Ukraine aktuell 19.06.22

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19. Jun (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

17.00 Uhr – Chemieverband VCI sieht keine akuten Probleme bei Gasversorgung

Nach Einschätzung des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) führt die Drosselung der Gaslieferungen über die Pipeline Nordstream 1 noch nicht zu akuten Versorgungsproblemen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Der VCI erklärt weiter, er unterstütze die von Wirtschaftsminister Robert Habeck angekündigten Schritte zur Reduzierung des Gasverbrauchs. Dem VCI zufolge ist die Branche mit einem Anteil von 15 Prozent der größte Erdgasverbraucher in Deutschland. Nur ein Bruchteil des Branchenbedarfs könne durch alternative Brennstoffe ersetzt werden.

15.30 Uhr – Großbritanniens Militär muss nach Angaben des neuen Generalstabschefs Patrick Sanders in der Lage sein, in Europa zu kämpfen und Russland zu besiegen. „Ich bin der erste Generalstabschef seit 1941, der das Kommando über die Armee im Schatten eines Landkriegs in Europa übernimmt, an dem eine Kontinentalmacht beteiligt ist“, sagte Sanders der Zeitung „i“. „Russlands Invasion der Ukraine unterstreicht unsere Kernaufgabe – das Vereinigte Königreich zu schützen, indem wir bereit sind, Kriege zu Lande zu führen und zu gewinnen.“

12.34 Uhr – Russland – Haben Panzer-Reparaturwerk in Charkiw getroffen

Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in Charkiw ein Panzer-Reparaturwerk mit Iskander-Raketen beschossen. Zudem seien in Mykolajiw zehn Haubitzen und bis zu zwanzig Militärfahrzeuge zerstört worden. Dieses Kriegsgerät sei in den vergangene zehn Tagen von westlichen Ländern an die Ukraine geliefert worden.

10.00 Uhr – Russische Truppen versuchen nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums, auf Charkiw vorzurücken und die Stadt erneut zu bombardieren. Die Lage nördlich von Charkiw sei ziemlich schwierig, sagt Wadym Denysenko, ein Berater des Ministeriums, im ukrainischen Fernsehen. „Russland versucht, Charkiw zu einer Stadt an vorderster Front zu machen.“ Charkiw liegt im Nordosten und ist nach der Hauptstadt Kiew die zweitgrößte Stadt des Landes.

09.30 Uhr – In Nowomoskowsk im Osten der Ukraine ist ein Treibstofflager nach russischem Raketenbeschuss explodiert. Ein Mensch sei getötet, zwei Menschen seien verletzt worden, teilt der Leiter der Regionalverwaltung, Valentyn Resnitschenko, im Internet mit. Bereits am Samstag hätten drei russische Raketen das Lager getroffen. Auch 14 Stunden nach dem Treffer versuchten Feuerwehrleute noch immer, den Brand zu löschen. Beim Angriff selbst wurden Resnitschenko zufolge am Samstag elf Menschen verletzt. Nowomoskowsk liegt nordöstlich von Dnipro, der Hauptstadt der Region Dnipropetrowsk.

08.20 Uhr – Trotz des massiven russischen Beschusses leisten die ukrainischen Truppen in der Industriestadt Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine weiterhin Widerstand. „Der Kampf um die vollständige Kontrolle über die Stadt geht weiter“, erklärt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem täglichen Bericht. Das Militär räumt aber ein, dass „der Feind im Dorf Metolkine“, südöstlich von Sjewjerodonezk, teilweise erfolgreich gewesen sei. Die Stadt ist ein Hauptziel des russischen Angriffs. Ist sie erobert, haben die russischen Truppen die gesamte Region Luhansk, in der Sjewjerodonezk liegt, unter ihrer Kontrolle. 

08.10 Uhr – Die umkämpfte Industriestadt Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine liegt unter schwerem russischem Artillerie- und Raketenbeschuss. Die Gebiete um die Brücken seien erneut getroffen worden, teilt der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, in einem Online-Post mit. Das Asot-Chemiewerk, in dem Hunderte Menschen ausharren, sei zweimal getroffen worden. „Die Situation in Sjewjerodonezk ist sehr schwierig.“ Die Stadt liegt in der Region Luhansk, die gemeinsam mit der Region Donezk den Donbass bildet. Dort konzentrieren die russischen Streitkräfte ihre Offensive. 

07.30 Uhr – Nach Einschätzung des britischen Premierministers Boris Johnson muss sich der Westen auf einen langen Krieg in der Ukraine einstellen. Dies bedeute sicherzustellen, dass „die Ukraine schneller Waffen, Ausrüstung, Munition und Ausbildung erhält als der Eindringling“, schreibt er in einem Gastbeitrag für Londoner „Sunday Times“. „Zeit ist der entscheidende Faktor“, heißt es weiter. „Alles wird davon abhängen, ob die Ukraine ihre Fähigkeit, ihr Territorium zu verteidigen, schneller stärken kann, als Russland seine Angriffsfähigkeit erneuern kann.“ Ähnlich äußert sich Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in der „Bild am Sonntag“ zum Krieg: „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass er Jahre dauern könnte.“

06.05 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet am frühen Sonntagmorgen in einem Video über seinen Besuch bei ukrainischen Streitkräften im Süden des Landes. In dem Video, das anscheinend in einem fahrenden Zug aufgenommen wurde, sagt Selenskyj, er habe mit Soldaten, der Polizei und der Nationalgarde in der Region Mykolajiw, rund 550 Kilometer südlich von Kiew, gesprochen. „Sie alle zweifeln nicht an unserem Sieg“, sagt Selenskyj. „Wir werden den Süden niemandem überlassen, und alles, was uns gehört, werden wir uns zurückholen.“ 

03.03 Uhr – Laut einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs haben ukrainische Streitkräfte russische Truppen in der Nähe der Stadt Krasnopillja zurückgeschlagen. Die russischen Soldaten hätten sich auf einer Aufklärungsmission befunden. Sie hätten schwere Verluste erlitten. Ukrainische Behörden melden zudem, dass in der Nacht Orte weiter westlich in den Regionen Poltawa und Dnipropetrowsk beschossen worden seien.

Ukraine aktuell 19.06.22

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