Beiersdorf will Corona-Tief hinter sich lassen

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Düsseldorf, 01. Mrz (Reuters) – Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf will nach Zuwächsen bei Erlösen und operativem Ertrag 2022 die Folgen der Corona-Krise endgültig hinter sich lassen.

Der Tesa- und Nivea-Hersteller habe 2021 den Umsatz um knapp zehn Prozent gesteigert und liege damit um 3,2 Prozent über dem Vorkrisenniveau von 2019, sagte der neue Beiersdorf-Chef Vincent Warnery am Dienstag. Beiersdorf-Aktien legten gegen den Trend deutlich zu und notierten am Mittag mit einem Plus von über vier Prozent bei 94,66 Euro. 

Für 2022 erwarte Warnery nun ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Die Gewinne werden indes weiter durch steigende Kosten für Rohstoffe und Logistik belastet, Beiersdorf versucht mit höheren Preisen gegenzusteuern.

Der Vorstand ist bei der Marge aber nicht mehr so optimistisch wie noch Ende 2021, die operative Ebit-Umsatzrendite ohne Sondereffekte werde auf dem Vorjahresniveau von 13 Prozent erwartet und nicht mehr leicht darüber. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Einmarsches in der Ukraine sieht Warnery zunächst als gering an, Beiersdorf fahre weniger als drei Prozent seines Umsatzes in den beiden Ländern ein. 

„2021 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Beiersdorf“, bilanzierte Warnery, der seit Mai an der Vorstandsspitze steht. Im vergangenen Jahr hatte der Hamurger Konzern den Umsatz auf 7,6 (Vorjahr: 7,0) Milliarden Euro steigern können. Die Klebstoff-Sparte rund um Tesa konnte die Erlöse dank reger Nachfrage aus der Auto- und Elektroindustrie dabei organisch um 13,6 Prozent in die Höhe schrauben. Zuwächse gab es aber auch im Consumer-Geschäft rund um Nivea.

Hier wuchs der Umsatz organisch um 8,8 Prozent. Zulegen konnte Beiersdorf etwa im Geschäft mit der Gesichtspflege, aber auch das Geschäft mit der Luxus-Marke La Prairie florierte wieder. Kunden griffen verstärkt in Flughafen-Shops zu den Produkten – anders als zu Hochzeiten der Pandemie. Das betriebliche Ergebnis (Ebit) ohne Sondereffekte legte auf 993 (Vorjahr: 906) Millionen Euro zu. Die Dividende hält Warnery stabil – sie liegt weiter bei 70 Cent je Aktie. Auch Konkurrent Henkel hatte die Ausschüttung nicht erhöht.

Mit ihrem Ausblick ist Beiersdorf indes optimistischer als der Rivale aus Düsseldorf. Henkel hatte für 2022 ein organisches Umsatzwachstum in der Bandbreite von zwei bis vier Prozent angekündigt, die bereinigte Umsatzrendite erwartet der Konzern zwischen 11,5 und 13,5 Prozent – sie könnte damit sogar etwas absinken. Denn 2021 lag sie noch bei 13,4 Prozent. Die Düsseldorfer hatten auf die Auswirkungen nochmals erheblich steigender Rohstoff- und Logistikkosten verwiesen.

Beiersdorf will Corona-Tief hinter sich lassen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto 

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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