Dienstag, Juli 16, 2024
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Zeichen stehen auf Post-Streik – Verdi-Bezirke erwarten Zustimmung

Düsseldorf, 08. Mrz – Bei der Deutschen Post steht nach Aussagen mehrerer Verdi-Landesbezirke ein unbefristeter Streik bevor. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir bei der Urabstimmung die 75 Prozent erreichen und sogar übertreffen“, sagte Andreas Henze, Verdi-Landesfachbereichsleiter für Postdienste in Baden-Württemberg, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Beteiligung an der Urabstimmung sei gut, betont er. Das Erreichen der Schwelle von 75 Prozent der Stimmen bei der Urabstimmung ist Voraussetzung für einen unbefristeten Arbeitskampf. Verdi will das offizielle Ergebnis der Abstimmung am Donnerstag vorlegen. Doch auch in anderen Landesbezirken wird bereits mit einer Zustimmung für einen Streik gerechnet. 

„Die Beteiligung an der Urabstimmung ist sehr gut, die Leute sind auf 180“, hatte Thomas Warner, Verdi-Landesfachbereichsleiter Niedersachsen-Bremen, gesagt. „Die 75 Prozent erreichen wir, davon gehe ich aus.“ „Die Urabstimmung läuft sehr gut“, sagte auch Benita Unger, Verdi-Fachbereichsleiterin Postdienste Berlin-Brandenburg. Sie gehe davon aus, dass in dem Landesbezirk mehr als 75 Prozent der Teilnehmenden an der Abstimmung das Tarifangebot der Post ablehnen. David Merck, Leiter Fachbereich Postdienste bei Verdi Bayern, sagte, die Gewerkschaft bekomme in den Betrieben viel Zustimmung für ihre Entscheidung, das Tarifangebot der Post abzulehnen.

Verdi verlangt von der Post eine Entgelterhöhung für die 160.000 Tarifbeschäftigten von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Die bei den Verhandlungen von dem Bonner Konzern angebotenen Lohnerhöhungen über eine Laufzeit von zwei Jahren bis Ende 2024 reichen aus Sicht von Verdi nicht aus, um die Reallohneinbußen durch die hohe Inflation auszugleichen. Das Post-Angebot belaufe sich über alle Lohngruppen hinweg auf etwa 9,9 Prozent mehr Geld über 24 Monate, hatte Verdi-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis gesagt: „Das ist weit von dem entfernt, was wir gefordert haben.“ Verdi hatte die Tarifgespräche am 10. Februar für gescheitert erklärt. Seit dem 20. Februar läuft die Urabstimmung.

„Verdi hat eine historische Chance verspielt, die Zukunft der Deutschen Post in Deutschland zu sichern“, hatte Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie gesagt. Post-Chef Frank Appel zufolge setzt die Gewerkschaft damit die Zukunft des Post- und Paketgeschäfts in Deutschland aufs Spiel, der Bonner Konzern sei mit seiner Offerte an die Grenzen gegangen.

Zeichen stehen auf Post-Streik – Verdi-Bezirke erwarten Zustimmung

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Bild von Frauke Riether auf Pixabay

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