Mittwoch, April 29, 2026
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Linnemann hält Renten-Vorschlag von Bas für diskussionswürdig

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Carsten Linnemann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hält den Vorschlag, die Rente künftig an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln, für diskussionswürdig. „Die Rentenkommission muss jetzt ohne Denkverbote und Vorfestlegungen arbeiten, ansonsten macht es keinen Sinn, sie einzurichten“, sagte Linnemann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). „Die Überlegung, das Renteneintrittsalter an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln, gehört da sicherlich dazu.“

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte zuletzt Sympathie für die Idee geäußert, den Renteneintritt nicht mehr an das Alter zu koppeln – sondern an die Zahl von Beitragsjahren. Es gebe zwei unterschiedliche Modelle. Zum einen könne man das Renteneintrittsalter nach der Lebenserwartung formulieren oder danach, wer eine bestimmte „Strecke“ eingezahlt habe.

Der Wirtschaftsprofessor Jens Südekum hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, den Renteneintritt nicht mehr an das Alter, sondern an die Zahl von Beitragsjahren zu koppeln. Südekum ist persönlicher Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD).

Noch vor Weihnachten soll eine Rentenkommission eingesetzt werden. Bis Mitte 2026 sollen Vorschläge erarbeitet werden – die dann rasch in ein Gesetzgebungsverfahren münden sollen.


Foto: Carsten Linnemann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin will mit Beratungsgremium Olympia-Bewerbung voranbringen

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Olympiastadion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Berliner Landesregierung will die Bewerbung der Hauptstadt für die Olympischen Spiele 2036 weiter voranbringen.

Wie die „Welt“ und „Business Insider“ berichten, will der Senat am Dienstag die Schaffung eines Kuratoriums beschließen, in dem 24 prominente Vertreter der Stadtgesellschaft aus Politik, Wirtschaft, Soziales und Sport beschließen. Den Vorsitz haben Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD). Die Regierung konnte unter anderem die Star-Leichtathletin Malika Mihambo für das Gremium gewinnen, 2019 und 2022 Weltmeisterin im Weitsprung, 2020 Olympiasiegerin und 2018 sowie 2024 Europameisterin.

Das Gremium soll die Akzeptanz für Olympia in der Stadt erhöhen. Ein Volksentscheid, in dem sich die Bevölkerung für oder gegen die Spiele entscheidet, ist verfassungsrechtlich in der Stadt nicht möglich. Die erste Sitzung der Berater soll am 11. Dezember stattfinden, anschließend sollen die Mitglieder bis September 2026 alle zwei Wochen zusammenkommen. Sie sollen den Berliner Olympia-Beauftragten Kaweh Niroomand unterstützen. Der iranisch-deutsche Volleyball-Manager wurde im Juli 2025 vom Senat beauftragt.


Foto: Olympiastadion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Mehrheit wünscht sich mehr Transparenz beim Heizen

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Heizung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich mehr Transparenz beim Heizen. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom würden 63 Prozent der Befragten gern einen intelligenten Zähler nutzen, der ihnen in Echtzeit anzeigt, wie viel Energie ihre Heizung gerade verbraucht. Derzeit nutzen 26 Prozent eine App zur Heizungssteuerung oder Verbrauchskontrolle, weitere 39 Prozent können sich eine solche Nutzung vorstellen.

Wie die Umfrage weiter zeigt, wünscht sich die Mehrheit mehr Transparenz: 62 Prozent wünschen sich, häufiger einen exakten Überblick über ihren Heizenergieverbrauch zu bekommen, und nicht erst am Ende des Jahres. 61 Prozent möchten mehr Informationen darüber, wie sie Energie sparen können, und 55 Prozent wünschen sich mehr Einblick in den CO2-Fußabdruck ihres Energieverbrauchs. Gleichzeitig haben 36 Prozent Bedenken, dass durch digitale Lösungen zu viele Daten über ihr Verhalten erhoben werden könnten.

Für die Erhebung befragte Bitkom Research telefonisch 1.156 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Die Befragung fand im Zeitraum der 39. bis zur 43. Kalenderwoche 2025 statt.


