Mittwoch, August 19, 2026
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1. Bundesliga: Stuttgart rettet späten Punkt in Heidenheim

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Deniz Undav (Archiv), via dts NachrichtenagenturHeidenheim (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FC Heidenheim und der VfB Stuttgart haben sich zum Anschluss des 23. Bundesliga-Spieltags mit einem 3:3-Unentschieden getrennt.

Die Partie war geprägt von zahlreichen Wendungen und VAR-Entscheidungen. Stuttgart ging früh durch Chris Führich in Führung, doch Heidenheim glich schnell durch Eren Dinkci aus. Arijon Ibrahimovic brachte die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung, bevor Maximilian Mittelstädt ebenfalls per Strafstoß den Ausgleich für Stuttgart erzielte.

In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel intensiv. Sirlord Conteh brachte Heidenheim erneut in Führung, doch Deniz Undav sicherte den Schwaben mit einem späten Treffer das Unentschieden. Beide Teams hatten in der Nachspielzeit noch Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden, doch es blieb beim 3:3.

Für Heidenheim ist das Unentschieden ein kleiner Erfolg im Abstiegskampf, während Stuttgart wichtige Punkte im Rennen um die Champions-League-Plätze liegen ließ.


Foto: Deniz Undav (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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"Ostdeutsche Allgemeine" findet zum Start guten Absatz

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ (OAZ) hat zu ihrem vielbeachteten Start offenbar guten Absatz gefunden. An vielen Bahnhofsbuchhandlungen wurde die Startauflage übers Wochenende ausverkauft.

Nach Informationen der dts Nachrichtenagentur hatte ein Zeitungskiosk am Berliner Ostbahnhof 120 Exemplare bekommen, am Sonntagmittag ging das letzte über den Tresen – zum Stückpreis von 3,90 Euro. So etwas hat es dort offenbar schon länger nicht mehr gegeben.

„Viele haben das Exemplar direkt in eine Folie gepackt, weil sie erwarten, dass es noch einmal etwas wert wird“, sagte eine Verkäuferin. Sie hoffe, dass am Montag weitere Exemplare kommen, denn den Tag über wurde weiter permanent danach gefragt.

In einer Bahnhofsbuchhandlung in Dresden-Neustadt soll die Zeitung bereits am Freitagmittag ausverkauft gewesen sein, in Leipzig gab es am Freitagabend wohl nur noch wenige Exemplare. Insgesamt ging die Zeitung mit einer Auflage von 43.000 Stücken an den Start, verteilt auf rund 7.000 Verkaufsstellen.

Die OAZ selbst teilte am Sonntag mit, „von der deutlich größeren Nachfrage überrascht“ worden zu sein. Es komme daher zu Lieferengpässen. „Wir bedanken uns für die positive Marktresonanz und sind mit unserer Distribution in Abstimmung, zeitnahe Nachlieferungen in der Fläche zu ermöglichen.“ Die Startauflage der OAZ wurde demnach zu zwei Dritteln im Osten und zu einem Drittel im Westen Deutschlands verteilt.

Die OAZ ist das erste größere Zeitungsprojekt in Deutschland seit Jahren und wird angesichts sinkender Printauflagen in der Branche mit Interesse beobachtet. Herausgeber ist Holger Friedrich, der 2019 als Branchenfremder den Berliner Verlag übernommen hatte.

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Lange verlangt für Zoll-Deal Rechtssicherheit von den USA

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Alte Industrieanlagen in den USA (Archiv), via dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange (SPD), hat eine Verabschiedung des geplanten Zollabkommens mit den USA von verbindlichen Zusagen aus Washington abhängig gemacht, dass die vereinbarten Zollsätze nicht überschritten werden.

Lange sagte dem „Spiegel“, man werde am Montag darüber sprechen, ob es nach den neuen Entwicklungen noch möglich sei, wie geplant über die Reduzierung der Zölle für US-Produkte abzustimmen. Man habe derzeit „überhaupt keine Sicherheit“, dass der Zoll-Deal auf der US-Seite Bestand hat. „Ich würde vermuten, dass wir dann sagen, da halten wir erst noch mal die Füße still und warten Rechtssicherheit ab“, sagte Lange weiter.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump hatten die Vereinbarung im Sommer bei einem Treffen im schottischen Turnberry geschlossen.

