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Donnerstag, Dezember 1, 2022

Gewerkschaft IG BAU – Staat muss bei Wohnungsmangel gegensteuern

Expertenmeinungen

Berlin, 28. Sep – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agar-Umwelt warnt vor einem Mangel an Wohnungen in Deutschland. „Das Wohnungsdefizit wird Ende des Jahres einen traurigen Spitzenwert erreichen, dann werden in Deutschland weit über 700.000 Wohnungen fehlen“, sagte der wiedergewählte IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger am Mittwoch auf dem 23. Gewerkschaftstag in Kassel. Es fehle vor allem an bezahlbaren Wohnungen und Sozialwohnungen. Rein rechnerisch sei im vergangenen Jahr alle 19 Minuten eine Wohnung verschwunden – und nur alle 25 Minuten sei eine neue hinzugekommen.

Deshalb müsse der Staat gerade jetzt in der Krise bei der Schaffung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum nachlegen. Das könne durch Neubau, Umbau von Gewerbeimmobilien – vor allem Büroraum – oder Dach-Aufstockungen gelingen. Auf jeden Fall müsse die Bundesregierung an ihrem Ziel, dem Bau von 400.000 Wohnungen im Jahr, davon 100.000 Sozialwohnungen, festhalten. „Mehr günstige Mietwohnungen auf dem Markt dämpfen die Mieten, und verstärkter Wohnungsbau kurbelt auch noch die Konjunktur an“, betonte Feiger. Er forderte zudem eine bessere Kontrolle bei der Zahlung von Mindestlöhnen und dafür eine Verdopplung der Schwarzarbeit-Kontrolleure beim zuständigen Zoll auf 16.000. „Wichtig in dieser Krisenzeit ist auch, dass ausgehandelte oder gesetzlich festgeschriebene Mindestlöhne auch gezahlt werden.“ 

Gewerkschaft IG BAU – Staat muss bei Wohnungsmangel gegensteuern

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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