Montag, Juni 22, 2026
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LNG-Importe aus den USA erreichen 2025 neuen Höchststand

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Schwimmendes LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archiv), via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Die Abhängigkeit Deutschlands von US-Flüssiggas hat zugenommen.

Insgesamt importierte Deutschland im vergangenen Jahr rund 101 Terawattstunden Gas aus den USA – ein Plus von mehr als 60 Prozent gegenüber 2024. Das zeigen offizielle US-Exportdaten, die von der Deutschen Umwelthilfe ausgewertet wurden und über die der „Spiegel“ berichtet.

Mittlerweile stammen rund 96 Prozent aller LNG-Importe, die an deutschen Häfen anlanden, aus den USA. Die Kosten stiegen von 1,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf nun rund 3,2 Milliarden US-Dollar.

Die Gesamtmenge an Flüssiggas, das über deutsche Terminals ins Gasnetz kam, erhöhte sich von 69 Terawattstunden im Jahr 2023 auf mittlerweile 106 Terawattstunden. Das Terminal Brunsbüttel erreichte mit 84 Prozent die höchste Auslastung, die beiden Terminalschiffe in Wilhelmshaven kamen gemeinsam auf rund 65 Prozent. Das umstrittene Terminal auf Rügen blieb mit 48 Prozent Schlusslicht.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Entwicklung scharf. DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner sagte: „Donald Trump nutzt die Gaslieferungen gezielt, um Europa und Deutschland in eine fatale fossile Abhängigkeit zu drängen.“ Die Organisation fordert einen sofortigen Stopp des Terminal-Ausbaus und keine neuen Importverträge für US-Fracking-Gas.


Foto: Schwimmendes LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Elektroauto-Besitz hängt stark vom Haushaltseinkommen ab

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E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Lediglich 1,3 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid.

Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2.600 bis unter 3.600 Euro monatlich waren es 3,5 Prozent, bei einem Einkommen von 3.600 bis unter 5.000 Euro monatlich 5,4 Prozent.

Dagegen besaßen 13,4 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5.000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride. Insgesamt besaßen 6,0 Prozent der privaten Haushalte im Jahr 2023 mindestens ein Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid. Allgemein besaßen 80 Prozent der Privathaushalte mindestens einen Pkw – egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel.

Paare mit Kindern (unter 18 Jahren) hatten häufiger ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid als Paare ohne Kinder: 11,5 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern besaßen mindestens ein solches Fahrzeug gegenüber 7,5 Prozent der Paarhaushalte ohne Kinder. Je nach Zahl der Kinder im Haushalt ist die Ausstattung mit E-Autos oder Plug-in-Hybriden unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind waren es 10,6 Prozent der Haushalte, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 Prozent und bei Paaren mit drei und mehr Kindern 10,7 Prozent. Bei Alleinlebenden besaßen 2,2 Prozent der Haushalte diese Art von Fahrzeug.

Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen, waren dies vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 Prozent) besaß mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften Plug-in-Hybrid. Bei 45,2 Prozent dieser Haushalte war mindestens ein geleastes E-Auto oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen besaßen 15,2 Prozent der Haushalte, bei denen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid vorhanden war.

Der Anteil von Pkws mit Elektroantrieb an allen Pkw-Neuzulassungen ist zuletzt wieder gestiegen. Im Jahr 2025 waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 30,0 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet (reines Elektroauto oder Plug-in-Hybrid). Im Jahr 2024 hatten Pkws mit Elektroantrieben noch 20,3 Prozent aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt wurden 2025 gut 856.500 elektrisch betriebene Pkws neu zugelassen. Darunter waren gut 545.100 rein batteriebetriebene Pkws (BEV), die 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2025 ausmachten (2024: 13,5 Prozent).

Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride überall elektrisch fahren können, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 160.000 öffentliche Ladepunkte gab es zum 1. Januar 2025 in Deutschland. Davon waren knapp 36.000 Schnellladepunkte. Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie der Deutschlandatlas zeigt: Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gibt es verhältnismäßig viele Ladestationen. Auch in den Landkreisen an der Nordseeküste ist die Zahl hoch. Niedrig ist sie hingegen in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Durchschnittlich 7 Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 bis 5 Minuten zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen zum Teil bis zu 30 Minuten, so Destatis.


Foto: E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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BMI: Deutschland schiebt deutlich mehr Menschen ab

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Innenministerium (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland schiebt laut der Bundesregierung deutlich mehr Menschen ab als zuletzt.

Das geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, über die die „Welt“ berichtet. Im Jahr 2025 wurden demnach rund 23.000 Menschen aus Deutschland abgeschoben. Das sind 15 Prozent mehr als noch im Vorjahr 2024 (rund 20.000) und rund 45 Prozent mehr als 2023 (ca. 16.000).

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte der „Welt“: „Mehr Rückführungen, weniger Pull-Faktoren, wirksame Kontrollen: Wir schaffen migrationspolitisch Ordnung. Die Migrationswende wirkt.“

Am Mittwoch hatte die Bundesregierung zudem einen weiteren syrischen Straftäter abgeschoben. Die Rückführung erfolgte per Linienflug nach Damaskus. Der Mann, der zuletzt in Baden-Württemberg gelebt hatte, war in Deutschland mehrfach straffällig geworden. Ein Gericht hatte ihn wegen zahlreicher Betäubungsmitteldelikte zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.


Foto: Innenministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Viele Beschäftigte arbeiten mehr als 40 Stunden

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Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Viele Beschäftigte in Deutschland arbeiteten zuletzt mehr als 40 Stunden in der Woche. Das geht aus Antworten des Bundesarbeits- und Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Donnerstagausgabe berichtet.

Im Jahr 2023 kamen demnach 48,4 Prozent der Beschäftigten auf eine tatsächliche Arbeitszeit zwischen 40 und 48 Stunden. Zum Vergleich: 2021 berichteten noch 47,5 Prozent von längeren Arbeitszeiten.

Mehr als jeder Zehnte (10,5 Prozent) arbeitete nach den letztverfügbaren Daten sogar mehr als 48 Stunden pro Woche. Dabei waren Männer (14,1 Prozent) von überlangen Arbeitszeiten häufiger betroffen als Frauen (6,3 Prozent). Die Zahlen kommen von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Zugleich gaben 56,5 Prozent der Beschäftigten an, ihre tatsächliche Arbeitszeit lieber reduzieren zu wollen. Das entspricht einem Höchstwert in der Statistik, die bis 2015 zurückreicht. Im Gegenzug sagten zuletzt 7,9 Prozent der Beschäftigten aus, dass sie gerne länger arbeiten würden.

„Die von Merz getriebene Debatte um längere Arbeitszeiten ist ein politisches Ablenkungsmanöver“, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Anne Zerr, Sprecherin für Arbeits- und Arbeitszeitpolitik, angesichts der Zahlen der „Rheinischen Post“. „Statt sich mit den strukturellen Ursachen der wirtschaftlichen Probleme in Deutschland zu befassen, bemüht er einfache Erklärungen und schiebt die Schuld den Beschäftigten in die Schuhe“, kritisierte Zerr den Kanzler. „Dieses Misstrauen gegenüber denjenigen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, ist inakzeptabel.“


Foto: Junge Leute mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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AfD will eigenen Radiosender starten

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AfD-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die AfD prüft, einen eigenen Radiosender in Deutschland zu starten. Der Parteispitze soll zeitnah ein Konzept vorgelegt und darüber beraten werden. Als Vorbild soll der jüngst gestartete Webradio-Sender „Austria First“ der österreichischen FPÖ dienen.