Lange sagte, es sei „klar, dass die neuen Zölle den Deal von Schottland verletzen“. Die zunächst von Trump angekündigten zehn Prozent seien zusätzliche Zölle, das gehe aus US-Rechtsakten hervor. Sie müssten daher für Produkte, die ohnehin schon mit Zöllen belegt seien, hinzugerechnet werden. Dadurch entstehe für viele Produkte eine Belastung, die höher sei, als die in Schottland vereinbarte maximale Belastung von 15 Prozent. Das Problem verschärfe sich, wenn Trump seine Ankündigung wahrmache, statt der zunächst angekündigten zehn Prozent gleich 15 Prozent zu verlangen.

„Wir brauchen eine klare rechtliche Regelung von den USA“, fordert Lange. Washington könne entsprechende Ausnahmen von den globalen Zöllen definieren, sodass der Vereinbarung Genüge getan werde. Derzeit herrsche „absolutes Chaos“ aufgrund der US-Ankündigung und es gebe „viele Fragestellungen“, die geklärt werden müssten.

Überdies verlangte Lange „eine stabile, verlässliche“ Zusage der USA, dass genau das nicht eintrete, was jetzt passiert sei – nämlich dass Zölle erhöht würden. Nötig sei eine Zusicherung, dass auch „künftig keine zusätzlichen Zölle zu erwarten“ seien. Andernfalls „kann man sicherlich nicht von unserer Seite den Deal weiter bearbeiten“, sagte er.

Der Handelsausschuss des Europaparlaments sollte am Dienstag über die Gegenleistungen der EU für den Zoll-Deal abstimmen, vor allem die komplette Abschaffung vieler Zölle, die bislang auf US-Agrar- und Industrieexporte in die EU anfallen.

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi (SPD), wertete die Entscheidung des Obersten Gerichts als „innenpolitischen Dämpfer“ für Trump in einem bedeutenden Wahljahr mit Blick auf die Midterm-Wahlen. „Ich war gerade im tiefen Süden der USA. Es gibt auch bei den Republikanern viele, die mit dieser Zollpolitik nicht einverstanden sind“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete dem „Spiegel“.

Die neu angekündigten Zölle könnten vom Präsidenten nur noch zeitlich befristet verhängt werden. „Damit wird dieses zentrale handelspolitische Druckmittel eingeschränkt“, fügte Hakverdi hinzu. Wie der Kanzler kündigte er an, die Reaktion im europäischen Rahmen eng abzustimmen. „Entscheidend ist jetzt die Geschlossenheit Europas.“


Foto: Alte Industrieanlagen in den USA (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: St. Pauli gewinnt Kellerduell gegen Bremen

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Mio Backhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der FC St. Pauli hat am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga das norddeutsche Kellerduell gegen Werder Bremen mit 2:1 gewonnen.

Die Partie begann ausgeglichen, doch St. Pauli machte aus wenigen Chancen mehr Tore als die Gäste. In der 55. Minute brachte Hauke Wahl die Hamburger in Führung, begünstigt durch Bremens Torwart Mio Backhaus. Werder konnte in der 62. Minute durch Jovan Milosevic ausgleichen, doch St. Pauli schlug schnell zurück.

In der 70. Minute erzielte Joel Chima Fujita das entscheidende Tor für die Gastgeber. Jackson Irvine bereitete den Treffer mit einem präzisen Steilpass vor, den Manolis Saliakas in den Strafraum brachte, wo Fujita den Ball ins lange Eck schoss. Werder Bremen bemühte sich um den Ausgleich, doch die Abwehr von St. Pauli stand sicher.

Das Spiel war von intensiven Zweikämpfen und Gelben Karten geprägt. Trotz der Bemühungen der Bremer blieb es beim 2:1 für St. Pauli, das damit in der Tabelle an den Werderanern vorbeizieht.


Foto: Mio Backhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DIHK-Außenwirtschaftschef wirbt für engere Kooperation mit China

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Markt in Peking (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor der Peking-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, die Volksrepublik als verlässlichen ökonomischen Partner gelobt. „China ist angesichts der Sprunghaftigkeit von US-Präsident Donald Trump momentan ein berechenbarerer Partner und Wettbewerber als Amerika“, sagte Treier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgabe).

