Samstag, Mai 16, 2026
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GKV-Chef Blatt rügt "Absurditäten" der Gesundheitspolitik

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Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes GKV, Oliver Blatt, hat den Staat vor weiteren Eingriffen in den Geldbeutel der gesetzlich Krankenversicherten gewarnt.

Laut gewordenen Forderungen – etwa nach Einführungen einer Praxisgebühr oder nach Karenztagen ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – erteilte er eine Absage. „All diese Vorschläge eint, dass sie den Weg des geringsten Widerstands suchen und alle zulasten von Patientinnen und Patienten und Beitragszahlenden gehen“, sagte Blatt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Menschen seien ohnehin schon unzufrieden mit langen Wartezeiten bei Fachärzten, da könne man ihnen nicht auch noch „Eintrittsgeld für den Arztbesuch“ abverlangen. Nach der Erhöhung der Zusatzbeiträge der Krankenkassen zum Jahresanfang forderte Blatt entschiedene Strukturreformen, um bei den Ausgaben für Krankenhäuser, der ambulanten Versorgung und den Arzneimitteln zu Einsparungen zu kommen.

Dieses Jahr erwarte die GKV Ausgabensteigerungen von 6,5 Prozent und Einnahmesteigerungen von vier Prozent. Die Schere öffne sich also, es drohe ein weiteres „Milliardenloch“ bei der GKV. „Ohne Reformen bei den Ausgaben kommen wir in die Bredouille, dass einzelne Kassen Briefe mit der Ankündigung von höheren Zusatzbeiträgen verschicken müssen.“

Der seit Juli vergangenen Jahres amtierende GKV-Chef machte zwei Vorschläge, wie die gesetzlichen Krankenkassen sofort um Milliardensummen entlastet werden könnten. Würde der Staat die versicherungsfremden Leistungen der GKV bei den Bürgergeldbeziehern voll übernehmen, könnten sofort zehn Milliarden Euro eingespart werden und der Beitragssatz um 0,5 Prozentpunkte sinken. Der GKV habe gegen diese Regelung geklagt, eine Gerichtsentscheidung werde aber erst in zwei oder drei Jahren erwartet. „Es bleibt unser Appell an die Politik, die vollständige und faire Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen freiwillig zu vollziehen.“

Eine seit langem geforderte Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent für Arzneimittel würde laut Blatt eine Ersparnis für die Beitragszahler von sechs Milliarden im Jahr bringen. Für die Gastronomie war die Mehrwertsteuer kürzlich auf sieben Prozent gesenkt worden. Die Frage, ob die Wirte eine bessere Lobby als die GKV habe, bejahte Blatt: Das sei „offenbar“ so. Blatt sagte: „Das ist ja auch eine Botschaft, die wir senden, dass die Gesundheitsanliegen im Kanzleramt und im Finanzministerium nicht eingereiht werden dürfen hinter dem Schnitzel oder den Schnittblumen, für die der verringerte Satz gilt. Es ist ja so, dass sogar für Tierfutter der verminderte Steuersatz gilt. Lebensnotwendige Medikamente aber tragen den vollen Steuersatz. Das zeigt, was für Absurditäten es im Bereich der Gesundheitspolitik gibt.“


Foto: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kassenärzte unterstützen Merz in Debatte um Krankenstand

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Friedrich Merz am 14.01.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Friedrich Merz (CDU) nach dessen Aussagen zum hohen Krankenstand in Deutschland den Rücken gestärkt. „Merz hat völlig recht“, sagte KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen dem „Tagesspiegel“.

„Die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung lädt natürlich zum Missbrauch ein. Am Telefon kann doch niemand zuverlässig beurteilen, ob jemand wirklich arbeitsunfähig ist oder nicht.“ Merz hatte im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg gesagt, die Beschäftigten kämen im Schnitt auf 14,5 Krankentage – zu viel, so der Kanzler.

In diesem Kontext stellte Merz auch das System der elektronischen Krankschreibung infrage. Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte dies im „Tagesspiegel“ scharf kritisiert und Merz dabei „Gängelung der Kranken“ vorgeworfen. Lauterbach warnte zudem vor einer Überlastung der niedergelassenen Ärzte, sollte die telefonische Krankschreibung wegfallen.

