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Montag, Dezember 5, 2022

30. September 2022 Der Börsen Vormittag

Expertenmeinungen

Frankfurt, 30. Sep – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen: 

15.17 Uhr – Eine Prognosesenkung drückt die Aktien von Rent-a-Center auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief. Die Aktien des Anbieters von Mietkauf für Elektronik und Möbel fallen im vorbörslichen US-Geschäft um 18 Prozent auf 18,30 Dollar. Das Unternehmen rechnet für das dritte Quartal nur noch mit einem Umsatz von einer Milliarde bis 1,02 Milliarden Dollar statt einer Milliarde bis 1,055 Milliarden Dollar. Der Gewinn werde wohl bei 0,85 bis 0,95 Dollar statt bei 1,05 bis 1,25 Dollar je Aktie liegen. Die Zahlen signalisierten eine unerwartet schwache Nachfrage bei überraschend hohen Kosten, kommentiert Analyst Kyle Joseph von der Investmentbank Jefferies. 

15.11 Uhr – Die bevorstehende Übernahme durch den Rivalen Lukoil beschert Enel Russia den größten Kurssprung seit 13 Jahren. Die Aktien des Ölkonzerns steigen in Moskau um gut 24 Prozent. Der russische Präsident Wladimir Putin gab per Dekret grünes Licht, dass Enel die Kontrollmehrheit an der Russland-Tochter an Lukoil abgibt. Enel-Titel gaben in Mailand 0,6 Prozent nach. 

15.07 Uhr – Die geplante Zusammenarbeit mit Hyundai gibt Teamviewer Zusatzschub. Die Aktien der Softwarefirma bauen ihre Gewinne aus und steigen um 4,3 Prozent. Das Unternehmen will dem Autobauer den Angaben zufolge Produkte für eine verstärkte Digitalisierung der Fabriken liefern. 

13.40 Uhr – Wegen der anhaltenden Rezessionsängste droht der Wall Street der schwärzeste September seit mehr als zehn Jahren. Beim US-Standardwerteindex Dow Jones summiert sich das Minus seit Monatsbeginn auf rund sieben Prozent. Es wäre der größte Verlust in einem September seit 20 Jahren. Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq steuern mit Verlusten von rund acht beziehungsweise neun Prozent auf den schwärzesten September seit der Finanzkrise von 2008 zu.

13.23 Uhr – Die Aussicht auf millionenschwere Subventionen in Japan ermuntert Anleger zum Einstieg bei Micron. Die Aktien der Chipfirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um zwei Prozent. Micron erhält den Angaben zufolge von der Regierung in Tokio umgerechnet bis zu 330 Millionen Euro zum Ausbau der dortigen Produktion.

13.16 Uhr – Ein Gewinneinbruch und ein trüber Ausblick brocken Nike den größten Kursrutsch seit zweieinhalb Jahren ein. Die Aktien des Sportartikel-Herstellers fallen im vorbörslichen US-Geschäft um 10,5 Prozent. Dank des starken Markennamens und der geplanten Einsparungen könne längerfristig aber wieder mit höheren Margen gerechnet werden, sagt Analyst David Swartz vom Research-Haus Morningstar. Im Sog von Nike verlieren die Titel des Rivalen Under Armour 4,3 Prozent.

12.10 Uhr – Vor einer erwarteten neuen Sanktionsrunde des Westens als Reaktion auf die offizielle russische Annexion weiterer Teile der Ukraine setzt der Rubel seinen Höhenflug fort. Im Gegenzug fällt der Euro um 7,5 Prozent und ist mit 51,31 Rubel so billig wie zuletzt vor acht Jahren. Börsianern zufolge trennten sich russische Anleger und Unternehmen von ihren Fremdwährungsbeständen, weil sie eine Einschränkung des Devisenhandels befürchteten. 

12.00 Uhr – Die Übernahme von Anteilen durch den Firmenchef und den Großaktionär beflügelt Sinch. Die Titel des Cloud-Dienstleisters steuern in Stockholm mit einem Plus von fast 24 Prozent auf 17,40 Kronen auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Der Technologie-Investor Softbank verkauft seinen Anteil von fünf Prozent den Angaben zufolge an Johan Hedberg und Neqst D2. Die Übernahme des Pakets durch Gründer und Großaktionäre signalisiere Engagement und Glauben an das Geschäftsmodell, sagt Analyst Predrag Savinovic vom Research-Haus Carnegie. Außerdem habe sich damit die Spekulation um den Softbank-Ausstieg erledigt.

11.13 Uhr – Eine europäische Rekord-Inflationsrate von zehn Prozent dämpft die Kauflaune der heimischen Anleger. Dax und EuroStoxx50 grenzen ihre Gewinne ein und notieren nur noch jeweils ein Prozent im Plus. Der Euro kann sein Tageshoch ebenfalls nicht halten und notiert noch 0,2 Prozent fester bei 0,9827 Dollar. „Vermutlich wird die EZB auf ihrer Oktober-Sitzung eine neuerliche Zinsanhebung um 75 Basispunkte lancieren“, sagt Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. „In den darauffolgenden Sitzungen werden weitere geldpolitische Straffungen auf der Agenda stehen, allerdings vermutlich mit etwas kleineren Schritten.“

10.12 Uhr – Die Aussicht auf ein Gesamtjahresergebnis über den bisherigen Zielen ermuntert Anleger zum Einstieg bei Webuild. Die Aktien des Baukonzerns steigen in Mailand um 3,2 Prozent. Das Unternehmen gab zudem für die ersten neun Monate einen Auftragseingang von 9,4 Milliarden Euro bekannt. 

09.50 Uhr – Wenige Stunden vor der offiziellen Annexion von vier besetzten ukrainischen Gebieten steigen die Kurse an den russischen Börsen. Die Leitindizes der Moskauer Börse gewinnen bis zu drei Prozent. Die Landeswährung ist ebenfalls gefragt. Im Gegenzug fällt der Dollar um 0,9 Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von 56,67 Rubel. Der Wechselkurs wird aber durch Kapitalkontrollen beeinflusst. Außerdem türmt Russland wegen ausbleibender Lieferungen von Waren aus dem Westen einen Handelsbilanz-Überschuss auf. 

09.40 Uhr – Wegen der anhaltenden Rezessionsängste droht den Börsen der schwärzeste September seit 14 Jahren. Bei Dax und EuroStoxx50 summiert sich das Minus seit Monatsbeginn auf jeweils knapp sechs Prozent. Der US-Leitindex steuert mit einem Verlust von bislang 8,3 Prozent ebenfalls auf das schlechteste September-Ergebnis seit 2008 zu.

08.04 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei Hugo Boss. Die Aktien der Modefirma steigen im Geschäft von Lang & Schwarz um 1,5 Prozent auf etwa 47,10 Euro . Die Analysten der Berenberg Bank starteten die Einstufung der Titel mit „Buy“ und einem Kursziel von 57,80 Euro. 

08.00 Uhr – Ein Gewinneinbruch hier lesen beim US-Rivalen Nike macht Adidas und Puma zu schaffen. Die Aktien der beiden Sportartikel-Hersteller fallen im Geschäft von Lang & Schwarz um jeweils 1,6 Prozent. Nike warnte zudem vor Margendruck, woraufhin die Titel an der Wall Street nachbörslich um zehn Prozent einbrachen. 

30. September 2022 Der Börsen Vormittag

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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