittene Entwaldungsverordnung der EU abzuschaffen.

„Die Entwaldungsverordnung ist sicher gut gemeint, aber wahnsinnig bürokratisch“, sagte Dürr am Mittwoch dem Nachrichtenportal T-Online. „Unternehmen und Händler haben keinen blassen Schimmer, worauf sie sich einstellen müssen, weil EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit der Umsetzung nicht vorankommt.“

Anderthalb Jahre nach dem EU-Beschluss seien die Anforderungen an die Lieferanten noch immer unklar. Dürr: „Im schlimmsten Fall drohen uns leere Supermarktregale nach Weihnachten, weil viele Produkte nicht mehr in der EU verkauft werden können – und zwar nicht, weil Wälder dafür gerodet wurden, sondern weil die Unternehmen mit der Bürokratie nicht hinterherkommen. Das wäre eine Katastrophe für unsere Wirtschaft.“

Die Entwaldungsverordnung sei ein weiteres Beispiel für die „absurde, bürokratische Politik, die in den letzten Jahren von der CDU in Europa betrieben wurde“: „Frau von der Leyen will die Verordnung überprüfen, aber das reicht nicht. Sie sollte dieses neue Bürokratiemonster ganz abschaffen.“


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