Mittwoch, August 5, 2026
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OLG weist Klage von Wirecard-Aktionärin gegen Bafin zurück

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Bafin (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Klage einer Wirecard-Aktionärin gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht abgewiesen. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, sieht der 18. Zivilsenat keinen Schadensersatzanspruch wegen angeblicher Amtspflichtverletzungen der Bafin.

Die Klägerin hatte 2019 weitere 40 Wirecard-Aktien erworben, nachdem die Aufsichtsbehörde ein Leerverkaufsverbot verhängt und Strafanzeige gegen Financial-Times-Journalisten erstattet hatte. Sie argumentierte, diese Maßnahmen hätten sie in falscher Sicherheit gewogen. Das Landgericht Krefeld hatte die Klage bereits im Juli 2024 abgewiesen.

Das Oberlandesgericht bestätigte diese Entscheidung und führte aus, dass weder eine schuldhafte Amtspflichtverletzung vorliege noch ein Kausalzusammenhang zwischen den Bafin-Maßnahmen und dem Schaden der Klägerin bestehe. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, die Klägerin kann Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.


Foto: Bafin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Benzinpreis wieder gestiegen – Diesel ebenfalls teurer

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Zapfsäule an einer Aral-Tankstelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Abwärtstrend bei den Spritpreisen in den vergangenen Wochen sind die Preise zuletzt wieder nach oben gegangen. Der Preis für einen Liter Super E10 ist binnen Wochenfrist um 0,8 Cent gestiegen und liegt jetzt bei durchschnittlich 1,658 Euro, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung des ADAC hervorgeht. Diesel hat sich sogar um 1,3 Cent verteuert und kostet aktuell 1,572 Euro

Wesentlicher Grund für den Anstieg der Kraftstoffpreise sei der wieder etwas höher notierende Ölpreis (Brent), so der ADAC. Ein Barrel kostet aktuell rund 67 US-Dollar. Der Eurokurs zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar wie in den letzten Wochen stabil und kaum verändert.

Allerdings schmilzt die zuletzt wieder größer gewordene Differenz zwischen Super E10 und Diesel von 9,1 Cent in der Vorwoche auf nun nur noch 8,6 Cent je Liter. Der steuerliche Unterschied von gut 20 Cent je Liter ist damit wieder weiter entfernt.

Bereits seit Mitte Juni und den militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel, den USA und dem Iran mit der Gefahr einer Sperrung der Straße von Hormus halte diese Situation an, so der ADAC.


Foto: Zapfsäule an einer Aral-Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kiews Botschafter warnt vor "roten Linien" bei Sicherheitsgarantien

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Oleksij Makejew (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Der ukrainische Botschafter Oleksii Makejew fordert, einen Friedenseinsatz der Bundeswehr in der Ukraine nicht auszuschließen.

Die Regierungen, die sich derzeit mit Sicherheitsgarantien für sein Land beschäftigten, dürften nicht „halbherzig“ an das Thema herangehen, sagte Makejew dem „Handelsblatt“. „Und wir dürfen nicht den Fehler machen, uns selbst im Vorhinein rote Linien zu ziehen – etwa für eine Beteiligung der Bundeswehr.“ Die beste Sicherheitsgarantie für sein Land sei aber immer noch die Nato-Mitgliedschaft, so der Diplomat.

Forderungen nach territorialen Zugeständnissen seines Landes für eine Friedenslösung wies Makejew zurück. „Wenn wir einem Aggressor, der die Weltordnung und das Völkerrecht mit Füßen tritt, seine Eroberungen einfach durchgehen lassen, wäre das fatal für die Sicherheit Europas“, sagte er.

Der Botschafter reagierte auch auf Forderungen aus der CSU, jungen ukrainischen Männern das Bürgergeld zu streichen, wenn sie in Deutschland nicht arbeiten oder in ihrer Heimat Wehrdienst leisten. Dies sei „Stimmungsmache, in der praktischen Politik jedoch kaum realisierbar“, so Makejew. Es sei jedoch im gemeinsamen Interesse, dass die in Deutschland lebenden Ukrainer auch arbeiten. Gut 34 Prozent der Ukrainer seien hierzulande auf dem Arbeitsmarkt angekommen. „Das finde ich nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass viele Frauen mit kleinen Kindern eingewandert sind“, so der Diplomat.