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Merz hat als Kanzler noch keine Anzeige wegen Beleidigung gestellt

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Friedrich Merz am 05.12.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in seiner Amtszeit als Regierungschef noch keine Anzeige wegen Beleidigung gestellt. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille verneinte am Montag in Berlin eine entsprechende Frage der dts Nachrichtenagentur.

Zuvor hatte die „Welt“ berichtet, dass Merz als er Oppositionsführer der Union im Bundestag zahlreiche Strafanträge wegen Beleidigungen gestellt habe. Das Abgeordnetenbüro von Merz bestätigt die Vorgänge demnach weitgehend. „Der Bundestagsabgeordnete des Hochsauerlandkreises, Friedrich Merz“, habe „in der letzten Legislaturperiode einige Beleidigungen gegen seine Person in den Sozialen Medien strafrechtlich verfolgen lassen“. „Schadensersatzzahlungen und Geldstrafen“ habe Merz „in voller Höhe für soziale Zwecke im Hochsauerlandkreis gespendet“, teilte ein Sprecher mit.

Aus Dokumenten geht der Zeitung zufolge hervor, dass Merz als Abgeordneter Strafanträge gegen Menschen stellte, die ihn unter anderem „kleinen Nazi“, „Arschloch“ oder „drecks Suffkopf“ nannten. Bei den Aussagen „kleiner Nazi“ und „drecks Suffkopf“ kam es den Unterlagen zufolge anschließend zu Hausdurchsuchungen bei den Beschuldigten. Die Hausdurchsuchung wegen „drecks Suffkopf“ soll von einem Gericht für rechtswidrig erklärt worden sein.


Foto: Friedrich Merz am 05.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

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SPD skeptisch gegenüber vorgezogener Senkung der Körperschaftsteuer

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Finanzamt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich skeptisch gegenüber einer vorgezogenen Senkung der Körperschaftssteuer von Unternehmen geäußert.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte das als Maßnahme zur Konjunkturbelebung vorgeschlagen. Klüssendorf verwies demgegenüber auf eine Reihe von Maßnahmen, die Schwarz-Rot in den jüngsten Koalitionsausschüssen beschlossen habe. „Wir haben dort den Industriestrompreis geeint, wir haben auch die Kraftwerksstrategie geeint, und ich glaube, da geht es jetzt auch darum, dass solche Maßnahmen dann auch wirklich umgesetzt werden“, sagte Klüssendorf den Sendern RTL und ntv.

Zudem verwies Klüssendorf auf den Koalitionsvertrag. „Das, was im Koalitionsvertrag vereinbart ist zur Unternehmenssteuerentlastung, haben wir zunächst mal mit den Abschreibungen umgesetzt.“ Dort sei auch vereinbart, wie und wann die Körperschaftssteuer in mehreren Schritten abgesenkt werde. Wolle man die Absenkung vorziehen, könne das laut Klüssendorf, mit Blick auf die Steuersystematik schwierig werden. „Ich bin so ein bisschen am Zweifeln, ob uns das gelingt, das vorher zu machen, weil das (…) dann eine Kompensation auch von Bund und Ländern in der Steuer braucht.“ Die Länder hätten im Augenblick zu kämpfen, mit den bisherigen Kompensationen ihre Haushalte im Griff zu behalten.


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Taylor Swift toppt Jahrescharts zum zweiten Mal in Folge

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Mann mit Kopfhörern (Archiv), via dts NachrichtenagenturBaden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Taylor Swift hat zum zweiten Mal in Folge die Offiziellen Deutschen Musik-Jahrescharts getoppt. Das teilte die GfK am Montag mit.

Nachdem die US-Sängerin im Vorjahr mit „The Tortured Poets Department“ siegte, setzt sie sich 2025 mit ihrem aktuellen Album „The Life of a Showgirl“ durch. Das Werk wurde allein hierzulande bislang über 225.000 Mal verkauft. Dazu befördert Swift, die mit fast 950 Millionen Abrufen auch meistgestreamter Artist 2025 ist, fünf weitere Platten in die Endauswertung, darunter „The Tortured Poets Department“ (neun), „Lover“ (37) und „Reputation“ (43).

