Sonntag, April 26, 2026
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Bundesregierung deutet "Reaktionen" auf US-Grönland-Strafzoll an

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Bundeskanzleramt im Januar 2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, gegen Dänemark, Deutschland und andere europäische Länder Strafzölle zu verhängen, bis ein Verkauf von Grönland erfolgt, hat das Kanzleramt relativ schnell reagiert – wenn auch diplomatisch-zurückhaltend.

„Die Bundesregierung hat die Äußerungen des US-Präsidenten zur Kenntnis genommen“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Samstagabend. Man befinde sich „in engster Abstimmung mit den europäischen Partnern“. Der Regierungssprecher weiter: „Gemeinsam werden wir zur gegebenen Zeit über geeignete Reaktionen entscheiden.“

Trump will ab dem 1. Februar für alle Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland einen Zoll von 10 Prozent erheben. Am 1. Juni soll sich der Tarif dann sogar auf 25 Prozent erhöhen. „Dieser Zoll ist so lange fällig und zu entrichten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf Grönlands erzielt ist“, sagte Trump am Samstag.


Foto: Bundeskanzleramt im Januar 2026, via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Samstag (17.01.2026)

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Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 12, 21, 22, 37, 46, 49, die Superzahl ist die 1. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 2502474. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 465003 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.

Nach unterschiedlichen Statistiken spielen rund 10-20 Millionen Deutsche jede Woche Lotto. Innerhalb eines Jahres beteiligen sich über 20 Millionen Deutsche mindestens einmal an dem Gewinnspiel.


Foto: Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

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Trump kündigt wegen Grönland Strafzoll für Deutschland und andere Länder an

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Washington: Trump kündigt wegen Grönland Strafzoll für Deutschland und andere Länder an. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

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1. Bundesliga: Dortmund gewinnt glücklich gegen St. Pauli

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Julian Brandt (Archiv), via dts NachrichtenagenturDortmund (dts Nachrichtenagentur) – Am 18. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund glücklich 3:2 gegen den FC St. Pauli gewonnen. Der Favorit aus Dortmund hatte zunächst lange Zeit das Geschehen bestimmt, hätte aber fast einen Punkt abgeben müssen.

Die Hamburger hatten sich der Anfangsphase weit zurückgezogen und auf Umschaltmomente gelautert, versuchten es immer wieder mit langen Bällen über die rechte Seite. Die erste größere Möglichkeit hatte aber Dortmund nach gut zehn Minuten, als eine Hereingabe von rechts im Strafraum bei Julian Brandt landete, dessen Abschluss jedoch noch auf der Linie geklärt wurde. Wenig später prüfte Brandt den gegnerischen Torwart per Freistoß, verfehlte das Tor aber knapp.

Die Hamburger meldeten sich im weiteren Verlauf zunehmend an und wurden vor allem über schnelle Gegenstöße gefährlich. Ein Abschluss von Pereira Lage zwang Gregor Kobel zu einer Parade am kurzen Pfosten, zudem sorgten mehrere Standards für Unruhe im Dortmunder Strafraum. Insgesamt blieb die Partie in der ersten Hälfte jedoch arm an klaren Torchancen, da Dortmund das Tempo häufig herausnahm und St. Pauli defensiv gut organisiert stand.

Kurz vor der Pause schlug der BVB dann doch noch zu. Karim Adeyemi setzte sich auf der rechten Seite mit Tempo durch und zog bis zur Grundlinie. Seine flache Hereingabe rauschte an Freund und Feind vorbei, ehe Julian Brandt im Fünfmeterraum richtig stand und den Ball aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung über die Linie drückte. Mit diesem Treffer ging Dortmund etwas schmeichelhaft, aber effizient in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber deutlich entschlossener. Dortmund spielte schneller nach vorne, zog das Spiel in die Breite und kam früh zu einem weiteren Erfolgserlebnis. Nach einem Ballgewinn landete das Leder bei Fábio Silva, der in die Tiefe geschickt wurde, sich im Laufduell behauptete und kurz vor dem Strafraum querlegte. Karim Adeyemi nutzte den freien Raum und schob den Ball aus rund 16 Metern flach zum 2:0 ein, während St. Paulis Torhüter bereits herausgeeilt war.

Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie entschieden, doch St. Pauli gab sich nicht auf. Die Gäste wechselten frische Kräfte ein und setzten nun verstärkt auf Standardsituationen. Diese Taktik zahlte sich aus: Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld brachte Eric Smith den Ball hoch in den Strafraum, wo sich James Sands im Kopfballduell durchsetzte und den Ball platziert ins lange Eck verlängerte. Der Anschlusstreffer zum 2:1 verlieh den Hamburgern neuen Mut.

Dortmund wirkte nun verunsichert und hatte vor allem bei ruhenden Bällen Probleme. St. Pauli blieb dran und belohnte sich wenig später erneut. Wieder war es ein Standard von der rechten Seite, den Smith gefährlich in den Strafraum schlug. Joker Ricky Jade-Jones löste sich geschickt von seinem Gegenspieler, nahm den Ball aus vollem Lauf direkt und vollendete per Volley extrem sehenswert ins lange Eck zum 2:2-Ausgleich.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Dortmund brachte mit mehreren Wechseln frische Offensivkräfte und erhöhte den Druck deutlich. Der BVB schnürte die Gäste zeitweise um den Strafraum ein, kam unter anderem durch Distanzschüsse und Eckbälle zu weiteren Möglichkeiten, scheiterte jedoch entweder an der eigenen Ungenauigkeit oder an St. Pauli-Keeper Nikola Vasilj. Die Hamburger verteidigten am Ende etwas zu leidenschaftlich – ein von Emre Can in der sechsten Minute der Nachspielzeit verwandelter Elfmeter brachte den Sieg für den BVB.

Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Hoffenheim – Leverkusen 1:0, Köln – Mainz 2:1, HSV – Gladbach 0:0 und Wolfsburg – Heidenheim 1:1. Am Abend treffen RB Leipzig und der FC Bayern München aufeinander.


Foto: Julian Brandt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump belegt Teilnehmerländer von Grönland-Mission mit Strafzoll

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump will gegen die Teilnehmerländer an der aktuellen Grönland-Mission einen Strafzoll verhängen. Ab dem 1. Februar werde für alle Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland ein Zoll von 10 Prozent erhoben, teilte Trump am Samstag auf seiner eigenen Plattform „Truth Social“ mit.

Am 1. Juni erhöhe sich der Tarif dann sogar auf 25 Prozent. „Dieser Zoll ist so lange fällig und zu entrichten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf Grönlands erzielt ist.“

Die Vereinigten Staaten bemühten sich seit über 150 Jahren um diese Transaktion, so Trump weiter. „Viele Präsidenten haben es versucht, und das aus gutem Grund, doch Dänemark hat sich stets geweigert.“ Angesichts moderner Waffensysteme sei der Erwerb Grönlands nun aber besonders dringlich.

Trump schreibt: „Hunderte Milliarden Dollar werden derzeit für Sicherheitsprogramme im Zusammenhang mit `The Dome` ausgegeben, unter anderem zum möglichen Schutz Kanadas. Dieses hochentwickelte, aber äußerst komplexe System kann sein volles Potenzial und seine maximale Effizienz nur dann entfalten, wenn dieses Land einbezogen wird. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind sofort bereit, mit Dänemark und/oder jedem dieser Länder, die trotz all unserer jahrzehntelangen Bemühungen um ihren Schutz so viel aufs Spiel gesetzt haben, Verhandlungen aufzunehmen.“

Man habe Dänemark und alle Länder der Europäischen Union sowie andere Staaten jahrelang subventioniert, indem man keine Zölle oder sonstige Vergütungen erhoben habe. „Nach Jahrhunderten ist es nun an der Zeit, dass Dänemark etwas zurückgibt – der Weltfrieden steht auf dem Spiel“, so der US-Präsident. China und Russland beanspruchten Grönland für sich, und Dänemark könne nichts dagegen tun. „Sie haben derzeit zwei Hundeschlitten zu ihrem Schutz, einer davon wurde kürzlich hinzugefügt.“ Nur die Vereinigten Staaten von Amerika unter Präsident Donald J. Trump könnten in diesem Spiel mitmischen – schreibt Trump.