Foto: Oleksij Makejew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne zweifeln an Koalitionsmehrheit für neuen Wehrdienst

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen sehen bei den Regierungsplänen zum neuen Wehrdienst der Bundeswehr rechtliche Risiken und zweifeln wegen des Koalitionsstreits an einem rechtzeitigen Inkrafttreten des Gesetzes zum Jahreswechsel. „Der Gesetzesvorschlag des Verteidigungsministeriums birgt rechtliche Herausforderungen im Bereich Gleichstellung und Wehrgerechtigkeit, die nicht ohne Risiko sind“, sagte die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgabe).

Wenn es später doch zu einer Wehrpflicht kommen sollte, sei die große Frage, ob eine solche Verpflichtung nur für einen Teil der wehrfähigen Männer mit dem Verfassungsrecht auf Gleichbehandlung zu vereinbaren sei. „Das wird wahrscheinlich vom Bundesverfassungsgericht geklärt werden müssen, das schafft große Unruhe in der Gesellschaft.“ Dieses Problem sei ja auch ein Grund für die Aussetzung des verpflichtenden Wehrdienstes gewesen.

Deshalb sei der Ansatz des Verteidigungsministeriums, zunächst auf Freiwilligkeit zu setzen, zwar vernünftiger. Aber es sei ebenso zu erwarten, dass unter den zwangsverpflichteten jungen Männern jemand versuche, die Ungleichbehandlung der Geschlechter vor Gericht anzufechten. „Ob die Wehrpflicht nur für Männer im Jahr 2025 angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung noch mit der verfassungsrechtlich garantierten Gleichstellung von Mann und Frau zu vereinbaren ist, ist tatsächlich eine spannende Frage“, erklärte Nanni.

Nanni sagte weiter: „Ich habe Zweifel, dass die Koalition es schafft, das Gesetz wie vorgesehen so zu beschließen, dass es zum 1. Januar 2026 in Kraft treten könnte.“ Beim Streit um den von der Union geforderten Automatismus gehe es um einen grundlegenden Konflikt, der nicht gelöst sei. „Dies könnte der nächste Fall sein, bei dem die Mehrheit der schwarz-roten Koalition nicht steht.“ Sie werde ihrer Fraktion empfehlen, nicht zuzustimmen. „Die Koalition muss alleine Mehrheiten besorgen.“

Für einen Automatismus im Gesetz, wie die Union ihn nun wolle, sei es außerdem der falsche Zeitpunkt. „Die Bundeswehr hat es ja noch gar nicht versucht, ob die neuen Ziele auch ohne verpflichtenden Wehrdienst erreicht werden können.“ Nanni sagte aber auch: „Die Personalprobleme der Bundeswehr werden so oder so nicht alleine durch mehr junge Wehrdienstleistende gelöst.“ Man müsse vor allem schauen, dass man die Soldaten, die schon in der Bundeswehr sind, auch länger im Dienst halte. Bei der Entwicklung der Reserve stehe man noch ganz am Anfang, „das ist im Grunde eine Katastrophe“.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Weber will europäischen Binnenmarkt stärken

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Manfred Weber am 27.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Partei- und Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), will den europäischen Binnenmarkt stärken. „Wir müssen die Kraft des eigenen Binnenmarktes freilegen“, sagte er am Mittwoch in Berlin.

In den 80er-Jahren habe dieser viel Wohlstand gebracht. Bei den Finanzdienstleistungen und beim Energie-Binnenmarkt habe man hingegen bisher noch keinen europäischen Markt- es seien stattdessen „national abgeschottete Märkte“, so Weber. „Wenn wir die Kräfte freilegen, können wir viel Wachstum aus uns selbst heraus schaffen.“

In die Zukunft müsse investiert werden. „Europa muss durchstarten bei Innovation“, sagte der EVP-Chef. Nur so könne Europa als Wohlstandsraum der Welt erhalten werden.


