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Ukraine aktuell 05.06.22

05. Jun (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.40 Uhr – Selenskyj besuchte Truppen bei Saporischschja

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Angaben seines Büros die Truppen an der Front in der Region Saporischschja besucht. Er habe den Streitkräften für ihren Dienst und den Schutz der Bevölkerung und des Staates gedankt und der gefallenen Soldaten gedacht.

20.30 Uhr – In der Ostukraine ist nach Angaben eines Journalisten des russischen Staatsfernsehens ein russischer General getötet worden. Wann und wo genau der Generalmajor Roman Kutusow ums Leben kam, teilt der russische Fernsehreporter Alexander Sladkow in seiner Mitteilung auf Telegram nicht mit. Vom russischen Verteidigungsministerium liegt keine Stellungnahme vor. Russland hält Todesfälle der Angehörigen seiner Streitkräfte im Allgemeinen geheim. Zuletzt hatte Russland am 25. März erklärt, seit Beginn der so bezeichneten Spezialoperation in der Ukraine am 24. Februar seien 1351 russische Soldaten gefallen.

14.14 Uhr – Österreich plädiert für Zwischenschritt für Ukraine mit EU

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer spricht sich für die Ukraine für einen Zwischenschritt zwischen Zusammenarbeit und EU-Vollbeitritt aus. „Uns eint das gleiche Ziel, wir alle wollen eine starke, unabhängige und wirtschaftlich erfolgreiche Ukraine“, teilt das Kanzleramt mit. Die Ukraine kämpfe derzeit um ihr politisches und territoriales Überleben, in erster Linie müsse der russische Angriffskrieg beendet werden. „In so einer Phase kann ein schneller Vollbeitritt zur Union ohnehin kein akutes Thema sein.“ Daher plädiere er für einen „europäischen Vorbereitungsraum“ zur Annäherung an die Standards der EU und eine schrittweise Stärkung der Zusammenarbeit mit der EU.

12.12 Uhr –Japans Ministerpräsident erwägt Teilnahme an Nato-Gipfel

Japans Ministerpräsident Fumio Kishida erwägt Insidern zufolge zur besseren Koordinierung mit westlichen Staaten eine Teilnahme an dem Nato-Gipfel Ende Juni. Für Japan wäre das ein ungewöhnlicher Schritt, obwohl Kishida Russland wegen der Invasion der Ukraine mehrfach verurteilt hat. In der Vergangenheit haben japanische Regierungschefs gegenüber Russland wegen des jahrzehntelangen Disputs über die Kurilen-Inseln eher einen vorsichtigen Ton angeschlagen. Ein Regierungssprecher äußert sich zu den Informationen nicht. Der Nato-Gipfel findet vom 29. bis 30. Juni in Madrid statt. Die Nato hat neben Japan auch Australien, Neuseeland und Südkorea eingeladen, teilzunehmen.

11.11 Uhr – Russland – Haben in Kiew von Europa gelieferte Panzer zerstört

Russland hat nach eigenen Angaben am Stadtrand von Kiew Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Diese seien von europäischen Ländern an die Ukraine geliefert worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die ukrainische Hauptstadt wurde am Morgen von mehreren Explosionen erschüttert.

10.40 Uhr – „El Pais“ – Spanien liefert Ukraine Flugabwehrraketen und Panzer

Spanien wird der Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge Flugabwehrraketen und Leopard-Kampfpanzer liefern. Das berichtet „El Pais“ unter Berufung auf Regierungskreise. Spanien werde dem ukrainischen Militär auch Schulungen im Umgang mit den Panzern anbieten, die in Lettland stattfinden könnten. Dort hat Spanien im Rahmen eines Nato-Einsatzes 500 Soldaten stationiert. Eine zweite Phase der Ausbildung könne in Spanien stattfinden. Spanien hat die Ukraine bislang mit Munition, Schutzausrüstung für die Soldaten und leichten Waffen versorgt.

10.21 Uhr – Putin – Greifen bei Lieferung von Langstreckenraketen neue Ziele an

Der russische Präsident Wladimir Putin droht der Nachrichtenagentur Tass zufolge mit dem Angriff auf neue Ziele, sollten die USA damit beginnen, die Ukraine mit Langstreckenraketen zu versorgen. Würden solche Raketen geliefert, „werden wir die Ziele angreifen, die wir noch nicht getroffen haben“, wird der Präsident aus einen Interview des staatlichen Fernsehsenders Rossija-1 zitiert.

