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Samstag, Januar 28, 2023

14.11.22 Wichtige Marktentwicklungen

Expertenmeinungen

Es folgen wichtige Marktentwicklungen für den 14. November 2022.

Bangalore, 14. Nov (Reuters) – Der Online-Riese Amazon will einem Zeitungsbericht zufolge rund 10.000 Arbeitsplätze abbauen. Der Stellenabbau in der Verwaltung und im Technologiebereich könne noch diese Woche beginnen, beichtete die „New York Times“ am Montag. Im Mittelpunkt der Kürzungen stehe die defizitäre Geräte-Sparte des weitverzeigten Konzerns, zu der auch die Sprachsteuerung „Alexa“ gehört. Der Abbau, dessen genauer Umfang noch nicht feststehe, entspreche etwa drei Prozent der Gesamtbelegschaft. Von Amazon war keine Stellungnahme zu erhalten. Einige der großen Tech-Konzerne in den USA bemühen sich zurzeit um Kostensenkungen und haben Stellenstreichungen angekündigt, so die Facebook-Mutter Meta und die von Tesla-Chef Elon Musk übernommene Kurznachrichten-Plattform Twitter.

Washington, 14. Nov – Der Internetkonzern Google zahlt Insidern zufolge in einem Rechtsstreit um die Überwachung seiner Nutzer rund 400 Millionen Dollar. Mehrere Bundesstaaten hatten dem zur Holding Alphabet gehörenden Suchmaschinenbetreiber vorgeworfen, unerlaubterweise die Standorte seiner Nutzer überwacht zu haben. Die Zahlung könnte am Montag bekanntgegeben werden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Berlin, 14. Nov – Der Chef der Airbus-Rüstungssparte rechnet mit einer Entscheidung über das europäische Luftverteidigungssystem FCAS noch in diesem Jahr. Er erwarte eine Entscheidung in den kommenden Tagen oder Wochen, sagte Michael Schöllhorn am Montag in Berlin. Airbus-Chef Guillaume Faury räumte ein, dass es länger als erwartet gedauert habe, um bis zu diesem Punkt zu kommen. Das FCAS-Programm soll ein Kampfflugzeug, Drohnen sowie Kommunikationsinfrastruktur umfassen. Airbus arbeitet bei dem Kampfflugzeug mit dem französischen Hersteller Dassault zusammen.

Düsseldorf, 14. Nov – Der Finanzvermittler Hypoport will nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal auf die Kostenbremse treten und massiv Stellen abbauen. Hypoport werde sich von bis zu zehn Prozent seiner Mitarbeiter trennen müssen, sagte Vorstandschef Ronald Slabke am Montag. Das Unternehmen, das unter der Krise des deutschen Immobilienmarktes leidet, wolle die Kosten bis Anfang 2023 deutlich senken. Das Unternehmen beschäftigte 2021 im Mittel rund 2300 Mitarbeiter. Hypoport hatte im dritten Quartal einen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Konzernumsatz gab um sechs Prozent auf 105 Millionen Euro nach, der operative Ertrag (Ebit) sank um rund 93 Prozent auf 0,8 Millionen Euro.

Hingkong, 14. Nov – Die Privatkundentochter des chinesischen Fintechs Ant will ihr Grundkapital mehr als verdoppeln. Es solle auf umgerechnet 2,5 von derzeit 1,1 Milliarden Euro steigen, gab Chongqing Ant Consumer Finance am Montag in einer Pflichtmitteilung bekannt. Ant, eine Tochter des Online-Händlers Alibaba9988.HK, werde im Rahmen der Kapitalerhöhung etwa 700 Millionen Euro zuschießen und künftig die Hälfte der Anteile halten. Zweitgrößter Aktionär werde die staatlich kontrollierte Firma Hangzhou Jintou Digital mit einer Beteiligung von zehn Prozent und einem Investment von rund 250 Millionen Euro sein.

