Montag, September 21, 2026
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Dax schließt knapp unter 25.000er-Marke

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax leicht nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.988 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise, Zalando und Brenntag, am Ende Siemens Energy, die Allianz und Heidelberg Materials.

„Über 25.000 Punkten im Dax wird die Luft dünner, darunter reizt der Index weiterhin den einen oder anderen Anleger, in den Aktienmarkt einzusteigen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „So stand heute nach der Erholung vom Vorwochentief bei 24.200 Punkten und vor den morgigen Arbeitsmarktdaten aus den USA ein Handelstag der Konsolidierung auf der Agenda.“

„Zyklische Branchen waren gefragt, die Aktien von Symrise führen die Gewinnerliste an und werden von BASF und den Autoaktien flankiert. Aber auch in die Aktie des Sorgenkindes der vergangenen Monate und Schwergewichts im Dax, des Softwarekonzerns SAP, kommt wieder positive Dynamik, was dem Index natürlich hilft.“

Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung in Europa helle das aktuelle Sentiment auch für deutsche Aktien etwas auf. Nur sei die alles entscheidende Frage, ob das junge Pflänzchen der Konjunkturerholung auch ohne die Unterstützung aus den USA weiterwachsen könne, so Lipkow. „Zuletzt zeigten sich in einigen Sektoren erste nachhaltige Erholungstendenzen. Das stützt in diesen Tagen den Dax.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1902 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8402 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 68,86 US-Dollar; das waren 18 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Grüne und Linke gegen höhere Verdienstgrenze bei Minijobs

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Bedienung in einem Café (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grüne und Linke lehnen die Forderung aus der CDU nach einer höheren Verdienstgrenze bei Minijobs entschieden ab. Das berichtet das Nachrichtenportal T-Online.

CDU-Spitzenkandidat aus Baden-Württemberg, Manuel Hagel, hatte zuvor eine Anhebung der Minijobgrenze auf 1.000 Euro gefordert und erklärt, Minijobs seien wichtig für Familien und Menschen mit geringem Einkommen. Die Verdienstgrenze bei Minijobs orientiert sich am Mindestlohn und liegt derzeit bei 603 Euro.

„Offenbar hat Herr Hagel immer noch nicht verstanden, welchen Schaden Minijobs anrichten“, sagte der arbeitspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Pascal Meiser, dem Portal. Sie bieten Beschäftigten „nicht nur keine eigenständige soziale Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter, sondern untergraben auch massiv die Finanzierungsbasis unseres solidarischen Sozialversicherungssystems.“

Meiser fordert stattdessen flächendeckende Tarifverträge für „gute Arbeitsbedingungen und Löhne“. Das seien Dinge, für die Baden-Württemberg einmal gestanden habe. „Aber kein Wort davon von Herrn Hagel“, sagte Meiser und fügt hinzu: „Offenkundig will Herr Hagel aus dem Land der gut bezahlten Facharbeiter lieber ein Land der prekär Beschäftigten machen.“

Die Grünen verweisen auf gegensätzliche Forderungen innerhalb der Union: „Zuerst fordert die Mittelstandsvereinigung der Union, das Recht auf Teilzeit stark einzuschränken, jetzt erkennt Herr Hagel, wie wichtig Teilzeitarbeit für Familien ist. Der Arbeitnehmerflügel der Union will Minijobs weitgehend abschaffen, Herr Hagel spricht sich sogar für eine Ausdehnung der Minijobs aus“, sagte der Sprecher für Arbeit und Soziales der Fraktion, Armin Grau.

Er resümiert: „Bei der CDU herrscht arbeits- und sozialpolitisch ein komplettes Chaos.“ Auch er bemängelt, dass dem Staat durch Minijobs Sozialversicherungsbeiträge entgehen. Zudem seien sie für viele Menschen eine Falle: „Wer langfristig in Minijobs arbeitet, steht im Alter mit leeren Händen da.“ Grau fordert die Abschaffung von Minijobs mit Ausnahme für Schüler und Studierende.


