Samstag, November 7, 2026
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1. Bundesliga: Leverkusen lässt in Kiel nichts anbrennen

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Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Am 23. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Holstein Kiel zuhause gegen Bayer 04 Leverkusen mit 0:2 verloren.

Der amtierende Deutsche Meister riss das Heft des Handelns von Beginn an an sich und belohnte sich früh: In der neunten Minute konnte Weiner eine Adli-Flanke nicht richtig abwehren, Schick bedankte sich und schob aus kurzer Distanz trocken ein.

Die Störche fanden fast nicht statt, hatten in der 22. Minute aber dennoch die große Chance zum Ausgleich: Knudsen wurde ins Duell mit Kovar geschickt, der beim Herauseilen aber schlimmeres verhindern konnte.

In der 45. Minute schickte Wirtz auf der Gegenseite Adli auf die Reise und der Stürmer traf über Weiner hinweg ins Netz. Zur Pause führte die Alonso-Elf somit hochverdient gegen teils überforderte Norddeutsche.

Im zweiten Abschnitt verlegte sich Bayer 04 auf Spielkontrolle und verwaltete das Ergebnis, was angesichts zahnloser Gastgeber reibungslos funktionierte.

In der 53. Minute prüfte Tapsoba aus der Distanz nochmal Weiner, ansonsten plätscherte die Partie aber ihrem Ende entgegen. Kurz vor Schluss ließ Wirtz in der 84. Minute noch das 3:0 vor dem Keeper liegen, unter dem Strich stand aber ein überzeugender Sieg für die Werkself.

Damit schließt Leverkusen wieder bis auf fünf Zähler zu Tabellenführer Bayern München auf, Kiel bleibt Schlusslicht.

In den Parallelspielen der 1. Bundesliga spielte Wolfsburg gegen Bochum 1:1 unentschieden, Mainz siegte mit 2:0 gegen St. Pauli und Gladbach verlor mit 0:3 gegen Augsburg.


Foto: Edmond Tapsoba (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gysi: "Ohne die Linke gibt es keine linken Argumente im Bundestag"

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Gregor Gysi (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Urgestein Gregor Gysi hat unmittelbar vor der Bundestagswahl die Bedeutung seiner Partei für das politische Spektrum hervorgehoben. „Ohne die Linke gibt es keine linken Argumente im Bundestag. Und ohne linke Argumente im Bundestag, gibt es sie auch nicht in den Medien“, sagte er am Samstag.

Der Initiator der „Mission Silberlocke“ sagte, eine reine „Debatte zwischen Mitte und Rechtsaußen“ müsse verhindert werden. Die Linke müsse „gestärkt“ in den Bundestag einziehen, um gegenüber starken rechten Parteien einen „Gegenpol“ zu bilden.

Gysi sieht es aber auch für sich persönlich als wichtig an, wieder in den Bundestag einzuziehen: „Wenn ich wirklich in den Bundestag einziehen sollte, dann bin ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Alterspräsident des Bundestages“, so der langjährige Berliner Abgeordnete. Als Dienstältester hätte er dann etwa das Privileg, eine Rede ohne Redezeitbegrenzung zu halten.

Sahra Wagenknecht habe suggeriert, ihr Austritt werde die Linke „zerstören“, so Gysi. „Und ich bin sehr glücklich, dass es ihr nicht gelungen ist“, sagte er. Aktuellen Umfragen zufolge muss das BSW sogar noch um den Einzug in den Bundestag bangen, während der Linken zum Teil neun Prozent Zustimmung bescheinigt werden.


Foto: Gregor Gysi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: KSC dreht Partie gegen Magdeburg

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Fußball (Archiv), via dts NachrichtenagenturKarlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Am 23. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Magdeburg beim Karlsruher SC 1:3 verloren.

Dabei schien der FCM im ersten Durchgang alles im Griff zu haben. Nach rund einer halben gespielten Stunde konnten sich die Gäste auch für ihre Dominanz in Person von Baris Atik belohnen. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Nicolai Rapp im Anschluss an eine Ecke wieder auf Gleichstand.