Foto: Manfred Weber am 27.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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IAB-Arbeitsmarktbarometer steigt im August weiter an

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Bauarbeiter (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist erneut gestiegen. Im August 2025 liegt es mit einem Plus von 0,7 Punkten bei 100,7 Punkten wieder im positiven Bereich, wie das IAB am Mittwoch mitteilte.

Auf den europäischen Arbeitsmärkten zeigt sich dagegen weiterhin wenig Dynamik. Das European Labour Market Barometer verharrt auch im August bei 99,7 Punkten.

Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in Deutschland verzeichnet im August einen zweiten spürbaren Anstieg in Folge und legt um 0,9 Punkte auf 100,5 Punkte zu. Insgesamt ist die Komponente seit März 2025 um fast vier Punkte gestiegen.

„Zum ersten Mal seit über drei Jahren erwarten die Arbeitsagenturen ein Ende des Anstiegs der Arbeitslosigkeit“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Die Beschäftigungskomponente klettert um 0,5 Punkte und liegt mit 100,9 Punkten nun deutlicher im positiven Bereich. „Die Beschäftigung könnte nach der Flaute wieder ein wenig mehr Fahrt aufnehmen“, so Weber. Gerade die Industrie bleibe aber unter Druck.

Das Arbeitsmarktbarometer in Deutschland entwickelt sich seit nunmehr zwei Monaten besser als die europäischen Arbeitsmarktaussichten. Das European Labour Market Barometer verharrt bereits den vierten Monat in Folge bei 99,7 Punkten. Somit zeigt der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB weiterhin einen leicht pessimistischen Ausblick für Europa. „Ohne konjunkturellen Schub treten die Europäischen Arbeitsmärkte weiter auf der Stelle“, so Weber.


Foto: Bauarbeiter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet kaum verändert – Ende der US-Berichtssaison

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.130 Punkten berechnet, ein Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen die Autobauer Porsche, Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW. Am unteren Ende befanden sich die Aktien von der Commerzbank, Siemens Energy und der Deutschen Bank.

„Die Marktteilnehmer werden es zur Wochenmitte weiterhin ruhig angehen und tendenziell weiter an den Seitenlinien stehen bleiben“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. Die Handelsvorgaben aus den USA und Asien gäben keine großen Impulse und mit den Quartalszahlen von Nvidia stehe heute das krönende Ende der US-Berichtssaison an.

„Das GfK-Konsumklima fiel erneut schwächer aus als erwartet, wurde jedoch bereits größtenteils antizipiert“, so Lipkow. Dieser Trend sei bereits seit einigen Handelsmonaten zu beobachten.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen schwächer. Ein Euro kostete 1,1613 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8611 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,10 US-Dollar; das waren 12 Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Bundesbank sieht Bonität Deutschlands nicht gefährdet

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Deutsche Bundesbank (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Trotz steigender Staatsschulden sieht die Bundesbank die Bonität Deutschlands nicht gefährdet. „Deutschland genießt weiterhin hohe Kreditwürdigkeit und bleibt auch bei wachsender Schuldenquote im internationalen Vergleich in ruhigen Gewässern“, schreibt Bundesbank-Vorstand Michael Theurer in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

Zugleich warnt Theurer vor den langfristigen Folgen wachsender Zinslasten für den Bundeshaushalt. Es sei entscheidend, die derzeit hohen Defizite verlässlich zurückzuführen. Deutschland habe für die Euro-Zone eine wichtige Ankerfunktion.

Sorgen bereitet den Währungshütern vor allem die enge Verflechtung von Staaten und Banken im Euro-Raum. Diese habe sich bereits in der Finanz- und Staatsschuldenkrise als Risiko für die Stabilität erwiesen. Zweifel an der Solvenz von Staaten könnten die Bonität von Banken schwächen, während Bankenkrisen wiederum staatliche Rettungsmaßnahmen erforderlich machten und die öffentlichen Haushalte belasteten.

