Samstag, März 21, 2026
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Dax startet freundlich – Risikoneigung ist zurück

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 23.785 Punkten berechnet und damit 0,3 Prozent über dem Schlussniveau von Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Merck und Rheinmetall, am Ende die Commerzbank, FMC und die Münchener Rück.

„Die Risikoneigung ist zurück“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Die Hoffnung auf eine Weihnachtsrally lasse Anleger wieder mutiger werden. „Besonders deutlich ist das am Kurs des Bitcoin abzulesen. Seit dem Verlaufstief vom Montag ist es hier mehr als zehn Prozent nach oben gegangen.“ Auch beim Dax sei wieder vorsichtiger Optimismus zu spüren, so Altmann. „Die Hoffnung, dass die 200-Tage-Linie hält, hat einige Käufer in den Markt gelockt.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1641 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8590 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 62,74 US-Dollar; das waren 29 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Grüne fordern eindeutige Bundes-Zuständigkeit bei Drohnenabwehr

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Start- und Landebahn an einem Flughafen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Irene Mihalic, hat sich dafür ausgesprochen, dass der Bund allein für die Drohnenabwehr zuständig sein soll.

„Wir haben nur einen Luftraum in Deutschland und der muss auch einheitlich abgesichert sein“, sagte Mihalic den Sendern RTL und ntv. Sie lobte zwar, dass Innenminister Dobrindt am Dienstag die Anti-Drohnen-Einheit der Bundespolizei in Dienst gestellt hat. „Aber es muss natürlich auch dafür gesorgt werden, dass es am Ende kein Zuständigkeitschaos gibt.“

Der Bund dürfe nicht nur koordinieren, sondern müsse auch die Federführung bei den Einsätzen haben. „Der Bundesinnenminister kann das machen, er kann der Bundespolizei diese Kompetenz geben.“ Bei einer Gefahrenlage in Echtzeit könne man nicht lange überlegen, wer zuständig sei. Zugleich brauche es natürlich die Kooperation mit den Bundesländern.


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Deutlich mehr Behandlungen in Notfallambulanzen

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Notfallaufnahme (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In den Krankenhäusern in Deutschland sind im Jahr 2024 rund 13,0 Millionen ambulante Notfälle behandelt worden. Das war ein Anstieg um 5,0 Prozent gegenüber dem Jahr 2023 und der höchste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2018, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Damit wurden im Jahr 2024 im Durchschnitt täglich rund 35.600 Menschen in einer Notfallambulanz versorgt. Im Jahr 2020 war die Zahl der ambulanten Notfallbehandlungen mit insgesamt 9,4 Millionen auf dem niedrigsten Stand, seitdem stieg sie kontinuierlich an. Die Covid-19-Pandemie hatte zu einem Rückgang der Fallzahlen in den Notaufnahmen geführt. Die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle betrug im Jahr 2024 insgesamt rund 17,5 Millionen – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent.

Die meisten in einer Ambulanz behandelten Notfälle gab es 2024 in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (3,4 Millionen Behandlungsfälle), Bayern (1,9 Millionen) und Baden-Württemberg (1,6 Millionen). Auf 1.000 Einwohner kamen deutschlandweit durchschnittlich rund 156 Behandlungen in Notfallambulanzen. Dabei unterscheidet sich die Quote deutlich von Bundesland zu Bundesland: Besonders hoch war sie in den Stadtstaaten Hamburg (213 Fälle je 1.000 Einwohner) und Berlin (208 Fälle), besonders niedrig in Schleswig-Holstein (119) und Hessen (123 Fälle).


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Stimmung in Automobilindustrie deutlich verschlechtert

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Nach einem starken Anstieg im Oktober ist die Stimmung in der Autoindustrie im November deutlich gefallen. Der vom Münchner Ifo-Institut gemessene Geschäftsklimaindex sank auf -20,0 Punkte, nach -13,4 Punkten im Oktober.

Dieser Rückgang lässt sich vor allem auf pessimistischere Geschäftserwartungen zurückführen. „Dieses Auf und Ab im Geschäftsklima spiegelt die sehr hohe und steigende wirtschaftspolitische Unsicherheit in Deutschland und weltweit wider“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Die Unternehmen der deutschen Autoindustrie bewerteten ihre Geschäftslage im November etwas besser als im Vormonat, sie bleibt aber im Minus. Der Indikator stieg auf -17,0 Punkte, nach -21,7 Punkten im Oktober. Ihre Geschäftserwartungen senkten die Unternehmen im November auf -23,0 Punkte, nach -4,6 Punkten im Oktober und haben damit ihren positiven Ausblick des vergangenen Monats wieder vollständig zurückgenommen.

