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Dienstag, Januar 31, 2023

Inflation im Oktober auf dem Vormarsch – In NRW und Bayern bei elf Prozent

Expertenmeinungen

Berlin, 28. Okt  – Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober voraussichtlich weiter beschleunigt. In den für die Berechnung der vorläufigen Teuerungsrate maßgeblichen sechs Bundesländern stiegen die Verbraucherpreise jeweils schneller als im September, wie aus den am Freitag veröffentlichten Daten der Statistikämter hervorgeht. Besonders hoch sind die Inflationsraten in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern mit jeweils 11,0 Prozent.

Im September hatte die bundesweite Teuerung bei 10,0 Prozent gelegen und damit den höchsten Stand seit 1951 erreicht. Das Statistische Bundesamt will am Nachmittag eine erste Schätzung für Oktober abgeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Anstieg von 10,1 Prozent.

„Die Teuerung wird weiterhin maßgeblich von steigenden Energiepreisen getrieben“, erklärte etwa das bayerische Statistikamt. So erhöhten sich im Freistaat die Preise für Heizöl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75,2 Prozent, bei Gas sogar um 143,4 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich um knapp ein Fünftel.

Die Verbraucher müssen sich auf weitere Preiserhöhungen in den kommenden Monaten einstellen. Auch im Oktober plante jedes zweite Unternehmen damit, die Kunden demnächst stärker zur Kasse zu bitten, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Das entsprechende Barometer für Preiserwartungen für die kommenden Monate sank für die Gesamtwirtschaft nur leicht auf 51,5 Punkte, nach 53,8 im September. „Die Inflationswelle ist noch nicht gebrochen“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Vor allem die hohen Energiekosten sind noch nicht vollständig auf die Verbraucher überwälzt.“

Die Lebensmittel-Einzelhändler planen nach wie vor fast flächendeckend mit Preiserhöhungen. Dort sank das Barometer auf 96,7 Punkte, nach 100,0 im Vormonat. Auch die Verkäufer von Heimtextilien und Teppichen (94,6), von Papier- und Schreibwaren (92,5), die Bau- und Heimwerkermärkte (85,6) und die Verkäufer von Unterhaltungselektronik (85,4) wollen mehrheitlich mehr verlangen. „Lediglich beim Handel mit Gebrauchtwagen sind erstmals seit März 2021 leicht sinkende Preise zu erwarten“, hieß es. 

Inflation im Oktober auf dem Vormarsch – In NRW und Bayern bei elf Prozent

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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