KBV-Chef Gassen weist Lauterbachs Kritik zurück: „Die Telefon-AU gehört abgeschafft, und die Pflicht zur AU in den ersten drei Tagen gleich mit. Dann sind Missbrauchspotenziale minimiert, und die Praxen werden wirklich entlastet“, sagte er. „Diese Bagatell-AUs verursachen jährlich rund 27 Millionen Arzt-Patienten-Kontakte, die medizinisch unnötig sind.“

Stattdessen plädierte Gassen für eine tiefgreifende Reform des bestehenden Systems: „Die ersten drei Krankheitstage sollten arbeitsvertraglich geregelt werden – wie es viele andere Länder tun. Ich bin Befürworter von Karenztagen oder Bonussystemen. Die Lohnfortzahlung im echten Krankheitsfall bleibt bestehen, sie ist auch wichtig, wenn Menschen wirklich krank sind. Aber sie war nie für leichte Erkältungen oder morgendliche Kopfschmerzen gedacht.“


Foto: Friedrich Merz am 14.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Justizministerium will elektronisches Führungszeugnis

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Bundesamt für Justiz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesjustizministerium will das Führungszeugnis digitalisieren. Die Behörden sollen das Dokument künftig nicht mehr nur per Post, sondern auch elektronisch als PDF-Format an die Antragsteller verschicken können.

Das geht aus einem Gesetzentwurf des Ministeriums hervor, aus dem die Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) zitieren. Der Vorschlag soll in der kommenden Woche durch das Bundeskabinett beschlossen werden – und das Vorhaben nach Wunsch der Regierung noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Das sogenannte „polizeiliche Führungszeugnis“ gibt Auskunft darüber, ob eine Person vorbestraft ist. Die Vorlage ist für verschiedene berufliche und ehrenamtliche Tätigkeiten etwa im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit erforderlich. Es wird vom Bundesamt für Justiz (BfJ) ausgestellt.

Auch das „erweiterte Führungszeugnis“ sowie das „Europäische Führungszeugnis“ sollen laut Gesetzentwurf digitalisiert werden. Das digitale Führungszeugnis werde Bürgern künftig „Zeit und Nerven sparen“, sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) den Funke-Zeitungen. „Die Digitalisierung hilft den Menschen und macht einen Unterschied.“

Die Behörden in Deutschland stellen jedes Jahr rund fünf Millionen Führungszeugnisse aus. Nach dem Personalausweis und der Geburtsurkunde ist das Dokument demnach am häufigsten bei der Verwaltung nachgefragt worden.

Antragsteller können für das Digitale Führungszeugnis das sogenannte „BundID-Konto“ nutzen. Das Dokument werde dann mit einem speziellen Barcode verschickt. Mit Hilfe einer App auf dem Smartphone könne das Zeugnis verifiziert werden und eine Arbeitsstelle etwa in einem Bewerbungsverfahren „schnell und sicher“ überprüfen, ob das Dokument tatsächlich von der Registerbehörde ausgestellt wurde.

Laut Gesetzentwurf kostet die IT-Infrastruktur für das E-Führungszeugnis dem Bundesamt für Justiz jedes Jahr rund 2,4 Millionen Euro. Die Bundesregierung rechnet jedoch auch mit Mehreinnahmen von einer Million Euro beim BfJ aufgrund dort wachsender Antragszahlen. Kosten könnten zudem sinken, weil weniger Postsendungen nicht zugestellt werden.