Die aktuelle Grönland-Mission, an der auch Deutschland beteiligt ist, bezeichnet Trump als „gefährliches Spiel“. Es sei „unerlässlich, zum Schutz des Weltfriedens und der globalen Sicherheit entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um diese potenziell gefährliche Situation schnell und unmissverständlich zu beenden“, so Trump.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verbraucher-Schlichtung: Nur jeder Dritte kennt das Angebot

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Verbraucherzentrale-Bundesverband (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nur rund jeder dritte Verbraucher (36 Prozent) kennt die Möglichkeit, Streitfälle mit Unternehmen außergerichtlich über eine unabhängige Schlichtungsstelle zu klären.

Das geht aus einer Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) berichten. Grundlage für die Auswertung ist eine Onlinebefragung von eye square im Auftrag des VZBV im Oktober 2025 unter 1.000 Internetnutzern ab 16 Jahren.

Zwischen Januar und Oktober 2025 gingen bei den Verbraucherzentralen bundesweit mehr als 35.000 Beschwerden zu Problemen mit Gewährleistung oder Widerruf ein. „Die Schlichtung als außergerichtliche Streitbeilegung ist unbürokratisch und kostenlos“, sagte Meret Sophie Noll, Expertin für Schlichtung beim VZBV. „Allerdings ist sie unter Verbraucherinnen und Verbrauchern noch viel zu unbekannt und es nehmen zu wenige Unternehmen teil.“ Derzeit seien nur Unternehmen aus den Bereichen Energie, Flugverkehr und Post gesetzlich zur Teilnahme verpflichtet. In anderen Branchen, etwa Versicherungen, beteiligten sich Unternehmen teils freiwillig über Verbandsmitgliedschaften.

„Es braucht Maßnahmen, um Schlichtung bekannter zu machen“, so Noll. „Und weitere Unternehmen, zum Beispiel im Bereich Online-Handel, sollten zur Teilnahme an Schlichtungsverfahren verpflichtet werden.“ Laut Umfrage sprechen sich knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) dafür aus, dass eine Teilnahme an Schlichtungsverfahren für alle Unternehmen verpflichtend sein sollte, wissend, dass das Ergebnis nicht zu ihren Gunsten ausfallen muss.


Foto: Verbraucherzentrale-Bundesverband (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Generalbundesanwalt lehnt Ermittlungen gegen Syriens Präsidenten ab

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Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv), via dts NachrichtenagenturKarlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof lehnt Ermittlungen gegen den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa, der am Dienstag Deutschland besucht und sowohl Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trifft, ab.

Das ergibt sich aus einem Schreiben des GBA an die Kurdische Gemeinde in Deutschland vom 5. Januar, über das die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Darin heißt es: „Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens habe ich gemäß Paragraf 152 Absatz 2 Strafprozessordnung abgesehen. Der Aufnahme von Ermittlungen steht schon die uneingeschränkte persönliche Immunität des angezeigten Ahmed al-Scharaa als derzeit amtierender Staatspräsident der Arabischen Republik Syrien entgegen. Diese hat zur Folge, dass die von Ihnen angezeigte Person nach Paragraf 20 Absatz 2 Gerichtsverfassungsgesetz nicht der deutschen Gerichtsbarkeit unterliegt. Unzulässig ist bereits jede polizeiliche oder staatsanwaltschaftliche Untersuchung. Dies gilt unabhängig davon, ob sich Ahmed al-Scharaa in der Bundesrepublik Deutschland aufhält oder nicht.“

Die Anzeige des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Kurdischen Gemeinde, Mehmet Tanriverdi, warf al-Scharaa Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Bildung, Führung oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor. Der amtierende syrische Präsident war bis zum Sturz des damaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Dezember 2024 Führer der Islamistenmiliz HTS und als solcher berüchtigt. Zuletzt gab es Angriffe von Regierungstruppen auf die Minderheiten der Alawiten, Drusen und Kurden.


