Wall Street im Minus 32.774 Punkte – Speicherchip-Hersteller Micron enttäuscht

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09. Aug (Reuters) – An der Wall Street schlossen die drei wichtigsten Indizes den Dienstg mit einem Minus ab. Vor allem Technologiewerte gerieten unter Druck, nachdem der Speicherchip-Hersteller Micron Technology seine Umsatzprognose für das vierte Quartal senkte. Zudem agierten Anleger in Erwartung der am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreise für Juli verhalten. Eine starke Teuerungsrate würde Sorgen schüren, dies könne größere Zinsschritte der Notenbank Federal Reserve auslösen. Händler sehen eine 68,5 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen im September um 75 Basispunkte anhebt, was ihre dritte große Anhebung in Folge wäre.

Der Dow-Jones-Index.DJI der Standardwerte schloss 0,2 Prozent leichter auf 32.774 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500.SPX gab 0,4 Prozent auf 4122 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,2 Prozent auf 12.403 Stellen ein. 

Eine Umfrage der New Yorker Notenbank vom Montag zeigte, dass die Inflationserwartungen der Verbraucher im Juli stark zurückgegangen sind. „Das ist Musik in den Ohren der Fed, denn wenn sich dieser Trend fortsetzt, bedeutet das, dass die Fed die Zinsen nicht mehr so aggressiv anheben muss“, konstatierten die Analysten der Deutschen Bank. „Eine ihrer größten Befürchtungen ist, dass höhere Inflationserwartungen zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung einer tatsächlichen höheren Inflation führen werden.“

Auf den Tech-Werten lastete ein pessimistischer Ausblick des Speicherchipherstellers Micron. Dem Konzern machen eine schwächere PC-Nachfrage und die anhaltenden Lieferengpässe zu schaffen. Für das vierte Geschäftsquartal bis Ende August rechnet Micron damit, dass die Erlöse entweder noch knapp an die Prognose von rund 7,2 Milliarden Dollar heranreichen oder leicht darunter liegen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch fast 8,3 Milliarden Dollar. Micron-Papiere gaben 3,7 Prozent nach. In ähnlichem Ausmaß büßten auch die Rivalen Nvidia sowie Advanced Micro Devices an Wert ein und setzten damit ihre Talfahrt vom Vortag nach einer ähnlichen Umsatzwarnung von Nvidia fort.

NovavaxNVAX.O brachen mehr als 29 Prozent ein, nachdem der Biotechkonzern seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr halbiert hatte. Grund ist die mangelnde Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff vor allem in ärmeren Ländern. Doch auch in den USA bleibt Novavax auf seinem Vakzin sitzen, das dort erst kürzlich für den Einsatz bei Erwachsenen zugelassen worden war. Es gab die Erwartung, dass vor allem Impfskeptiker zugreifen, die den mRNA-basierten Mitteln von Moderna und Pfizer kritisch gegenüber standen. Doch bisher wurden in den USA gerade einmal etwas mehr als 7300 Dosen des sogenannten Totimpfstoffs von Novavax verabreicht.

Wall Street im Minus – Speicherchip-Hersteller Micron enttäuscht

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