Montag, Mai 25, 2026
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Deutsche Politiker wollen von al-Sharaa klare Signale

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Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin haben deutsche Politiker ihre Hoffnungen auf deutliche Signale für einen friedlichen Wiederaufbau des Staates geäußert.

„Ich erwarte, dass al-Sharaa die Zweifel ausräumt, ob Syrien unter seiner Führung tatsächlich auf dem Weg der Aussöhnung und Stabilisierung ist“, sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, am Sonntag dem „Spiegel“.

„Al-Sharaa hat die schwierige Aufgabe, Syrien nach einem jahrelangen, brutalen Bürgerkrieg zu einen, dazu gehört die Einbindung aller ethnischen und religiösen Gruppen. Das erwarten wir vom syrischen Präsidenten, das hat er zugesagt und daran werden wir ihn messen“, so Hardt weiter.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, sagte am Sonntag dem „Spiegel“: „Es müssen klare Erwartungen und Forderungen an den Besuch von al-Sharaa formuliert werden: der Schutz der Zivilbevölkerung, die sofortige Einstellung der militärischen Offensivhandlungen und ungehinderter humanitärer Zugang.“

Gerade mit Blick auf die jüngsten Angriffe gegen Kurden in Aleppo sei große Skepsis gegenüber der syrischen Übergangsregierung vorgebracht. „Diese hat die Aufgabe, für einen integrativen Prozess zu sorgen, der alle ethnischen Gruppen beteiligt. Und radikal fundamentalistische Kräfte müssen isoliert werden“, verlangte der Sozialdemokrat.

Der Grünenabgeordnete Kassem Taher Saleh, der auch Vorsitzender des fraktionsübergreifenden parlamentarischen Kreises „Kurdisches Leben“ im Bundestag ist, sagte dem „Spiegel“: „Politisch akzeptabel ist dieses Treffen aber nur, wenn es mit klaren roten Linien verbunden ist. Ein Übergangspräsident, unter dessen Verantwortung Minderheiten verfolgt werden, darf nicht ohne deutliche Worte hofiert werden.“

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete aus Sachsen, selbst Kurde aus dem Irak, mit seiner Familie nach Deutschland geflohen, verwies darauf, dass neben den Kurden derzeit auch Drusen, Jesiden, Aleviten, Christen und andere Minderheiten in Angst vor Verfolgung, Vertreibung und Gewalt in Syrien lebten. „Ein Staat, der den Schutz dieser Gruppen nicht gewährleistet, verspielt jede politische Legitimität“, so Taher Saleh am Sonntag zum „Spiegel“.

Al-Sharaa trifft im Verlaufe des Montags in der deutschen Hauptstadt ein und wird am frühen Dienstagnachmittag von Kanzler Friedrich Merz (CDU) im Kanzleramt empfangen. Anschließend gibt es eine Begegnung mit den Medien. Danach wird al-Sharaa im Haus der Wirtschaft in Berlin mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) und deutschen Vertretern aus Wirtschaft und Industrie an einem Runden Tisch teilnehmen.

Aus Protest gegen den Besuch gibt es am Montagnachmittag um 16 Uhr vor dem Brandenburger Tor eine Kundgebung, zu der mehrere Organisationen aufgerufen haben.


Foto: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: FCK siegt spät – Remis zwischen Darmstadt und Bochum

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Isac Lidberg (Archiv), via dts NachrichtenagenturKaiserslautern/Bochum/Kiel (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FC Kaiserslautern hat am 18. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96 mit 3:1 gewonnen.

In der Nachspielzeit erzielte Naatan Skyttä den Endstand, nachdem Semih Sahin zuvor den Führungstreffer für die Roten Teufel erzielt hatte. Hannover war zunächst durch Enzo Leopold in Führung gegangen, doch Kaiserslautern konnte durch Ivan Prtajin ausgleichen. Die Partie war geprägt von intensiven Zweikämpfen und einer Gelb-Roten Karte für Hannovers Waniss Taibi.

In Bochum endete das Spiel zwischen dem VfL und dem SV Darmstadt 98 mit einem 3:3-Unentschieden. Darmstadt ging früh durch Fraser Hornby in Führung, doch Bochum konnte durch Francis Onyeka ausgleichen. Philipp Hofmann brachte Bochum dann in Führung, bevor Isac Lidberg für Darmstadt den Ausgleich erzielte. Ein Eigentor von Leandro Morgalla brachte Darmstadt erneut in Führung, doch Callum Marshall sicherte Bochum in der Schlussphase das Unentschieden.

