Dienstag, April 23, 2024
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Polnische Finanzaufsicht – Banken drohen Milliarden-Kosten

Frankfurt, 11. Okt – Den Banken in Polen drohen hohe Kosten, sollte der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Fall der Franken-Kredite gegen die Institute entscheiden. „Eine solche Entscheidung würde einmalige Kosten von 100 Milliarden Zloty (rund 20 Milliarden Euro) für den Bankensektor bedeuten“, sagte Jacek Jastrzebski, Chef der polnischen Finanzaufsicht KNF, am Dienstag. Die KNF prüft vor dem EuGH, ob die Banken von der Kreditvergabe in Schweizer Franken profitieren dürfen, wenn die Kundenverträge fehlerhaft waren. Die Schätzung der KNF von 20 Milliarden Euro basiert auf 14 Banken, die zusammen 98 Prozent des Kreditportfolios in Fremdwährungen halten, erklärte Jastrzebski. 

Hunderttausende polnische Kreditnehmer hatten vor vielen Jahren Hypotheken in Fremdwährungen, vor allem in Schweizer Franken, aufgenommen, um von niedrigeren Zinsen zu profitieren. Doch der Franken gewann im Vergleich zum Zloty an Wert, die Kosten für die Kunden stiegen. Tausende Polen klagten, um aus den teuren Krediten herauszukommen und erreichten in einigen Fällen eine außergerichtliche Lösung mit ihren Kreditgebern. Doch laut Jastrzebski hätten die Parteien das Zeitfenster besser nutzen sollen, denn aus rund 100.000 Gerichtsverfahren hätten es nur in 34.000 eine Einigung gegeben. 

Polnische Finanzaufsicht – Banken drohen Milliarden-Kosten

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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