Foto: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Dresden gibt Rote Laterne an Fürth weiter

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Branimir Hrgota (Archiv), via dts NachrichtenagenturDresden (dts Nachrichtenagentur) – Dynamo Dresden hat zum Rückrundenauftakt der 2. Fußball-Bundesliga das Kellerduell gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 gewonnen.

Die Dresdner gingen in der 35. Minute durch einen Kopfball von Neuzugang Thomas Keller in Führung. Keller, der im Winter von Heidenheim zu Dynamo wechselte, nutzte eine präzise Ecke von Rossipal, um den Ball aus kurzer Distanz ins Netz zu befördern.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Jakob Lemmer in der 49. Minute auf 2:0. Nach einem Ballgewinn von Pauli im rechten Halbfeld schloss Lemmer aus der Distanz ab und platzierte den Ball flach neben den linken Innenpfosten. Fürths Torhüter Schlieck war dabei nicht ganz schuldlos. Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten blieb es bei diesem Ergebnis, da Fürth keine entscheidenden Akzente setzen konnte.

Dynamo Dresden konnte mit diesem Sieg die Rote Laterne an die Fürther abgeben und hofft auf eine Trendwende in der laufenden Saison.

Die weiteren Ergebnisse des Nachmittags: 1. FC Nürnberg – SV Elversberg 3:2 und Preußen Münster – Karlsruher SC 0:2.


Foto: Branimir Hrgota (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lauterbach kritisiert Merz-Aussagen zu Krankenstand

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Friedrich Merz und Karl Lauterbach (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum hohen Krankenstand in Deutschland scharf kritisiert.

„Wenn wir dahingehend eine Verbesserung erreichen wollen, müssen wir endlich besser in der Vorbeugemedizin werden“, sagte Lauterbach dem Tagesspiegel. „Das gelingt uns durch Früherkennung, etwa von Bluthochdruck, durch eine Erhöhung der Tabaksteuer und andere präventive Maßnahmen – und nicht durch Gängelei der Kranken.“

Merz hatte im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg gesagt, die Beschäftigten kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage – zu viel, so der Kanzler. In diesem Kontext stellte Merz auch das System der elektronischen Krankschreibung infrage.

Lauterbach wies diese Kritik zurück. „Die Abschaffung der elektronischen Krankschreibung wäre völlig kontraproduktiv, weil sie zu noch volleren Praxen führen würde“, sagte der SPD-Politiker dem Tagesspiegel. „Diese sind ohnehin schon überfüllt, ein weiterer Anstieg würde weder Patienten noch Ärzten helfen. Eine solche Schikane einzubauen, und das wäre ein Zwang zum persönlichen Erscheinen, wenn ein Arzt die Diagnose auch problemlos telefonisch stellen kann, halte ich nicht für angemessen.“

Auch Merz` Begründung, dass die Bürger angesichts der anhaltend schlechten Wirtschaftsleistung Deutschlands mehr „Leistungsbereitschaft“ zeigen müssten, kann Lauterbach wenig abgewinnen: „Der im internationalen Vergleich hohe Krankenstand in Deutschland reflektiert kein Blaumachen“, sagte er. Vielmehr sei das Problem Ausdruck einer veränderten Arbeitsmarktstruktur: „Der Arbeitsmarkt hat inzwischen auch viele Menschen aufgenommen, die früher eigentlich zu krank für Arbeit gewesen wären.“

