17. März: Der Börsen Vormittag

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Update: 21:38 Uhr

Frankfurt, 17. Mrz (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen: 

16.45 Uhr – Anleger von Düngemittel-Herstellern setzen auf eine erfolgreiche Kompensierung von ausbleibenden Rohstofflieferungen aus Osteuropa. Aktien von Nutrien und CF Industries gewinnen in New York 4,3 und 2,3 Prozent. Nutrien will seine Kali-Produktion im zweiten Halbjahr hochfahren. Die Preise für Kali, ein wichtiges Ausgangsmaterial für stickstoffhaltige Düngemittel, sind in die Höhe geschossen, seit Wirtschaftssanktionen gegen Russland nach dessen Einmarsch in die Ukraine verhängt wurden. Auch die Titel der Dünge- und Salzunternehmen Mosaic und Intrepid Potash ziehen um 4,5 und 12,6 Prozent an. In Frankfurt legt K+S 6,3 Prozent zu.

16.00 Uhr – Spekulationen auf Ausfälle russischer Lieferungen treiben den ÖlpreisOILOIL immer weiter nach oben. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um bis zu 8,9 Prozent auf 106,70 Dollar je Barrel. Morgan Stanley sieht den Preis im dritten Quartal auf 120 Dollar ansteigen. Der Internationalen Energieagentur IEA zufolge könnten dem Markt wegen der westlichen Sanktionen ab April drei Millionen Barrel pro Tag fehlen, drei Mal so viel wie ursprünglich erwartet. 

13.28 Uhr – Die Aussicht auf ein Gesamtjahresergebnis über Markterwartungen versetzt Anleger bei Dollar GeneralDG.N in Kauflaune. Die Aktien des Discounters steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut zwei Prozent. Da immer mehr Amerikaner bei ihren Einkäufen aufs Geld schauen, rechnet das Unternehmen für 2022 mit einem Umsatzplus von etwa zehn Prozent. Der Gewinn werde zwölf bis 14 Prozent zulegen. 

13.24 Uhr – Dank glänzender Geschäfte blickt SignetSIG.N optimistisch auf das laufende Jahr. Den Aktien der Juwelierkette winkt daher mit einem Plus von 9,4 Prozent im vorbörslichen US-Geschäft das größte Tagesplus seit einem Dreivierteljahr. Das Unternehmen stellt für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz und Gewinn über Markterwartungen in Aussicht. Im abgelaufenen Quartal steigerte Signet diese beiden Kennzahlen den Angaben zufolge um jeweils mehr als 20 Prozent. 

13.14 Uhr – Zurückhaltende Aussagen zur Bank von England (BoE) zu möglichen weiteren Zinserhöhungen setzen dem Pfund Sterling zu. Die britische Währung verbilligt sich um jeweils ein knappes halbes Prozent auf 1,3100 DollarGBP= beziehungsweise 1,1859 EuroGBPEUR=. Die Zentralbank hob zwar wie erwartet den Schlüsselsatz um einen Viertel Prozentpunkt auf 0,75 Prozent an, deuteten für die kommenden Monate aber behutsamere Erhöhungen als bislang erwartet an.

12.31 Uhr – Der Verzicht der türkischen Zentralbank auf eine Zinserhöhung ungeachtet der hohen Inflation verschärft den Verkaufsdruck auf die Landeswährung Lira. Im Gegenzug verteuerten sich DollarTRY= und EuroEURTRY= um jeweils 1,3 Prozent auf 14,7933 beziehungsweise 16,358 Lira.

12.10 Uhr – Ein optimistischer Ausblick gibt den Aktien von Trainline einen Schub. Sie steigen in London um 6,5 Prozent. Die Online-Buchungsplattform für Bahn- und Bustickets stellt für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn am oberen Ende der angepeilten Spanne von umgerechnet 42 bis 48 Millionen Euro in Aussicht. Der Umsatz solle sich trotz der anhaltenden Corona-Pandemie auf knapp drei Milliarden Euro mehr als verdreifachen. 

11.11 Uhr – Der Dax baut seine Verluste am späten Vormittag aus und fällt um bis zu 1,3 Prozent auf 14.253 Zähler. Händler führen dies auf eine Aussage des Kremls zurück, wonach ein „FT“-Bericht über große Fortschritte in Ukraine-Gesprächen im Großen und Ganzen nicht stimme. Nur einige Elemente seien korrekt. Die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte in den Gesprächen hatte dem Dax am Mittwoch deutliche Aufschwung verliehen.

10.51 Uhr – Der mögliche Rückzug der Raiffeisen Bank International aus Russland belastet die Aktien des österreichischen Geldhauses. Sie fallen in der Spitze um 3,8 Prozent auf 13,84 Euro. Das Finanzinstitut kündigte an, seine Position in Russland wegen des Krieges in der Ukraine zu überdenken. Anfang März hatte die RBI einen Rückzug aus Russland oder einen Verkauf der Tochterbank noch dementiert

10.30 Uhr – Ein optimistischer Ausblick spült Verbund  an die Spitze des Wiener ATX Die Aktien des auf Strom aus Wasserkraft spezialisierten Versorgers steuern mit einem Plus von 7,7 Prozent auf den größten Tagesgewinn seit zwei Jahren zu. Die Markterwartung für den operativen Gewinn 2022 habe bislang unter der angepeilten Spanne von 2,6 bis 3,5 Milliarden Euro gelegen, schreiben die Analysten der Credit Suisse. 