Insgesamt besetzen weibliche Künstler 35 Plätze in der Top 100 – ein nochmaliger Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren 2024 (33 Plätze), 2023 (29 Plätze) und 2022 (21 Plätze). Hervorzuheben sind beispielsweise Billie Eilish („Hit Me Hard And Soft“, vier), Gracie Abrams („The Secret Of Us“, sieben) und Ayliva („In Liebe“, acht).

Weiterhin sehr erfolgreich sind Linkin Park, deren Longseller „From Zero“ nach Platz drei im vergangenen Jahr nun die Silbermedaille abstaubt. Das Podium komplettiert der „KPop Demon Hunters“-Soundtrack. Für das beliebteste deutschsprachige Album zeichnet Kontra K („Augen träumen Herzen sehen“, fünf) verantwortlich. Mit 43 platzierten Platten ist das Pop-Genre (inkl. K-Pop) am stärksten vertreten. Es folgen Hip-Hop (26 Alben) und Rock/Metal (22 Alben). Deutsche bzw. deutschsprachige Acts steuern insgesamt 41 Produktionen innerhalb der Top 100 bei.

Einen bis zur letzten Minute spannenden Dreikampf um den Hit des Jahres gewinnt Oimara. Sein Song „Wackelkontakt“ wurde über 180 Millionen Mal gestreamt und stand sieben Wochen an der Spitze. In den Single-Jahrescharts verweist er Rosé & Bruno Mars („APT.“) und Zartmann („Tau mich auf“) an die zweite bzw. dritte Stelle. Den vierten Platz besetzt Alex Warren („Ordinary“). Von den sechs vertretenen Songs aus dem „KPop Demon Hunters“-Soundtrack kommen der Sommerhit „Golden“ (fünf) und „Soda Pop“ (59) am besten an.

Wenn man Huntr/X hinzurechnet, hat sich die Zahl der platzierten Frauen weiter erhöht – und zwar von 13 (2022) auf aktuell 36 (2025). In den Jahren dazwischen waren es 26 (2023) und 29 (2024). Beliebtestes Genre ist Pop (inkl. K-Pop), das 41 Lieder in die Top 100 bringt, gefolgt von HipHop (21 Songs). Deutsche bzw. deutschsprachige Acts stellen über ein Drittel aller Platzierungen, nämlich 34 Stück.

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.


Foto: Mann mit Kopfhörern (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DIW findet Kopplung von Renteneintritt an Beitragsjahre ungerecht

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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat den Vorschlag, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen, als ungerecht bezeichnet. „Ein solches Modell schafft große neue Ungerechtigkeiten im Rentensystem, denn es führt zu einer stärkeren Umverteilung von Arm zu Reich und von Frauen zu Männern“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“. Als Beispiel nannte er die Rente mit 63, von der „vor allem männliche, häufig gut bezahlte Industriearbeiter“ profitiert hätten.

Fratzscher sagte weiter: „Der Vorschlag wird die Altersarmut nicht reduzieren, sondern Ungleichheiten verstärken. Zudem wird er zu einem intensiven Streit über die Frage führen, ob und wann Unterschiede im Renteneintrittsalter berechtigt sind oder nicht.“ Aus Sicht des Wirtschaftswissenschaftlers würden auf diese Weise „Menschen und vor allem Frauen, die viele Jahre ehrenamtlich tätig waren oder sich um die Familie gekümmert haben, schlechter gestellt“ werden.

Der Ökonom Jens Südekum, der auch Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist, hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen.


Foto: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet kaum verändert – Fed-Entscheid wirft Schatten voraus

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit leichten Gewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.045 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent über dem Schlussniveau von Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, Bayer und Siemens Energy, am Ende Symrise, Gea und Beiersdorf.

