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Habeck sagt trotz Energie-Krise Nein zu Fracking in Deutschland

Berlin, 20. Okt – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck lehnt trotz Energiekrise die umstrittene Fracking-Methode zur Gas-Förderung ab. „Die Frage ist, brauchen wir es“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einem Kongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). In diesem und nächstem Jahr wäre es hilfreich, wenn man mit Fracking in Deutschland mehr Gas fördern könnte.

„Jetzt wäre es super gewesen.“ Aber im Jahre 2027 oder danach eher nicht, sagte er mit Blick auf Zeitspanne bis zum Einsatz. Grüner Wasserstoff, also mit erneuerbarer Energie erzeugtes Gas, werde schneller als gedacht eine große Rolle spielen. „Grüner Wasserstoff schlägt Fracking.“ Die Langfristigkeit der Investitionen in Fracking sei so kaum wieder reinzuholen.

Fracking wird vor allem in den USA eingesetzt. Dabei wird eine mit Chemikalien versetzte Lösung mit viel Druck horizontal in Speicherstätten vor allem mit Schiefergestein geleitet, so dass diese besser ausgebeutet werden können. Nach Ansicht des BDI wäre dies auch in Deutschland möglich und könnte zusätzliche Mengen Gas in den Markt bringen. Derzeit wird etwa fünf Prozent des Verbrauchs aus heimischen Quellen gedeckt. Schätzungen halten mit Fracking eine Vervielfachung für möglich.

Fracking ist in Deutschland derzeit faktisch verboten. Bei Umweltschützern und bei Grünen trifft die Methode seit langem auf Widerstand.

Habeck sagt trotz Energie-Krise Nein zu Fracking in Deutschland

Quelle: Reuters

Titelfoto: Robert Habeck MdB, Buendnis 90/Die Gruenen Bundestagsfraktion
Foto: Copyright / Credits: Stefan Kaminski/Gruene Bundestag

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