„Angesichts der Unsicherheiten im Verhältnis zu den USA könnte es in einigen Bereichen eine engere Kooperation mit China geben.“ Treier nannte dabei Sektoren wie Umwelttechnologie, Recycling, Medizintechnik oder Kreislaufwirtschaft. „Je mehr wir das ernsthafte Gespräch mit Peking suchen und gemeinsame Interessen definieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Volksrepublik feste Zusagen macht.“

Treier räumte ein, dass die Abhängigkeit europäischer Unternehmen von kritischen Rohstoffen aus China derzeit ein Problem sei. „Bei Chinas Exportkontrollen für sehr wichtige Rohstoffe wie Seltene Erden oder Permanentmagnete sollte der Kanzler Transparenz und Planbarkeit für deutsche Unternehmen einfordern. Es geht dabei um langfristige Zusagen für die Versorgung mit kritischen Rohstoffen“, so der DIHK-Außenwirtschaftschef.

Im vergangenen Herbst hatte Peking zeitweise die Lieferungen des chinesischen Chip-Herstellers Nexperia blockiert, was die europäischen Automobil-Unternehmen fast in die Knie zwang. „Je mehr wir das ernsthafte Gespräch mit Peking suchen und gemeinsame Interessen definieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Volksrepublik feste Zusagen macht“, so Treier. „Es versteht sich von selbst, dass nichtöffentliche Gespräche erfolgversprechender sind als Megafon-Diplomatie.“

Der China-Experte Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln warf Peking derweil „massive Wettbewerbsverzerrungen“ vor. „In der Volksrepublik fließen viel mehr Subventionen als in anderen Ländern“, sagte Matthes den Funke-Zeitungen. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China 2025 auf die Rekordhöhe von 89,3 Milliarden Euro gestiegen. „Die stark unterbewertete chinesische Währung ist ein weiteres Instrument von Chinas Industriepolitik, um einheimischen Unternehmen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen“, sagte Matthes. So habe der Euro gegenüber dem Yuan seit Anfang 2020 real um mehr als 40 Prozent aufgewertet. Ein niedrig bewerteter Yuan macht für China Ausfuhren billiger und Einfuhren teurer.

„Zudem nimmt der Druck der chinesischen Regierung auf deutsche und europäische Betriebe zu, stärker vor Ort zu produzieren und Zulieferungen aus China zu beziehen“, unterstrich der IW-Experte. „Die Unternehmen tun dies zunehmend, da ihnen ansonsten der Marktzugang beträchtlich erschwert zu werden droht. Das bedeutet, dass Exporte durch Fertigungen in China ersetzt werden.“


Foto: Markt in Peking (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Karoline Schuch blickt besorgt auf Landtagswahlen im Osten

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Karoline Schuch (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Schauspielerin Karoline Schuch hat ein zwiegespaltenes Verhältnis zu ihren ostdeutschen Wurzeln.

„Ich habe das Gefühl, dass sich alles viel unsicherer anfühlt als in meiner Jugendzeit“, sagte die 44-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die kommenden Landtagswahlen in zwei ostdeutschen Bundesländern erfüllen mich mit Sorge.“ Gleichzeitig sei sie „hoffnungsvoll, dass wir einen ganz guten Weg finden können“.

Schuch, die bis zu ihrem 18. Lebensjahr in der DDR lebte, hob die Bedeutung der Gemeinschaft hervor: „In Mecklenburg-Vorpommern erlebe ich zum Beispiel viele kleine Initiativen, die mehr Gemeinschaft stiften“, sagte die Schauspielerin. An solchen Begegnungen merke man, „dass der Dissens in der Gesellschaft gar nicht so groß ist“. Wenn sie Menschen aus Ostdeutschland treffe, spüre sie nicht selten eine „gewisse und manchmal auch besondere Verbundenheit“. Obgleich sie auch mit der „Ostdeutsch-Tümelei“ hadere: „Weil ich eben auch weiß, wie viel Unrecht in der DDR passiert ist.“


Foto: Karoline Schuch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Leverkusen empfängt im DFB-Pokal-Halbfinale die Bayern

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Bayern-Spieler (Archiv), via dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Im Halbfinale des DFB-Pokals trifft Bayern München auswärts auf Bayer Leverkusen. Im zweiten Halbfinale kommt es zum Baden-Württemberg-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg, wie die Auslosung am Sonntag ergab.