Holstein Kiel gewann derweil mit 2:0 gegen den SC Paderborn 07. Steven Skrzybski und Lasse Rosenboom erzielten die Tore für Kiel. Paderborn hatte zwar Chancen, konnte diese jedoch nicht nutzen. Das Spiel wurde am Ende allerdings durch eine schwere Verletzung von Paderborns Calvin Brackelmann überschattet.


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Dänemark, Deutschland und andere Länder stellen sich USA entgegen

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Mette Frederiksen und Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Länder Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen die neusten Drohungen aus den USA gestellt.

„Als Alliierte der Nato sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Dies ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse“, heißt es in dem Text.

Und weiter: „Die von Dänemark koordinierte Übung `Arctic Endurance`, welche gemeinsam mit Alliierten durchgeführt wird, ist eine Antwort auf die Notwendigkeit größerer Sicherheit in der Arktis. Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar.“

Die Länder stehen dem Text zufolge „in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands“. Aufbauend auf dem letzte Woche begonnenen Prozess sei man „bereit in einen Dialog einzutreten, auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität“. Man stehe fest zu diesen Prinzipien.

Zolldrohungen, wie am Samstag von US-Präsident Donald Trump ausgesprochen, würden die transatlantischen Beziehungen untergraben und bürgen das Risiko einer Eskalation. „Wir werden weiterhin geeint und koordiniert reagieren. Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren“, heißt es in dem Text.


Foto: Mette Frederiksen und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundeswehr zieht "positives" Fazit nach Grönland-Kurzeinsatz

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturNuuk (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr zieht ein positives Fazit nach dem Erkundungseinsatz in Grönland.

„Die Zusammenarbeit hier mit den dänischen Kameraden war äußerst positiv und konstruktiv gewesen. Wir haben jegliche Unterstützung hier in diesem kurzen Zeitfenster bekommen, die wir uns auch nur hätten erdenken können“, sagte Oberstleutnant Peter Mielewczyk, Sprecher der Erkundungsmission, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) am Flughafen im grönländischen Nuuk.

Den Auftrag, im Rahmen von Übungs- und Ausbildungsvorhaben Erkundungen durchzuführen, habe man abgeschlossen. Mit den anderen Nationen, darunter Frankreich, den Niederlanden und Island, habe ein reger Austausch stattgefunden, sagte Mielewczyk. Nun gehe es zurück nach Deutschland, dann werde man mögliche Optionen mit Blick darauf besprechen, wie es nun weitergehe.

Positiv sei auch der Kontakt mit den Grönländern gewesen, sagte der Oberstleutnant. Zwar hätten keine direkten Gespräche stattgefunden, aber man sei in der Öffentlichkeit sichtbar gewesen. „Es wurde gewunken, wir haben natürlich auch zurückgewunken“, sagte Mielewczyk.


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verdi ruft zu bundesweiten Warnstreiks im Straßenbau auf

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Autobahn-Baustelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Dienstag zu bundesweiten Warnstreiks im Straßenbau aufgerufen.

Betroffen seien rund 14.000 Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes sowie zahlreiche Beschäftigte der Landesstraßenbauverwaltungen, teilte die Gewerkschaft am Sonntag mit. Anlass für die Arbeitskampfmaßnahmen seien die stockenden Tarifverhandlungen in beiden Bereichen.

Verdi fordert in den Tarifrunden eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent pro Monat, mindestens jedoch 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu unterstützen. Auch die Nachwuchskräfte sollen besser entlohnt werden. Die Autobahn GmbH habe bisher kein Angebot vorgelegt, während die Tarifgemeinschaft deutscher Länder ein aus Sicht der Gewerkschaft unzureichendes und unkonkretes Angebot präsentierte. Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende von Verdi, betonte die Notwendigkeit attraktiver Arbeitsbedingungen, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.

Die Warnstreiks werden an 18 Standorten stattfinden, darunter in Städten wie Nürnberg, Rostock, Stuttgart und Berlin. In Nordrhein-Westfalen sollen alle 28 Landestunnel bestreikt werden, was zu Verkehrseinschränkungen führen könnte. Notdienste wurden für Notfälle vereinbart. Behle forderte die Arbeitgeber auf, verhandlungsfähige Angebote zu unterbreiten.