Ein Parteisprecher sagte der „Bild“ (Donnerstagausgabe): „Die AfD verfolgt das Projekt der FPÖ mit großem Interesse und tauscht sich mit den Initiatoren aus. Konzepte zu ähnlichen Projekten werden aktuell erarbeitet. Aktuell noch mit offenem Ausgang.“

„Austria First“ sendet seit dem 17. Januar. Das Programm besteht vorwiegend aus Musik, Nachrichten und politischen Einschätzungen von FPÖ-Politikern.


Foto: AfD-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Pflege im Heim wird immer teurer

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Seniorin im Rollstuhl (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Wegen der Tariferhöhungen in der Pflege und der Inflation sind die Eigenanteile für einen Platz im Pflegeheim weiter deutlich gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des AOK-Bundesverbandes hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Demnach kletterte der Betrag, den die Pflegebedürftigen im ersten Jahr des Heimaufenthalts aus der eigenen Tasche aufbringen müssen, zwischen Juni und Ende Dezember 2025 im bundesdeutschen Durchschnitt um 112 Euro auf monatlich 3.204 Euro.

Dabei gibt es zwischen den Ländern weiterhin enorme Unterschiede: Die höchsten Eigenanteile sind mit 3.528 Euro in Nordrhein-Westfalen zu zahlen, die niedrigsten mit 2.661 Euro in Sachsen-Anhalt. Im bundesweiten Schnitt kostet unter Berücksichtigung der Zahlungen der Pflegeversicherung ein Heimplatz nunmehr 5.033 Euro. Ende 2024 waren es noch 4.715 Euro.

Die Chefin des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf, ihre Zusage einzulösen und das Problem der steigenden Eigenanteile mit der geplanten Pflegereform in den Griff zu bekommen. „Im Rahmen der anstehenden Pflegereform muss an verschiedenen Schrauben gedreht werden, um die Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen in den vollstationären Einrichtungen wirksam zu begrenzen“, sagte Reimann dem RND.

Zentrales Problem sei, dass die Pflegeheim-Bewohner die Versäumnisse der Länder bei der Finanzierung der Investitionskosten ausgleichen müssten, beklagte Reimann. „Wenn die Länder hier ihren Verpflichtungen für den Bau und die Instandhaltung der Heime nachkommen würden, könnte man eine deutliche Entlastung bei den Eigenanteilen erreichen.“ Reimann verlangte zudem die Herausnahme der Ausbildungskosten aus den Eigenanteilen. Dies würde die Pflegebedürftigen um etwa eine Milliarde Euro entlasten.


Foto: Seniorin im Rollstuhl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Champions League: Bayern gewinnen gegen Saint-Gilloise

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Harry Kane am 17.01.2026, via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der FC Bayern München hat einen wichtigen Heimsieg in der Champions League eingefahren und sich trotz langer Unterzahl und eines verschossenen Elfmeters mit 2:0 gegen Union Saint-Gilloise durchgesetzt und damit das Ticket fürs Achtelfinale dingfest gemacht. Matchwinner war einmal mehr Harry Kane, der beide Treffer erzielte – allerdings auch einen möglichen Hattrick vom Punkt vergab.

Vor rund 21.000 Zuschauern in der aufgrund einer Uefa-Strafe teilweise leeren Allianz Arena übernahmen die Münchner von Beginn an die Spielkontrolle. Der deutsche Rekordmeister ließ Ball und Gegner laufen, tat sich gegen die tief stehenden und diszipliniert verteidigenden Belgier jedoch schwer, klare Torchancen zu kreieren. Union Saint-Gilloise lauerte auf Umschaltmomente und kam in der ersten Halbzeit sogar zur besten Gelegenheit: Promise David scheiterte nach einer Flanke aus kurzer Distanz per Kopf am stark reagierenden Manuel Neuer. Auf der anderen Seite blieb Bayern trotz optischer Überlegenheit vor der Pause ohne Torerfolg, sodass es mit einem torlosen Remis in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der FCB das Tempo – und wurde früh belohnt. In der 52. Minute führte eine Ecke zur Führung: Michael Olise brachte den Ball scharf vor das Tor, wo Harry Kane am ersten Pfosten lauerte und aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfte. Nur wenige Minuten später wurde es noch besser für die Münchner. Kane tauchte erneut frei vor Union-Keeper Kjell Scherpen auf und wurde von diesem klar gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte der englische Torjäger selbst souverän ins rechte untere Eck (55.).