09.15 Uhr – Russische Rakete niedrig über AKW Süd-Ukraine geflogen

Nach Angaben des ukrainischen AKW-Betreibers Energoatom ist ein russischer Marschflugkörper am Sonntagmorgen in einer „kritisch niedrigen Höhe“ über das Atomkraftwerk Piwdennoukrainska (AKW Süd-Ukraine) geflogen. Vermutlich sei es die Rakete gewesen, die in Richtung Kiew abgefeuert wurde, teilt der staatliche Betreiber auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Das AKW Piwdennoukrainska ist das zweitgrößte Atomkraftwerk der Ukraine. Es befindet sich rund 350 Kilometer südlich von Kiew in der Nähe in der Region Mykolaiw.

09.01 Uhr – Bei den Explosionen in Kiew ist nach Angaben des Bürgermeisters Vitali Klitschko mindestens ein Mensch verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Bis zum Morgen seien keine Todesfälle gemeldet worden. Nach ukrainischen Behördenangaben galt der russische Angriff offenbar dem Eisenbahnnetz.

08.40 Uhr – Sjewjerodonezk ist nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk, Serhij Gaidai, wieder zur Hälfte unter der Kontrolle der ukrainischen Truppen. „Es war eine schwierige Situation. Die Russen haben 70 Prozent der Stadt kontrolliert, aber in den vergangenen zwei Tagen sind sie zurückgedrängt worden“, sagt Gaidai im ukrainischen Fernsehen. „Die Stadt ist jetzt mehr oder weniger in zwei Hälften geteilt.“ Eine unabhängige Bestätigung der Angaben ist Reuters zunächst nicht möglich. Die Industriestadt liegt in der Region Luhansk im Osten des Landes.

07.55 Uhr – In der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk im Donbass haben die ukrainischen Truppen nach britischen Angaben in den vergangenen 24 Stunden einen Gegenangriff unternommen. Dieser Schritt werde vermutlich die operative Dynamik der russischen Streitkräfte schwächen, die sie zuvor durch die Konzentration von Kampfeinheiten und Feuerkraft gewonnen hätten, teilt das Verteidigungsministerium auf Twitter mit und zitiert aus dem regelmäßigen Geheimdienstbericht.

07.07 Uhr – Der Sturm der russischen Truppen auf die ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk hält nach Angaben des Gouverneurs von Luhansk an. Russische Einheiten kontrollierten den Ostteil der in der Region Luhansk gelegenen Stadt, sagt Gouverneur Serhij Gaidai. Bei den Angriffen am Samstag seien Teile der Asot-Chemiefabrik beschädigt worden.

05.59 Uhr – Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, berichtet über mehrere Explosionen in den Stadtteilen Darnyzkji und Dniprowskji der ukrainischen Hauptstadt. Auf dem Nachrichtendienst Telegram schreibt er, die Rettungsdienste seien bereits an der Arbeit. 

05.34 Uhr – Am frühen Sonntagmorgen ereignen sich heftige Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Ein Augenzeuge berichtet Reuters, es sei nach den Explosionen auch Rauch in der Stadt zu sehen. Zuvor waren in weiten Teilen der Ukraine, auch in der Region Kiew, Luftschutzsirenen zu hören.

03.46 Uhr – Die Ukraine erklärt, sie habe am Samstag in einer Gegenoffensive einen Teil der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk zurückerobert. Moskau teilte dagegen mit, die russischen Truppen machten in der Stadt Fortschritte. Die Meldungen konnten nicht unabhängig überprüft werden. Der Bürgermeister von Sjewjerodonezk, Olexandr Strjuk, sagte im staatlichen Fernsehen, die Straßenkämpfe seien am Samstag den ganzen Tag über fortgesetzt worden.“Die Situation ist angespannt und kompliziert. … Unser Militär tut alles, was es kann, um den Feind aus der Stadt zu vertreiben“, sagte er. Doch es gebe einen Mangel an Lebensmitteln, Treibstoff und Medikamenten.

00.59 Uhr – Ukrainische Diplomaten und Politiker haben die Warnung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Russland nicht zu demütigen, scharf kritisiert. „Denn Russland demütigt sich selbst“, schrieb der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba auf Twitter. „Wir alle sollten uns besser darauf konzentrieren, wie wir Russland in die Schranken weisen können.“ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner abendlichen Videoansprache, es gebe eine Person in Moskau, die die schrecklichen Folgen des Krieges mit einem kurzen Befehl stoppen könne.“Aber die Tatsache, dass es diesen Befehl immer noch nicht gibt, ist offensichtlich eine Demütigung für die ganze Welt.“

Ukraine aktuell 05.06.22

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