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Donnerstag, Dezember 1, 2022

US-Börsen finden nach Achterbahnfahrt keine gemeinsame Richtung

Expertenmeinungen

Frankfurt/New York, 27. Sep – Die Aussicht auf weitere drastische Zinserhöhungen der Notenbank Fed verdirbt US-Anlegern die Laune. Die New Yorker Börsen fanden am Dienstag keine gemeinsame Richtung. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss nach anfänglichen Gewinnen 0,4 Prozent tiefer auf 29.134 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte dagegen 0,3 Prozent auf 10.829 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,2 Prozent auf 3647 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren ein.

Führende US-Notenbanker machten sich für eine weitere Straffung der Geldpolitik stark und brachten eine Anhebung um mindestens einen weiteren Prozentpunkt bis zum Jahresende ins Gespräch. Die Fed hatte den Schlüsselsatz zuletzt drei Mal in Folge um jeweils 0,75 Prozentpunkte angehoben.

Damit folgten sie der Linie von Fed-Chef Jerome Powell, sagte Brandon Pizzurro, Manager beim Vermögensverwalter CuideStone. „Sie wollen Märkte, Investoren und die Welt wissen lassen, dass sie die Zinsen weiter anheben werden und die Inflation noch nicht Griff ist.“

DOLLAR SETZT HÖHENFLUG FORT – ÖLPREIS ZIEHT AN

Vor diesem Hintergrund erhielt der Dollar-Index=USD, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, frischen Rückenwind. Er stieg um 0,3 Prozent auf 114,20 Punkte und näherte sich seinem jüngsten 20-Jahres-Hoch. Wegen der Zinserhöhungsspekulationen sei ein Ende der Rally nicht in Sicht, sagte Paul Mackel, leitender Anlagestratege der Bank HSBC. Zudem profitiere die Weltleitwährung wegen der allgemeinen Verunsicherung von ihrem Image als „sicherer Anlagehafen“. 

Aufwärts ging es auch mit dem ÖlpreisOILOIL. Die US-Sorte WTICLc1 verteuerte sich um 2,3 Prozent auf 78,47 Dollar je Barrel (159 Liter). Investoren befürchteten Produktionsausfälle in den USA wegen eines Wirbelsturms im Golf von Mexiko. „Die Unterbrechungen sollten sich aber als kurzzeitig erweisen“, prognostizierte Rohstoff-Experte Jim Ritterbusch von der Beratungsfirma Ritterbusch and Associates. Außerdem sei der Anteil Fördermengen im Golf wegen des Aufstiegs der Schieföl-Produktion auf etwa 15 Prozent gefallen. 

TECHNOLOGIEWERTE UNTER DRUCK – NAUTILUS IM PLUS

Am Aktienmarkt warfen Investoren Technologiewerte wieder aus ihren Depots. Aktien von AmazonAMZN.O, des Facebook-Betreibers MetaMETA.O und der Google-Mutter AlphabetGOOGL.O fielen um bis zu 1,4 Prozent. Höhere Zinsen entwerten Experten zufolge zukünftige Gewinne dieser wachstumsstarken Firmen. 

Übernahmespekulationen machten dagegen den Aktien von NautilusNLS.N Beine. Der Fitnessgeräte-Anbieter lotet nach eigenen Angaben Optionen für die Zukunft aus, darunter einen Verkauf. Nautilus-Titel verteuerten sich um knapp zwei Prozent.

Gleichzeitig entwickelte sich die Erstnotiz von LiveWireLVWR.N zu einem wilden Ritt. Die Aktien der Elektromotorrad-Sparte des Traditionsherstellers Harley-DavidsonHOG.N schwankten in einer Spanne von plus 22 und minus zwölf Prozent. LiveWire hatte sich in einem 1,8 Milliarden Dollar schweren Deal mit einer Unternehmenshülle (SPAC) an die Börse fusioniert. Harley bleibt vorerst mit 74 Prozent Mehrheitsaktionär.

US-Börsen finden nach Achterbahnfahrt keine gemeinsame Richtung

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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