28. Februar: Der Börsen Vormittag

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Update: 13:58 Uhr

Frankfurt, 28. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen: 13.56 Uhr – Die Verunsicherung über die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs setzt dem Dax immer stärker zu. Mit einem Minus von insgesamt mehr als sieben Prozent steuert er auf den größten Monatsverlust seit fast eineinhalb Jahren zu.

13.25 Uhr – Die Aufstockung der Militärausgaben in Deutschland um 100 Milliarden Euro lässt Anleger bei US-Rüstungsfirmen zugreifen. Die Aktien von Lockheed Martin, General Dynamics, Northrop Grumman, Raytheon Technologies und L3Harris Technologies steigen vor US-Börsenstart zwischen 4,5 und 6,6 Prozent. Nach härteren Sanktionen des Westens gegen Russland geraten US-Banken dagegen unter Druck. JPMorgan, Bank of America, Wells Fargo, Goldman Sachs und Morgan Stanley geben im vorbörslichen US-Handel mehr als zwei Prozent nach.

11.29 Uhr – Der Ausverkauf russischer Aktienwerte geht weiter. Die beiden in den USA börsennotierten Fonds (ETFs) von iSharesERUS.N und VanEckRSX.N auf Werte aus diesem Land fallen vorbörslich um 15 beziehungsweise 20 Prozent. Der Moskauer Aktienmarkt bleibt dagegen wegen des Ukraine-Kriegs vorerst geschlossen.

11.20 Uhr – Der Moskauer Aktienmarkt bleibt wegen des Ukraine-Kriegs vorerst geschlossen. Die russische Zentralbank wird nach eigenen Angaben vor Börsenstart am Dienstag darüber informieren, ob und wann Aktien und Derivate wieder gehandelt werden können. 

11.12 Uhr – Neue Enthüllungen investigativer Journalisten zu dubiosen Millionen-Zahlungen im Irak machen EricssonERICb.ST zu schaffen. Die Aktien des Telekom-Ausrüsters fallen in Stockholm um 7,6 Prozent auf 88,02 Kronen. „Wenn sich diese Berichte als korrekt herausstellen, steht die Glaubwürdigkeit und die Urteilsfähigkeit des Managements infrage“, kritisieren die Analysten der Citigroup. Aber selbst wenn sich die Vorwürfe als falsch erweisen sollten, werde es einige Zeit dauern, um die Unschuld von Ericsson zu beweisen. 

11.04 Uhr – Die unsichere Zukunft seines Russland-Geschäfts macht dem Versorger FortumFORTUM.HE erneut zu schaffen. Die Aktien fallen in Helsinki um elf Prozent und sind mit 17,29 Euro so billig wie zuletzt vor knapp eineinhalb Jahren. Die Titel der deutschen Tochter UniperUN01.DE rutschen um fast acht Prozent nach. 

10.17 Uhr – Euroclear stoppt die Abwicklung von Geschäften mit russischen Wertpapieren. Dies umfasse alle inländischen und alle in Rubel gehandelten Titel, teilt der Finanzdienstleister mit.

09.35 Uhr – Die verschärften westlichen Sanktionen gegen Russland lösen Panikverkäufe bei den Anleihen des Landes aus. So verlieren die Papiere mit Laufzeiten bis 2024RU000A0JXU22=TE und 2043US78307ADH32=TE jeweils mehr als 50 Prozent an Wert. Im Gegenzug verdoppeln sich die Renditen auf 17,073 beziehungsweise 20,003 Prozent.

09.28 Uhr – Eine mögliche Laufzeit-Verlängerung für deutsche Atom- und Kohlekraftwerke gibt den Versorgern Auftrieb. Die Aktien von RWE steigen um 3,1 Prozent auf ein Elf-Jahres-Hoch von 41,25 Euro. Der Rivale E.ON rückt ein Prozent auf 11,94 Euro vor. 

08.22 Uhr – Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges setzt die Deutsche BörseDB1Gn.DE den Handel mit russischen Wertpapieren aus. Dies gelte mit sofortiger Wirkung, teilt der Börsenbetreiber mit.

08.07 Uhr – Die Furcht vor Lieferausfällen im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine beschert Weizen den größten Preissprung seit fast 13 Jahren. Der US-FutureWc1 steigt um mehr als neun Prozent auf ein Neuneinhalb-Jahres-Hoch von 9,2025 Dollar je Scheffel. Russland und die Ukraine sind wichtige Weizen-Exporteuere.

07.55 Uhr – Nach dem Ausschluss mehrerer russischer Banken vom internationalen Zahlungssystem Swift geraten westeuropäische Institute unter Verkaufsdruck. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank fallen vorbörslich  um jeweils mehr als vier Prozent. 

07.51 Uhr – Wegen des Ukraine-Kriegs suchen immer mehr Anleger Schutz im „sicheren Hafen“ Gold. Das Edelmetall steuert mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 1928,32 Dollar je Feinunze auf den größten Tagesgewinn seit etwa einem Jahr zu. 

07.45 Uhr – Die wachsende Furcht vor Lieferausfällen treibt den Ölpreis erneut. Die Sorte Brent aus der Nordsee steuert mit einem Plus 7,3 Prozent auf 105,07 Dollar je Feinunze auf den größten Tagesgewinn seit fast eineinhalb Jahren zu. Gleichzeitig verteuert sich Palladium um knapp acht Prozent auf 2551,50 Dollar je Feinunze. Russland ist ein wichtiger Exporteur dieses Edelmetalls. 

07.28 Uhr – Der eskalierende Streit Russlands mit dem Westen brockt der Währung des Landes einen Kurssturz ein. Der DollarRUB=EBS steigt im Gegenzug am Montag um fast 42 Prozent auf ein Rekordhoch von 119 Rubel. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Wochenende seine Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.

28. Februar: Der Börsen Vormittag

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