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Dienstag, November 29, 2022

RWI-Forscher senken Konjunkturprognose wegen Gaskrise deutlich

Expertenmeinungen

Berlin, 08. Sep – Wegen der Gaskrise und der hohen Inflation hat das Essener Forschungsinstitut RWI seine Wachstumsprognosen für Deutschland eingedampft. Es erwartet in seiner am Donnerstag vorgelegten Vorhersage für dieses Jahr nur noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,1 Prozent. Im Juni hatten die Forscher noch 1,9 Prozent veranschlagt. Für 2023 senkte das RWI seine Prognose von 2,7 auf 0,8 Prozent. „Das größte Risiko für die deutsche Konjunktur ist die Verfügbarkeit von Gas während des kommenden Winters“, sagte RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt.

Bei einem vollständigen Stopp der Gaslieferungen aus Russland komme es darauf an, dass Unternehmen und insbesondere auch die privaten Haushalte ihren Gasverbrauch deutlich reduzierten. Gelinge das nicht, würde eine spürbare Rationierung von Gas zu weiteren deutlichen Einschränkungen der wirtschaftlichen Produktion führen. 

Die Inflationsrate dürfte laut der Vorhersage im Durchschnitt des laufenden Jahres 7,3 Prozent betragen und nächstes Jahr mit 3,5 Prozent noch immer deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent liegen. Der deutsche Arbeitsmarkt dürfte nach Einschätzung der Essener Forscher relativ stabil bleiben, die Arbeitslosenquote im Durchschnitt dieses Jahres bei 5,3 Prozent liegen und in den nächsten beiden Jahren in etwa auf diesem Niveau verharren. 

RWI-Forscher senken Konjunkturprognose wegen Gaskrise deutlich

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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