Auch die Opposition kritisierte Merz` Äußerungen: „Wirtschaftlich ist es klar, dass wir mehr arbeiten müssen – aber das lässt sich nicht durch dumme Sprüche erreichen, sondern mit besseren Rahmenbedingungen“, sagte Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Grünen, dem Tagesspiegel. Merz` Äußerungen zeugten von Unkenntnis und einem falschen Verständnis seiner Aufgabe, so Brandtner weiter. Wirtschaft und Arbeitnehmer bräuchten vielmehr die passenden Rahmenbedingungen, etwa verlässliche Kinderbetreuung. „Denn es gibt sehr viele Frauen, die gerne mehr arbeiten möchten, aber nicht können“, so Brantner.

„Für sie ist Merz` Äußerung der blanke Hohn, wenn sie Montagmorgens in der Kita-App wieder lesen: `eingeschränkte Betreuungszeiten wegen Personalmangel`. Statt Pauschalurteile rauszuhauen und allen Deutschen Faulheit zu unterstellen, sollte Friedrich Merz sich lieber an die eigene Nase fassen.“


Foto: Friedrich Merz und Karl Lauterbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hamburgs Innensenator warnt vor Abhängigkeit von US-IT

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Computer-Nutzerin (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Hintergrund des Vorgehens der US-Administration hat Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) vor einer starken Abhängigkeit von US-IT gewarnt.

Unternehmen wie Palantir hätten enge Verflechtungen zur aktuellen US-Administration. Durch die Nutzung solcher IT-Produkte entstünden Risiken und Abhängigkeiten. So könnte es zur Einstellung des Supports kommen oder zur Ausleitung von Daten, sagte Grote der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Niemand hat eine Illusion darüber, dass die US-Administration jedes Mittel einsetzen wird, um ihre Interessen durchzusetzen.“ Hamburg nutzt Palantir bisher nicht.

Um die Abhängigkeit von US-IT-Unternehmen zu reduzieren, ist Schleswig-Holstein derzeit dabei, die IT seiner gesamten Landesverwaltung auf Open-Source-Produkte umzustellen. „Wir machen das, um digital souverän zu werden“, sagte der zuständige Digitalisierungsminister Dirk Schrödter (CDU) der FAS. Seinen Angaben nach wurde die E-Mail-Infrastruktur sämtlicher Mitarbeiter der Landesverwaltung von Microsoft zu Open Xchange umgezogen. Das betrifft 44.000 Postfächer. Demnach ist nun auf 80 Prozent der Arbeitsplätze Microsoft Office deinstalliert; sukzessive sollen in den kommenden Jahren auch die Betriebssysteme von Microsoft auf Linux umgestellt werden. Im vergangenen Jahr vermied das Land, 28.000 neue Microsoft-Lizenzen zu erwerben, und sparte so rund 15 Millionen Euro.

Allerdings sind die Ergebnisse durchwachsen. Bei der Umstellung im Herbst kamen E-Mails in der Verwaltung nicht an, teils wurden sie falsch zugestellt. Auch klagen Gerichte weiterhin über Mehrbelastung aufgrund fehlender IT-Lösungen. Laut Mitarbeitern sind die lizenzfreien Produkte teilweise schlechter als jene der großen US-Konzerne. Schrödter widersprach dem gegenüber der FAS: „Die Lösungen, die wir einsetzen, funktionieren hervorragend. Open Source funktioniert so gut wie kommerzielle Software“.

Angesichts der teils durchwachsenen Ergebnisse bezeichnete Hamburgs Innensenator Grote (SPD) den Schritt der Nachbarn als „mutig“. Es sei richtig, stärker auf die Unabhängigkeit von US-Anbietern zu setzen, so Grote gegenüber der FAS. Bisher gebe es in Hamburg keine Überlegungen, die Landesverwaltung auf Open-Source-Software umzustellen. Grote wies aber vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage darauf hin, dass es sein könne, „dass wir in einem Jahr ganz anders darüber sprechen.“


Foto: Computer-Nutzerin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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