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14. Oktober 2022 Der Börsen Vormittag

Frankfurt, 14. Okt – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen: 

16.45 Uhr – Die Angst vor einer Rezession drückt auf die Rohstoffpreise. Öl der Nordseesorte Brent fällt um 2,6 Prozent auf 92,13 Dollar je Fass, US-Leichtöl WTI verliert 3,1 Prozent auf 86,33 Dollar. Größter Verlierer im Dow-Index sind Aktien des Ölriesen Chevron, die mehr als zwei Prozent absacken. ExxonMobil fallen um 1,7 Prozent. Die Ölproduzenten Chesapeake, Ovintiv, Occidental Petroleum, Devon, Laredo Petroleum, SM Energy, EQT, APA und Marathon Oil verlieren zwischen zwei und fünf Prozent.

16.15 Uhr – Kryptowährungen steigen wieder in der Gunst der Anleger. Ethereum verteuert sich um 3,8 Prozent auf 1343 Dollar. Bitcoin steuert mit eine Plus von 2,9 Prozent bei 19.947 Dollar die psychologisch wichtige 20.000er Marke an. „Auch wenn von einer nachhaltigen Trendwende noch lange nicht die Rede sein kann, herrscht am Krypto-Markt zumindest wieder etwas Zuversicht“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Übergeordnet dürften die schwelenden Inflations- und Zinssorgen die Anleger möglicherweise wieder einholen und den Risikoappetit auf riskante Anlagen drosseln.

14.04 Uhr – Nach einem BBC-Bericht über die Entlassung des britischen Finanzministers Kwasi Kwarteng machen weitere Devisenanleger beim Pfund Sterling Kasse. Die Währung fällt um 1,5 Prozent auf ein Tagestief von 1,1164 Dollar, nachdem sie in den vergangenen Tagen rund fünf US-Cent zugelegt hatte. Die Anleger würden erst einmal abwarten, welche Änderungen an den umstrittenen Steuersenkungsplänen tatsächlich kämen, sagte Chris Beauchamp, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses IG. Ein Reporter der „Times“ schrieb auf Twitter, dass der frühere Außenminister Jeremy Hunt Kwartengs Amt übernehmen soll. Hunt gehörte zu den Bewerbern um die Nachfolge von Boris Johnson, zog gegen die aktuelle Premierministerin Liz Truss aber den Kürzeren.

13.52 Uhr – Die Aussicht auf eine reiche Ernte beim wichtigen Exporteur Brasilien drückt auf den Kaffee-Preis. Die Sorte Arabica verliert 0,9 Prozent und ist mit 2,0035 Dollar je Pfund so billig wie zuletzt vor drei Monaten. Dank günstigen Wetters entwickeln sich die Kaffeebohnen besser als bislang gedacht, sagen Börsianer.

13.45 Uhr – Eine erneute Prognosesenkung setzt Beyond Meat zu. Die Aktien des Anbieters von Fleischersatz-Produkten rutschen im vorbörslichen US-Geschäft um 7,5 Prozent ab. Wegen einer schwächelnden Nachfrage rechnet das Unternehmen nur noch mit einem Gesamtjahresumsatz von 400 bis 425 statt 470 bis 520 Millionen Dollar. Außerdem kündigte es die Streichung von 200 der rund 1100 Stellen an. 

13.38 Uhr – Ein überraschend deutlicher Gewinnrückgang schickt Morgan Stanley in den Keller. Die Aktien der Bank fallen im vorbörslichen US-Geschäft um zwei Prozent, nachdem sie zuvor rund ein Prozent im Plus gelegen hatten. Wegen eines schwächelnden Geschäfts schrumpfte der Gewinn auf 1,47 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 1,49 Dollar gerechnet.

13.15 Uhr – Aktien der US-Geldhäuser JP Morgan und Wells Fargo legen nach Vorlage von Geschäftszahlen vorbörslich zu. Die Papiere notieren jeweils rund zwei Prozent höher. Bei JP Morgan ging der Gewinn im Quartal um 17 Prozent zurück. Der Gewinn je Aktie lag mit 3,12 Dollar jedoch über den Schätzungen der Analysten. Auch Wells Fargo verdiente im Quartal weniger und legt angesichts trüber Konjunkturaussichten mehr Geld beiseite.

10.22 Uhr – Mit Enttäuschung aufgenommene Zahlen schicken TomTom auf Talfahrt. Die Aktien des Navigationsgeräte-Anbieters fallen in Amsterdam nach anfänglichen Gewinnen um acht Prozent. Das Unternehmen hob zwar nach einem starken Quartalsergebnis seine Ziele für 2022 an. Der Ausblick für 2023 sei aber zurückhaltender als bisher, monieren die Analysten der ING Bank. 

10.20 Uhr – Ein Verlust und ein trüber Ausblick brocken International Distribution Services (IDS) den größten Kurssturz seit dem Börsen-Crash vom März 2020 ein. Die Aktien der Royal Mail-Mutter fallen in London um fast 17 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 174,75 Pence. Royal Mail machte unter anderem wegen mehrerer Streiks in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022/2023 einen operativen Verlust von umgerechnet 253 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr müsse mit einem Minus von 405 Millionen Euro gerechnet werden. Außerdem warnte das Unternehmen wegen geplanter weiterer Arbeitskämpfe vor dem Abbau bis zu 6000 Stellen. 

09.50 Uhr – Ein Quartalsergebnis über Markterwartungen hievt UPM-Kymmene auf ein Rekordhoch. Die Aktien des Papier-Herstellers steigen in Helsinki um 7,3 Prozent auf 35,87 Euro. Dank Preiserhöhungen steigerte das Unternehmen den operativen Gewinn vorläufigen Berechnungen zufolge um 84 Prozent auf 779 Millionen Euro. Diese Entwicklung werde sich im vierten Quartal zwar wohl nicht wiederholen, schreibt Analyst Cole Hathorn von der Investmentbank Jefferies. Er rechne dennoch mit anziehenden Markterwartungen für diesen Zeitraum. Im Windschatten der UPM-Rally gewannen die Rivalen Stora Enso und Metsa jeweils gut zwei Prozent.

09.15 Uhr – Drastisch gesenkte Gesamtjahresziele drücken die Aktien von Temenos auf ein Sechseinhalb-Jahres-Tief. Die Titel des Anbieters von Banken-Software steuern in Zürich mit einem Minus von mehr als 20 Prozent auf 52,04 Franken auf den größten Tagesverlust seit gut zehn Jahren zu. Zudem blieben Umsatz und operativer Gewinn im abgelaufenen Quartal hinter den Erwartungen zurück, moniert Analyst Charles Brennan von der Investmentbank Jefferies. Er kürze seine Prognosen für die Temenos-Gesamtjahresergebnis und senke das Kursziel auf 55 von 74 Franken. 

07.45 Uhr – Ein überraschend starkes Quartalsergebnis und ein optimistischerer Ausblick beschert Infosys den größten Kurssprung seit fast zwei Jahren. Die Aktien des indischen IT-Konzerns steigen am Freitag um bis zu fünf Prozent. Dank Großaufträgen und höheren Margen wuchs der Gewinn den Angaben zufolge um elf Prozent auf umgerechnet 747 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatzplus von 15 bis 16 statt 14 bis 16 Prozent. Die gut gefüllten Auftragsbücher und die gestiegenen Margen dämpften die größten Sorgen der Anleger, kommentieren die Analysten der US-Bank Morgan Stanley. 

14. Oktober 2022 Der Börsen Vormittag

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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