München, 14. Nov – Schaeffler übernimmt den Keramikspezialisten Ceraspin und baut damit sein Industriegeschäft aus. Ceraspin stelle Keramikprodukte her, die überwiegend zu Walzkörpern für unterschiedliche Lageranwendungen verarbeitet würden, teilte der Auto- und Industriezulieferer am Montag mit. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg sei seit 2004 Lieferant von Schaeffler. Zu Details der Transaktion äußerte sich das Unternehmen nicht. Mit einem Abschluss der Übernahme werde im vierten Quartal gerechnet. Keramik gilt als besonders harter und hitzebeständiger Werkstoff. Er leitet zudem Strom nicht weiter und kommt deswegen dort zum Einsatz, wo mechanische Teile vor elektrischen Spannungen geschützt werden müssen, etwa in Generatoren von Windkraftanlagen.

Frankfurt, 14. Nov – BioNTech übernimmt eine Produktionsanlage des Schweizer Pharmakonzerns Novartis in Singapur und will dort eine erste mRNA-Produktionsstätte errichten. Mit der Anlage werde die Produktionskapazität weiter ausgebaut und die wachsende Pipeline für Impfstoffe und Arzneien auf Basis von Boten-RNA (mRNA) im asiatisch-pazifischen Raum unterstützt, teilte das Mainzer Biotechunternehmen am Montag mit. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Anlage soll eine jährliche Produktionskapazität von bis zu mehreren hundert Millionen Dosen mRNA-basierter Impfstoffe erreichen, bis 2024 sollen dort mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen werden. Biontech hatte bereits angekündigt, in Singapur seinen regionalen Hauptsitz für Südostasien zu planen. Von Novartis hatte das Unternehmen schon eine Produktionsstätte im hessischen Marburg übernommen, wo Biontech seit Anfang 2021 seinen Corona-Impfstoff herstellt.

München, 14. Nov – Der Münchner Software-Entwickler Nagarro schraubt seine Erwartungen für das laufende Jahr zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen nach oben. Der Umsatz werde um mehr als die Hälfte auf 850 (2021: 546) Millionen Euro steigen, teilte Nagarro am Montag mit. Das sind 20 Millionen Euro mehr als im Oktober vorausgesagt. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) werde mit 16 (14,6) Prozent um einen Prozentpunkt höher ausfallen als zuletzt prognostiziert. Das entspräche einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 136 (80) Millionen Euro. Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal sollen im Lauf des Tages veröffentlicht werden.

München, 14. Nov – Der Nutzfahrzeug-Zulieferer Jost Werke blickt nach einem kräftigen Wachstum im dritten Quartal zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Der Umsatz solle nun um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz wachsen, der bereinigte Betriebsgewinn um einen hohen einstelligen Prozentsatz, teilte das Unternehmen am Montag mit. Erstmals dürfte der Umsatz über 1,2 Milliarden Euro liegen. Bislang hatte Jost lediglich ein Umsatzplus um einen mittleren einstelligen Prozentbereich vorhergesagt. Im dritten Quartal verkaufte der Hersteller von Anhängerkupplungen und anderen sicherheitsrelevanten Systemen für Nutzfahrzeuge Waren im Wert von 327,1 Millionen Euro, das sind fast 30 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Betriebsgewinn legte um ein Viertel auf 30,4 Millionen Euro zu.

Zürich, 14. Nov – Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova hat den Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022/23 vor allem dank Zukäufen um 17,9 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken gesteigert. Das Marktwachstum habe sich angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfeldes aber verlangsamt, erklärte Konzernchef Arnd Kaldowski. „Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung im restlichen Verlauf des Geschäftsjahres anhalten wird.“ Der Weltmarktführer bekräftige zwar den Ausblick, peilt nun aber das untere Ende der Wachstumsspanne von 15 bis 19 Prozent beim Umsatz und von sechs bis zehn Prozent beim Ergebnis an. Im Halbjahr sei der Gewinn auf 301,8 (Vorjahresperiode 312,5) Millionen Franken gesunken. Das verhaltene Wachstum in höherpreisigen Märkten und gestiegene Beschaffungskosten hätten das Ergebnis belastet.