Foto: Autobahn-Baustelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundeswehr zieht Erkundungsteam wohl wieder aus Grönland ab

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturNuuk (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr hat ihr Erkundungsteam offenbar wieder aus Grönland abgezogen.

Das berichtet die „Bild“, die die 15 Soldaten unter der Leitung von Flottillenadmiral Stefan Pauly am Flughafen von Nuuk beobachtet haben will. Die Soldaten sollen demnach mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen reisen.

Zuvor war noch geplant gewesen, dass die Soldaten länger auf der Arktisinsel bleiben. Der Abzug erfolgte ohne vorherige Ankündigung oder Erklärung. Laut der „Bild“ wurde der Abmarschbefehl erst am frühen Sonntagmorgen aus Berlin erteilt, ohne dass die Truppe vor Ort eine Begründung erhielt.

Die Soldaten waren erst am Freitag auf Grönland angekommen, um an einer Erkundungsmission der Nato-Staaten teilzunehmen. Ziel war es, mögliche Übungs- und Stationierungsmöglichkeiten zu erkunden. Der Einsatz folgte auf ein gescheitertes Treffen zwischen den Außenministern Dänemarks, Grönlands und der USA in Washington. Es bleibt unklar, ob der Abzug im Zusammenhang mit den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzöllen steht oder ob andere Gründe vorliegen.


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Offiziell: Eintracht Frankfurt entlässt Trainer Dino Toppmöller

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Dino Toppmöller, via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Eintracht Frankfurt hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Dino Toppmöller getrennt.

Das teilte der Bundesligist am Sonntag mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Entscheidung sei das Ergebnis einer umfassenden sportlichen Analyse der vergangenen Wochen, insbesondere nach den ersten drei Spielen im neuen Jahr.

Sportvorstand Markus Krösche würdigte die Arbeit Toppmöllers, der den Klub nach einer Umbruchphase erfolgreich in die internationalen Wettbewerbe geführt und in der Vorsaison mit Platz drei die beste Bundesliga-Platzierung der Vereinsgeschichte erreicht hatte. Dennoch sei man nach einer „rückläufigen Entwicklung“ zu der Überzeugung gelangt, einen „neuen sportlichen Impuls“ zu benötigen. Der Anspruch auf einen „dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball“ sei in dieser Saison bislang nicht ausreichend erfüllt worden.

Interimistisch übernehmen U21-Cheftrainer Dennis Schmitt und U19-Trainer Alexander Meier die Mannschaft, wobei Schmitt die federführende Rolle innehaben wird. Toppmöller zeigte sich enttäuscht, akzeptierte die Entscheidung aber und dankte dem Verein für die Zusammenarbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre.


Foto: Dino Toppmöller, via dts Nachrichtenagentur

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Berichte: Toppmöller bei Eintracht Frankfurt vor dem Aus

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Dino Toppmöller (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Eintracht Frankfurt trennt sich offenbar von Trainer Dino Toppmöller.

Das berichten „Sky Sport“ sowie die „Bild“ übereinstimmend. Der 45-Jährige war seit Juli 2023 im Amt und führte die Mannschaft in der vergangenen Saison erstmals über die Liga in die Champions League. Die Entscheidung fiel den Berichten zufolge nach einer Krisensitzung am Samstag, bei der die sportliche Leitung um Sport-Vorstand Markus Krösche und den Hauptausschuss um Präsident Mathias Beck die schwachen Leistungen der vergangenen Wochen analysierte.

Die Mannschaft zeigte sich in dieser Saison zu unbeständig und offenbarte vor allem in der Defensive erhebliche Schwächen. Mit 39 Gegentoren nach 18 Bundesliga-Spieltagen stellt der Klub eine der schlechtesten Abwehrreihen der Liga. Zuletzt hatte Eintracht Frankfurt nur eines der vergangenen neun Pflichtspiele gewonnen. Nach dem jüngsten 3:3-Unentschieden gegen Werder Bremen kritisierte Krösche die Mannschaft scharf und bemängelte die wiederkehrenden Fehler.

