Einzelhandel erholt sich – Eingetrübte Konsumlaune bereitet Sorge

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Berlin, 07. Mrz (Reuters) – Die deutschen Einzelhändler sind trotz Corona-Beschränkungen mit viel Schwung ins Jahr gestartet. Ihre Einnahmen legten im Januar real – also preisbereinigt – um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent gerechnet, nach einem Minus von 4,6 Prozent im Dezember.

„Nach dem Umsatzrückgang im Dezember 2021 konnte sich der Einzelhandel somit zum Jahresbeginn trotz weiterhin geltender 2G-Regeln erholen“, so das Fazit von Destatis. Mit einem realen Plus von 10,3 Prozent und einem nominalen Anstieg um 14,2 Prozent lag der Einzelhandelsumsatz im Januar auch deutlich höher als im Vorjahresmonat. Der starke Anstieg hängt laut den Wiesbadener Statistikern auch mit dem Teil-Lockdown im Januar 2021 zusammen.

Obwohl Lockerungen der Corona-Maßnahmen bevorstehen und sich der Arbeitsmarkt als stabil erweist, verschlechtern sich die Konjunkturerwartungen der Verbraucher allerdings, wie aus dem Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) für März hervorgeht. Gleichzeitig rechnen die Befragten unter dem Eindruck der hohen Inflationsrate mit zunehmenden Preissteigerungen.

Diese Faktoren drücken laut HDE auf die Verbraucherstimmung und tragen zu einer voraussichtlich verhaltenen Entwicklung des privaten Konsums in den nächsten Monaten bei. Da die Befragung für das aktuelle Konsumbarometer nur bis zum 20. Februar reichte, sind in den Antworten bislang weder die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine noch die Effekte der schrittweisen Aufhebung der verschärften Corona-Maßnahmen berücksichtigt. „Es ist zu erwarten, dass beide Faktoren das Stimmungsbild in nächster Zeit maßgeblich prägen werden“, prophezeit der Handelsverband.

Einzelhandel erholt sich – Eingetrübte Konsumlaune bereitet Sorge

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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