Montag, Februar 26, 2024
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UN-Behörde wirft syrischen Rebellen Behinderung der Erdbeben-Hilfe vor

München/Antakya 18. Feb – Das Welternährungsprogramm WFP wirft den Rebellen im Nordwesten Syriens die Behinderung der Hilfen für die Erdbebenopfer vor. Die Machthaber in der stark vom Beben betroffenen Region ließen keine Hilfen zu, sagte WFP-Direktor David Beasley der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. „Das ist ein Engpass für unsere Operationen. Das muss sofort behoben werden.“ Er kündigte an, die Rebellen zur Rede zu stellen. „Ich weiß nicht, warum sie blockieren. Warum sollten sie in einer solchen Zeit Spielchen spielen?“ Die meisten Opfer in Syrien hat es in den Rebellengebieten gegeben. Die Region wird von Aufständischen kontrolliert, die sich mit den Truppen von Präsident Baschar al-Assad bekriegen.

Beasley warnte mit Blick auf alle betroffenen Gebiete in der Türkei und in Syrien, die Überlebenden seien aufgrund der Zerstörungen von öffentlichen Einrichtungen und Wohngebäuden noch monatelang auf Hilfe angewiesen. Das WFP werde jedoch in etwa 60 Tagen keine Mittel mehr haben. „Die Zeit wird knapp, und uns geht das Geld aus“, sagte der Direktor. „Unser Einsatz kostet allein für die Erdbebenhilfe etwa 50 Millionen Dollar pro Monat.“ Wenn Europa eine neue Flüchtlingswelle vermeiden wolle, müsse das WFP unterstützt werden. Die UN-Behörde gibt in den Katastrophengebieten unter anderem warme Mahlzeiten und Essensrationen zum Mitnehmen heraus. 

Zwölf Tage nach den verheerenden Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet stieg die Totenzahl auf über 45.000. Gut 264.000 Wohnungen wurden allein in der Türkei nach Behördenangaben zerstört. Zahlreiche Menschen werden immer noch vermisst. Dennoch konnten auch am Samstag – 296 Stunden nach dem ersten Beben – noch Überlebende gerettet werden. Helfer zogen drei Menschen, darunter ein Kind, aus den Trümmern eines Gebäudes in der südtürkischen Stadt Antakya, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

UN-Behörde wirft syrischen Rebellen Behinderung der Erdbeben-Hilfe vor

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Bild von J. L. Deal auf Pixabay

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