Foto: Bundesamt für Justiz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Innenminister will hohe Belohnung für Hinweise zur "Vulkangruppe"

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Gleise (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Sabotageakt auf die Berliner Stromversorgung verschärft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) den Kampf gegen linksextremen Terrorismus. Um die jahrelange Serie von Anschlägen der sogenannten „Vulkangruppe“ zu beenden, plädiert der Minister auf die Auslobung einer hohen Geldprämie für entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte der „Bild am Sonntag“: „Bundesinnenminister Alexander Dobrindt befürwortet eine hohe finanzielle Belohnung für Hinweise zur Ermittlung der linksterroristischen Täter der Vulkan Gruppe des Anschlags auf das Berliner Stromnetz.“

Sicherheitskreise erhoffen sich durch eine Belohnung im sechs- oder siebenstelligen Bereich neue Impulse für die Fahndung. Seit 2011 werden der „Vulkangruppe“ mindestens 13 Sabotageakte auf die kritische Infrastruktur in Berlin und Brandenburg zugeschrieben, darunter Anschläge auf das Netz der Deutschen Bahn und der Energieversorgung.


Foto: Gleise (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rhein nimmt Söder-Forderung nach Länderfusionen nicht ernst

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Markus Söder und Boris Rhein (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) ist auf Distanz zur Forderung seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) nach Länderfusionen aus Spargründen gegangen. „Das ist wie bei Debatten im Sommer über das Ungeheuer von Loch Ness: Sie kommen immer wieder hoch. Deshalb beteilige ich mich nicht daran“, sagte Rhein dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Jedes Land habe seine ganz eigene Kultur, Tradition und Geschichte. Er mahnte aber eine Entlastung der Geberländer im Länderfinanzausgleich an: „Selbst wir im finanziell starken Hessen sind am Ende unserer Möglichkeiten angelangt.“

Der CDU-Politiker forderte, im Zuge einer großen Reform des Länderfinanzausgleichs die Beiträge der Geberländer zu senken und den Nehmerländern Vorgaben zu machen. „Künftige Zuweisungen müssen außerdem an messbare Reformschritte in Nehmerländern gekoppelt sein, zum Beispiel bei den Themen Verwaltungseffizienz und Schuldenabbau.“ Rhein kritisierte ferner diverse Bund-Länder-Vereinbarungen. „Ich möchte mit dem Bund auch nicht mehr über diese sogenannten „Pakte“ sprechen. Sie führen zu nichts.“ Der Bund hänge Themen wie Richterstellen, Kinderbetreuung und Digitalisierung ins „Schaufenster“ und gebe ein bisschen Geld. „Und nach kurzer Zeit stehen wir mit dem Pakt allein da.“

Als Beispiel nannte er den Pakt für den Rechtsstaat. Der Bund finanziere die Richterstellen maximal für zwei Jahre. „Richter sind Beamte, wenn wir sie mit 27 Jahren einstellen, finanzieren wir sie als Land selbst dann noch 38, 39 Jahre bis zur Pensionierung. Wir können uns das nicht mehr leisten.“


Foto: Markus Söder und Boris Rhein (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dänemark setzt in Grönland auf Unterstützung der Bundeswehr

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturNuuk (dts Nachrichtenagentur) – Der dänische Kommandeur des Arktischen Kommandos auf Grönland, Generalmajor Sören Andersen, hält die Bundeswehr für einen wichtigen Partner bei der Verteidigung der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel.

„Wir schauen uns verschiedene Bereiche an, in denen wir zusammenarbeiten können“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ am Samstag bei einem Interview in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. „Deutschland verfügt über viele Fähigkeiten, die hier eingesetzt werden können – sowohl maritime als auch Aufklärungsfähigkeiten. Deutschland ist seit Jahrzehnten ein enger Partner Dänemarks, auch militärisch. (…) Ich war im Irak. Dort hatte ich US-amerikanische und auch deutsche Soldaten unter meinem Kommando. Und das hat sehr gut funktioniert. Deutschland war nicht mit Kampftruppen im Irak, aber im Rahmen der Nato-Mission gab es deutsche Stabselemente.“

Andersen betonte im Übrigen, dass sich die Abwehr vor allem gegen Russland richte, auch wenn es derzeit nicht in der Nähe Grönlands präsent sei. „Wir sehen ein sehr aggressives Russland, das zeigt sich in der Ukraine“, sagte er dem RND. „Und es ist meine Erwartung, die Erwartung der dänischen Streitkräfte, dass Russland, sobald der Krieg in der Ukraine vorbei ist – hoffentlich mit einem guten Ergebnis für die Ukraine -, seine Ressourcen und Fähigkeiten in anderen Regionen einsetzen wird. Das könnte im Ostseeraum sein, das könnte in der Arktis sein. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, die nördliche Flanke der Nato zu schützen und auch Grönland zu verteidigen.“

