Dienstag, Juli 16, 2024
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Reihe von Explosionen erschüttert Charkiw und Saporischschja

21. Okt (Reuters) – Eine Reihe von Explosionen hat am Freitag die Städte Charkiw und Saporischschja erschüttert. In Charkiw sei eine Industrieanlage getroffen worden, erklärte der Bürgermeister der Stadt, Ihor Terechow. Ob es Opfer gegeben habe und wie groß der Schaden sei, müssten Rettungskräfte erst noch untersuchen. Der Gouverneur der gleichnamigen Region, Oleh Sinegubow, sagte, fünf Menschen seien verletzt worden. Details zu den Explosionen in Saporischschja lagen noch nicht vor. Der Gouverneur der ebenfalls gleichnamigen Region, Olexander Staruch, meldete bislang nur die Detonationen.

Russische Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen ihre Raketenangriffe auf die Elektrizitätswerke in der Ukraine verstärkt. Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängte am Donnerstag erstmals seit dem russischen Einmarsch Ende Februar landesweite Beschränkungen für die Stromnutzung. In seiner abendlichen Ansprache beschuldigte Selenskyj Russland einen Angriff auf das Wasserkraftwerk Kachowska im Süden der Ukraine zu planen. „Wir haben Informationen, dass russische Terroristen den Damm und die Anlagen des Wasserkraftwerks Kachowska vermint haben“, sagte Selenskyj. Sollte der Damm brechen, würden 80 Ortschaften – darunter die Stadt Cherson – überflutet werden. 

Eigenen Angaben zufolge treiben die ukrainischen Streitkräfte ihre Offensive gegen russische Truppen in der südliche Region Cherson voran. Es habe heftige Kämpfe im Bezirk Beryslaw gegeben. Cherson ist bislang die einzige Regionalhauptstadt, die russische Truppen eingenommen haben. Dort wurden bei einem ukrainischen Angriff auf eine Fährüberfahrt laut russischen Angaben vier Menschen getötet.

Die Region Cherson gehört neben Luhansk, Donezk und Saporischschja zu den vier Regionen, die Russland Ende September annektiert hat. Die Annexion wird international nicht anerkannt. Am Mittwoch verhängte Russlands Präsident Wladimir Putin in den vier Gebieten das Kriegsrecht. Die Menschen in Cherson rief Russland auf, sich in Sicherheit zu bringen. Bis zu 60.000 Menschen sollten in den nächsten Tagen an das Ostufer des Flusses Dnjepr weiter nach Russland gebracht werden. 

Die Kontrolle über die Stadt Cherson bietet Russland eine Landverbindung zur Krim, das bereits 2014 annektiert wurde.

Reihe von Explosionen erschüttert Charkiw und Saporischschja

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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