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Mittwoch, November 30, 2022

Lage im Mittelstand gut – Aber Aussichten „immer pessimistischer“

Expertenmeinungen

Berlin, 08. Jul (Reuters) – Trotz aktuell guter Geschäftslage blickt der deutsche Mittelstand wegen der Energiekrise besorgt nach vorn. Das Geschäftsklima der kleineren und mittleren Firmen stagnierte zwar im Juni weitgehend zum Vormonat, wie die staatliche Förderbank KfW am Freitag zu ihrem gemeinsamen Mittelstandsbarometer mit dem Ifo-Institut mitteilte. „Die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten werden dagegen immer pessimistischer und sinken im Juni um 1,2 Punkte auf -22,1 Zähler.“ Der Index für die Aussichten liegt damit weit unter der Nulllinie, die den langfristigen Durchschnitt anzeigt. „Insbesondere die im Winter drohende Energiekrise aufgrund von ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland bereitet vielen Unternehmen Sorgen.“

Schlechter als im Mittelstand entwickelte sich im Juni die Stimmung unter den Großunternehmen. Erwartungen und Lage trübten sich hier deutlich ein, „nachdem sich die kurzzeitige Stimmungsaufhellung im Mai offenbar als Eintagsfliege entpuppt hat“. KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib betonte, den insgesamt soliden Urteilen zur Geschäftslage im Mittelstand stünden seit dem russischen Überfall auf die Ukraine sehr düstere Geschäftserwartungen gegenüber. „Vor allem der deutlich wahrscheinlicher gewordene Lieferstopp von russischem Gas ist ein handfester Grund für Rezessionssorgen.“ Diese würden von den inflationsbedingten Kaufkraftverlusten und der „rapiden Straffung der Finanzierungsbedingungen durch die globale Zinswende der Notenbanken noch verstärkt“.

Lage im Mittelstand gut – Aber Aussichten „immer pessimistischer“

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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