Ihren Auftragsbestand beurteilten die Unternehmen im November etwas besser als im Vormonat. So stabilisierten sich die Auftragseingänge nach amtlichen Daten bis September 2025; die Aufträge aus dem Euroraum stiegen zwischen Januar und September 2025 sogar kräftig an. Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen allerdings keine neuen Impulse vom Auslandsgeschäft. Die Exporterwartungen fielen im November auf -8,7 Punkte, nach +15,7 Punkten im Oktober.


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Restrukturierung bei Thyssenkrupp wird teuer

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Thyssenkrupp (Archiv), via dts NachrichtenagenturEssen (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel, Marie Jaroni, hat erstmals beziffert, wie teuer das Restrukturierungspaket des Konzerns mit Anlagenschließungen, einer Reduktion der Produktionsmenge und einer Schrumpfung der Personaldecke um rund 11.000 Personen werden wird.

„Die Restrukturierung kostet uns einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag“, sagte die Managerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ nach der Unterzeichnung des Sanierungstarifvertrags durch das Unternehmen und die IG Metall am Montag. Es werde Altersteilzeit, Versetzungen, Aufhebungsverträge und Freiwilligenprogramme geben, aber auch Outplacement- und Qualifizierungsangebote. Betriebsbedingte Kündigungen wolle das Unternehmen ausschließen. Die genaue Summe der Restrukturierungskosten hänge davon ab, „wie viele Mitarbeitende welches Angebot annehmen“.

Das Unternehmen, welches seit Jahren mit Verlusten kämpft, hatte zuvor mit dem Essener Mutterkonzern eine Absprache über die Finanzierung eines künftig eigenständig agierenden Stahlbereichs getroffen. „Die Finanzierung ist für den Restrukturierungszeitraum bis Ende September 2030 sichergestellt“, sagte Jaroni der FAZ.

Zur Frage, was mit den hohen Pensionslasten, die auf rund 2,6 Milliarden Euro geschätzt werden passieren wird, äußerte sie sich nicht. Zu den Details der Finanzierungsregeln sei Stillschweigen verabredet worden. Eine Einigung über die künftige Finanzierung hatte die IG Metall zuvor zur Bedingung für eine Unterschrift der Arbeitnehmervertreter unter den Sanierungstarifvertrag gemacht. Das große Sparpaket des Stahlherstellers soll künftig jährlich einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag an Personalkosten einsparen.

Trotz der Einigung ist weiterhin offen, was mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) passiert, die Thyssenkrupp Steel zur Hälfte gehören, 30 Prozent der Anteile hält der niedersächsische Konkurrent Salzgitter und 20 Prozent der französische Röhrenhersteller Vallourec. HKM betreibt im Duisburger Süden zwei in die Jahre gekommene Hochöfen und eine Kokerei, Thyssenkrupp Steel hat jedoch den Liefervertrag mit HKM zum Jahresende 2032 gekündigt, weil das Unternehmen die Stahlmengen, die HKM liefert, nicht mehr benötigt.

Thyssenkrupp Steel will HKM entweder verkaufen oder notfalls schließen. Rund 3.000 Beschäftigte arbeiten dort, 1.500 Stellen sind im Sanierungsplan als abzubauende Stellen eingerechnet. Der Betriebsrat der HKM hatte am Tag der Unterschrift unter dem Sanierungstarifvertrag einen offenen Brief an Jaroni und Thyssenkrupp-Konzernchef Miguel López geschrieben. Darin suggerieren die Arbeitnehmervertreter, dass Salzgitter HKM gern in kleinerer Form weiterführen würde, wenn auch Thyssenkrupp dazu einen finanziellen Beitrag leistet.

Jaroni äußerte sich überrascht über den Brief, in dem die Arbeitnehmervertreter ein Schlichtungsverfahren zwischen den HKM-Gesellschaftern fordern. „Wir nehmen den Brief zur Kenntnis und bewerten ihn zunächst einmal. Ich bin über den Zeitpunkt erstaunt: Wir befinden uns in vertraulichen Verhandlungen mit den beiden anderen Gesellschaftern und streben eine einvernehmliche Lösung an.“ Zur Frage ob eine Schließung von HKM teurer wäre als der Geldbetrag, den Salzgitter gern als Hilfe für den Weiterbetrieb hätte, sagte die Managerin. „Wir können die Verhandlungen nicht öffentlich führen. Klar ist: Wir werden keinen wirtschaftlichen Unsinn machen, sondern eine Lösung finden, die für alle Stakeholder vertretbar ist. Unsere Aufgabe ist, Thyssenkrupp Steel wieder fit für die Zukunft zu machen.“