Als „Losfee“ fungierte im Mainzer ZDF-Sportstudio Rodel-Doppelolympiasieger Max Langenhan, als Ziehungsleiter fungierte DFB-Vizepräsident Peter Frymuth.

Das Halbfinale im DFB-Pokal der Männer wird am 21. und 22. April 2026 ausgetragen. Das große Finale im Berliner Olympiastadion findet am 23. Mai 2026 statt.


Foto: Bayern-Spieler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Airbus hat Satelliten-Pläne für Deutschland

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Airbus-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturTaufkirchen (dts Nachrichtenagentur) – Airbus bringt sich in Stellung für das größte deutsche Weltraumprojekt aller Zeiten, die bis zu zehn Milliarden Euro teure Bundeswehr-Konstellation SATCOMBw 4.

Um bei der Auftragsvergabe für die mindestens 100 Satelliten im erdnahen Orbit (Leo) zum Zuge zu kommen, bietet der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern eine Produktion in Deutschland an: „Airbus ist bereit, eine neue Endmontagelinie für Leo-Satelliten in Deutschland aufzubauen“, sagte der Leiter des institutionellen Raumfahrtgeschäfts der Rüstungs- und Raumfahrtsparte von Airbus, Wolfgang Dürr, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe).

Dabei wirbt Airbus mit seiner schon heute bestehenden Expertise in der Serienfertigung von Leo-Satelliten, etwa für die Oneweb-Konstellation von Eutelsat. Eine neue Endmontagelinie zur Produktion von weiteren 440 Oneweb-Satelliten soll an diesem Montag in Toulouse ihren Betrieb aufnehmen.

„Zeit ist ein Faktor, und wir können schnell reagieren“, sagte Dürr. Die geplante Überführung des Satellitengeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen mit den Wettbewerbern Thales aus Frankreich und Leonardo aus Italien soll nichts daran ändern. Unabhängig von diesem Vorhaben „bedienen wir nationale Anforderungen und behalten wir auch in Zukunft starke nationale Säulen bei“, so der Airbus-Manager.

„Unser Angebot für SATCOMBw 4 ist, dass der wesentliche Teil der Wertschöpfung auf Deutschland entfällt“, sagte Dürr weiter. Bei den Satelliten für das SATCOMBw 3-Programm, für deren Bau Airbus vor zwei Jahren den Zuschlag erhalten hat, seien es mehr als zwei Drittel gewesen.

Neben Airbus könnte bei SATCOMBw 4 unter anderem ein Konsortium aus dem Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall und dem Bremer Satellitenbauer OHB zum Zuge kommen. Die Angebotsaufforderung für dieses Großprojekt wird in Kürze erwartet. Airbus beschäftigt aktuell rund 9.000 Mitarbeiter in der Raumfahrt, davon etwa 3.600 in Deutschland. Die lange Zeit kriselnde Rüstungs- und Raumfahrtsparte hat nach Angaben von Finanzvorstand Thomas Toepfer „einen echten Turnaround hingelegt“.


Foto: Airbus-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wegner wirft Pro-Palästina-Aktivisten "Israel-Hass" vor

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Kai Wegner am 20.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat nach israelkritischen Äußerungen bei der Berlinale scharfe Kritik an Anti-Israel-Aktivisten geübt. Den sich als Pro-Palästina-Aktivisten Inszenierenden gehe es nicht um Menschenrechte: „Es geht ihnen nicht um Dialog, nicht um Frieden, nicht um differenzierte Kritik. Es geht ihnen allein um Israel-Hass“, sagte Wegner der „Bild“.

Hintergrund ist eine Rede des syrisch-palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib, der der Bundesregierung vorwarf, „Partner des Völkermords“ im Gazastreifen zu sein. Alkhatibs Film „Chronicles from the Siege“ war als bestes Spielfilmdebüt ausgezeichnet worden.