Die Badener kamen nach dem Seitenwechsel besser aus der Kabine und drehten in der 48. Minute das Spiel. Christoph Kobald traf per Kopf zum 2:1. Marvin Wanitzek erhöhte in der 69. Minute mit seinem neunten Saisontor. Zudem flog Atik in der Nachspielzeit noch mit Gelb-Rot vom Platz.

In einer Woche bestreitet der KSC das Abendspiel gegen den 1. FC Köln. Am Sonntag empfangen die Magdeburger dann den SV Darmstadt 98.

Die weiteren Ergebnisse vom Nachmittag: SSV Ulm – SV Elversberg 0:0 und Preußen Münster – Jahn Regensburg 2:0.


Foto: Fußball (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Attacke am Holocaust-Mahnmal: Klein warnt vor Instrumentalisierung

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Felix Klein (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat sich erschüttert nach der mutmaßlich antisemitischen Messerattacke am Holocaust-Mahnmal geäußert.

„Die Tat macht nicht nur erneut die tödliche Gefahr von Judenhass deutlich, sondern zeigt auch, dass jeder Mensch Opfer einer antisemitischen Gewalttat werden kann“, sagte Klein dem Tagesspiegel. Der Täter gehöre vor Gericht gestellt und nach Verbüßung seiner Haftstrafe abgeschoben. „Ich warne aber dringend davor, die Tat für populistische Zwecke zu instrumentalisieren“, sagte Klein einen Tag vor der Bundestagswahl.

Am Freitagabend hatte mutmaßlich ein 19-jähriger Syrer mit einem Jagdmesser einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin-Mitte schwer verletzt. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte am Samstag mit, sie gehe von einem antisemitischen Motiv aus. Ilan Kiesling, Sprecher der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, verurteilte die Messerattacke scharf: „Diese grausame Tat zeigt einmal mehr, dass der mörderische Islamismus zum Alltag in Deutschland geworden ist. Und er richtet sich schon lange nicht mehr nur gegen jüdische Menschen, sondern kann jeden in unserem Land treffen“, sagte er dem Tagesspiegel.

Auch die Politik reagierte auf die Tat. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte: „Die Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal ist ein abscheuliches und brutales Verbrechen. Wir müssen von einem antisemitischen Hintergrund ausgehen – und das am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, einem Ort der Mahnung und Erinnerung.“ Der Täter müsse „mit aller Härte des Gesetzes“ bestraft und direkt aus der Haft abgeschoben werden, forderte die Ministerin. „Wir werden alle Wege nutzen, um Gewalttäter wieder nach Syrien abzuschieben. Wer solche Taten begeht und den Schutz in Deutschland aufs Widerwärtigste missbraucht, der hat jedes Recht verwirkt, in unserem Land zu sein.“ Dem Verletzten wünsche sie, „dass er wieder gesund werden kann“, so Faeser.

Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte: „Was für eine schreckliche Tat. Ich wünsche dem Verletzten rasche Genesung und jenen, die diese Tat mit ansehen mussten, viel Kraft. Antisemitismus ist die Schande dieses Landes und gehört mit allen Mitteln bekämpft. Und zwar jeglicher Antisemitismus. Es darf da keine blinden Flecken geben.“

„Ein versuchtes Tötungsdelikt mit dem Verdacht einer antisemitischen Motivation gerade am Denkmal für die ermordeten Juden Europas – das ist unerträglich“, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) dem Tagesspiegel. Sie dankte den Rettungs- und Einsatzkräften. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann kündigte Konsequenzen an: „Wieder ein Messerangriff, wieder wurden Menschen verletzt. So kann und darf es nicht weitergehen“, sagte Linnemann dem Tagesspiegel. Und weiter: „Betroffenheit und leere Worte helfen nicht, es braucht jetzt rasch einen Politikwechsel in der Migrationspolitik. Und die Union wird ihn zur Koalitionsbedingung machen.“


Foto: Felix Klein (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Aiwanger verteidigt Vance-Rede

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JD Vance (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der Freien Wähler und Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl, hat die umstrittene Rede des US-Vizepräsidenten J. D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz verteidigt und kritisiert, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland zunehmend eingeschränkt werde.