Andersen fügte jedoch hinzu: „Ich bin seit zweieinhalb Jahren Kommandeur hier oben. Ich habe hier keine russischen oder chinesischen Kriegsschiffe gesehen. Natürlich arbeiten China und Russland im Arktischen Ozean zusammen, aber nicht in der Nähe von Grönland. Eher in Richtung Alaska, in russischen Gewässern, etwa im Bereich der Beringstraße – aber nicht hier.“ Abgesehen davon sei die Zusammenarbeit mit den USA „extrem wichtig“, so der Kommandeur. „Wir sind seit Jahrzehnten Partner der USA, von Einsätzen auf dem Balkan über Irak und Afghanistan bis heute. Wir arbeiten täglich mit dem US-Militär zusammen. Ein Teil meines Stabes ist auf der Pituffik Space Base stationiert – das ist die US-Basis im Norden Grönlands -, wo wir jeden Tag zusammenarbeiten. Ich arbeite täglich mit unseren amerikanischen Partnern.“

Zu einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA äußerte er sich nicht. Dänemarks Arktis-Kommandeur in Grönland: „Hundeschlitten sind ein Mittel, das perfekt funktioniert“


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Insider: EU erwägt Sondergipfel wegen Grönland-Streit

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Informeller EU-Gipfel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU ringt um eine Antwort auf die neue Zollandrohung Donald Trumps gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder. Nun verdichten sich Anzeichen, dass schon in den nächsten Tagen ein EU-Sondergipfel einberufen werden könnte.

Die EU-Kommission hatte vorigen Sommer mit den USA vereinbart, dass auf die meisten Importe aus der EU ein Zollsatz von 15 Prozent fällig wird; im Gegenzug will die EU den Zollsatz auf viele Einfuhren aus den USA auf null herabsetzen. Dieses Paket könnte nun als Gegenreaktion wieder aufgeschnürt werden.

„Wenn auf der anderen Seite des Atlantiks überhaupt keine Verlässlichkeit ist, dass der Deal eingehalten wird, dann können wir nicht vermitteln, dass wir US-Produkte auf null Prozent Zoll setzen“, sagte Bernd Lange (SPD), Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament, dem „Spiegel“. „Angesichts dieser Drohung kann ich mir nicht vorstellen, dass wir mit Business as usual weitermachen.“

Im EU-Parlament steht kommende Woche bislang noch eine Abstimmung zum bisher ausgehandelten Deal mit den USA auf der Tagesordnung. Nach Trumps Drohung gilt es als unwahrscheinlich, dass die Abgeordneten die Vorlage verabschieden werden.

Lange fordert die EU-Kommission dazu auf, ein Instrument gegen handelspolitische Zwangsmaßnahmen einzuleiten, der Fachbegriff lautet Anti-Coercion-Instrument (ACI). Wenn Staaten den internationalen Warenverkehr ausnutzen, um politischen Druck auszuüben, kann die EU mit dem Instrument nicht nur Gegenzölle auf den Weg bringen, sondern zum Beispiel auch Patente aussetzen.


Foto: Informeller EU-Gipfel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Hertha und Schalke torlos

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Loris Karius (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Topspiel des Rückrundenauftakts der 2. Bundesliga haben sich Hertha BSC und Herbstmeister FC Schalke 04 im Berliner Olympiastadion torlos getrennt. In einer Partie mit klaren Vorteilen für die Hausherren verhinderten vor allem ein überragender Loris Karius sowie das fehlende Abschlussglück der Hertha einen verdienten Heimsieg.