Foto: Bedienung in einem Café (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Klare Mehrheit gegen Abschaffung der "Rente mit 63"

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Alter Mann und junge Frau (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die zuletzt wieder diskutierte Forderung nach einer Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ stößt weiterhin auf geringe Zustimmung in der Bevölkerung.

In einer Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv gaben lediglich 18 Prozent der Befragten an, es richtig finden, die Möglichkeit abzuschaffen, nach 45 Versicherungsjahren vorzeitig und ohne Abschläge in Rente zu gehen. Eine deutliche Mehrheit von 78 Prozent spricht sich gegen eine Abschaffung aus. Damit hat sich die Haltung der Bevölkerung im Vergleich zur letzten Forsa-Erhebung im Mai 2024 kaum verändert (17 Prozent dafür, 81 Prozent dagegen).

Sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland überwiegt die Ablehnung deutlich. In den neuen Bundesländern sprechen sich 79 Prozent gegen eine Abschaffung aus, in den alten Bundesländern sind es 78 Prozent. Unter Erwerbstätigen lehnen 82 Prozent eine Abkehr vom Modell der „Rente mit 63“ ab, unter Rentnern sind es 72 Prozent. Auch in den Anhängerschaften aller Parteien überwiegt die Ablehnung: Besonders deutlich fällt sie bei Wählern der Linken (85 Prozent) und der AfD (84 Prozent) aus. Selbst unter Anhängern der CDU/CSU sprechen sich 69 Prozent gegen eine Abschaffung aus, während 27 Prozent diese befürworten.

Noch deutlichere Ablehnung erfährt ein weiterer Vorschlag im Bereich der Sozialpolitik: Die Idee, Zahnarztleistungen künftig nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung übernehmen zu lassen, sondern vollständig von den Patienten selbst bezahlen zu lassen, findet in der Bevölkerung nahezu keine Unterstützung. Nur fünf Prozent der Bundesbürger halten diesen Vorschlag für richtig, während 92 Prozent ihn ablehnen.

In Westdeutschland sprechen sich 93 Prozent gegen eine Selbstzahlung von Zahnarztleistungen aus, in Ostdeutschland sind es 88 Prozent. In allen politischen Lagern überwiegt die Ablehnung klar. Besonders geschlossen fällt sie bei Anhängern der Linken aus, von denen 100 Prozent den Vorschlag ablehnen. Auch unter Wählern von SPD (98 Prozent), Grünen (97 Prozent), CDU/CSU (90 Prozent) und AfD (93 Prozent) findet sich kaum Zustimmung.

Die Daten wurden vom 6. bis 9. Februar 2026 erhoben. Datenbasis: 1.009 Befragte.


Foto: Alter Mann und junge Frau (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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AfD und Linke gegen Social-Media-Verbot für Jugendliche

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Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – AfD und Linke sprechen sich gegen ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus, wie es von Teilen der CDU gefordert wird.

Die Forderung sei „falsch und gefährlich“, sagte AfD-Chefin Alice Weidel dem Nachrichtenportal T-Online. Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien beizubringen, gehöre zum Erziehungsauftrag der Eltern und sei „wesentlich wirkungsvoller und zielführender als eine Tabuisierung von X, Instagram und Co. durch ein generelles staatliches Verbot“.

Ähnlich sieht es Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek: „Statt Social Media für Jugendliche einfach zu verbieten, muss es darum gehen, dass wir ihnen Medienkompetenz beibringen und die sozialen Medien für alle, auch Erwachsene, sicherer machen“, sagte sie T-Online. Die EU zwinge Tech-Konzerne bisher zum Beispiel nicht, Algorithmen offenzulegen oder illegale Inhalte zu entfernen. „Wer in der Politik keine anderen Ideen hat, als soziale Medien für Jugendliche zu verbieten, macht es sich aber zu einfach.“ Junge Menschen hätten ein „Recht auf Teilhabe am digitalen Raum“.


Foto: Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rufe nach Konsequenzen aus Dunkelfeldstudie zu Gewalt

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Karin Prien bei der Vorstellung einer Dunkelfeldstudie am 10.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Vorstellung einer neuen Dunkelfeldstudie zu Gewalt werden Rufe nach Konsequenzen laut.