„Ich versuche, objektiv zu bleiben und immer auch die Brille des Anderen aufzusetzen“, sagte Aiwanger dem Nachrichtenportal T-Online. „Ich habe schon deutlich vor der Wahl von Trump und Vance kritisiert, dass mir die Verbotspolitik der Grünen zum Beispiel beim Heizgesetz gegen den Strich geht“, so Aiwanger weiter. Zudem hätten „woke Gesinnungsgenossen die Meinungsfreiheit Stück für Stück eingeschränkt“. Er verwies auf den Umgang mit Kritikern der Corona-Politik: „Wer gegen den Impfdruck war und gesagt hat, dass Nebenwirkungen möglich sind, wurde als Verschwörungstheoretiker abgestempelt.“

Zur Bedrohung Europas sagte Aiwanger: „Natürlich ist Russland mit dem militärischen Vorstoß die größere Bedrohung.“ Dennoch gebe es hausgemachte Probleme: „Die innere Spaltung Europas und die zunehmende Unzufriedenheit der Bürger mit den europäischen Institutionen sind nicht vom Himmel gefallen und bedrohen die Zukunft Europas.“ Verantwortlich seien Maßnahmen wie der Green Deal oder „wirtschaftsfeindliche“ EU-Vorgaben. „Die europäische Politik muss wieder bürgernäher werden.“

Mit Blick auf politische Debatten kritisierte Aiwanger das Vorgehen der Grünen: „Namhafte Grüne zeigen ihre Kritiker sehr inflationär an, wenn sie sich beleidigt fühlen, obwohl sie früher selbst sehr robust gegen die Regierenden aufgetreten sind.“ Auf die Frage, ob Beleidigungen angezeigt werden sollten, sagte er: „Es kommt drauf an. Was ist wirklich eine Beleidigung und was muss ich als Politiker als Kritik aushalten?“ Er selbst habe „wenigstens bisher noch niemanden angezeigt, obwohl ich von der Polizei fast täglich Schriftstücke bekomme, in denen mich Leute beleidigt haben sollen und ich entscheiden soll, ob ich das anzeigen möchte“.


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Insa: Union knapp unter 30 Prozent – BSW und FDP müssen zittern

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Friedrich Merz am 18.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der letzten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ unmittelbar vor der Bundestagswahl steht die Union am Sonntag vor einem klaren Wahlsieg, muss aber um ein Ergebnis von mehr als 30 Prozent bangen.

So wollen 29,5 Prozent der Befragten für CDU oder CSU stimmen, das ist ein Minus von 0,5 Prozentpunkten zur Umfrage von Anfang der Woche. Klar auf Platz 2 steht laut der Insa-Umfrage mit unverändert 21 Prozent die AfD, die SPD folgt abgeschlagen mit erneut 15 Prozent.

Die Grünen können laut Meinungstrend am Sonntag mit 12,5 Prozent rechnen (-0,5 Prozent), die Linke mit 7,5 Prozent (+0,5 Prozent). Um den Einzug in den Bundestag zittern müssen die neue Wagenknecht-Partei BSW mit unverändert 5 Prozent sowie die FDP, die sich um 0,5 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent verbessern kann. Sonstige Parteien wollen 5 Prozent wählen.

Die Umfrage wurde am Donnerstag und Freitag dieser Woche unter 2.005 ausgewählten Befragten durchgeführt.


Foto: Friedrich Merz am 18.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Angriff an Holocaust-Mahnmal: Ermittler gehen von Antisemitismus aus

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Holocaust-Mahnmal in Berlin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem am Berliner Holocaust-Mahnmal ein Mann bei einem Messerangriff am Freitag schwer verletzt worden war, gehen die Ermittler nun von einem antisemitischen Motiv aus.