Jaroni ließ keinen Zweifel daran, wie ernst die Lage von Deutschlands größtem Stahlhersteller bis zum Zeitpunkt der Sanierungsplanung war. „Wir haben in fünf Jahren fünf Milliarden Euro Cash verbrannt“, führte sie aus. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es das Unternehmen irgendwann nicht mehr geben.“ Sie bemühte sich Zuversicht zu verbreiten, mit Blick auf die im Bau befindliche Grünstahlproduktionsanlage, für die rund zwei Milliarden Euro staatliches Fördergeld zugesagt ist.

Jaroni räumte zugleich aber ein, dass die Anlage möglicherweise noch später fertig wird als geplant. „Wir legen gerade einen neuen Terminplan fest.“ Auf die Frage, ob ein zweites Stuttgart 21 zu befürchten sei, sagte Jaroni: „Davon sind wir meilenweit entfernt.“ Es hake „an einzelnen Stellen“.


Foto: Thyssenkrupp (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU einigt sich auf Ausstieg aus russischen Gasimporten

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Gasleitung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU hat sich auf eine schrittweise Beendigung der Importe von russischem Erdgas geeinigt. In den Verhandlungen zwischen Rat und Parlament wurden entsprechende Regeln zum Ausstieg vereinbart, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten.

Die Verordnung sieht ein rechtlich bindendes, stufenweises Verbot sowohl für Flüssigerdgas (LNG) als auch für Pipeline-Gasimporte aus Russland vor, mit einem vollständigen Verbot ab Ende 2026 bzw. Herbst 2027.

Die Übergangsphase für bestehende Lieferverträge wurde festgelegt: Für kurzfristige Verträge, die vor dem 17. Juni 2025 abgeschlossen wurden, gilt das Verbot ab dem 25. April 2026 für LNG und ab dem 17. Juni 2026 für Pipeline-Gas. Langfristige Verträge für LNG-Importe unterliegen dem Verbot ab dem 1. Januar 2027, während für Pipeline-Gas-Importe das Verbot spätestens am 1. November 2027 in Kraft tritt. Änderungen an bestehenden Verträgen sind nur für eng definierte betriebliche Zwecke erlaubt und dürfen nicht zu erhöhten Volumina führen.

Die Verordnung verpflichtet alle Mitgliedstaaten, nationale Diversifizierungspläne vorzulegen, um ihre Gasversorgung zu diversifizieren und die Importe aus Russland zu beenden. Diese Pläne sollen auch für Staaten gelten, die weiterhin russisches Öl importieren, mit dem Ziel, diese Importe ebenfalls einzustellen. Die EU-Kommission soll die Umsetzung der Verordnung innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten überprüfen.


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Hartmann: Russische Spionagesatelliten fliegen über Deutschland

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Sebastian Hartmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Jeden Tag überfliegen russische Spionagesatelliten mehrmals das Gebiet der Bundesrepublik. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die die Sender WDR und NDR sowie die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichten. Demnach kommt es „täglich zu einer zweistelligen Anzahl von Überflügen“.

Nach Angaben der Bundesregierung hat sich das Problem verschärft: Da die Anzahl russischer Aufklärungssatelliten in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe, habe sich „auch die Anzahl der Überflüge über Deutschland entsprechend erhöht“, wie der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Sebastian Hartmann (SPD), in der Antwort schreibt.

Allerdings verweigerte die Bundesregierung die Antwort auf mehrere Fragen der Bundestagsabgeordneten mit dem Verweis, dass ansonsten der „Schutz der Weltraumsysteme“ und die „Fähigkeiten der Bundeswehr“ gefährdet seien – auch ein Hinterlegen der abgefragten Informationen als Verschlusssache beim Bundestag wird abgelehnt. Die Informationen werden Parlamentariern also auch nicht vertraulich übermittelt.


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Thüringens Innenminister kritisiert Bund-Länder-AG zur AfD

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Georg Maier (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat vor der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz Kritik an der Arbeit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Umgang mit AfD-Mitgliedern in Behörden und bei Waffenbesitz geübt. „Da hätte mehr gemacht werden können. Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend“, sagte er dem „Tagesspiegel“ am Dienstag.

Beim Dienstrecht fordert der Minister einen klaren Rahmen. „Natürlich geht es um Einzelfallprüfungen, aber man kann gleichzeitig etwa Fallgruppen definieren und bestimmte Abstufungen festlegen“, so Maier.