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe fordert vor dem Hintergrund der Zahlen mehr Hilfe für Betroffene von Gewalt. „Wir brauchen dringend einen Ausbau und die strukturelle und finanzielle Absicherung des Hilfesystems“, sagte Claudia Igney, Referentin des BFF, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Das 2025 verabschiedete Gewalthilfegesetz sei ein erster Schritt dahin. Dieses sieht ab 2032 einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für alle von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt betroffenen Frauen vor. „Das muss konsequent und bedarfsgerecht umgesetzt werden“, sagte Igney.

Damit die Gewalt weniger werde, brauche es aber noch viel mehr. „Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte sie. Dazu gehöre ein Ineinandergreifen von Prävention, Unterstützung für Betroffene, Opferschutz und Strafverfolgung, Täterarbeit (z.B. soziale Trainingskurse für gewaltausübende Personen) und Fortbildungen für Fachkräfte im Gesundheitswesen, Bildungseinrichtungen, Polizei und Justiz.

Der Studie zufolge ist insbesondere bei Partnerschaftsgewalt das Dunkelfeld groß. „Weniger als fünf Prozent der Gewalttaten gelangen zur Kenntnis der Polizei“, sagte Igney. „Umso wichtiger sind niedrigschwellige Hilfsangebote, wie sie z.B. Fachberatungsstellen leisten.“ Deren Unterstützung richte sich danach, was die Betroffene aktuell braucht und möchte. „Wenn die Tat erst vor Kurzem geschehen ist, geht es vielleicht erstmal darum, das Erlebte einordnen zu können, wieder Stabilität im Alltag zu bekommen und die nächsten Schritte zu überlegen.

Bei Partnerschaftsgewalt können Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz wie Kontakt- und Näherungsverbote gegen den gewalttätigen (Ex-)Partner hilfreich sein, oder auch erstmal für ein paar Tage zu einer Freundin zu ziehen und sich in Ruhe weitere Schritte zu überlegen.“ Wenn es gemeinsame Kinder gebe, seien Regelungen zu Umgang und Sorge zu treffen. Für niedrigschwellige Hilfe sind auch Schulungen für alle Berufsgruppen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen, wichtig, sagte die BFF-Referentin, etwa für medizinisches Personal.

Igney wies zudem daraufhin, dass es insbesondere bei jungen Menschen eine hohe Betroffenheit von Gewalt gibt. „Prävention und Hilfsangebote müssen früh ansetzen“, sagte sie den Funke-Zeitungen, im Kindergarten und in der Schule. „Gesamtgesellschaftlich ist die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Abbau von Machtungleichgewichten wichtig“, so Igney. „Überall da, wo es Machtungleichgewicht und Abhängigkeiten gibt, ist ein Nährboden für Gewalt.“

Konkret nannte sie als Beispiel Vorgesetzte, die ihre Macht ausnützen, und Situationen, in denen Frauen sich wegen finanzieller Abhängigkeiten nicht von ihrem Ehemann trennen könnten. Es gebe viele Stellen, an denen gesamtgesellschaftlich etwas geändert werden müsste. „Zum Teil wird daran gearbeitet, aber zu oft ist das nur punktuell. Schutz vor Gewalt und Hilfe für Betroffene muss Priorität haben, immer. Und nicht nur am 25.11. oder wenn eine neue Studie vorgestellt wird.“

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann sieht unterdessen ein „massives Gewaltproblem“ in Deutschland. „Insbesondere das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen ist erschreckend, sie werden besonders häufig Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen“, sagte Haßelmann vor dem Hintergrund der Dunkelfeldstudie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Frauen hätten jahrelang von struktureller Gewalt berichtet, so die Co-Vorsitzende der Grünen im Bundestag. „Sie brauchen mehr Schutz und es ist wichtig, dass sie gehört werden.“

Mit dem Gewalthilfegesetz sei ein wichtiger Schritt gemacht. „Die jetzige Bundesregierung muss das nun konsequent fortsetzen und sich an die Seite der von Gewalt betroffenen Frauen stellen“, forderte Haßelmann. Dafür brauche es eine Stärkung niedrigschwelliger Anlaufstellen, den Ausbau von Angeboten für Frauen in Not und einen besseren Schutz für Frauen und queere Menschen. „Gewalt darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben“, sagte die Grünen-Politikerin.