Seit einigen Wochen soll im Festgenommenen der Plan gereift sein, Juden zu töten, teilten die Berliner Polizei sowie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Samstag gemeinsam mit. Der Beschuldigte habe entsprechende Äußerungen gegenüber der Polizei getätigt, hieß es weiter. Vor diesem Hintergrund soll auch die Auswahl des Tatortes erfolgt sein.

Laut den Behörden sollen Zusammenhänge mit dem Nahostkonflikt bestehen. Dass der 19-jährige Syrer bei seiner Festnahme in seinem Rucksack einen Gebetsteppich, einen Koran, einen Zettel mit Versen aus dem Koran, versehen mit dem gestrigen Datum, und die mutmaßliche Tatwaffe mit sich trug, deute auf eine „religiöse Motivation“ hin, so die Polizei weiter.

Der Beschuldigte soll einen klaren Eindruck gemacht haben und kooperativ gewesen sein. Ob eine psychische Erkrankung vorliege, sei Gegenstand der Ermittlungen. Anhaltspunkte für Verbindungen zu anderen Personen oder Organisationen lägen bisher nicht vor. Der Beschuldigte sei in Berlin bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten und dort weder polizei- noch justizbekannt. Er werde am Samstag einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung haben der Polizeiliche Staatsschutz und eine Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin übernommen. „Aufgrund der Bedeutung des Falls“ hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen an sich gezogen, teilte die Behörde mit.

Am Freitagabend hatte der Beschuldigte nach bisherigem Erkenntnisstand im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas einen 30 Jahre alten Spanier, der sich als Tourist in Berlin aufhält, mit einem Messer angegriffen, nachdem er sich diesem von hinten genähert haben soll.

Der Angegriffene erlitt dadurch lebensgefährliche Verletzungen am Hals. Anschließend flüchtete der Angreifer. Nur durch das schnelle Eingreifen von Rettungskräften und eine Notoperation, nach der er für einige Zeit in ein künstliches Koma versetzt werden musste, konnte sein Leben gerettet werden. Er befindet sich laut Polizeiangaben mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.

Während der am Ort laufenden Polizeimaßnahmen lief der mutmaßliche Angreifer gegen 20:45 Uhr auf Polizeikräfte zu. Dabei bemerkten diese die blutverschmierten Hände und die mit Blut beschmutzte Hose des Tatverdächtigen und nahmen ihn fest.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 19 Jahre alten Syrer, der 2023 als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling, also ohne seine Eltern, nach Deutschland gekommen sein soll und hier Asyl beantragt hatte. Das wurde ihm anerkannt, sodass er sich legal in Deutschland aufhält. Seinen Wohnsitz hat er in Leipzig, so die Beamten.


Foto: Holocaust-Mahnmal in Berlin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung nahm 140 palästinensische Ortskräfte aus Gaza auf

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Palästinenser-Fahne (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Gaza (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat seit November 2023 mehr als 180 staatenlose Palästinenser inklusive ihrer Familienangehörigen aus dem Gazastreifen nach Ägypten evakuiert und mehr als 140 in Deutschland aufgenommen.

Es handelt sich bei den Palästinensern um lokale Mitarbeiter deutscher Einrichtungen im Gazastreifen, wie das Auswärtige Amt auf „Welt“-Anfrage mitteilte. Die Aufnahme erfolgte demnach nach § 22 Satz 2 AufenthG durch das Bundesinnenministerium.

In dem Gesetz heißt es: „Einem Ausländer kann für die Aufnahme aus dem Ausland aus völkerrechtlichen oder dringenden humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. Eine Aufenthaltserlaubnis ist zu erteilen, wenn das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat oder die von ihm bestimmte Stelle zur Wahrung politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland die Aufnahme erklärt hat.“

Sicherheit habe in allen Visa- und Aufnahmeverfahren oberste Priorität, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. „Die Erklärung einer Aufnahme setzt voraus, dass die strengen Aufnahme- und Sicherheitskriterien erfüllt werden. Im Rahmen des Ausreiseverfahrens werden die Sicherheitsbehörden beteiligt und Sicherheitsinterviews durchgeführt.“ Ein Visum werde nur erteilt, wenn alle Verfahrensschritte erfolgreich durchlaufen worden seien. Seit November 2023 holte die Bundesregierung zudem über 600 deutsche Staatsangehörige, inklusive ihrer Familienangehörigen, aus dem Gazastreifen, hieß es aus dem Auswärtigen Amt.


