15.03.22 Marktentwicklungen

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Update: 12:17 Uhr

15. Mrz (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen in der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

DOCTOLIB – Berlin: Das deutsch-französische Gesundheitsstartup hat bei Investoren 500 Millionen Euro eingesammelt. Damit klettere die Firmenbewertung auf 5,8 Milliarden Euro, teilte Doctolib mit, das in Deutschland vor allem im Zusammenhang mit der Vergabe von Covid-19-Impfterminen bekannt geworden ist. In der Bundesrepublik will das 2013 gegründete Unternehmen mit dem frischen Geld unter anderem 1000 neue Stellen schaffen, 300 davon noch in diesem Jahr. Neben der Terminverwaltung will Doctolib unter anderem neue Software zur Praxisverwaltung sowie Kommunikationsmöglichkeiten wie Chat-Funktionen entwickeln. 

GENERALI- Mailand: Der italienische Versicherungskonzern hat 2021 trotz Naturkatastrophen einen Rekordgewinn verbucht. Das Betriebsergebnis stieg um 12,4 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen um 200 Millionen Euro. Netto war der Anstieg mit 63,3 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro noch stärker. Generali teilte zudem mit, die Situation in Russland und der Ukraine zu beobachten. Das Generali-Engagement in der Region sei aber eher gering. Generali hatte Anfang März angekündigt, das Büro in Moskau zu schließen und sich aus dem Verwaltungsrat des russischen Versicherers Ingosstrakh zurückzuziehen, an dem Generali 38,5 Prozent hält. „Wir haben keinen Einfluss mehr auf das Management von Ingosstrakh“, sagte Firmenchef Philippe Donnet.

GOTO – Singapur/Jakarta: Indonesiens größte Technologiefirma strebt noch diesen Monat auf dem Heimatmarkt an die Börse. Ziel sei es, umgerechnet bis zu 1,3 Milliarden Dollar einzunehmen, teilte das Unternehmen mit. GoTo ist erst im vergangenen Jahr durch den Zusammenschluss des UberUBER.N- und GrabA6I.F-Konkurrenten Gojek und des Onlinehändlers Tokopedia entstanden. Ende vergangenen Jahres sammelte GoTo noch bei einer privaten Finanzierungsrunde mehr als 1,3 Milliarden Dollar ein. Zu den Investoren gehören Alibaba9988.HK, Softbank9984.T sowie Singapurs Staatsfonds GIC.

FLUGHÄFEN – Frankfurt: Erneute Warnstreiks von Sicherheitspersonal haben zu Flugstreichungen an mehreren Airports geführt. Am Flughafen Frankfurt fielen nach Angaben des Betreibers FraportFRAG.DE von 818 geplanten Starts und Landungen 118 aus. Am Airport Hamburg wurden wegen des Streiks sämtliche 87 geplanten Abflüge abgesagt, bei den Ankünften entfallen voraussichtlich 18 von 89, wie der Flughafen mitteilt. In Stuttgart können nur 22 von 50 geplanten Flügen abheben. Es komme zu längeren Wartezeiten an den wenigen offenen Kontrollspuren, sagt eine Sprecherin. Die Gewerkschaft Verdi hatte im Tarifkonflikt mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen die Beschäftigten der Passagier-, Personal- und Warenkontrolle zu Warnstreiks aufgerufen. Schon am Montag waren Hunderte Flüge an einem halben Dutzend größeren Flughäfen ausgefallen, Zehntausende Passagiere konnten nicht reisen. Die Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch weitergehen.

FLUGHAFEN WIENVIEV.VI – Wien: Österreichs größter Flughafen hat im Februar mit rund 874.057 Passagieren nahezu sechsmal so viele Reisende gezählt wie vor einem Jahr. In der Gruppe – also inklusive der Flughäfen in Malta und Kosice – wurden rund 1,1 Millionen Passagiere gezählt. Der Aufwärtstrend hält weiter an, erklärte das Unternehmen. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau von Februar 2019 liegt das Passagieraufkommen in Wien bei 46,9 Prozent. Das Frachtaufkommen schwächte sich zuletzt gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent auf 18.259 Tonnen ab.

MAYR-MELNHOF – Wien: Der Kartonhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank einer starken Nachfrage nach Verpackungen Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse kletterten um 21,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, der Nettogewinn stieg um 17,5 Prozent auf 190,7 Millionen Euro, wie Mayr-Melnhof mitteilte. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende von 3,50 (2020: 3,20) Euro je Aktie erhalten. Hohe Kosten für Energie, Altpapier und Zellstoff drückten allerdings auf die operative Marge, die auf 8,8 Prozent von 9,2 Prozent schrumpfte. Die höheren Kosten konnten jedoch durch zeitlich versetzte Preiserhöhungen sukzessive kompensiert werden. Nach Preisanhebungen im ersten Quartal sei auch für das zweite Quartal eine Kartonpreiserhöhung geplant, erklärte der Konzern. Zumindest für das erste Halbjahr sei dennoch mit einer niedrigeren Marge zu rechnen. 

HENNES & MAURITZ (H&M) – Stockholm: Der zweitgrößte Bekleidungskonzern hinter der Zara-Mutter InditexITX.MC hat in den Wintermonaten kräftig zugelegt. Im Zeitraum Dezember bis Februar stiegen die Erlöse um 23 Prozent auf 49,2 Millarden Kronen (4,7 Milliarden Euro), wie H&M mitteilte.

NORTHVOLT – Düsseldorf: Steigende Rohstoffkosten treiben die Preise für Elektroautobatterien des schwedischen Konzerns in die Höhe. „Der Krieg hat die Rohstoffpreise noch einmal massiv verteuert, so dass auch wir unsere Kosten anheben mussten“, sagte Firmenchef Peter Carlsson dem „Handelsblatt“. Wie lange das hohe Preisniveau bleibe, sei nicht abschätzbar. Langfristig würden sie aber sicher wieder sinken. 

TAG IMMOBILIEN – Düsseldorf: Der Immobilienkonzern hat im vergangenen Jahr mehr verdient und dabei das obere Ende der Prognosespanne erreicht. Das für die Branche entscheidende operative Ergebnis (FFO I) stieg um fünf Prozent auf 182 Millionen Euro, wie TAG mitteilte. Die Aktionäre sollen an den Zuwächsen mit einer um ein Cent auf 0,93 Euro je Aktie erhöhten Dividende beteiligt werden. Für 2022 bekräftigte der Vorstand sein Ziel, ein FFO I von 188 bis 192 Millionen Euro zu erreichen. 

Entwicklung 10 03 22

15.03.22 Marktentwicklungen

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