Biden drückt bei Entscheidungsfindung über Digital-Dollar aufs Tempo

Date:

Washington, 09. Mrz (Reuters) – US-Präsident Joe Biden macht in der Debatte über das Für und Wider eines Digital-Dollar Tempo. Wie aus Regierungskreisen verlautete, sollte noch am Mittwoch ein Präsidialerlass unterzeichnet werden. Damit soll die Regierung zur Beurteilung von Risiken und Chancen eines von der Zentralbank geschaffenen Digitalgelds verpflichtet werden. Konkret sollen das Finanz- und Handelsministerium sowie andere Regierungsstellen Berichte zur „Zukunft des Geldes“ vorbereiten und dabei klären, welche Rolle Kryptowährungen dabei spielen.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte bereits zu erkennen gegeben, dass eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) gegenüber einem Spektrum vieler privaten Initiativen für frei handelbare Kryptowährungen und Stable Coins, bei denen der Kurs der Cyber-Devise beispielsweise an den Dollar gekoppelt ist, womöglich eine sinnvollere Alternative wäre. Wenn es eine digitale US-Währung gäbe, bräuchte man die privaten Initiativen wohl auch nicht mehr, argumentierte der Fed-Chef.

In der Verfügung Bidens soll die Regierung beauftragt werden, Parameter für eine technologische Infrastruktur zu prüfen, auf der eine elektronische Version von Bargeld basieren könnte. Die Federal Reserve hatte die Klärung der Digitalgeld-Frage Anfang des Jahres an den Kongress verwiesen, womit sich laut Experten ein langwieriger Entscheidungsprozess abzeichnete. Mit dem Erlass Bidens dürfte es nun schneller gehen. Auch die Notenbank wird ermutigt, ihre Forschung zu Digitalgeld voranzutreiben und mögliche Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten.

Viele Notenbanken prüfen derzeit die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erteilte einer CBDC für Privatpersonen zum breiten Einsatz für alltägliche Transaktionen jüngst eine Absage.

Unterdessen erregte eine kurzzeitig auf der Internet-Seite des US-Finanzministerium veröffentlichte Aussage der Ressortchefin Janet Yellen Aufsehen. Sie lasse darauf schließen, dass Bitcoin & Co zwar reguliert, aber nicht verboten würden, sagte Analystin Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank. „Das wäre ein großer Schritt für Digital-Währungen, da Regulierung eine der großen Risiken für die Kursentwicklung ist.“ Die älteste und wichtigste Cyber-Devise Bitcoin stieg daraufhin um gut zehn Prozent auf 42.420 Dollar.

Biden drückt bei Entscheidungsfindung über Digital-Dollar aufs Tempo

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

FUNDSCENE DAILY NEWS

FUNDSCENE DAILY NEWS - erhalte ab sofort alle wichtigen Nachrichten des Tages um 19 Uhr kostenlos per eMail in dein Postfach!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Das könnte dir auch gefallen

Russische Zentralbank senkt Leitzins von 14 auf elf Prozent

Moskau, 26. Mai (Reuters) - Russland hat erneut den Leitzins gesenkt und sieht Spielraum für weitere Lockerungen. Auf einer außerplanmäßigen Sitzung beschloss die Zentralbank am Donnerstag...

IWF-Chefin warnt vor verfrühter Rückkehr zur Schuldenbremse

Berlin, 26. Mai (Reuters) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Deutschland für den Fall einer schlecht laufenden Konjunktur vor einer verfrühten Rückkehr zur Einhaltung der Schuldenbremse...
spot_img
spot_img

The latest

Share post:

Popular

Breaking