Foto: Karin Prien bei der Vorstellung einer Dunkelfeldstudie am 10.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Merkel will auf CDU-Parteitag keine Rede halten

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Angela Merkel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die frühere Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel wird erstmals, seit sie nicht mehr im Amt ist, an einem CDU-Parteitag teilnehmen. Sie wird beim Delegiertentreffen Ende Februar in Stuttgart aber keine Rede halten, teilte das Büro der Altkanzlerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe) mit.

Merkel werde am ersten Tag des Treffens in der baden-württembergischen Hauptstadt, dem 20. Februar, als Ehrengast dabei sein, sagte eine Sprecherin ihres Büros. Sie werde „bis einschließlich der Wahl des Parteivorsitzenden“ am Freitag bleiben. „Eine Rede wird sie nicht halten.“

Die Teilnahme von Merkel am CDU-Parteitag stößt in der Partei auf Wohlwollen. „Das ist ein gutes Signal“, sagte Dennis Radtke, Chef des Arbeitnehmerflügels CDA, dem „Spiegel“. „Angela Merkel ist eine der prägenden Persönlichkeiten der CDU und des ganzen Landes. Das zeigt doch: Gerade in schwierigen Zeiten stehen wir als Christdemokraten zusammen.“

„Ich finde gut, dass Frau Merkel kommt“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß dem „Spiegel“. Das unterstreiche, dass die Partei „enorm geschlossen“ sei und als Team bei den anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kämpfe.

Auch der Chef der Jungen Gruppe im Bundestag, Pascal Reddig, äußerte sich positiv. Merkels Teilnahme sei „völlig in Ordnung und gar nicht so überraschend“, sagte Reddig dem Magazin. „Es ist ein gutes Zeichen, dass Angela Merkel nach einer Phase des Abstands wieder mehr Kontakt zur Partei sucht.“

Der CDU-Parteitag findet Ende kommender Woche in Stuttgart statt. Nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft hatte Merkel an den Treffen 2022 und 2024 nicht teilgenommen.


Foto: Angela Merkel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Parlament segnet Liste sicherer Herkunftsstaaten ab

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Ankunftszentrum für Flüchtlinge (Archiv), via dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Das EU-Parlament hat am Dienstag grünes Licht für neue Regeln für Asylverfahren in der Europäischen Union gegeben. Mit 408 Ja-Stimmen dafür und bei 184 dagegen und 60 Enthaltungen wurde die Einführung einer EU-weiten Liste sicherer Herkunftsstaaten gebilligt. Zudem stimmten die Abgeordneten der Einigung über die Verordnung zur Anwendung des Konzepts des sicheren Drittstaats zu.

Die neue Liste ermöglicht eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen aus Ländern wie Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Kosovo, Indien, Marokko und Tunesien. Antragsteller müssen nachweisen, dass die Einstufung als sicherer Herkunftsstaat im konkreten Fall nicht zutrifft. Auch EU-Beitrittskandidaten gelten als sichere Herkunftsstaaten, es sei denn, es liegen besondere Umstände vor. Die Kommission überwacht die Lage in diesen Ländern und kann Änderungen an der Liste vorschlagen.

Die Vereinbarungen müssen nun noch vom Rat formell angenommen werden.


Foto: Ankunftszentrum für Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Parlament stimmt neuem EU-Klimazwischenziel für 2040 zu

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EU-Parlament in Straßburg (Archiv), via dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Das EU-Parlament hat am Dienstag für eine Änderungen des EU-Klimagesetzes gestimmt, um ein neues Klimazwischenziel für 2040 aufzunehmen. Die zuvor mit dem Rat vereinbarte Formulierung sieht vor, dass die Netto-Treibhausgasemissionen um 90 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt werden sollen. Die Einführung des EU-Emissionshandelssystems für die Sektoren Gebäude und Verkehr (EU-ETS 2) soll zudem um ein Jahr verschoben werden, von 2027 auf 2028.

