Westeuropäer sehen Iran-Atom-Gespräche wegen Russland gefährdet

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Paris, 12. Mrz (Reuters) – Deutschland, Frankreich und Großbritannien warnen wegen kurzfristig erhobener Forderungen Russlands vor einem Scheitern der Wiener Atomgespräche mit dem Iran. Niemand solle versuchen, die Verhandlungen auszunutzen, um Zusicherungen zu erhalten, die mit dem Atomabkommen von 2015 nichts zu tun hätten, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei westeuropäischen Staaten vom Samstag. Eine Vereinbarung liege auf dem Tisch und solle dringend abgeschlossen werden.

Die seit Monaten andauernden Gespräche zur Wiederbelebung der Atomvereinbarung von 2015 hatten sich nach Darstellung Beteiligter bis vor Kurzem auf der Zielgeraden befunden. Doch vor einer Woche forderte Russland unerwartet umfangreiche Garantien, dass der russisch-iranische Handel von jeglichen Sanktionen, die im Zusammenhang mit der russischen Invasion in der Ukraine verhängt wurden, nicht betroffen sein werde. Der Westen lehnt das ab. Am Freitag wurde schließlich eine Pause der Gespräche vereinbart.

Das Abkommen von 2015 wurde von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA, China und Russland sowie dem Iran unterzeichnet. Es steht aber auf der Kippe. Die USA hatten die Vereinbarung 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aufgekündigt, woraufhin auch der Iran sich nicht mehr an alle Auflagen hielt. Mit dem Atomabkommen soll verhindert werden, dass der Iran Nuklearwaffen baut. Der Iran dementiert, solche Absichten zu haben.

Westeuropäer sehen Iran-Atom-Gespräche wegen Russland gefährdet

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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