Bericht über höhere Radioaktivität in Tschernobyl – Russland sendet Fallschirmjäger

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Moskau/Washington, 25. Feb (Reuters) – Russland will nach Angaben seines Verteidigungsministeriums Fallschirmjäger nach Tschernobyl entsenden, um die AKW-Ruine abzusichern. Die Radioaktivität auf dem Gelände bewege sich im normalen Bereich, sagte ein Sprecher am Freitag in Moskau weiter.

Der ukrainischen Atom-Behörde zufolge hat die Strahlung indes zugenommen. Dies liege an den Bewegungen schwerer Militärfahrzeuge in dem Gebiet, durch die radioaktiver Staub aufgewirbelt worden sei.

Russische Truppen hatten das Gebiet nach ukrainischen Angaben nach heftigen Gefechten eingenommen. Militärexperten zufolge spielt Tschernobyl eine wichtige Rolle beim Vormarsch russischer Truppen aus Belarus auf die ukrainische Hauptstadt Kiew.

„Es ist der kürzeste Weg von A nach B“, sagte James Acton von der Carnegie Stiftung für Internationalen Frieden. Eine Einnahme Tschernobyls sei für sich genommen militärisch nicht entscheidend, aber sie erleichtere den Marsch russischer Truppen auf Kiew, sagte auch Jack Keane, ehemaliger General der US-Armee.

Die nukleare Katastrophe von Tschernobyl vom April 1986 gilt als einer der größten Katastrophen in der zivilen Nutzung der Atomkraft. Die Anlage liegt rund 108 Kilometer nördlich von Kiew. „Natürlich wäre ein Unfall in Tschernobyl eine große Sache“, sagte Acton.

Radioaktivität

Doch gehe eine weit größere Gefahr von Unfällen in den vier noch aktiven ukrainischen Atomkraftwerken aus. Die dort verwendeten Brennstäbe würden eine höhere Radioaktivität bergen als Tschernobyl. „Das Risiko von Kämpfen dort wäre signifikant höher“, sagte der Experte.

Bericht über höhere Radioaktivität in Tschernobyl – Russland sendet Fallschirmjäger

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto 

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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