München, 14. Nov – Der Versicherungskonzern Talanx hält an seiner Gewinnprognose für das laufende Jahr fest. Vorstandschef Torsten Leue sagte am Montag in Hannover, er sei „sehr optimistisch, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen“. Talanx erwartet einen Nettogewinn von 1,05 bis 1,15 Milliarden Euro. Nach neun Monaten stehen 785 Millionen Euro zu Buche, das ist ein Plus von knapp neun Prozent. Die gebuchten Bruttoprämien erwartet Talanx nun währungsbereinigt zehn Prozent über Vorjahr, das wären erstmals mehr als 50 Milliarden Euro. Bisher hatte der Konzern eine hohe einstellig Zuwachsrate in Aussicht gestellt. In den ersten neun Monaten stiegen die Prämien währungsbereinigt um 14 Prozent auf 41,7 Milliarden Euro, getrieben von der Rückversicherungs-Tochter Hannover Rück und der Industrieversicherung.

Düsseldorf, 14. Nov – Der Saatguthersteller KWS ist besser ins Geschäftsjahr 2022/23 gestartet als erwartet und hat daher die Latte höher gelegt. „KWS ist aufgrund eines starken Getreide- und Rapsgeschäfts mit hohem Tempo ins neue Geschäftsjahr gestartet“, erklärte Finanzchefin Eva Kienle am Montag. „Wir erwarten, dass dieser Trend anhält und gehen daher für das laufende Geschäftsjahr von mehr Wachstum als ursprünglich prognostiziert aus.“ Kienle kündigte für das Bilanzjahr 2022/23 nun ein Umsatzplus von zehn bis zwölf Prozent an statt sieben bis neun Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll unverändert zehn bis elf Prozent erreichen. In den ersten drei Monaten legten die Erlöse um 20,6 Prozent zu. Das turnusgemäß negative Ergebnis (Ebitda) fiel mit minus 7,1 Millionen Euro deutlich besser aus als vor Jahresfrist, als minus 19,7 Millionen verbucht wurden.

München, 14. Nov – Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) hinkt beim Gewinn angesichts einer steigenden Risikovorsorge und rückläufiger Tilgungen hinter dem Vorjahresniveau her. Das Ergebnis vor Steuern sank im dritten Quartal auf 52 (2021: 72) Millionen Euro, nach den ersten neun Monaten stehen damit 159 Millionen Euro zu Buche, 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die pbb am Montag in München mitteilte. Vorstandschef Andreas Arndt sagte, der Immobilienfinanzierer bleibe „auf Kurs, im Gesamtjahr noch innerhalb unserer Guidance zu bleiben“. Die pbb hatte einen Gewinnrückgang auf 200 bis 220 (242) Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Das Neugeschäft habe im dritten Quartal mit 2,3 Milliarden Euro leicht über Vorjahr gelegen, erklärte die pbb. Der Bestand an Immobilienfinanzierungen stieg seit Jahresende 2021 um knapp zwei Milliarden auf 29,5 Milliarden Euro.

New York, 14. Nov – Der weltweit größte Zahlungsabwickler Visa beendet seine weltweite Zusammenarbeit mit der insolventen Kryptobörse FTX. „Wir haben unsere globalen Vereinbarungen mit FTX gekündigt und das Kreditkartenprogramm in den USA wird abgewickelt“, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. „Die Situation mit FTX ist bedauerlich und wir beobachten die Entwicklungen genau.“ FTX und Visa hatten Anfang Oktober eine erweiterte Partnerschaft angekündigt, die unter anderem die Einführung von kontogebundenen Visa-Karten in 40 neuen Ländern vorsah. FTX hatte am Freitag in den USA Gläubigerschutz beantragt. Gegen die Krypto-Börse und den inzwischen zurückgetretenen Firmenchef Sam Bankman-Fried laufen auf den Bahamas Ermittlungen wegen möglicher Veruntreuung von Kundengeldern.

14.11.22 Wichtige Marktentwicklungen

Quelle: Reuters

Titelfoto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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