Orderbücher im Maschinenbau gut gefüllt – Aussichten fraglich

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Düsseldorf, 06. Apr (Reuters) – Trotz voller Auftragsbücher bleiben die Aussichten der deutschen Maschinenbauer fraglich. „Wir werden erst im weiteren Jahresverlauf sehen, wie stark die Geschäfte im Maschinen- und Anlagenbau durch den Krieg sowie die anhaltenden Material- und Personalengpässe in Mitleidenschaft gezogen werden“, erklärte Ralph Wiechers vom Branchenverband VDMA am Mittwoch.

Im Februar stiegen die Bestellungen insgesamt um elf Prozent, dabei im Inland um 13 Prozent und im Ausland um neun Prozent. „Für sich genommen zeichnet der Zuwachs der Bestellungen im Februar ein erfreuliches Bild“, so Wiechers. „Aber angesichts der ungewissen Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie der wachsenden russischen Aggression hat dieser Monatswert nur wenig Aussagekraft für die Zukunft.“

In dem von Schwankungen weniger beeinflussten Drei-Monats-Zeitraum zwischen Dezember und Februar legte der Auftragseingang um 17 Prozent zu – aus dem Inland um 16 Prozent, aus dem Ausland um 17 Prozent. 

Die als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Branche hatte Mitte März wegen des Kriegs in der Ukraine und der Lieferkettenprobleme ihre Produktions-Prognose für 2022 zurückgeschraubt. Statt eines ursprünglich erwarteten Zuwachses von real sieben Prozent wird nur noch mit einem Produktionsplus von vier Prozent gerechnet. Die Prognose steht aber unter dem Vorbehalt, dass der Krieg nicht lange dauern und es keinen Energieschock geben wird.

Orderbücher im Maschinenbau gut gefüllt – Aussichten fraglich

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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