„Die Marktteilnehmer warten mit Hochspannung auf die, in dieser Handelswoche stattfindende Notenbanksitzung der US-Fed“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Die von einigen Marktteilnehmern antizipierte Zinssenkung von 25 Basispunkten sei bei den US-Notenbankern noch keine ausgemachte Sache. „Ganz im Gegenteil haben sich einige Mitglieder zuletzt weiter zurückhaltend geäußert und auf die soliden Konjunkturentwicklungen in den USA, den festen Arbeitsmarkt und die Inflationsentwicklungen hingewiesen.“

„Der Dax dürfte sich im Vorfeld der Entscheidung zurückhalten und an dem Kursniveau von 24.000 Punkten festhalten“, so Lipkow. „Größere Kurssprünge im Vorfeld des Events können ausgeschlossen werden. Interessant werden die Kursreaktionen nach dem Zinsentscheid und wie weit die Jahresendrallye dann noch laufen wird.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1659 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8577 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 63,86 US-Dollar; das waren 11 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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US-Zölle treffen deutsche Industriestandorte unterschiedlich stark

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturDresden (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Zölle von 15 Prozent auf EU-Waren wirken sich regional unterschiedlich auf die lokale Wirtschaft aus. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Ifo-Instituts zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der US-Zölle für die Landkreise und kreisfreien Städte.

„Das Nord-Süd-Gefälle ist deutlich: Während Potsdam sogar einen leichten Zugewinn verzeichnet, drohen Industriestandorten wie Salzgitter, Dingolfing-Landau, Wolfsburg und Ingolstadt empfindliche Einbußen“, sagte Marcel Thum, Leiter der Ifo-Niederlassung Dresden.

Besonders stark betroffen sind Regionen mit hohem Industrieanteil, etwa in der Automobil- und Metallerzeugung. Am höchsten sind die Wertschöpfungsverluste für Salzgitter (-1,16 Prozent), Dingolfing-Landau (-1,08 Prozent), Wolfsburg (-1,06 Prozent), Böblingen (-1,05 Prozent) und Ingolstadt (-0,98 Prozent). Leichte positive Wertschöpfungseffekte gibt es für Potsdam (+0,23 Prozent), den Main-Taunus-Kreis (+0,22 Prozent), Cottbus (+0,18 Prozent) und Bonn (+0,17 Prozent).

Die regionalen Unterschiede sind vor allem auf die Wirtschaftsstruktur vor Ort zurückzuführen. „Während Dienstleister vielerorts tendenziell profitieren und Marktanteile gewinnen können, sind die Verluste im Verarbeitenden Gewerbe in einzelnen Kreisen gravierend“, sagte Robert Lehmann von der Ifo-Niederlassung Dresden. „Insgesamt könnten die Zölle mittelfristig zu einer Verschiebung der Wirtschaftsaktivität von Industrie zu Dienstleistungen führen.“


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Bartsch rechnet mit Junger Gruppe der Union ab

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Dietmar Bartsch (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Politiker Dietmar Bartsch ist mit der Abstimmung zum Rentenpaket zufrieden und rechnet mit der Jungen Gruppe der Union ab.

Bei der Abstimmung am Freitag hatte sich die Linksfraktion enthalten: „Wir entscheiden ausschließlich an der Sache und ich muss klar sagen: Ich finde diese Enthaltung richtig“, sagte Bartsch den Sendern RTL und ntv. Er selbst habe sich enthalten, weil es nicht um die Koalition gehe und auch nicht darum, „Merz den Arsch zu retten“, sondern um die Rentner.

„Die Debatte ging darum, ob das Rentenniveau im Jahre 2031 von 48 auf 47 Prozent gesenkt wird. Eine absurde Diskussion. Wir sind im europäischen Durchschnitt zehn Punkte unter dem Durchschnitt. Das ist eigentlich unfassbar“, sagte der Linken-Politiker. Die Junge Gruppe in der Union habe sich mit ihrem Protest beim Rentengesetz wichtig gemacht, zunächst mit Erfolg. „Aber am Ende muss man sagen: Sie sind als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet.“


Foto: Dietmar Bartsch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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