Die Partie schien nun endgültig in Richtung Bayern zu kippen, doch in der 63. Minute kam noch einmal Spannung auf. Min-jae Kim sah nach einem taktischen Foul als letzter Mann seine zweite Gelbe Karte und musste vorzeitig vom Platz. Trotz Unterzahl behielten die Münchner jedoch die Kontrolle, da Union Saint-Gilloise aus dem numerischen Vorteil kaum Kapital schlagen konnte.

In der Schlussphase bot sich Kane sogar die Chance auf seinen Dreierpack. Nach Videobeweis entschied der Schiedsrichter in der 80. Minute erneut auf Elfmeter für Bayern, doch diesmal scheiterte der Stürmer am Lattenkreuz. Auch ein Nachschuss blieb ungenutzt. Weitere hochkarätige Möglichkeiten, darunter ein klarer Fehlschuss von Michael Olise nach perfekter Vorarbeit von Kane, ließen die Münchner ebenfalls liegen.

Da die Belgier offensiv kaum noch Akzente setzen konnten, brachte der FC Bayern den Vorsprung souverän über die Zeit. Am Ende stand ein verdienter 2:0-Erfolg, der die Münchner ihrem Ziel, den direkten Einzug ins Achtelfinale, ein großes Stück näherbringt. Union Saint-Gilloise hingegen musste trotz engagierter Defensivarbeit anerkennen, dass die individuelle Qualität der Bayern letztlich den Ausschlag gab.


Foto: Harry Kane am 17.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Insider: USA sollen Militärbasen auf Grönland übernehmen

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US-Fahne am Hauptquartier des Arktisk Kommando auf Grönland, via dts NachrichtenagenturDavos/Nuuk (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem US-Präsident Donald Trump seine Zoll-Drohung gegen Dänemark und weitere europäische Staaten zurückgenommen und eine Einigung angekündigt hat, sickern erste Details durch. Aus Nato-Kreisen hieß es, Rutte habe einen Vorschlag eingebracht, der neben der Einrichtung einer neuen Überwachungsmission der Allianz im hohen Norden auch die Übernahme von Militärbasen in Grönland durch die USA vorsieht, wie die FAZ schreibt.

Entsprechende Überlegungen gab es wohl auch schon vorher. Zwei Quellen aus Nato-Kreisen hätten der Zeitung nun bestätigt, dass sich dieser Plan am Vorbild der britischen Militärbasen auf Zypern orientiere, hieß es. Dort verfügt die Regierung in London über zwei Luftwaffenstützpunkte, Akrotiri und Dhekelia, die zum britischen Staatsgebiet gehören. Diese Gebiete blieben beim Vereinigten Königreich, als die Kolonie Zypern 1960 in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Ihr Status ist in dem Vertrag geregelt, mit dem die Republik Zypern geschaffen wurde. Die beiden Militärstützpunkte werden als britisches Überseegebiet geführt und stehen als „Sovereign Base Areas“ unter der Verwaltung des britischen Verteidigungsministeriums. Sie dürfen allein für militärische Zwecke genutzt, also nicht wirtschaftlich ausgebeutet werden. Und sie sind kein eigener Staat.

Derzeit sind die USA nur auf einem Stützpunkt in Grönland präsent, der dem Weltraumkommando untersteht: der „Pituffik Space Base“, die früher „Thule Air Base“ hieß. Im Kalten Krieg unterhielt Washington insgesamt 17 Stützpunkte auf der Insel. Grundsätzlich haben sich die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk dafür offen gezeigt, dass Washington seine militärische Präsenz wieder erhöht. Gemäß einer Vereinbarung von 2004 wäre das auch problemlos möglich.


