Razzia bei der Deka Bank im Zusammenhang mit Cum-Ex

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Frankfurt, 22. Jun (Reuters) – Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Steuertricks mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften sind die Büros der Deka Bank in Frankfurt durchsucht worden. Das bestätigte die Deka Bank am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft Köln, die gegen mehrere Geldhäuser wegen mutmaßlicher Cum-Ex-Geschäfte ermittelt, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Laut „Handelsblatt“ richten sich die Ermittlungen auch gegen zwei aktuelle Vorstände: der stellvertretende Vorstandschef Matthias Danne und Finanzvorstand Daniel Kapffer. Die Deka Bank lehnte einen Kommentar dazu ab.

Die Ermittler der im Cum-Ex-Komplex federführenden Kölner Staatsanwaltschaft haben schon bei mehreren Banken in Frankfurt Geschäftsräume durchsucht, zuletzt bei der deutschen Niederlassung der US-Großbank Morgan Stanley, der britischen Bank Barclays oder der Investmentbank Merill Lynch, die zur Bank of America gehört.

Mit den sogenannten Cum-Ex-Aktientransaktionen konnten sich Investoren eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Aktiendividenden vom Finanzamt doppelt erstatten lassen. Dazu verschoben sie um den Stichtag für die Auszahlung der Dividende herum untereinander Aktien mit („cum“) und ohne („ex“) Dividendenanspruch. Den dadurch enstandenen Schaden schätzen Experten auf mehrere Milliarden Euro.

Razzia bei der Deka Bank im Zusammenhang mit Cum-Ex

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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