Knorr-Bremse wechselt wieder einmal den Chef aus

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München, 11. Mrz (Reuters) – Der Schienen- und Nutzfahrzeug-Zulieferer Knorr-Bremse wechselt zum dritten Mal in knapp drei Jahren den Vorstandschef aus. Der seit Januar 2021 amtierende Jan Mrosik scheide mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand aus und werde den Münchner Bremsenhersteller Ende April verlassen, teilte Knorr-Bremse am Freitag mit. Das habe der Aufsichtsrat unter seinem scheidenden Chef Klaus Mangold einstimmig beschlossen.

Finanzvorstand Frank Markus Weber werde Mrosiks Aufgaben übernehmen, bis ein neuer Vorstandschef gefunden sei. Der Aufsichtsrat habe die Suche nach einem Nachfolger eingeleitet. „Dabei wird im Anforderungsprofil den schnellen globalen Veränderungsprozessen in der krisenhaften Entwicklung der Weltwirtschaft und der enormen Dynamik der Märkte eine besondere Bedeutung zukommen.“

Der ehemalige Siemens-Manager Mrosik war Anfang 2021 zu Knorr-Bremse gekommen. Sein Vorgänger, der ehemalige Linde-Vorstand Bernd Eulitz, war nur zehn Monate im Amt. Er musste wie sein Vorgänger Klaus Deller im Zwist mit dem inzwischen verstorbenen Firmenpatriarchen Heinz Hermann Thiele vorzeitig gehen. Eigentlich sollte Mrosiks Vertrag drei Jahre laufen. Er hatte im vergangenen Sommer mit einem schnell wieder gescheiterten Vorstoß, den Autozulieferer Hella zu übernehmen, für Erstaunen gesorgt.

Finanzchef Weber soll nun nach Mangolds Vorstellungen für Kontinuität sorgen. Sein Vertrag sei um fünf Jahre verlängert worden, teilte Knorr-Bremse mit. Der seit acht Jahren für die Nutzfahrzeug-Sparte verantwortliche Bernd Spies steigt zudem mit sofortiger Wirkung in den Vorstand auf.

Der 78-jährige ehemalige Daimler-Manager Mangold räumt zur Hauptversammlung im Mai seinen Posten als Aufsichtsratschef, wie das Unternehmen im Februar angekündigt hatte. Seine Nachfolge soll der scheidende Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss antreten.

Knorr-Bremse wechselt wieder einmal den Chef aus

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Titelfoto: Symbolfoto

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