Foto: Palästinenser-Fahne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Weitere vier Hamas-Geiseln freigekommen

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Erinnerung an von der Hamas entführte Geiseln im Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturRafah/Nuseirat (dts Nachrichtenagentur) – Die Hamas hat am Samstag in Nuseirat im Gazastreifen vier weitere, größtenteils beim Überfall vom 7. Oktober 2023 aus Israel verschleppte Geiseln an das Rote Kreuz übergeben.

Wie bei den Freilassungen üblich, wurden drei der vier Männer zuvor von vermummten und bewaffneten Hamas-Terroristen auf einer Bühne präsentiert. Bei der vierten Person, einem arabischen Israeli, verzichteten die Islamisten auf diese Vorführung.

Zuvor waren am Vormittag in Rafah zwei Männer aus der Geiselhaft entlassen worden. Von den insgesamt sechs Freigekommenen befanden sich zwei Personen bereits seit über zehn Jahren in den Händen der Hamas. Im Gegenzug will Israel im Laufe des Tages knapp 600 inhaftierte Palästinenser freilassen.

Zuletzt waren am Donnerstag drei Leichnamen von Entführten an Israel übergeben worden. Neben einem Vierjährigen und dessen knapp zehn Monate altem Bruder sollte auch die Leiche der Mutter mit überführt werden. Doch nach der Übergabe stellte sich heraus, dass es sich um eine andere Frauenleiche handelt. Die Hamas sprach von einer versehentlichen Verwechslung. Anschließend wurden die tatsächlichen sterblichen Überreste der Mutter doch noch übergeben, wie von israelischer Seite am Samstag bestätigt wurde.

Nach einer Obduktion hieß vom israelischen Militär, dass die drei Geiseln in der Gefangenschaft durch die Hamas getötet worden seien. Die Islamisten machten dagegen israelische Luftangriffe für den Tod der Geiseln verantwortlich.


Foto: Erinnerung an von der Hamas entführte Geiseln im Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Großes Sparpotenzial bei Ladestrom für Elektroautos

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E-Auto Ladestation (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Beim Laden von Elektroautos an der heimischen Wallbox können Haushalte von diesem Jahr an viel Geld sparen. Das zeigt eine Studie der Beratungsfirma Neon des Berliner Professors Lion Hirth im Auftrag des Versorgers Rabot Energy, über die der „Spiegel“ berichtet.

Ein Hebel sind dynamische Stromtarife, bei denen sich die Kosten stündlich neu am Großhandelsmarkt orientieren, wo die Preise sehr schwanken. Wer den Ladezeitpunkt geschickt wählt, kann die Kosten laut Studie um 33 Prozent senken, im Vergleich zu einem standardmäßigen Laden zum Festpreis.

Die Rechnung basiert auf Strompreisen des Jahres 2023 und geht exemplarisch vom Fahrprofil einer Berufspendlerin mit einem VW ID.3 aus. Seit diesem Jahr müssen alle Stromversorger dynamische Tarife anbieten. Allerdings fallen auch bei diesen Tarifen noch Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen an.

Von April an müssen Netzbetreiber Haushalten mit steuerbaren Wallboxen zudem zeitvariable Netzentgelte anbieten. Das bedeutet, dass zu unterschiedlichen Stunden unterschiedliche Preisstufen gelten. Nehmen E-Auto-Besitzer diesen Anreiz mit, steigt das Sparpotenzial laut der Studie auf bis zu 68 Prozent.


Foto: E-Auto Ladestation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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