Ein Grund für diese Abhängigkeit sei die regulatorische Bevorzugung staatlicher Anleihen, die von Banken weder mit Eigenkapital unterlegt noch auf Großkreditgrenzen angerechnet werden müssen. Theurer fordert daher eine stärkere Entflechtung von Staaten und Banken, um die Finanzstabilität im Euro-Raum dauerhaft zu sichern.


Foto: Deutsche Bundesbank (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studenten geben die Hälfte ihres Einkommens für Wohnkosten aus

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Studenten in einer Bibliothek (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Studenten mit eigener Haushaltsführung geben im Durchschnitt 53 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus. Das ist deutlich mehr als die Wohnkostenbelastung der Gesamtbevölkerung, die im Schnitt bei knapp 25 Prozent liegt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte.

Die Wohnkostenbelastung für alleinlebende Studenten liegt mit durchschnittlich 54 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens ebenfalls sehr hoch. Die Wohnkostenbelastung für Studenten, die mit anderen Studenten oder Auszubildenden zusammen in einem Haushalt leben, fällt mit knapp 37 Prozent deutlich geringer aus, ist aber immer noch höher als in der Gesamtbevölkerung.

Auch Auszubildende mit eigener Haushaltsführung geben einen verhältnismäßig großen Teil ihres Einkommens für Wohnkosten aus. Insgesamt liegt die Wohnkostenbelastung im Schnitt bei 41 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens. Auch hier geben alleinlebende Auszubildende mit 42 Prozent einen vergleichsweise hohen Teil des Einkommens für Wohnen aus. Für diejenigen, die mit anderen Auszubildenden oder Studenten zusammenleben, liegt die Wohnkostenbelastung mit 26 Prozent nur leicht über der in der Gesamtbevölkerung (25 Prozent).

Liegt die Wohnkostenbelastung auch nach Abzug erhaltener wohnungsbezogener Transferleistungen noch bei mehr als 40 Prozent, gelten Haushalte als überbelastet. Im vergangenen Jahr traf das auf 62 Prozent der Studentenhaushalte zu. Unter alleinlebenden Studenten galten 64 Prozent als überbelastet durch Wohnkosten. Bei denjenigen, die mit anderen Studenten oder Auszubildenden zusammenwohnten, waren es 34 Prozent. In der Gesamtbevölkerung lag der Anteil der durch Wohnkosten überbelasteten Haushalte bei nur zwölf Prozent.

Bei Auszubildenden mit eigener Haushaltsführung galten gut 37 Prozent als überbelastet durch Wohnkosten. Auch hier waren alleinlebende Auszubildende (41 Prozent) deutlich häufiger von Wohnkostenüberbelastung betroffen als solche, die mit anderen Auszubildenden oder Studenten zusammen in einem Haushalt leben (zwölf Prozent).

Dass viele Studenten und Auszubildende über ein insgesamt vergleichsweise geringes Einkommen verfügen, liegt auch daran, dass sie sich in einer Lebensphase befinden, in der sie in ihre Ausbildung und somit in ihr späteres Berufsleben investieren, so die Statistiker weiter. Die Hälfte der Studenten mit eigener Haushaltsführung verfügte zuletzt über ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 930 Euro pro Monat. Für Auszubildende mit eigener Haushaltsführung lag das mittlere Nettoäquivalenzeinkommen bei 1.278 Euro im Monat.

Große Teile ihrer Einkünfte beziehen Studenten und Auszubildende aus eigener Erwerbstätigkeit. Studenten, die allein oder mit anderen Studenten und Auszubildenden zusammenleben, bezogen im Schnitt 42 Prozent ihrer Einkünfte aus Erwerbseinkommen. Gut 32 Prozent machte private Unterstützung wie Unterhaltszahlungen von Angehörigen aus, 14 Prozent BAföG-Leistungen oder Stipendien und knapp zwölf Prozent sonstige Einkünfte wie etwa Kindergeld oder Hinterbliebenenrente.

Betrachtet man die Auszubildenden mit eigener Haushaltsführung, machte das eigene Erwerbseinkommen mit 81 Prozent einen deutlich größeren Anteil am insgesamt verfügbaren Einkommen aus. Dagegen bezogen sie ihr Einkommen zu einem deutlich geringeren Teil aus privater Unterstützung (fünf Prozent). Auch der Anteil der Bafög-Leistungen fiel mit zwei Prozent wesentlich geringer aus.