Toppmöller folgte im Juli 2023 auf Oliver Glasner und holte in 121 Spielen durchschnittlich 1,51 Punkte pro Partie. Die kommenden Wochen werden entscheidend für die Eintracht, da in der Champions League das vorzeitige Aus nach der Ligaphase droht und in der Bundesliga der Anschluss an die internationalen Plätze verloren gehen könnte. Bereits am Mittwoch steht das nächste Spiel gegen Qarabag Agdam an, gefolgt von den schwierigen Heimspielen gegen Hoffenheim und Leverkusen.


Foto: Dino Toppmöller (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne fordern entschlossene Antwort auf Trumps Zolldrohung

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Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Eskalation der Grönland-Krise sowie der Ankündigung von Zusatzzöllen durch US-Präsident Donald Trump dringen die Grünen auf eine entschiedene Antwort Deutschlands und Europas und bieten der Bundesregierung dafür ihre Mitarbeit an.

Parteichefin Franziska Brantner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben): „Appeasement reicht nicht aus, wenn Trump vor unseren Augen die Weltordnung in Trümmer legt und unsere Wirtschaft in die Knie zwingen will. Das ist jetzt ein echter Adenauermoment – eine historische Bewährungsprobe für den Kanzler.“ Jetzt zeige sich, ob Friedrich Merz Führung übernehmen könne oder einknickt, ergänzte Brantner. Europa sei nicht schwach, sondern müsse endlich zu seiner Stärke stehen. „Wir brauchen ein starkes nationales und europäisches Miteinander – und dafür stehen wir bereit.“

Konkret verlangte Brantner, nach Trumps Zoll-Ankündigung die US-Wirtschaft ins Visier zu nehmen. „Wir haben Exporte, die die USA dringend brauchen. Eine Digitalabgabe auf amerikanische Tech-Giganten ist längst überfällig. Gezielte Zölle auf Produkte aus Trumps Unternehmerkreisen würden Wirkung zeigen“, sagte die Grünen-Chefin. Vor allem müsse Europa wirtschaftlich souveräner werden. Dafür brauche es eine Neubelebung des Binnenmarkts, einen echten europäischen Kapitalmarkt und Industriepolitik. „Wir brauchen eigene Produktionskraft.“

Brantner reagierte damit auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, auf Einfuhren aus acht europäischen Ländern – darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien – wegen deren Widerstands gegen eine Annexion Grönlands durch die USA ab Februar zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent zu verlangen. Ab Juni sollen sogar Zuschläge in Höhe von 25 Prozent fällig werden, und zwar so lange, „bis eine Einigung über den vollständigen und kompletten Kauf Grönlands erzielt ist“, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social schrieb.


Foto: Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD-Migrationspolitikerin erwog Niederlegung ihres Mandats

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Rasha Nasr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD-Politikerin Rasha Nasr hat im vergangenen Jahr erwogen, wegen der Migrationspolitik der schwarz-roten Koalition ihr Bundestagsmandat niederzulegen.

„Ich bin in die Politik gegangen, um für etwas zu kämpfen. Aber gerade kämpfe ich ständig gegen etwas“, sagte Nasr dem „Spiegel“. Im Sommer 2025 habe sie daher ans Aufhören gedacht. Allerdings fühle es sich „falsch an, aufzuhören, weil es gerade schwer ist“, sagte die migrationspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Die Aussetzung des Familiennachzugs, die Schwarz-Rot im vergangenen Jahr beschloss, sei ihr besonders schwergefallen. „Ich weine, wenn ich meine Tochter ein paar Tage nicht sehe, und stimme dann dafür, dass andere Familien getrennt bleiben.“ Dieser Widerspruch habe ihr „krass den Spiegel vorgehalten“, sagte Nasr.

Heute würde sie der Aussetzung des Familiennachzugs nicht mehr zustimmen. Sie habe sich vor der Abstimmung unter Druck setzen lassen. „Mir wurde gesagt: ›Du willst nicht dafür verantwortlich sein, dass wir nur mit den Stimmen der AfD eine Mehrheit bekommen.‹ Also habe ich mitgemacht. Dabei hätte ich sagen müssen: Wenn wir uns davor fürchten, mit der AfD eine Mehrheit zu bekommen, ist es vielleicht einfach ein beschissenes Gesetz.“

Die Entscheidung von Schwarz-Rot, dass die Bundesregierung künftig im Alleingang über sichere Herkunftsstaaten entscheiden kann, bezeichnete Nasr als „totale Scheiße“.


Foto: Rasha Nasr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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