Foto: US-Fahne am Hauptquartier des Arktisk Kommando auf Grönland, via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen drehen nach Trumps Zoll-Wende auf

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Wallstreet (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Mittwoch nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, zum 1. Februar doch keine Strafzölle auf verschiedene europäische Länder zu erheben, mit Erleichterung reagiert. Die wichtigsten Indizes gingen sprunghaft nach oben. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.077 Punkten berechnet, 1,2 Prozent höher als am Vortag.

Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit 6.876 Punkten ebenfalls 1,2 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 am Ende bei 25.327 Punkten 1,4 Prozent stärker.

Trump hatte am Abend am Rande seines Besuchs auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mitgeteilt, es habe ein „sehr produktives Treffen“ mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte gegeben, dabei sei „die Grundlage für ein künftiges Abkommen in Bezug auf Grönland und die gesamte Arktis geschaffen“ worden. Bereits vorher hatte er vor laufenden Kameras gesagt, er wolle zwar weiterhin Grönland kaufen, aber nicht mit Gewalt übernehmen.

Auch die Rede in Davos hatte schon für einen kleinen Setzer nach oben an den wichtigsten Börsen gesorgt. Einerseits wohl wegen der im Grunde versöhnlicheren Tönen gegenüber Grönland und Dänemark, andererseits aber womöglich auch, weil Trump an anderer Stelle in seiner Rede eine „Verdoppelung“ an den Aktienmärkten prophezeite – was sich als selbsterfüllend herausstellen könnte.

Der Goldpreis konnte über den ganzen Tag gesehen deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.821 US-Dollar gezahlt (+1,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 132,65 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 65,30 US-Dollar, das waren 38 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1685 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8558 Euro zu haben.


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Heeres-Inspekteur baut weiter auf Kooperation mit USA

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Christian Freuding (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Heeres-Inspekteur Christian Freuding geht weiter von einer engen militärischen Zusammenarbeit mit den USA aus. „Die Amerikaner haben bei Aufklärung, Logistik, Führungsfähigkeit und weitreichenden Waffensystemen Fähigkeiten, die uns momentan noch fehlen“, sagte der Generalleutnant dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

„Deshalb brauchen wir auch weiterhin den Schulterschluss mit den USA. Und wir wollen diese Partnerschaft auch, weil wir überzeugt sind, dass uns im transatlantischen Verbund die Wahrung des Friedens durch Abschreckung am besten gelingt.“

Zu seinem amerikanischen Ansprechpartner, dem Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa und Afrika, habe er sehr gute Beziehungen, sagte der Bundeswehr-General weiter. „Wir sprechen nahezu wöchentlich – professionell und vertrauensvoll.“

Die Aufrüstung des Heeres sieht der Inspekteur auf einem guten Weg. So würden zum Beispiel die an die Ukraine abgegebenen Panzerhaubitzen bis zum Jahresende alle ersetzt. Auch die Beschaffung von Kampf- und Schützenpanzern gehe voran. „Natürlich würde ich mir als Inspekteur wünschen, dass alles noch schneller geht. Aber ich glaube, wir haben die Talsohle durchschritten.“

Von der Industrie erwartet der Offizier, die Produktionskapazitäten noch rascher hochzufahren. „Alle nehmen Geschwindigkeit auf, aber rüstungsindustriell sind wir noch auf dem Beschleunigungsstreifen“, erklärte Freuding. Schwierigkeiten bereiten dem Heer Lieferverzögerungen und die Probleme bei der Einführung des neuen Digitalfunks: „Wir bestellen – und wir müssen bekommen, was wir vereinbart haben: in Qualität und Zeit“, betonte der Generalleutnant.


Foto: Christian Freuding (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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