Die Berliner begannen mutig und setzten die Gäste früh unter Druck. Bereits in der Anfangsphase erspielte sich Hertha mehrere hochkarätige Chancen. Marten Winkler scheiterte nach starkem Zuspiel von Michaël Cuisance frei vor Karius, wenig später verfehlte Cuisance selbst nach technisch anspruchsvollem Abschluss das Tor nur knapp. Schalke wirkte offensiv gehemmt und kam im ersten Durchgang lediglich vereinzelt in Tornähe, unter anderem durch einen geblockten Abschluss von Kenan Karaman. Defensiv stand S04 jedoch meist stabil, sodass es trotz klarer Berliner Feldvorteile torlos in die Pause ging.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. Hertha blieb die aktivere Mannschaft und näherte sich mehrfach der Führung an. Luca Schuler hatte gleich mehrere Gelegenheiten, darunter einen Kopfball aus kurzer Distanz sowie einen freien Abschluss, der am linken Pfosten landete. Wieder war es Karius, der mit starken Reflexen und gutem Stellungsspiel seine Mannschaft im Spiel hielt. Schalke brachte mit Christian Gomis frische Offensivkraft, blieb jedoch insgesamt harmlos und konnte kaum für Entlastung sorgen.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine intensivere, aber weiterhin chancenarme Schlussphase. Hertha wechselte mit Dawid Kownacki und Fabian Reese zusätzliche Offensivspieler ein, doch auch diese konnten den Bann nicht brechen. Auf der Gegenseite verhinderte Karius in der Schlussviertelstunde gleich mehrfach einen späten Treffer der Berliner, unter anderem gegen Reese und Cuisance. In den hektischen Schlussminuten sorgten Standardsituationen noch einmal für Unruhe, ein möglicher Treffer nach einem Freistoß wurde jedoch wegen Abseitsstellung aberkannt.

Nach vier Minuten Nachspielzeit blieb es beim 0:0. Hertha BSC verpasste es, ihre spielerische Überlegenheit und die Vielzahl an Chancen in einen Sieg umzumünzen, während Schalke 04 vor allem defensiv überzeugte und dank seines Torhüters einen Punkt aus der Hauptstadt entführte. Für die Gäste bedeutete das Remis einen hart erkämpften Zähler, für die Berliner dagegen fühlte sich das Ergebnis wie zwei verlorene Punkte an.


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EU weist Trumps neue Zoll-Drohung im Grönland-Streit zurück

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EU-Fahnen (Archiv), via dts NachrichtenagenturAsunción/Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um Grönland hat die EU die neue Drohung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen. „Territoriale Integrität und Souveränität sind Grundprinzipien des Völkerrechts“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa. „Sie sind für Europa und die internationale Gemeinschaft insgesamt von wesentlicher Bedeutung.“

Die EU habe immer wieder das gemeinsame transatlantische Interesse an Frieden und Sicherheit in der Arktis unterstrichen, auch durch die Nato. „Die vorab koordinierte dänische Übung, die mit Verbündeten durchgeführt wird, entspricht der Notwendigkeit, die Sicherheit in der Arktis zu stärken, und stellt für niemanden eine Bedrohung dar“, so von der Leyen und Costa weiter. „Die EU steht in voller Solidarität mit Dänemark und dem grönländischen Volk.“

Dialog bleibe nun von entscheidender Bedeutung. „Und wir sind entschlossen, auf dem Prozess aufzubauen, der bereits letzte Woche zwischen dem Königreich Dänemark und den USA begonnen hat.“ Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine „gefährliche Abwärtsspirale“ riskieren. „Europa bleibt vereint, koordiniert und verpflichtet, seine Souveränität zu wahren“, schließen die beiden EU-Spitzen ihre gemeinsame Erklärung.

Die deutsche Bundesregierung hatte zuvor schon eine Reaktion auf die neuen Zoll-Drohungen aus Washington angedeutet, war dabei aber noch zurückhaltender geblieben. „Die Bundesregierung hat die Äußerungen des US-Präsidenten zur Kenntnis genommen“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Samstagabend. Man befinde sich „in engster Abstimmung mit den europäischen Partnern“. Man werde gemeinsam „zur gegebenen Zeit über geeignete Reaktionen entscheiden.“

Trump will ab dem 1. Februar für alle Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland einen Zoll von 10 Prozent erheben. Am 1. Juni soll sich der Tarif dann sogar auf 25 Prozent erhöhen. „Dieser Zoll ist so lange fällig und zu entrichten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf Grönlands erzielt ist“, sagte Trump am Samstag.