Foto: Studenten in einer Bibliothek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Verbraucherstimmung sinkt weiter

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Frau mit Einkaufstasche (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Verbraucherstimmung in Deutschland schwächt sich im August weiter ab. Die Einkommens- und Konjunkturerwartungen büßen laut dem am Mittwoch veröffentlichten „GfK-Konsumklima“ erheblich ein, außerdem geht die Anschaffungs- und Sparneigung leicht zurück.

In Zahlen sank der Konsumklima-Indikator im Vergleich zum Vormonat (revidiert -21,7 Zähler) um 1,9 Zähler auf -23,6 Punkte. Maßgeblichen Anteil an dem Rückgang hatte die stark gesunkene Einkommenserwartung, dagegen hat die Sparneigung, die nur um 0,6 Punkte auf 15,8 Zähler zurückgegangen ist, nur einen marginalen Einfluss auf den Verlauf des Konsumklimas. „Mit dem dritten Rückgang in Folge befindet sich das Konsumklima nun definitiv in der Sommerflaute“, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), das an der Indexermittlung beteiligt ist. „Ein wesentlicher Grund, auch für den spürbaren Rückgang der Einkommensaussichten, dürften die zunehmenden Sorgen um den Arbeitsplatz sein“.

Zuletzt war die Zahl der registrierten Arbeitslosen angestiegen und blieb im Juli noch knapp unter drei Millionen, aber Experten erwarten für August ein Überschreiten dieser Marke. Auch unter den Verbrauchern ist in diesem Monat der Beschäftigungspessimismus deutlich gestiegen: Der Indikator für die Erwartung an die Entwicklung der Zahl der Arbeitslosen hat den höchsten Wert in diesem Jahr erreicht. „Eine zunehmende Angst vor Jobverlust sorgt dafür, dass viele Konsumenten gerade mit größeren Anschaffungen weiterhin vorsichtig bleiben. Damit schwinden die Hoffnungen auf eine durchgreifende Erholung der Konsumstimmung noch in diesem Jahr weiter“, so Bürkl weiter.

Nach zuvor fünf Anstiegen in Folge müssen die Einkommensaussichten der Verbraucher im August einen herben Rückschlag hinnehmen. Der Einkommensindikator verliert gegenüber dem Vormonat 11,1 Zähler und fällt mit 4,1 Punkten auf den niedrigsten Wert seit März 2025. Damals wurden -3,1 Punkte gemessen. Neben den Sorgen um einen möglichen Verlust des Arbeitsplatzes dürften unter den Konsumenten auch die anhaltende Verunsicherung über die künftige Entwicklung der Verbraucherpreise eine Rolle spielen.

Die geopolitische Lage wie auch die Zollpolitik der US-Regierung sorgen für Befürchtungen, dass unter anderem auch die Energiepreise wieder steigen könnten. Entsprechend sind die Inflationserwartungen der deutschen Konsumenten im August den zweiten Monat in Folge angestiegen.

Angesichts deutlich gesunkener Einkommensaussichten muss auch die Anschaffungsneigung in diesem Monat Einbußen hinnehmen. Allerdings fallen diese vergleichsweise gering aus. Der Indikator verliert 0,9 Zähler und verharrt mit -10,1 Punkten damit weiter im Keller. Dies ist der schlechteste Wert seit Februar 2025, als -11,1 Punkte gemessen wurden.

Der Konjunkturoptimismus der deutschen Verbraucher schwindet unterdessen weiter. Zum zweiten Mal in Folge verliert der Konjunkturindikator spürbar. Aktuell beträgt das Minus 7,4 Zähler. Mit 2,7 Punkten rutscht die Konjunkturstimmung auf den niedrigsten Wert seit einem halben Jahr. Im Februar lag sie bei 1,2 Punkten. Damit dürften die Hoffnungen auf eine Erholung der deutschen Wirtschaft noch in diesem Jahr aus Verbrauchersicht weiter gesunken sein.


Foto: Frau mit Einkaufstasche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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