Auch beim Waffenbesitz pochte er auf ein koordiniertes Handeln. „Beim Waffenrecht braucht es eine Gesetzesänderung. Gerichte in unterschiedlichen Ländern kommen zu unterschiedlichen Auslegungen“, sagte er. „Aber es darf keine Waffen in den Händen von Extremisten geben, da gibt es keinen Interpretationsspielraum.“

In diesem Zusammenhang kritisierte Maier auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). „Bei beiden Themen merkt man der Union und dem Bundesinnenministerium Zurückhaltung an“, sagte Maier. „Ich finde das sehr bedauerlich.“

Nach der Einstufung der AfD auf Bundesebene als „gesichert rechtsextremistisch“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai beriet die IMK im Juni über den möglichen weiteren Umgang mit AfD-Mitgliedern. Das Ergebnis war die Einberufung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe.

Darin sollten Spitzenbeamte aus den Landesministerien und vom Bund gemeinsame Rahmenbedingungen zu Dienst und Dienstrecht, Waffenbesitz und Sicherheitsüberprüfungen erarbeiten – für den Fall, dass die Hochstufung der AfD bestätigt wird. Die Partei wehrt sich derzeit juristisch gegen die Bewertung. Die Behörden haben bis zur Entscheidung eine Stillhaltezusage abgegeben.


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Wagenknecht wirbt für "Schulstreik" gegen Wehrpflicht

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Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die scheidende BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht hat Lehrer an den Schulen bundesweit dazu aufgerufen, den für Freitag von Jugendorganisationen angekündigten „Schulstreik“ gegen eine mögliche Wehrpflicht zu unterstützen.

„Lehrer sollten ihren Schülern bei diesem Protest zur Seite stehen“, sagte Wagenknecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Junge Leute brauchen gute Bildung und kein Stillgestanden“.

Die BSW-Chefin sagte, ihre Partei unterstütze den „Schulstreik“ gegen die Wehrpflicht. „Die Bundesregierung macht einer ganzen Generation Angst. Auch immer mehr Eltern und Großeltern sorgen sich“, erklärte Wagenknecht. „Beim möglichen Losverfahren spielt die Bundesregierung Russisch Roulette mit den Perspektiven und bald womöglich mit dem Leben junger Menschen.“

Union und SPD wollen die Wehrerfassung für Männer wieder einführen. Der Dienst soll weiter freiwillig blieben – zugleich soll ein „Aufwuchskorridor“ gesetzlich festgeschrieben werden. Werden diese Zielvorgaben nicht eingehalten, soll eine „Bedarfswehrpflicht“ möglich werden. Dafür wäre dann jedoch ein Gesetz des Bundestages nötig. Ein Losverfahren ist zunächst nicht vereinbart worden.


Foto: Sahra Wagenknecht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Reul verteidigt Pläne für verschärfte Maßnahmen in Stadien

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Fans mit Pyrotechnik am 29.11.2025, via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die von der Innenministerkonferenz geplante Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen in Fußball-Stadien verteidigt.

„Wir haben Stadion-Allianzen geschmiedet und zahlreiche Maßnahmen vorbereitet – und trotzdem erleben wir weiterhin Szenen wie am vergangenen Wochenende“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe). „In Bielefeld wurden beim Spiel gegen Münster Raketen vom Fanblock aufs Spielfeld geschossen. Dass einige Chaoten glauben, solche gefährlichen Aktionen seien die richtige Antwort auf die Diskussion über mögliche Sicherheitsverschärfungen, spricht Bände.“

Reul erklärte, er könne nicht verstehen, dass das in Teilen einfach hingenommen und dann auch noch als Fan-Kultur verkauft werde. „Deshalb muss jetzt endlich etwas passieren, denn die Vereine sind ihrer Verantwortung bislang nicht ausreichend nachgekommen“, so der CDU-Politiker. „Proteste gegen die Vorschläge für die Innenministerkonferenz sind völlig legitim, aber Pyrotechnik und offenes Feuer im Block sind die denkbar schlechtesten Argumente. Feuer und Fußball gehören nicht zusammen.“

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) will die Diskussion auf der Innenministerkonferenz abwarten. „Auch wir haben Probleme mit Gewalt im Stadion“, sagte er den Zeitungen. Er zeigte sich aber „skeptisch, ob der Weg der Personalisierung von Tickets zum Erfolg führt. Es gibt andere Maßnahmen, die vermutlich wirksamer sind.“


Foto: Fans mit Pyrotechnik am 29.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

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