10.08 Uhr – Grenke erhöht die Dividende und erfreut damit die Anleger. Die Aktien der auf Leasing von IT und Büroausstattung spezialisierten Firma klettern in der Spitze um 14 Prozent auf 29,66 Euro in die Höhe. Das ist der größte Kurssprung seit zehn Monaten und der höchste Kurs seit vier Wochen. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Die Dividende soll auf 0,51 (0,26) Euro je Aktie angehoben werden.

09.59 Uhr – Die Aussicht auf schwarze Zahlen ermuntert Anleger zum Einstieg bei Deliveroo. Die Aktien des Essenlieferanten steigen in London um 8,4 Prozent. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben in zwei Jahren die Gewinnschwelle knacken. Im Windschatten von Deliveroo gewannen die Titel der „Lieferando“-Mutter Just Eat Takeaway und von Delivery Hero bis zu 4,7 Prozent zu.

09.53 Uhr – Die Genehmigung der umgerechnet 1,1 Milliarden Euro schweren Übernahme durch DNB beschert Sbanken den zweitgrößten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien der Online-Bank steigen in Oslo um 18 Prozent auf ein Sieben-Monats-Hoch von 105,40 Kronen. Zuvor hatte die norwegische Wettbewerbsaufsicht ihren Widerstand gegen den Deal aufgegeben. DNB-Titel legen 3,5 Prozent zu.

09.45 Uhr – Spekulationen auf ein Interesse von AirbusAIRG.DE an dem Cybersicherheitsgeschäft von Atos treiben die Aktien des französischen Softwareunternehmens in die Höhe. Die Titel steigen an der Pariser Börse um bis zu 5,4 Prozent auf 28,45 Euro. Airbus liegen 0,4 Prozent fester.

09.35 Uhr – Gesenkte Umsatzziele lösen einen Ausverkauf bei Ocado aus. Die Aktien des Online-Supermarkts fallen in London um 9,3 Prozent. Das Unternehmen erwartet für 2022 ein Wachstum „näher an zehn Prozent“ statt wie bisher um die 15 Prozent. Als Grund nannte Ocado die steigende Inflation sowie ein Abflauen des Pandemie-bedingten Nachfrage-Booms.

09.27 Uhr – Das Achtelfinal-Aus in der Champions League schickt Juventus Turin auf Talfahrt. Die Aktien des italienischen Fußball-Erstligisten fallen in Mailand um sieben Prozent. Der Verein verlor 0:3 gegen den amtierenden Europa-League-Sieger Villareal aus Spanien. 

09.22 Uhr – Ein Gesamtjahresergebnis über den eigenen Zielen gibt Instone Auftrieb. Die Aktien der Immobilienfirma steigen um 3,1 Prozent. Das Unternehmen steigerte den Umsatz den Angaben zufolge um rund 63 Prozent auf 783,6 Millionen Euro. Der Nachsteuergewinn habe mehr als doppelt so stark auf 96,9 Millionen Euro zugelegt.

09.12 Uhr – Kaufempfehlungen beflügeln Evotec und Uniper. Die Aktien der Biotechfirma und des Energieversorgers steigen um jeweils knapp fünf Prozent auf 28,31 beziehungsweise 25,09 Euro. Die Analysten des Brokerhauses Stifel, Nicolaus & Co. stufen Evotec-Papiere auf „Buy“ von „Hold“ hoch, kürzen allerdings das Kursziel auf 35 von 37,10 Euro. Ihre Kollegen von der Citigroup ändern die Bewertung für Uniper auf „Buy“ von „Sell“ und setzen das Kursziel auf 26,60 von 30,80 Euro herunter. 

08.40 Uhr – Die Warnung der Internationalen Energieagentur IEA vor Ausfällen russischer Lieferungen treibt den Ölpreis nach oben. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um knapp drei Prozent auf 100,81 Dollar je Barrel. Der IEA zufolge könnten dem Markt wegen der westlichen Sanktionen gegen Russland ab April drei Millionen Barrel pro Tag fehlen, drei Mal so viel wie ursprünglich erwartet.

07.26 Uhr – Die Anhebung der Leitzinsen in den USA verleiht dem Dollar nur kurzzeitig Rückenwind. Der Dollar Index verliert am Donnerstag bis zu 0,3 Prozent auf 98,2890 Punkte. Am Mittwochabend war er in Reaktion auf den Zinsentscheid ins Plus gedreht. Der Euro notiert am Donnerstag 0,1 Prozent schwächer bei 1,1027 Dollar. Die US-Notenbank Fed reagierte auf die hohe Inflation und hievte den Leitzins wie erwartet um einen Viertel Punkt auf die neue Zielspanne von 0,25 bis 0,50 Prozent. Die Notenbanker signalisierten einen aggressiveren Kurs, als es viele Experten erwartet hatten.

17. März: Der Börsen Vormittag

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