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Freitag, Dezember 9, 2022

Habeck – Attacken führten zur Nordstream-Lecks

Expertenmeinungen

Berlin, 27. Sep – Die Lecks in den Ostseepipelines Nord Stream 1 und 2 gehen nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf gezielte Angriffe zurück. Man wisse inzwischen sicher, „dass sie nicht durch natürliche Vorkommnisse oder Ereignisse oder Materialermüdung entstanden sind, sondern dass es wirklich Attacken auf die Infrastruktur gegeben hat“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag bei einer Veranstaltung von Spitzenverbänden der Wirtschaft. 

Habeck unterstrich auch, dass er mit einem Weiterbetrieb der beiden süddeutschen Atomkraftwerke Isar II und Neckarwestheim über das Jahresende hinaus rechne. Wenn sich die Daten zum Stromnetz nicht gravierend änderten, „dann werden diese AKW auch ab Januar weiterlaufen, bis der Winter vorbei ist“, sagte der Minister unter Beifall. Habeck hatte zuvor mitgeteilt, dass er eine entsprechende Einigung mit den AKW-Betreibern erzielt habe.

Habeck will zudem die Wirtschaft in der Energiekrise massiv unterstützen. Die Energiepreise müssten runter, aber dies werde „nicht ganz schnell gelingen“. Erforderlich sei ein massiver finanzieller Einsatz: „Wir brauchen jetzt genug Geld, dass die wirtschaftliche Substanz in Deutschland nicht zerstört wird.“ Aber er verspreche nicht, dass jeder Gewinnverlust ausgeglichen werde. Es gehe um den Erhalt der volkswirtschaftlichen Substanz. Dabei dürfe man „finanzpolitisch jetzt nicht zu knauserig sein“.

Das gelte auch für die eigentlich ab Oktober geltende Gasumlage, sagte Habeck. Wenn man Geld finde, schöpfe oder aufnehme für eine alternative Finanzierung, „dann ist es mir natürlich lieb, wenn diese Finanzierung genommen wird“.

Habeck – Attacken führten zur Nordstream-Lecks

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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