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Aufseher wollen von Banken wieder mehr Krisenpolster verlangen

Frankfurt, 12. Jan (Reuters) – Die deutschen Finanzaufseher wollen wegen gestiegener Risiken im Finanzsystem von den Banken wieder höhere Krisenpolster verlangen. Sie empfehlen, den sogenannten antizyklischen Kapitalpuffer von aktuell Null Prozent auf 0,75 Prozent anzuheben, wie der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Mark Branson, am Mittwoch auf einem Pressegespräch mitteilte. Dabei geht es um einen Aufschlag auf andere Reserven, der zur Abfederung von Konjunkturabschwüngen dient, Zudem solle ein zusätzlicher Puffer für Wohnimmobilienkredite von zwei Prozent eingeführt werden. Die Anhörungen zu diesen Schritten beginnen am heutigen Mittwoch.

Zwar habe sich das Finanzsystem in der Corona-Krise als robust erwiesen, erklärte die BaFin. Die Verwundbarkeiten hätten aber zugenommen, insbesondere am Wohnimmobilienmarkt. Daher seien vorbeugende Schritte angemessen, mit denen die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors gestärkt werden solle. Geldhäuser hätten ausreichend Zeit, sich auf die Maßnahmen einzustellen. Sie müssen die Schritte bis zum 1. Februar 2023 vollständig umsetzen. Durch sie werden laut BaFin insgesamt 22 Milliarden Euro an hartem Kernkapital im Bankensystem als Polster behalten. Nur bei wenigen Instituten entstehe ein zusätzlicher Kapitalbedarf. 

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