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Montag, Dezember 5, 2022

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte steigen wieder stärker

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Berlin, 14. Okt – Spürbar steigende Preise für landwirtschaftliche Produkte dürften Lebensmittel in Deutschland weiter verteuern. Die Erzeugerpreise lagen im August durchschnittlich 34,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Juli hatte die Teuerungsrate noch 33,4 Prozent betragen, im Mai waren es sogar 35,6 Prozent. Steigende Nahrungsmittelpreise gehören neben Energie derzeit zu den größten Inflationstreibern in Deutschland: Sie kosteten im September 18,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das trug dazu bei, dass die Inflationsrate auf 10,0 Prozent stieg und damit auf den höchsten Stand seit Anfang der 1950er Jahre.

Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich im August um 21,4 Prozent. Speisekartoffeln kosteten dabei 23 Prozent mehr als vor einem Jahr, Getreide sogar fast 40 Prozent mehr. Beim Gemüse (+10,0 Prozent) stiegen insbesondere die Preise für Blumenkohl (+34,3 Prozent) und Gurken (+57,1 Prozent). Obst kostete neun Prozent weniger, wobei unter anderem Tafeläpfel mit 21,3 Prozent für einen Preisrückgang sorgten. 

Überdurchschnittlich stark kletterten im August die Preise für tierische Erzeugnisse mit 44,1 Prozent. Für Milch musste dabei 55,9 Prozent mehr bezahlt werden. „Damit setzte sich der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei der Milch seit März 2021 kontinuierlich fort.“ Im Februar lag der Zuwachs erstmals bei über 30 Prozent. Bei Preisen für Tiere gab es einen Anstieg von 35,5 Prozent, nach plus 29 Prozent im Juli. Rinder verteuerten sich um gut 25 Prozent, Schlachtschweine um fast 43 Prozent. Geflügel kostete 36,6 Prozent mehr, hier war ein Preisanstieg bei Hähnchen von knapp 40 Prozent ausschlaggebend.

Der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte misst die Entwicklung der Verkaufspreise der Landwirtschaft (ohne Umsatzsteuer). Er zeigt damit die Entwicklungen auf der ersten Wirtschaftsstufe an, also noch bevor die Waren in den Handel kommen. Das Auf und Ab gibt damit einen frühen Hinweis auf die künftige Entwicklung der Verbraucherpreise.

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte steigen wieder stärker

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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