Firmenumbau bei Ford – Eigenständigkeit für Elektroautogeschäft

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Bangalore, 02. Mrz (Reuters) – Ford spaltet sein Elektroauto- und sein Verbrennergeschäft in zwei unabhängige Einheiten auf und will so im Wettbewerb mit Rivalen wie Tesla Boden gut machen. Das Elektrogeschäft solle künftig unter dem Markennamen Ford Model e geführt werden, teilte der US-Autobauer am Mittwoch mit.

Es werde auch künftig mit der Einheit Verbrennungsmotoren, die als „Ford Blue“ firmiere, Technologien teilen. Für kommendes Jahr kündigte Ford eigene Bilanzen für die beiden Sparten an, zusammen mit der Nutzfahrzeugtochter Ford Pro. Ford-Chef Jim Farley sagte, er wolle die alten und die neuen Wettbewerber schlagen. 

Insider hatten am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, beide Einheiten sollen eigene Namen erhalten, aber unter der Dachmarke Ford geführt werden. Branchenexperten halten es für möglich, dass Ford mit diesem Schritt langfristig eine Abspaltung des Elektrogeschäfts vorbereiten könnte. Farley wies das erneut zurück.

Ford Blue sei die „Gewinn- und Geldmaschine für das gesamte Unternehmen“ sagte Farley. Der Firmenumbau habe nichts mit Finanz-Management zu tun, sondern es gehe darum, sich besser zu fokussieren. „Wir brauchen das Verbrennergeschäft, um Bares zu generieren, und das Elektrogeschäft muss sich auf Innovationen konzentrieren.“ 

Elektroauto

An der Börse kam der Schritt gut an: Die Aktien legten mehr als sechs Prozent zu. Der Schritt ermögliche es Investoren, die verlustträchtige Elektrosparte besser zu bewerten, schrieb Wells-Fargo-Analyst Colin Langan. Das Geschäft mit Elektroautos werde kurzfristig noch keine Gewinne einfahren, sagte Ford-Finanzchef John Lawler. Das werde sich mit der zweiten E-Fahrzeug-Generation ändern. Nach Einschätzung des Brokerhauses Wedbush könnte der Elektroauto-Markt im nächsten Jahrzehnt auf ein Volumen von fünf Billionen Dollar wachsen. 

Für das laufende Jahr kündigte Ford Investitionen von fünf Milliarden Dollar für den Bereich Elektroautos an, doppelt so viel wie 2021. Bis 2026 soll die Gewinnmarge auf zehn Prozent steigen, nach erwarteten acht Prozent im laufenden Jahr. Dazu beitragen sollen Einsparungen im Verbrennergeschäft: Hier sollen die Kosten um bis zu drei Milliarden Dollar sinken; Details wurden nicht genannt. Bis Ende 2023 will Ford in der Lage sein, jährlich 600.000 batteriebetriebene Autos zu bauen.

Firmenumbau bei Ford – Eigenständigkeit für Elektroautogeschäft

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto 

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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