Wirtschaft im Euro-Raum zieht an und Preise steigen

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Berlin, 21. Feb (Reuters) – Lockerungen von Corona-Einschränkungen schieben die Wirtschaft in der Euro-Zone an. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – kletterte im Februar um 3,5 Zähler auf 55,8 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Montag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 52,7 Zähler gerechnet. Der Indikator bleibt damit klar über der Wachstumsmarke von 50 Zählern.

Gelockerte Restriktionen hätten für anziehende Nachfrage nach vielen verbrauchernahen Dienstleistungen wie Reisen, Tourismus und rund um Freizeit gesorgt und zugleich Engpässe auf der Angebotsseite abgemildert, sagte IHS Markit-Chefökonom Chris Williamson. „Der Ausblick fiel ebenfalls wieder optimistischer aus, da die Unternehmen auf eine weitere Konjunkturerholung hoffen, was wiederum die Einstellungsbereitschaft steigen ließ.“

Trotz Entspannung gab es weiter Lieferengpässe und die Nachfrage überstieg noch immer das Angebot, was die Preismacht der Industriebetriebe und Serviceanbieter stärkte. „Gleichzeitig erhöhten galoppierende Energiekosten und steigende Löhne den Inflationsdruck, was den stärksten Anstieg der Verkaufspreise seit einem Vierteljahrhundert der Datenerhebung nach sich gezogen hat“, betonte Williamson.

Das Barometer allein für die Dienstleister schnellte überraschend kräftig auf 55,8 Punkte, nach 51,1 Zählern im Januar und erreichte ein Drei-Monatshoch. Der Industrie-Index der Euro-Zone hingegen fiel leicht um 0,3 auf 58,4 Punkte, während Experten hier mit einer Stagnation gerechnet hatten. 

Wirtschaft im Euro-Raum zieht an und Preise steigen

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Titelfoto: Symbolfoto

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