Paris, 20. Apr (Reuters) – Die Bewegung des bei der Präsidentenwahl in Frankreich ausgeschiedenen Politikers Eric Zemmour will ein Rechtsbündnis schmieden. Drei Funktionäre seiner Partei „Reconquete“ zeigten sich offen für eine Allianz mit dem „Rassemblement National“ (RN) von Marine Le Pen, die am Sonntag in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Emmanuel Macron um die Präsidentschaft geht.
Als weitere Partner in dem Rechts-Rechtsaußen-Bündnis werden die Republikaner der in der ersten Runde der Wahlen ausgeschiedenen konservativen Präsidentschaftskandidatin Valerie Pecresse und die rechts-populistische Splitterpartei Debout la France genannt.
Der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilten Zemmour hat in der ersten Runde der Präsidentenwahl den vierten Platz belegt und ist damit aus dem Rennen. Der in der Zeitung „Figaro“ lancierte Vorstoß der „Reconquete“-Funktionärsriege um die Nichte Le Pens, Marion Marechal, gilt als strategischer Schachzug, der Macron im Falle seiner Wiederwahl nach den Parlamentswahlen im Juni in die Bredouille bringen könnte.
Marechal, die erst jüngst vom RN zu Zemmours Bewegung gewechselt war, legte ihre Überlegungen in einem Interview des Fernsehsenders BFM offen: Darin räumte sie es als „Option“ ein, Le Pen mit der geballten Wählermacht eines Rechtsbündnisses nach der Parlamentswahl zur Ministerpräsidentin zu machen, sollte Macron die Präsidentenwahl wie bereits 2017 gegen die Chefin des RN gewinnen.
Zemmour-Partei reicht rechten Kräften Hand zum Bündnis in Frankreich
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