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Sonntag, Januar 29, 2023

Weihnachten ohne Lichter? Welche Geräte im Haushalt am meisten Strom brauchen

Expertenmeinungen

Viele Menschen lieben die Weihnachtszeit alleine wegen der bunten Lichter, die am Abend die Wege der Straßen erleuchten. Doch nicht nur öffentlich spielen die Lichterketten eine wichtige Rolle. Auch zu Hause schmücken sie viele Fenster und auch der Weihnachtsbaum soll in seinem vollen Glanz strahlen. Momentan trauen sich jedoch viele überhaupt nicht, diesen Brauch fortzuführen, denn hohe Energiekosten sind aktuell allgegenwärtig und sorgen für eine eher schlechte Stimmung an dem sonst so besinnlichen Weihnachtsfest. Doch trotz der hohen Stromkosten wagen sich auch viele, die Beleuchtung einzuschalten, und hoffen, dass die Rechnung nicht so hoch ausfällt.

Viele Menschen nutzen auch Zeitschaltuhren, damit die stromverbrauchenden Geräte nicht unnötig lange in Betrieb sind. Doch ob sich die leuchtende Weihnachtsstimmung tatsächlich in der Rechnung bemerkbar macht, erfahren Sie in diesem Gastbeitrag.

Welche Geräte verbrauchen am meisten Energie?

Die meisten Menschen wissen, dass der Stromverbrauch im Haushalt sehr hoch ist. Insbesondere im Winter wird viel Strom für die Heizung verbraucht, wenn sie elektrisch betrieben ist. Aber auch die alten Lichterketten, die oft noch in den Zimmern hängen, können einen großen Einfluss haben. Die moderne Lichterkette mit 200 LED-Lampen, die 20 Meter lang ist, verbraucht nur 3,6W pro Stunde. Würde diese den ganzen Dezember über 24 Stunden lang leuchten, käme man auf einen Verbrauch von 2,68 kWh und somit Kosten für diese Lichterkette von 1,07 Euro bei einem Strompreis von 0,40 Euro/kWh.

Das ist im Vergleich zu herkömmlichen Lichterketten und deren 50 Watt Verbrauch enorm günstig. Zeitschaltuhren für solche alten Lichterketten können jedoch tatsächlich zu großen Einsparungen beitragen. Natürlich spielt auch die Anzahl der Lichterketten eine Rolle. Dieses Jahr ist weniger vielleicht mehr.

Auch ältere Herde und Kühlschränke können ebenfalls wahre Stromfresser sein, wenn sie häufig genutzt werden, ebenso wie elektrische Heizungen. All diese Dinge können den Stromverbrauch und damit den Energiebedarf erheblich beeinflussen und so zu hohen Kosten führen. Um diese Kosten zu senken, sollte versucht werden, energieeffiziente Geräte zu verwenden und den Stromverbrauch stets im Auge zu behalten. Doch wie kann von Grund auf gespart werden?

Energiesparen durch intelligentes Heizen

Wer sein Zuhause energieeffizient heizen möchte, sollte zunächst einmal die Temperatur im Blick behalten. Es empfiehlt sich, in der Regel zwischen 19 und 22 Grad Celsius zu heizen. Mindestens sollte ein Raum allerdings 17 Grad erreichen, damit keine Schimmelgefahr besteht. Natürlich kommt es hierbei auch immer auf die persönlichen Bedürfnisse an. In Räumen, in denen man sich häufig aufhält, kann es Sinn machen, die Temperatur ein wenig höher zu wählen, um es angenehmer zu machen. In Räumen, die man seltener nutzt, reicht in der Regel auch eine niedrigere Temperatur. 

Auch Stoßlüften ist ein wichtiger Faktor für eine energieeffiziente Lebensweise. Durch das Stoßlüften kann die Luft in Räumen schneller und gleichmäßiger zirkulieren als beim regulären Lüften. Dadurch wird die Luftfeuchtigkeit reduziert und die Raumluft wird frischer und angenehmer. Zudem wird durch das Stoßlüften weniger Energie verbraucht, da die Temperatur nicht so hoch geregelt werden muss.

Ebenfalls sollten die Heizkörper regelmäßig gereinigt werden. Denn verstopfte Heizkörper können nicht richtig arbeiten und verschwenden so unnötig Energie. Zudem ist es wichtig, die Heizkörper regelmäßig zu entlüften. Denn Luft in den Heizkörpern verhindert eine optimale Wärmeabgabe.

Stromsparen durch die richtige Wahl des Waschprogramms

Es ist wichtig, dass man beim Waschen ein energiesparendes Programm auswählt. Insbesondere die Temperatur hat einen großen Einfluss auf den Stromverbrauch. Es gibt viele verschiedene Waschprogramme, jedes mit seinem eigenen Energieverbrauch. Die moderne Technologie ermöglicht es uns heutzutage, energieeffiziente Waschprogramme auszuwählen. Viele Waschmaschinen bieten ein spezielles Eco-Programm an, das mehr als 20% Energie sparen kann. Dieses Programm ist für diejenigen gedacht, deren Kleidung nicht besonders schmutzig ist. Noch weiter gehen die meisten Hersteller bei der Entwicklung von Waschprogrammen:

Sie haben Programme mit unterschiedlichen Temperaturen und Längen entwickelt, um den Stromverbrauch zu senken. Eine Zählerstands-App erlaubt auch den Vergleich zwischen verschiedenen Waschprogrammen. Es lohnt sich auf jeden Fall, bewusst das richtige Waschprogramm zu wählen, weil der Stromverbrauch bis zu 30x so hoch ausfallen kann. Die Wahl des passenden Programms kann helfen, die Stromkosten zu reduzieren und die Umweltbelastung durch den Stromverbrauch zu verringern. Es ist auch ratsam, größere Mengen gleichzeitig zu waschen anstatt mehrere kleine Ladungen. Auf diese Weise verbraucht man weniger Energie und Wasser. 

Vorteile einer smarten App für den Energieverbrauch

Es hat große Vorteile, den eigenen Energieverbrauch in einer Zählerstands-App kontrollieren zu können. Wer seinen Verbrauch reduzieren kann, zahlt nicht mehr als nötig und tut aktiv etwas gegen die Preiserhöhungen. Durch regelmäßige Ablesungen kann der eigene Verbrauch ganz unkompliziert festgestellt werden. Dadurch kann ein Haushalt einschätzen, ob die ergriffenen Maßnahmen überhaupt Wirkung zeigen. Darüber hinaus lässt sich über eine App auch feststellen, ob der eigene Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Haushalten unnötig hoch ist. Dann können Sie beispielsweise prüfen, ob veraltete Elektrogeräte ausgetauscht werden sollten. 

Über den Autor:

Timo Bähr ist erfahrener App-Entwickler für iOS/Android und entwickelt nebenher die kostenlose Zählerstands-App EHW+, um die Kosten für den Verbrauch von Strom, Heizung und Wasser zu kalkulieren oder um zu prüfen, ob Sparmaßnahmen Wirkung zeigen. Kontakt: https://ehwplus.com

Weihnachten ohne Lichter? Welche Geräte im Haushalt am meisten Strom brauchen

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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