Wall Street schließt im Minus – Ukraine-Krieg im Blick

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Frankfurt/New York, 11. Mrz (Reuters) – Die US-Börsen haben am Freitag belastet vom Ukraine-Krieg mit Kursabschlägen geschlossen. Sorgen bereiteten Investoren die wirtschaftlichen Folgen des Krieges, der einerseits das weltweite Wachstum dämpft und gleichzeitig die Inflation antreibt.

Ukraine

„Die Zentralbanken haben derzeit weniger Flexibilität, um Schocks an den Aktienmärkten abzufedern, so wie sie es in den vergangenen Jahren erfolgreich getan haben“, sagte UBS-Experte Haefele weiter. Vor dem Wochenende scheuten Investoren zudem größere Engagements. 

Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI ging 0,7 Prozent tiefer auf 32.944 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab 2,2 Prozent auf 12.843 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,3 Prozent auf 4204 Punkte ein. Hier drückte die drohende Abschaltung von Facebook in Russland auf die Stimmung. Die dortige Staatsanwaltschaft will den Mutterkonzern Meta wegen dessen Umgang mit Gewaltaufrufen im Ukraine-Krieg als „extremistische Organisation“ einstufen lassen. Meta-Aktien rutschten daraufhin um 3,9 Prozent ab. 

Die US-Rohölsorte WTICLc1 verteuerte sich dagegen wieder und legte 3,4 Prozent auf 109,57 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. „Rückblickend betrachtet fielen neun der letzten elf US-Rezessionen zusammen mit gestiegenen Ölpreisen“, sagte Portfoliomanager Rob Almeida vom Vermögensverwalter MFS. „Jede Rezession hat ihre eigene Ursache, aber höhere Energiepreise wirken sich in der Regel sehr wachstumshemmend aus.“ 

ORACLE ENTTÄUSCHT MIT ZAHLEN – DIDI ERNEUT AUF TALFAHRT

Bei den Unternehmen stand Oracle im Rampenlicht. Der SAP-Rivale habe trotz einiger Lichtblicke wie dem Cloud-Geschäft sowohl beim Quartalsumsatz als auch beim Gewinn enttäuscht, monierte Analystin Julie Bhusal Sharma vom Research-Haus Morningstar. Außerdem sehe sie nur wenige Synergien im Zusammenhang mit der 28 Milliarden Dollar schweren Übernahme des IT-Dienstleisters Cerner.

Sie halte die Aktie daher für überbewertet. Oracle-Titel notierten nach einer Berg- und Talfahrt zuletzt 1,5 Prozent im Plus bei 77,82 Dollar. 

Die Papiere von Didi stürzten dagegen um 44 Prozent ab und waren mit 1,89 Dollar so billig wie noch nie seit der Erstnotiz im vergangenen Jahr. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge liegt der geplante Börsengang des chinesischen Fahrdienst-Vermittlers in Hongkong auf Eis, weil der Uber-Rivale die gesetzlichen chinesischen Anforderungen für den Schutz von Nutzerdaten nicht erreiche. Didi war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. 

Eine halbierte Absatzprognose schickte Rivian auf Talfahrt. Die Aktien des Elektroautobauers fielen 7,5 Prozent. Wegen Engpässen bei Zulieferteilen wird das Unternehmen nach eigenen Angaben 2022 wohl nur 25.000 Fahrzeuge ausliefern können.

Wall Street schließt im Minus – Ukraine-Krieg im Blick

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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