Generell gelten Zölle auf nur einzelne EU-Staaten, wie Trump es angedroht hat, als relativ schwierig durchzusetzen. In der EU herrscht Warenverkehrsfreiheit, theoretisch können Produkte also relativ leicht zunächst in anderen Länder verbracht und von dort dann ins Ausland, beispielsweise in die USA, exportiert werden.


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1. Bundesliga: Bayern demontieren Leipzig im eigenen Haus

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RB Leipzig - FC Bayern München am 17.01.2026, via dts NachrichtenagenturLeipzig (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstagabendpartie des 18. Bundesligaspieltags haben die Bayern in Leipzig mit 5:1 gewonnen.

Dabei hatte RB das Topspiel mit viel Mut und hoher Intensität begonnen. Von der ersten Minute an setzten die Gastgeber die Münchner früh unter Druck und nutzten vor allem die rechte Abwehrseite der Gäste konsequent aus. Leipzig kombinierte flüssig, gewann viele Zweikämpfe und kam früh zu guten Abschlüssen. Bereits in der Anfangsphase musste Manuel Neuer mehrfach eingreifen und verhinderte mit starken Paraden einen frühen Rückstand der Bayern.

Der Führungstreffer der Sachsen fiel folgerichtig nach gut 20 Minuten. Über die linke Seite erspielte sich Leipzig viel Raum, ein präziser Querpass landete im Strafraum bei Romulo, der sich gegen Jonathan Tah durchsetzte und aus kurzer Distanz sicher verwandelte. Auch danach blieb Leipzig die aktivere Mannschaft, während Bayern zwar mehr Ballbesitz hatte, offensiv jedoch kaum Durchschlagskraft entwickelte. Die wenigen Münchner Chancen vereitelte Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi souverän. Zur Pause hätte der Vorsprung der Hausherren durchaus höher ausfallen können.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Bayern kam aggressiver aus der Kabine, erhöhte das Tempo und gewann nun deutlich mehr Zweikämpfe. Leipzig verlor zunehmend die Kontrolle über das Spiel und konnte sich kaum noch befreien. Der Ausgleich fiel kurz nach Wiederanpfiff: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Gäste schnell um, Serge Gnabry nutzte den Fehler in der Leipziger Defensive und traf aus spitzem Winkel zum 1:1.

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Münchner endgültig das Kommando. Leipzig geriet unter Dauerdruck, während Bayern Angriff um Angriff rollte. Besonders die Einwechslung von Michael Olise brachte neue Dynamik ins Offensivspiel. In der 67. Minute wurde der Aufwand belohnt: Olise setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte präzise an den zweiten Pfosten, wo Harry Kane goldrichtig stand und aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung einschob.

Aber es sollte noch viel schlimmer kommen: Was in der 83. Minute passierte, war eigentlich eine Art Eigentor, die Offiziellen mussten lange überlegen, wer den Treffer zugesprochen bekommt: Schlager wollte einen Volleyschuss von Serge Gnabry abwehren, dann holte sich Olise den Ball aber aus einem Hochsprungduell und brachte ihn an den kurzen Pfosten, Leipzigs Willi Orban fälschte den Ball schließlich ab ins eigene Tor zum 3:1. Irgendwo in dem Kuddelmuddel muss aber auch Jonathan Tah noch drangewesen sein – er wurde als Torschütze vermerkt.

Jetzt bracht Leipzig richtig zusammen – und die Leipziger waren gnadenlos: Aleksandar Pavlović legte in der 85., Michael Olise in der 88. Minute einen drauf.

Die Bayern bleiben unangefochten und mit jetzt elf Punkten Vorsprung auf Platz ein, Leipzig rutscht auf die Vier.


Foto: RB Leipzig – FC Bayern München am 17.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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