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmten mit 413 zu 226 Stimmen bei 12 Enthaltungen für die Gesetzesänderung. Sobald der Rat den Text billigt, tritt er 20 Tage nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft.

Fünf Prozentpunkte der geplanten Emissionsreduktionen können durch internationale Emissionszertifikate außerhalb der EU erzielt werden. Auf Drängen des Parlaments dürfen diese Zertifikate nur in Sektoren verwendet werden, die nicht unter das EU-Emissionshandelssystem für die Sektoren Energie und Industrie (EU-ETS 1) fallen, und nur aus Partnerländern stammen, deren Klimaziele und -politiken mit den Zielen des Pariser Übereinkommens vereinbar sind.


Foto: EU-Parlament in Straßburg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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JP Morgan erwartet für 2026 "Jahr der Megadeals"

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Chase Bank (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Bank JP Morgan erwartet weltweit eine Welle von großen Übernahmen.

Ende 2025 habe es mit dem 55 Milliarden Dollar schweren Verkauf des Videospieleentwicklers Electronic Arts und der Übernahme des Medienkonzerns Warner Bros. durch Netflix für 72 Milliarden Dollar zum ersten Mal seit Längerem wieder sehr große Deals gegeben, sagte Filippo Gori, Co-Head Global Banking bei JP Morgan, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Dieses Momentum hält an, und wir sind überzeugt: 2026 wird das Jahr der Megadeals werden. Unsere Pipeline ist so voll wie nie zuvor.“

Für das gestiegene Interesse an großen Übernahmen gibt es laut Gori verschiedene Ursachen. „Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und Finanzinvestoren sind so günstig wie lange nicht“, sagte er. „Außerdem ist das Zinsumfeld in Europa und den USA stabil, was für Planungssicherheit sorgt.“ Hinzu komme, dass sich Unternehmen in vielen Regionen der Welt an das unsichere geopolitische Umfeld gewöhnt hätten und darin inzwischen kein Hindernis mehr sähen, Übernahmen anzugehen.

In den Vereinigten Staaten erwartet Gori unter anderem wegen der Politik von Präsident Donald Trump weitere Übernahmen. „In den USA wollen viele Konzerne auch wegen wirtschaftsfreundlicher Reformen der Regierung aktiv werden und denken deshalb zum Teil auch über Deals nach, die bisher als ausgeschlossen galten.“ Zudem erwartet Gori Akquisitionen innerhalb Europas. „Europa braucht größere Unternehmen, um in Sektoren wie Technologie, Verteidigung und Infrastruktur im globalen Wettbewerb mithalten zu können“, sagte er.


Foto: Chase Bank (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax kehrt am Mittag auf Vortagesniveau zurück – Symrise gefragt

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag nach einem Start mit leichten Verlusten bis zum Mittag auf das Vortagesniveau zurückgekehrt. Um 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.023 Punkten berechnet, wenige Punkte über dem Schlussniveau vom Montag. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise und BASF, am Ende Qiagen, Siemens Energy und Allianz.

„Die Investoren bleiben vorerst den Dax Unternehmen treu und fokussieren sich am Dienstag verstärkt auf die zyklischen Branchen“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die Aktien von Symrise führen die Gewinnerliste an und werden von BASF und den Automotivetiteln flankiert.“

Die Hoffnung auf eine weitere Konjunkturerholung in Europa stütze das aktuelle Sentiment für europäische Aktien, so Lipkow. „Es bleibt weiterhin interessant, zu sehen, ob das aktuelle Pflänzchen der Konjunkturerholung auch ohne die wirtschaftliche Unterstützung aus den USA weiter wachsen kann. Zuletzt zeigten sich in einigen Bereichen erste nachhaltige Erholungstendenzen in Deutschland.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1905 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8400 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 69,19 US-Dollar, das waren 15 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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