Die Aktivisten hätten die Preisverleihung missbraucht, „um pauschale Schuldzuweisungen und ihre Doppelmoral zu verbreiten, demokratische Institutionen zu diffamieren und moralische Tribunale zu inszenieren“, so der CDU-Politiker weiter.

Zugleich stellte sich Wegner ausdrücklich hinter die Festivalleitung. Tricia Tuttle und Wim Wenders hätten „alles dafür getan, um dem Festival einen würdigen Rahmen zu geben“ und mit „Feingefühl, Offenheit und Dialogbereitschaft“ durch das Festival geführt. Damit trügen sie entscheidend dazu bei, dass die Berlinale nach ihrer schweren Krise wieder auf dem richtigen Weg sei.

„Der offen zur Schau gestellte Israel-Hass steht im direkten Widerspruch zu dem, wofür dieses Festival steht – und zu dem, wofür Berlin steht: Freiheit der Kunst, universelle Menschenrechte und eine klare Haltung gegen Hass in jeder Form“, sagte Wegner.


Foto: Kai Wegner am 20.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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SPD reagiert reserviert auf CDU-Steuerkonzept

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Abstimmung auf CDU-Parteitag am 20.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Parteitagsbeschluss der CDU zur Entlastung von Gutverdienern stößt beim Koalitionspartner SPD auf Vorbehalte.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Wiebke Esdar, sagte der „Welt“, die schwarz-rote Koalition habe sich für das neue Jahr vorgenommen, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen. So auch die Frage, wie die große Haushaltslücke in der Finanzplanung gerecht geschlossen werden könne. „Gerade vor diesem Hintergrund erwarte ich bei allen in die öffentliche Diskussion geworfenen Vorschlägen, dass eine entsprechende Gegenfinanzierung dann auch immer mitgedacht und mitgenannt wird.“

Die CDU will, dass der Spitzensteuersatz in der Einkommensteuer künftig erst ab einem Jahresgehalt von 80.000 Euro greift, statt bisher bereits ab 68.000 Euro.

Der AfD-Finanzpolitiker Kay Gottschalk unterstützte den Vorstoß der CDU: „Heute zahlt ein Facharbeiter bereits mit dem 1,3-Fachen des Durchschnittseinkommens den Spitzensteuersatz.“ Dies sei demotivierend. „Gleichzeitig werden mit diesem CDU-Vorschlag Unternehmer in Rechtsform der Personengesellschaft entlastet.“ Dennoch sei der Plan nur Stückwerk. Die AfD fordere eine grundsätzliche Steuerreform mit 25 Prozent auf das Einkommen und höheren Grundfreibeträgen von 15.000 Euro und für Kinder von 12.000 Euro. „Zudem muss endlich der Solidaritätszuschlag komplett abgeschafft werden.“

Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch, attackierte die Union scharf: „Die CDU beschimpft seit Monaten die arbeitende Bevölkerung und beschließt dann Steuersenkungen, die genau diesen Menschen quasi null zugutekommen.“ Pflegekräfte, Busfahrer oder Verkäufer bekämen von der CDU Beschimpfungen statt steuerliche Entlastung. Von den rund zehn Milliarden Euro, die eine derartige Steuersenkung an Einnahmeeinbußen für den Staat bedeuten, gingen etwa zwei Drittel an die obersten zehn Prozent im Land. „Die unteren 70 Prozent erhalten so gut wie nichts“, sagte Audretsch der „Welt“. „So macht man Politik gegen die Menschen im Land.“

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Janine Wissler, hält das Vorhaben der CDU für unzureichend. Das Ziel, den sogenannten Mittelstandsbauch abzuflachen und die kalte Progression zu entschärfen, sei richtig. Als Einzelmaßnahme führe das spätere Greifen des Spitzensteuersatzes aber vor allem zu einer Entlastung der obersten zehn Prozent, kritisierte Wissler. Die würden laut Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung von der Gesamtentlastungssumme 5,6 Milliarden erhalten. „Auf die breite Masse, nämlich 70 Prozent der Betroffenen, entfielen im Vergleich lächerliche sechs Prozent. Das ist Umverteilung nach oben und klassische CDU-Klientelpolitik für Menschen mit hohen Einkommen.“


Foto: Abstimmung auf CDU-Parteitag am 20.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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